Freitag, 21. Dezember 2012

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Natchez am Mississippi



Samstag 15.Dez.-Montag 17.Dez.

Natchez gilt als die älteste Siedlung am Mississippi. Erste französische Siedler ließen sich im Umland der späteren Stadt 1716 nieder. Am 28. November 1729 wurde die Kolonie beim Natchez-Aufstand vollständig zerstört. Dabei kamen mehr als 200 Franzosen, die gesamte erwachsene männliche Bevölkerung, ums Leben. Als 1763 Großbritannien den Osten der Kolonie Louisiana übernahmen, wurde auch das Gebiet um Natchez britisch.
Das 1776 gegründete Natchez ist die älteste Stadt Mississippis und war in der Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg ebenso die größte, reichste und nach Ansicht der meisten Zeitgenossen auch schönste Stadt des Staates. Die Stadt erhielt ihren Ruhm und Reichtum vor allem durch eine Gruppe von Plantagenbesitzern, die die größten und wertvollsten Baumwollplantagen der Südstaaten ihr eigen nannten. Diese Pflanzer dienten Plantagenbesitzern und Farmern durch die gesamten westlichen Südstaaten hindurch als Modell im Cotton Kingdom.

Wir erreichen Natchez am späteren Nachmittag und parken auf einem öffentlichen Platz der hoch über dem Mississippi Fluss liegt.Nun stehen wir zum erstenmal am  "Old Man River"!








Noch verspühren wir keine sonderliche Stimmung, schlicht ein breites, still dahin fliessendes Wasser.Doch eine Tafel beim Visitor Center zeigt uns die Daten dieses Flusses, was in mir doch Erstaunen weckt.
2300 Meilen lang durchfliesst er 10 Länder der USA.
Wir schlendern nur noch durch einen Souvenirshop am Rande des Parkings und beschliessen dann den Supermarktparkplatz als Ùbernachtungsplatz aufzusuchen.

Schon in der Nacht prasseln die Regentropfen aufs Dach und lassen nichts Gutes erahnen.Doch in den Morgenstunden erwachen wir ohne dass es regnet.Schnell noch einige Einkäufe machen und dann wollen wir das Städtchen besichtigen.Kaum parkiert vor dem Visitor Center lässt Petrus alles Wasser aus den Wolken raus und es schüttet aus Kübeln.Intensiv informieren wir uns über den Ort und schauen uns einen kurzen Film an.
In Natchez waren die reichen Baumwollplantagenbesitzer zu Hause und auf dem Mississippi wurden die immensen Baumwollerträge auf die bekannten Mississippidampfer verladen.Auch einige bekannte Schriftsteller Amerikas lebten hier, so z.Bsp.Marc Twain, natürlich auch Musiker mit bekannten Namen verbrachten ihre Jugend hier in der Gegend.Der ehemalige Reichtum der Stadt ist noch an den wunderschönen Häusern der  Plantagenbesitzer zu erkennen.Die Häuser wurden renoviert und einige sind zugänglich zur Besichtigung.

Leider lässt der Regen nicht nach, aber wir Beide beschliessen trotzdem eine Stadtbummel zu machen. Das Antebellum Maisons,Rosalia das wir besichtigen wollen liegt  nahe des Visitor Centers.Wir werden von einer Dame durchs Haus begleitet und sie erzählt uns die Geschichte dieses ehrwürdigen Hauses.

Danach schlendern wir im Regen durch die Gassen von Natchez wo praktisch niemand anzutreffen ist.Fast alles ist geschlossen ausser zwei Restaurants.Bald sind wir kräftig durchnässt und beschliessen den Rückzug.
Nasse Kleider in unserm Wohnmobile sind nicht gerade ein Leckerbissen.Unser kleines Bad dient als Trockenraum,dafür müssen wir die Heizung laufen lassen, obschon es nicht kalt ist. Sofort beschlagen sich die Scheiben und wir Beiden dampfen vor Wärme.Fenster auf um die Umluft zu garantieren.Ungemütlich !!
Den Rest des Abends verbringen wir mit essen und jassen.Schliesslich stehen wir mutterseeelen alleine auf diesem Parking,was uns in Anbetracht der Lage schlussendlich nicht ganz geheuer ist.Wir entschliessen uns nochmals für den Walmartparking als Logierplatz , desshalb dieslozieren wir unser Haus
Der anbrechende Montag verspricht mit grauen Wolken wohl keine Besserung und unsere Stimmung ist deshalb getrübt.Doch oh Wunder, nach dem Frühstück erblicken wir schon blaue Streifen am Himmel und einiges später lacht bereits die Sonne.
Jetzt nichts wie los nochmals durch diese Stadt, schliesslich will ich noch einige Fotos schiessen. Wir steuern zuerst Natchez Under the Hill an.Dort wo die Dampfschiffe anlegen stehen einige Häuser und ein urchiger Saloon, der laut einer Südstaatenzeitschrift allabendlich Livemusik bietet.Der Chef des Hauses sitzt an der Theke als wir eintreffen und legt gleich einen Smaltalk los in einem Dialekt, was mich schlicht wieder überfordert.Ich bekunde meine Schwierigkeiten und er bemüht sich langsamer zu sprechen.Mit Livemusik könne er heute Abend nicht dienen, mangels Touristenandrang. Er vertröstet uns auf das Wochenende.


 Ein ausgedientes Dampfschiff  das zu einem Casino umgebaut wurde liegt hier fest verankert im Wasser. Das Innenleben des ehemaligen Luxusdampfers ist noch gut erhalten, nur stehen lauter Spielautomaten in den Räumen.Ein Rundgang durch das Casino gibt uns trotz der vielen Spielautomaten einen guten Einblick wie die Inneneinrichtungen der Schiffe  damals aussahen.
 
Wir klettern wieder den Hang hinauf und durchstreifen nun das sonnige Städtchen.Die Kathedrale verdient auch einen Besuch, wie man uns sagt.Wahrhaftig ein prunkvoller Bau mit wunderschönen Glasfenstern.
 



Nur eine Strassenkreuzung weiter steht bereits eine weiter Kirche,die Aussenansicht eine völlig Andere als die der Kathedrale. Mein "Gwunder" ist geweckt, somit treten wir auch hier durch eine Holztüre ins Innere.Da sitzt eine Dame im Eingang und begrüsst uns überschwenglich und füllt unserer Köpfe mit vielen Informationen was die Kirche alles zu bieten hätte.Leider muss ich die Frau auch bitten gewisse Anmerkungen nochmals zu wiederholen, da ich wegen der Sprache nicht ganz folgen konnte.Oh my Lord! I`m so sorry, entschuldigt sie sich.
 



 
Eine schlichte Einrichtung aus Holz, völlig anders als zuvor in der Kathedrale, aber auch hier sehr gepflegt und ehrwürdig.
Ùber der eigentlichen Kirche im ersten Stock , die Fotoaustellung die uns die Dame zuvor wärmsten empfohlen hat. Eine wunderbare Bilddokumentation über die Geschichte von Natchez.Alles schwarz/weiss Fotographien aus dem 19.Jahrhundert.Da schlägt natürlich mein Herz höher, als ehemalige Photolaborantin.Herrliche Porträts von der Bevölkerung, Landschaftsaufnahmen zur Zeit der Baumwollhochkonjuktur.All die Antebellum Häuser.Das Leben an den verschiedenen Arbeitsplätzen, Baumwollfelder, Flöserei, Dampfschifffahrt usw.Hunderte von wunderbaren Fotos zieren die Wände von mehreren Räumen in diesem Obergeschoss.Die Dame hat uns nicht zuviel Versprochen, ein kostbares Zeitdokument, das die Kirche hier beherbergt.Beim Verlassen bittet uns die Dame uns noch im Besucherverzeichniss einzutragen und bekundet nochmals ihre Freude über unseren Besuch.
Spontan erreichen wir auf unserem Spaziergang ein Quartier mit einer Anhäufung von Villen, Eine schöner renoviert als die Andere.Ich knipse ein Foto, da ruft mir eine ältere Dame die Frage entgegen; what are you doing her ? Ich erschrecke im ersten Moment, doch als sie näher kommt lacht sie und fragt: sprechen sie deutsch? Sieht man nun bereits am Aussehen die Herrkunft einer Person, frage ich mich? Freundlich erklärt sie mir dass sie in Stuttgart gelebt hätte, deshalb sich immer freut Deutsche oder Deutschsprechende zu treffen.Ein herrlicher kurzer Smaltalk, dann verabschiede ich mich wieder.

 
Natürlich muss meine Kamera nun etliche Arbeit verrichten, denn ich finde riesiges Gefallen an den verschiedenen Häusern, zumal jetzt auch noch die Weihnachtsdekos die Gebäude zusätzlich aufmöbeln.


 
Zurück in der eigentlichen Downtown sieht es nicht überall so elegant aus.Wie in vielen dieser Südstaaten Städte, stehen auch hier viele Gebäude ungenutzt und verlottert da.



 Langsam knurren unsere Magen und wollen gefüttert werden. Hansruedi lädt mich in einem Barbecue-Grill zum Essen ein.Ein, mit frisch gebratenem Roastbeef gefülltes Sandwichweggli dazu Kartoffelsalat und eine Gemüsebeilage von schwarzen Bohnen und Maiskörnern.Es schmeckt herrlich, nur schade, serviert  in Plastikgeschirr, sogar das Besteck.Vollgestopft, denn die Portionen sind amerikanisch, gigantisch, beschliessen wir einen RV-Park am gegenüberliegenden Ufer in Louisiana aufzusuchen.Wir überqueren den Fluss über das Wahrzeichen von Natchez, eine imposante Eisenbrücke die nur genietet ist, gleich wie der Eifelturm.


 
 In Vidalia Louisiana direkt gegenüber von Natchez liegt der Camping direkt am Ufer des Mississippis und ein sonniges Plätzchen erwärmt unser "Chruli"und uns.Wir öffnen alle Fenster und Türen um die Feuchtigkeit des Vortages zu vertreiben. Eine wahre Erholung, ein solcher Sonnentag nach dem Regen!
Der angebrochene Vorabend nutzten wir für eine Spaziergang auf dem wunderschön angelegten Uferweg.Die untergehende Sonne lässt eine märchenhafte Stimmung aufkommen.Wir werden noch zusätzlich belohnt, denn der antike, orginale Natchez Raddampfer kommt flussaufwärts geduckert und macht in Natchez Under the Hill fest!
Später erfahren wir dass dieses Ereigniss nur 14 mal pro Jahr stattfindet.
Ein Prachtskahn.

 
Ein traumhafter Sonnenuntergang am Mississippi beendet diesen interessanten Tag.
 


 
 
 
 
 

Dienstag, 18. Dezember 2012

Auf und Ab -Woche !


Mittwoch 12.Dez.-Samstag 15.Dez.2012


Die George Island verlassen wir bei strömendem Regen und entscheiden uns heute mal ein ganzes Stück westwärts zu fahren. Seit wir in den Staaten sind ist dies wohl der erste langanhaltende Regentag,was ja auch einmal sein muss.Am Mexico Beach, immer noch im Penhandel von Florida, überqueren wir die Zeitgrenze und wechseln von der Eastern-zur Centraltime, somit sind wir sieben Stunden im Rückstand zur Schweiz.Das Autofahren bei Regenwetter ist auch ziemlich anstrend, sodass wir am frühen Nachmittag Ausschau halten nach einem geeigneten Platz.Unser dickes Handbuch von Passport America kommt uns da zu Hilfe.In DeFuniak Springs werden wir an einem kleinen See fündig.Der Platz Bass Haven, mit nur 20 Plätzen erwartet uns.Die Platzwartin empfängt uns herzlich in ihrem sehr privat eingerichteten Office und zugleich Clubraum.Ein Weihnachtsbaum erleuchtet den Raum.Sie lädt uns ein diesen Raum zu nutzten nach Lust und Laune, vielleicht möchten wir fernsehen oder an der Wärme lesen.Ja, wirklich, der Raum ist geheizt, da es nicht wärmer als 10°C ist draussen.Nach einem ausgiebigen Essen nützen wir tatsächlich den Clubraum um ins Internet zu kommen, denn im Chruzli,das seit langer Zeit auch wieder einmal geheizt wird, funktioniert das Netz nicht.Als wir Beide beschäftigt sind treffen zwei junge Leute ein, durchnässt und durchfroren, denn sie sind mit dem Fahrrad unterwegs.Die Chefin offeriert den Beiden ein kleines Zimmer hinter dem Clubraum, damit sie nicht das Zelt aufzustellen hätten.Die Beiden strahlen übers ganze Gesicht und sind erleichtert.Ich erkundige mich woher sie denn kämen.Sie seien seit vier Monaten unterwegs, gestartet in Seattle und wollen noch bis Miami.Anscheinend sind die Beiden sehr müde, denn sie verschwinden schnurr-straks im Zimmer, von wo bald keine Geräusche mehr hörbar waren.Auch wir verlassen bald einmal den Raum und schlüpfen zusätzlich in einen Schlafsack unter der Decke, denn die Nacht wird wohl kalt werden.

Der Donnerstagmorgen ist umhüllt von Nebel und wie erahnt, die Innentemperatur im "Chruzli"beträgt gerademal 11°C, purrrrrrrr! Schnell die Heizung an und nichts wie los wieder unter die Decke und abwarten.Eigentlich plante ich eine ausgiebige Dusche mit Haarwäsche, denn das gemütlich,heimelige, saubere Bad wäre einladend,aber trotz Heizung entscheide ich mich dagegen.Kurz vor Mittag nehmen wir die Fahrt westwärts wieder auf und überqueren im Laufe des Nachmittages die Grenze nach Alabama.Etliche Kilometer geradeaus und durch Wälder machen die Fahrt nicht gerade spannend.Heute knacken wir die 7000km Marke die wir seit 21/2Monaten Amerika zurückgelegt haben.Auf der Umfahrung der Stadt Mobile entdecken wir einen Campground und lassen uns dort für eine Nacht nieder.Laut Beschreibung ist der Platz toll ausgerüstet, doch beim näher Hinschauen, ziemlich viele leere Versprechungen! Für eine Dusche muss ich mich leicht überwinden, kein Vergleich zu Bass Haven, doch was sein muss - muss sein! Zum Glück müssen wir hier nicht länger bleiben.

Schon wieder ist es Freitag, die Zeit rennt auch uns Beiden davon, obwohl wir mehr als genug davon haben! Die Weiterfahrt nehmen wir auf der 98 auf, die uns bald an die Grenze zum Staate Mississippi bringt.Zuvor machen wir aber einen Mittagshalt im kleinen Provinzstädtchen Lucedale, wofür wir die 98,die durch endlos scheinende Waldfläche führt, verlassen.

Ein verschlafenes Òrtchen, für uns erscheint es schon leicht im wildwest Stil.Beim spazieren auf der Mainstreet entdecken wir die Trostlosigkeit, bald jedes zweite Geschäft steht leer. Was auch auffällig ist, die offenen Häuser sind meisten Aniquitäten- oder besser gesagt Brockenhäuser.Ein Kaffeehaus und ein Schnellimbisshaus fehlen auch nicht.Ein antiker Barbershop weckt unsere Aufmerksamkeit und sogleich kommt uns der Dällenbach Kari in den Sinn.Ob er noch Verwendung findet, konnten wir nicht in Erfahrunge bringen.


Doch viel Betriebsamkeit ist nicht auszumachen.Jetzt zur Weihnachtszeit ist natürlich auch hier alles geschmückt.Der Samichlaus hat hier sogar seinen eigenen Briefkasten.



 
Hier finden sich wohl nicht viele Touristen ein und die Einwohner fahren sicherlich Meilenweit zur Arbeit, denn wir denken Arbeitsplätze sind wohl rar hier.
 
 Nach dem erholsamen und eindrücklichen Spaziergang gehts zurück zur 98, die uns bis Columbia in Mississippi bringt.Auch dies ein kleines Provinzstädtchen.Umrundet von einem Fluss, beinahe wie Bern. Ausserhalb an diesem Wasser finden wir einen gepflegten Platz für die kommende Nachtruhe.  Wir werden  herzlich von einer .Dame begrüsst, die uns erklärt, dass sie nicht die Chefin sei, sich aber auf die Suche mache um diese zu finden.Wohlverstanden, mit dem Auto und nicht zu Fuss ca.300 meter bis zum Wohnhaus! Zu Dritt kommen sie zurück und wir können uns einschreiben.Einfach wunderbar diese Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.Bei der Einfahrt zum Platz wartet schon der Santa Claus im Wohnmobile um uns zu begrüssen.
 
Zwar regnet es seit gestern nicht mehr, doch aufziehende Wolken und ein anständig kühler Wind lassen nicht gerade Hochstimmung aufkommen.Nach dem Einrichten teste ich wieder einmal mein WiFi, - und es läuft hier auch nicht .Dann machen wir eben einen Spaziergang und erkunden die nähere Umgebung.Zurück auf dem Camp kommt uns Ismaris , die nette Dame die uns zuerst empfing entgegen und lädt uns zu einem Glas Wein ein.Wir Beide genehmigen uns  ein Nachtessen bevor wir der Einladung folgen.Ismaris und Peter Reusch wohnen in einem riesigen Wohnmobile zuhinters auf dem Platz.Ein wärmendes Lagerfeuer brennt und vier Stühle um dieses empfangen uns vor dem WoMo.Ismaris reicht jedem einen Sangria und beginnt amüsant ihre Familiengeschichte zu erzählen.Eigentlich hätten sie beide ein Haus in Coral Springs in Florida, doch seit einem Jahr seien sie hier, weil Peter bei einer Gaskompanie für die Erstellung einer neuen Gasleitung in der Gegend verantwortlich sei.Ich erkundige mich nach der Herrkunft des Familiennamens Reusch.Peter sei gebürtiger Deutscher in Brasilien geboren und die Jugend dort verbracht bevor er nach USA kam.Sein Deutsch ist entsprechend karg.Ismaris gebürtige Cubanerin dort aufgewachsen bis 10jährig dann mit den Eltern nach Amerika gekommen.Ein multikulti Paar, das zusammen schon an verschiedenen Stellen auf der Welt gelebt hat, in Lissabon, Südafrika,
Deutschland und in Südamerika.
Ein interessantes Leben der Beiden machen sie so herzlich und gastfreundlich.Von ihnen werden wir mit vielen Tips und Reisezielvorschlägen eingedeckt.Das Wetter lässt einen langen Lagerfeuerabend zu und wir Beide sind um eine interessante Begegnung reicher als wir in die Federn steigen.
 
Bevor wir losfahren testen wir unser Internet hier im Clubhaus, wo es vorzüglich funktioniert und wir über Skyp mit unserern lieben Freunden Lisbeth und René, und Sylvia reden können und das Neuste aus der Schweiz erfahren.Glücklicherweise erreichen wir auch Karin und plaudern eine schönes Weilchen mit ihr, was unserer Seele natürlich sehr wohl tut.
Nach dem Mittag verabschieden wir uns von unseren neuen Bekannten und treten ins Gaspedal um unser Auto nach Natchez zu steuern.
 
 
 

Samstag, 15. Dezember 2012


St.George Island  State Park


Mon.10.Dezember 2012

Ein penedranter Geruch weckt uns und durchs Fenster stellen wir fest, dass wieder dicker Nebel das Städtchen Perry einhüllt. Wir Beide fragen uns woher wohl dieser Gestank kommt. Industrie konnten wir am Vortag keine ausmachen, aber es muss so etwas sein. Unser heutiges Ziel steht ganz klar fest, denn wir haben auf St.George Island im State Park reserviert. Für mich ist die Luftverschmutzung fast nicht auszuhalten, deswegen packen wir zügig unser Chruzli , suchen noch das Postoffice auf  um Marken zu kaufen, und dann nichts wie los, weg von hier. Zum Glück für uns, nach ca. einer Viertelstunde Fahrt können wir wieder Frischluft einatmen. Nicht vorstellbar was in der Schweiz ablaufen würde, wenn ein ganzes Städtchen mit solch einem Gestank eingehüllt wäre ? Auch der Nebel ist wohl eine lokale Angelegenheit, denn schon bald lacht die Sonne. Wir beschliessen einen kleinen Umweg nach der Hauptstadt von Florida nach Tallahassee zu fahren. Dies, um unsere weitere Reise zu planen. Nochmals starten wir einen Versuch ein Internetzugang mit Drucker zu finden. Kurz vor der Stadt in einem Einkaufsviertel erhaschen wir wieder ein angeschriebenes Haus mit der Aufschrift : Internetcafé. Wir halten an und treten in das besagte Haus ein, doch das gleiche Bild wie am Tage zuvor, Spielsalon! Also nun haben wir gelernt, dass der Begriff; Internetcafé in Amerika ein Spielsalon ist. Die Dame am Schalter aber gibt uns den guten Rat, doch am Flughafen, der in der Nähe ist, nach einem Internetanschluss zu fragen. Ja warum eigentlich nicht, unser Weg führt ja sowieso dort vorbei. Am International Aiport von Tallahassee , ein kleiner übersichtlicher Flughafen , so inetwa wie Belp, fragen wir nach einem Internetportal, doch leider gibt’s das nicht. Eine freundliche junge Frau an einem Schalter der Delta-airline  winkt mir und erkundigt sich bei uns ob Sie uns helfen könne. Ich schildere ihr unser Anliegen, umgehend schreibt sie uns eine Wegbeschreibung zur nächsten Library auf, denn dort sei für die Bevölkerung jederzeit ein Internetzugang mit Drucker bereit. Wir bedanken uns und steuern diese Bibliothek an, die nur einige Fahrminuten entfernt liegt. Schade, die Library ist montags geschlossen. Es soll eben nicht sein, meint Hansruedi und steuert nun unser Auto auf die 319 um wieder an den Golf von Mexiko zu fahren, wo unser State Park liegt. So gegen Mittag erreichen wir die recht wilde Küste, mit weissem Sand. Viele Ferienhäuser, Pfahlbauten, schön bunt, reihen sich dem Wasser entlang, aber die meisten leer. Ùberhaupt gewinnt man hier den Eindruck, dass alles verlassen wurde und am aussterben ist. Später am Tag lese ich in einer Regionalzeitschrift von der „Forgotten coast“, so nennt es der Gouverneur des Districtes. Er schätzt dass sicherlich 70% der Hausbesitzter an dieser Küste nicht hier ansässig sind sondern nur zur Ferienzeit hierher kommen. Ich finde seine Bezeichnung passend.Zwischenzeitlich hat sich die Sonne wieder rar gemacht und graue Wolken zieren den Himmel.Bei Carrabelle finden wir eine Library die offen hat, und wir starten einen erneuten Versuch. Und siehe da, freundlich werden wir von einem Herrn empfangen und der weist uns einen Compi zu.Bei Fragen stehe er jederzeit zur Verfügung. So machen wir uns auf die Suche um unsere nähere Zukunft zu planen.Schnell werden wir fündig und wir bestellen online zwei Flugtickets, die wir auch gleich für  - .50Cents  ausdrucken können. Ein voller Erfolg am heutigen Tag. Wir Beide sind nun wieder um eine Erfahrung reicher, gratis Internet bekommt man in den USA in jeder öffentlichen Bibliothek, und ausdrucken zum Spottpreis !
Haha, wir sind schon ein bisschen - Crazzy, verrückt- meint meine bessere Hälfte, reisen in den Staaten umher und buchen noch Flugticket ! Wohin das gehen wird, verraten wir aber nicht, rätseln ist erlaubt.Erst einmal geht die Fahrt weiter auf die Insel.
Grau in grau erleben wir die Ùberfahrt zur Insel, auch hier wieder ein imposantes Brückenbauwerk!
Der Leuchtturm, heute ein Museum sticht auch nicht wirklich hervor aus den Grautönen, hingegen die lustigen  Ferienhäuser in den Dünen mit ihren farbigen Dächern .
 
 

 










Wir fahren quer, ostwärts ein schönes Stück über das Eiland mit seinen Dünen bis wir zum Eingang des State Parkes kommen.




Herzlich werden wir von den Rangern begrüsst, die haben uns wegen unserer Reservation bereits erwartet. Platzkarte und Dokus liegen schon bereit.Die Ranger zeigen uns den Weg und wünschen uns viel Vergnügen.Es klappt einfach perfekt in diesen Parks und auch hier finden wir alles fein säuberlich gepflegt vor.Die Natur hat hier Vorrang und der Mensch muss sich danach richten!
Zur Begrüssung hockt eine Waschbärenmutter mit ihren zwei Jungen auf dem Dach der Toiletten-und Duschanlage und beobachtet das Treiben im Camping. Die Tauben lassen sich von uns auch nicht beirren und spazieren fröhlich zwischen unseren Beinen hindurch.


Dienstag 11.Dezember 2012

Die langgestreckte Barriere-Insel trennt die Apalachicola Bay vom Golf von Mexiko. Westlich, nur durch den Government Cut genannten künstlichen Kanal getrennt, schließt sich die unbewohnte Little George Island an, die auch Cape St. George Island genannt wird. Die Inseln sind 48 km lang, nur 400 bis 1600 m breit und maximal 3,6 m hoch. St. George Island ist vom U.S. Highway 98 von Eastpoint über die sieben Kilometer lange Bryant G. Patton Bridge mit dem Auto erreichbar. Die Küste zum Golf von Mexiko besteht aus kilometerlangen Sandstränden.
Die Barriere-Insel schirmt das dahinter liegende Festland vor Hurrikans und tropischen Stürmen ab. Die Insel wurde schon oft von Stürmen verwüstet, jeder Sturm hat die Inselgestalt verändert.[1]


In der Nacht wurde es empfindlich kalt und ich musste eine zusätzliche Decke über mich nehmen.Und was weckt mich denn heute? Das regelmässige aufspringen der Regentropfen ertönt wie Musik die mich aus dem Schlaf holt.Oh,oh - wir wollten doch an den Strand und ev.baden, aber das ist wohl nicht der beste Gedanke heute morgen.Petrus hat Erbarmen mit uns, es hört auf zu regnen.Wir schnürren uns die Wanderschuhe an und machen uns auf einem markierten Wanderweg auf zum Strand.Zuerst führt der Weg, ein Naturlehrpfad, durch lichten Pinienwald auf sandigem Boden.



 Die Bäume werden hier angezapft zur Harzgewinnung.


 
Viele verschiedene, niedrige Pflanzen, auch schwarzer Rosmarin, wachsen hier aus dem Sand.

 
auf dem weiteren Spaziergang überqueren wir bewachsene Dünen bevor wir den Strand erreichen.Eine tolle Brise weht uns vom Meer her ins Gesicht.So weit das Auge reicht nur Wasser und Strand. Wir Beide kommen uns vor wie Robinson und sein Freitag.Ein überdachtes Picknickhaus mit Restroom (Toillette) lässt erahnen dass hier aber ein öffentlicher Strand ist und es sicherlich bei schönem Wetter belebt ist.
Wir wandern über eine Stunde dem Wasser entlang bis zum nächsten Rastplatz und lassen den Wind und die salzige Luft auf uns wirken, herrliche !

 
Der Rückweg zum Camping führt wieder an wunderbar, wildromantischen Dünen vorbei, die man hier aber nicht besteigen darf, strengsten verboten.Wo die Dünen nicht zu umgehen sind wurden spezielle Holzstege angelegt.

Zurück bei unserem Chruzli, genehmige ich mir eine herrlich warme Dusche, derweilen Hansruedi  nochmals zum Strand geht.Er bringt einen ganzen Stoss Holz mit und entfacht ein wunderschönes Lagerfeuer während ich koche.Das Feuer lockt wohl die Tierwelt an, zuerst klammert sich ein Buntspecht fest an einer Cypresse direkt neben dem Feuer, dann hüpft frisch und fröhlich ein knallroter Vogel, ein Cardinal,wie man den hier nennt, neben dem Feuer hin und her, schliesslich setzt sich ein schwarzer Vogel mit roten Streifen auf ein Stück Holz das noch kein Feuer gefangen hat.Ein Eichhörnchen natürlich springt auch von Baum zu Baum.Wir Beide sind völlig abgelenkt und mein Essen brennt beinahe an.Wunderschön die Natur so hautnah mitzuerleben.
Wie immer ist es dunkle Nacht in diesen Parks, da ja keine unnötigen Beleuchtungen eingeschaltet sind.So erscheint uns unser Lagerfeuer speziell hell und wir sitzten still davor und geniessen die Stimmung.Einmal mehr, die State Parks sind einfach wunderbar !

Freitag, 14. Dezember 2012


Immer wieder Sonntag!


Sonntag 9.Dez.2012


Das Wetter allerdings zeigt sich heute nicht gerade sonntäglich, sondern eigenartig für Floridaverhältnisse, es ist dichter Nebel und wir können kaum die umliegenden Bäume oder Nachbarn erkennen als wir beim Erwachen einen Blick nach draussen werfen.Scheusslich, und die Temperatur auch nicht gerade mit dem zu vergleichen, was wir gewöhnt sind hier im Süden.Was solls, wir haben ja jede Menge Zeit, so beschliessen wir noch unter der Decke liegen zu bleiben. Schliesslich hält es Hansruedi nicht mehr länger im Bett, er will nun frühstücken. Meistens ist er Derjenige der zuerst aus den Federn steigt, im wahrsten Sinne des Wortes, klettert er über seine Leiter aus dem Alkovenbett, das über der Fahrerkabine ist.Pflichtbewusst bettet er nach dem Ankleiden sein Gemach fein säuberlich zurecht. Danach setzt er Kaffee auf und geht zur Toilette um sich für den Tag "schön zu machen", was er zwar nicht nötig hätte, er sei sowieso der Schönste, wie er mir erklärt.Derweilen steige auch ich aus dem Bett und mache grosse Wäsche.Gemütlich geniessen wir unser Sonntagsfrühstück und planen die Weiterfahrt.Der Nebel ist hartnäckig und begleitet uns auf unsere Fahrt nach Perry bis in den Nachmittag.
In Perry, ein kleines Provinzstädtchen Richtung Tallahasee, machen wir uns auf die Suche nach einem Internetcafé um einige Dokumente auszudrucken.Wir werden bald einmal fündig, gross angeschrieben Buissnes Café.Ùberrascht dass wir so schnell ans Ziel kommen, treten wir ein.Reihenweise Compis und dahinter alles Frauen die am Spielen sind.Ich erkundige mich an einer Theke was der Internetzugriff kosten würde und ob ich Dokus ausdrucken könne. Weit gefehlt, dies hier ist eine Spielhöhle und weiter nichts, auch ein Buissnes, hier vorwiegend ein Weibliches! Zu früh gefreut, so ziehen wir wieder ab.Wir Beide haben keine Lust weiter zu fahren und spazieren desshalb durch das Städtchen um uns etwas umzusehen.Für heute entscheiden wir uns für den Walmartparking als Ùbernachtungsplatz.Die Sonne kommt gegen den Abend auch noch hinter den Wolken hervor, sodass wir beim Nachtessen ihre warmen Strahlen geniesen dürfen.Hier ist es relativ rasch ruhig und die Parkplatzromantik einigermasen annehmbar, so dass wir Beide bald einmal einschlafen.

Auf geht’s zu neuen Ufern


Samstag 8.Dez.2012

Das Wetter hat sich leicht gebessert, so dass wir unsere Sachen trocken zusammen packen können. Wir entschliessen uns auf dem Interstate  75 die Stadt St .Petersburg und anschliessend auf der anderen Seite des Old Tampa Bay ,Tampa nordwärts zu durchqueren. Das erscheint uns am einfachsten, zumal wir immer noch ohne GPS unterwegs sind. Unsere Erfahrungen von nunmehr 2 ½ Monaten Autostrassen in Amerika zeigt uns, dass die Umfahrungen der Städte auf den Federalstrassen eine mühselige Angelegenheit ist. Ständiges Anhalten an den Ampeln, mit doch langwierigen Stopps und wieder anfahren, kein „Zuckerschlecken“ für unsere Geduld und erst recht nicht für den Motor unseres „Chruzli“ ist. So rollen wir schon bald über die Brücke, die vierspurig, eine Fahrtrichtung, über den Tampa Bay führt, gegen Tampa. Eine imposante Kulisse breitet sich vor unseren Augen aus. Die Hochhäuser der Tampa Downtown und vor uns die immensen Strassen mit dem Verkehr, jetzt z. Teil sechs Spuren, , rechts und links Wasser. Als Fahrer ist die 100% Aufmerksamkeit gefordert, denn anders als bei uns in Europa, darf hier links und rechts überholt werden. Das Tempo von erlaubten 65 Meilen ist ganz schön anspruchsvoll. Die Flugzeuge vom internationalen Flughafen in Tampa, starten auch noch direkt über diese Interstate, und dies recht tief, so dass man aufpassen muss, sich nicht ablenken zu lassen. Ganz schön –Crazzy-!!!


 

 

Hansruedi meistert das locker und stellt beim Hinter uns lassen der Hochhäuser-Kulissen fest, dass wir vom Camp bis hierhin bereits 40 km gefahren sind und uns immer noch auf Stadtgebiet befinden. Wie Beide sind immer noch von den Flächenausmassen die diese Städte haben, überwältigt. Langsam verringern sich die Fahrbahnen auf zwei Spuren, ein Zeichen dass wir das Stadtgebiet verlassen. Ganze 250 km nördlich rollen wir aber ab der Interstate um auf der 27 unsere Reise fortzusetzten. Eine liebliche Gegend erwartet uns. Sehr gepflegte Pferderanchen mit enormen Weideland , das sich der Strasse entlang zieht. So wie man es aus den Filmen kennt. Richtige Herrschaftshäuser mit einer langen Auffahrt, gesäumt mit wunderschönen Eichenbäumen die behangen mit dem  Spanisch Moos, ein idyllisches Bild abgeben. Am Eingang bei der Strasse sind prächtige Eisengittertore, und natürlich die weissen Holzzäune die das gesamte Gelände einrahmen. Ùberall eine stattliche Anzahl weidender Pferde von unterschiedlicher Rasse. Ich lasse diese Landschaft auf mich wirken und fange leicht an zu träumen.

In Old Town finden wir in einem Pinienwald Platz zum Ùbernachten. Nicht gerade ein Luxuscamp, dafür wieder billig und sehr, sehr ruhig. Sobald die Nacht hereingebrochen ist, herrschte Totenstille und tiefe Dunkelheit, keine Lampen und Nichts , die Leute haben sich in ihre Wohnmobile zurückgezogen. Nur schade hat es so viele Bäume, denn so können wir den Sternenhimmel kaum sehen. Wir entscheiden  uns nach einer Party Jass auch die Federn aufzusuchen.

 


 

 

 

West Bay Oaks Largo


 


Freitag, 7.Dez.2012

Seit langer Zeit hat es in der Nacht wieder einmal geregnet, für uns bald ungewohnt. Ausgeschlafen und etwas unschlüssig was wir mit dem heutigen Tag anfangen, frühstücken wir erst einmal. Die Senioren sind schon munter auf den Beinen, resp. mit ihrem  Elektromobile „on the road“! Die Bewölkung lässt nicht gerade auf Badewetter hoffen, so entschliesse ich noch einen Waschtag einzulegen. Hansruedi will sich mal unserem Outdoor-Gaskocher widmen, denn dieser brennt nicht wunschgemäss.

So sammle ich die schmutzige Wäsche ein und durchsuche unsere Geldbeutels nach Quarters  ( .-25Cent), denn die Waschmaschine läuft nur wenn sie mit diesen Geldstücken gefüttert wird. Die Laundry ( Waschkücke) bieten fast in allen Campgrounds und RV Parks das gleiche Bild. Zwei bis drei Waschmaschinen und gleichviele Dryers ( Tumblers) Auch die Auswahl an Waschmaschinentypen ist gleich null, denn bis jetzt habe ich immer dasselbe Model angetroffen. Die Maschine kann man von oben einfüllen in eine Trommel die in der Mitte einen Stöpsel hat. Die Bedienungsanleitung sagt, dass zuerst das Waschmittel eingefüllt werden soll und man danach die Wäschestücke locker einfüllen soll. Den Deckel schliessen, die Quarter (5-7)  in die vorgegebenen Schlitze auf einem Schieber einlegen und den anschliessend in den Maschinendeckel einschieben, fast wie in den Spielsalons. Nun kann das Programm noch ausgewählt werden, hot oder cold, permanetpress, delicat. Anschliessend den Startknopf drücken. Nach einer halben Stunde, egal welches Programm man wählt, ist der Spuk vorbei. Und die Kleider, leicht gespühlt, sauber ist anders!!! Die Wäsche zum Trocknen aufhängen ist hier an den meisten Orten verboten, also muss ich unweigerlich den Dryer aktivieren. Auch hier drei verschiedene Programme im Angebot, die ich schon alle durchgetestet habe, einen Unterschied kann ich bis heute nicht feststellen. Die Wäsche ist dürr und heiss, verbrenne mir beinahe die Finger, wenn ich sie aus dem Tumbler nehme. Man kann sich mal vorstellen, wo hier die Form und Farben der Kleider bleiben, mit Verlusten muss man eben rechnen! Nach dieser Wäschetortur duften die Kleider alles andere als frisch. Einziger Vorteil an der ganzen Waschprozedere ist, nach gut einer Stunde die Arbeit erledigt ist! Meine Begeisterung an der gewaschenen Wäsche hält aber sich in Grenzen.

Während ich den Haushalt schmeisse, ist Hansruedi schon mal zu Fuss unterwegs zum Einkaufen. Fröhlich und munter kehrt er zurück und teilt mir mit, dass er einen spannenden Laden gefunden hat, wo er eventuell Bestandteile für eine Gasadapterverbesserung finden kann. Ausgerüstet mit den nötigen Infos macht er sich nochmals auf die Socken. Derweilen ist das Innenleben unseres „Chruzli“ wieder auf Vordermann und ich setzte mich auf die Veranda zum Schreiben. Es ist ziemlich still geworden in der Senior Community , ich denke es ist die Zeit der „Siesta“.
unser Sweethome !

Hansruedi wandert während dieser Zeit mehrmals zwischen dem Camp und dem Shop hin und her bis er all seine Utensilien zusammen hat. Schliesslich bastelt er eine Kombination von schweizerischem und amerikanischem Gasanschluss zusammen, sein“ Mechanikerblut“ kommt voll zum Vorschein, und das mit Erfolg.
So nimmt der Nachmittag seinen Lauf und es wird schon wieder Zeit das Mittag/Abendessen, das wir in Einem einnehmen, zuzubereiten.


So sieht ein ganz normaler Tag im Leben zweier Weltenbummler aus, die doch ab und zu Pflichten zu erledigen haben, sei es Wäsche machen, Auto pflegen, reparieren usw.