Samstag, 15. Juni 2013




Donnerstag,13.Juni 2013

Washington ade ! Columbia River ade !


Trotz heftigem Pfeifen des Windes rund um unser Häuschen, konnte ich gut und lange schlafen. Bei Anbruch des Tages um halb fünf in der Früh, bin ich kurz erwacht und habe einen Blick auf die liebliche Umgebung geworfen, bevor ich wieder die Augen schloss. Halb neun Uhr ist es als ich definitiv erwache. Mein Göttergatte schläft noch. Ein Blick durchs Fenster, zeigt mir, dass unsere sämtlichen Nachbarn bereits wieder weggefahren sind. Der Himmel lässt nicht s Gutes erahnen, dunkle Wolken kommen im Schnellzugtempo aus Westen her auf uns zu. Gemütlich, wie es sich für Pensionierte gehört, mache ich die morgendliche Toilette und ziehe mich an. Bewusst lasse ich es rumpeln, damit auch endlich Hansruedi aufwacht, was schliesslich hilft. Bis wir am Frühstück sitzen regnet es bereits, und der Wind hat nachgelassen.

Unser heutiges Ziel ist Pendleton an der 84er Interstate, wo es einen KOA Campground gibt. Es ist bereits halb elf als wir endlich unsere sieben Sachen gepackt haben und die Fahrt aufnehmen können. Gestern nach der Wanderung, hat bereits nach kurzer Fahrt die Landschaft wieder völlig geändert. Sind wir doch noch durch Wälder gefahren, so sind plötzlich wieder nur blanke Felswände beidseitig des Wassers.


Keine Bäume mehr , nur gelbes, niedriges Steppengras wächst auf den Felsen. Gleich einem Canyon werden die Wände immer höher. So zeigen sich hier auch die Columbia Hills in denen wir die Nacht verbrachten. Der Campground mit grüner, bewässerter Wiese umsäumt mit hohen Pappeln, wirkt wie eine Oase in Mitten dieser Canyonlandschaft.
 

In dieser Umgebung fahren wir auf Washingtoner Seite bis Biggs, wo wir wiederum den River überqueren um oregonseitig unser Ziel anzusteuern! Washington ade! Eine mehr oder weniger langweilige Fahrt durch das kahle Felsgebirge bis Boardman liegt vor uns. Hier verabschieden wir uns endgültig vom grossen Bach dem Columbia River und fahren weiter südöstlich auf der Interstate. Stetig steigt die Strasse leicht an und bringt uns auf eine Hochebene. Hier wird tüchtig Landwirtschaft betrieben, entsprechend ist es wieder grüner. Vorwiegend Mais und Getreide wird hier angebaut, nebenbei sind viele Rinderherden zu sehen. Nachdem wir eine ganze Weile durch die Kornkammer  Oregons gefahren sind, wechselt der Anbau auf Gemüse. Immens grosse Zwiebel-und Knoblauchfelder liegen rechts und links der Strasse. Kartoffeln sind weiter auszumachen. Schliesslich ein eigenartiges Bild, unendlich weite Flächen, die mit ein und dem selben Baum ( Greenwood, laut Plakat am Strassenrand) , angepflanzt sind. In Reih und Glied, wie mit dem Metermass gesetzt, stehen sie in der Landschaft. Als wir in die Nähe von Pendleton kommen ist wieder viel Gemüse- Beeren- und Getreideanbau zu sehen.

Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Tagesziel und beschliessen als erstes eine Waschanlage für unser Chruzli aufzusuchen. Rasch werden wir fündig. Hansruedi schrubbt und spritzt und fegt eine ganze Weile unseren „Goldesel“, bis er aussieht wie neu und glänzt, eben „Goldig“! Es hat es mehr als verdient. Der ewige Wind der letzten drei  Wochen hat es arg verschmutzt.

Nach getaner Arbeit, durchstreifen wir das kleine, friedliche Städtchen. Eine Sattlerei mit wunderschönen Westernsattels im Schaufenster , erweckt unsere Aufmerksamkeit, sodass wir eintreten. Hier kann sich der Cowboy alles kaufen um sich perfekt auszurüsten. Von der Jeans über Hemd zum Gürtel mit der entsprechenden Gurtschnalle aus Silber, bis hin zu wunderschönen Lederstiefeln. Wie bereits erwähnt , natürlich einen passenden Sattel mit Zaumzeug, Lasso und Silbersporen. Nicht zu vergessen den stilechten Hut dazu. Wir Beide sind fasziniert von diesem Geschäft und den wunderschönen Lederwaren. Im Background des Shops entdecken wir die Sattlerwerkstatt, wo ein Herr an einer Reparatur eines Sattels beschäftigt ist. Er hat uns gehört und sofort in gutem Deutsch gefragt wo wir herkommen. Freudig plaudert er mit uns und wünscht uns schliesslich eine gute Weiterreise mit viel Spass. Dieser Laden lässt uns kaum mehr los, doch schliesslich ist es auch wieder der Hunger der uns voran, respektive aus dem Geschäft treibt.

Ein ruhiger, wohl der bestgepflegte KOA Campground den wir  je besucht haben, ist schnell gefunden. Eingerichtet sind wir rasch und schon bald steht ein schmackhaftes Essen auf dem Tisch. Obwohl viele Camper hier stehen, ist kaum jemand zu sehen und es ist still. Wir nützen noch das Internet um Autoersatzteile zu bestellen, damit wir in Denver unser Chruzli reparieren können. Leider schicken die Onlinehändler keine Ware in die Staaten, wie wir zu Antwort bekommen. Wir sind leicht gefrustet, doch unsere Hoffnungen steigen, als wir im Netz entdecken, dass es in Denver eine Fiatgarage gibt, die wir ansteuern werden.

 



Mittwoch, 12.Juni 2013

 

Dog Mountain Trail

 


 

Um die schöne Landschaft des Columbia River Corges weiter zu geniessen, beschliessen wir für heute nochmals eine Wanderung zu starten. Da mir ja gestern das Schwitzen zur Verbesserung meines Befinden geholfen hat, kann es nicht schaden, gleich nachzudoppeln.

Ein Ùbersichtsplan der verschiedenen Trails im Gebiet beiseits des Flusses, hilft uns bei der Auswahl für die heutige Wanderung. Auf dem Dog Mountain Trail, laut Plan, mittel bis schwierig, wollen wir wandern. Dafür verlassen wir über die historische Bridge of the Gods, wie sie genannt wird, den Staat Oregon wieder um im schönen  Staate Washington dem River entlang zu fahren und zu wandern. Nach der Meilmarke 53 der Scenic Route 14 liegt der Start zum Wanderweg auf den Dog Mountain. Ein State Park, der für den Tagesaufenthalt 5$ kostet. Man nehme ein Kuvert bei der Infotafel, schreibe die erforderlichen Angaben ein, stecke ein 5 Dollarschein ins Kuvert und verschliesse es. Ab damit in den dafür vorgesehenen Geldkasten. Es kann losgehen!

Gleich nach dem Parkplatz steigt der schöne Weg recht steil an. Zuerst durch niedrigen, lichten Eichenbaumwald, später werden es eine Art Kiefern und Ahornbäume.  Stetig steil ansteigend erklimmen wir den Berg. Der Wald hier, ein ganz anderer als gestern.
 
Lichter, trockener und die Bodenbedeckung ist nur niedrig und ebenfalls lockerer. Ein gut ausgebauter Wanderweg, der doch recht rege begangen wird, im Gegensatz zu gestern, wo uns während drei Stunden keine Person begegnet ist. Je höher wir steigen umso lichter der Wald, und die Waldlichtungen häufen sich. So können wir die wunderschöne  Aussicht geniessen auf die umliegenden Gebirgszüge und das Tal mit dem breiten Columbia Fluss. 
 
Ca.auf 1000 Metern über Meer sind hier am Dog Mountain fast nur noch Wiesen und nur vereinzelte Baumgruppen anzutreffen. Auf diesen Wiesen blüht herrlich der sogenannte „Bergfrühling“, viele verschiedene Blumen stehen in voller  Blütenpracht. 
 Ein genussvoller, erholsamer Anblick. Ganz bis auf den Gipfel steigen wir des heftigen Windes wegen nicht, sondern suchen uns kurz unterhalb ein windstilles Plätzchen, um ein Picknick und den herrlichen Ausblick zu geniessen.

Längst sind meine körperlichen Beschwerden verschwunden, denn der heutige Anstieg über gute 800 Höhenmeter, hat mir die restlichen Schlacken, die für mein Unwohlsein verantwortlich waren, aus den Poren getrieben.
 

Der Abstieg ist zusätzlich anstrengend und strapaziert die Beinmuskeln und Knies heftig. Gegen drei Uhr nachmittags besteigen wir glücklich und zufrieden unser Chruzli. Die Fahrt führt uns weiter dem Wasser entlang, das immer noch von starkem Wind geschaukelt wird. Windsurfer und Skytsurfer freut dies. Nicht Wenige dieser rauschen hier  auf dem River in vollem Tempo  übers Wasser. Hier bei The Dallas  bietet sich uns ein ziemlich spezieller Anblick, der Columbia River mit einem breiten Sandstrand, die erwähnten Sportler auf dem Wasser und im Hintergrund der schneebedeckte Mt.Hood, dazu wunderbare weisse Schäfchenwolken am blauen Himmel.

Hunger und Müdigkeit  veranlasst  uns in den Columbia Hills  am Horsethief Lake anzuhalten. Ein kleiner, sauber gepflegter Campground  finden wir hier vor. Leider bläst auch hier der Wind aus vollen Rohren, so dass wir im Auto essen müssen. Kleine Hasen hüpfen hier aus den Gebüschen um auf den Wiesen nach Gras zu knappern. Dies, unsere Unterhaltung beim Nachtessen. Später machen wir noch einen Rundgang an den See und durch das  Gelände. Auf einer Infotafel lesen wir, dass dieses Gebiet in früheren Zeiten von Indianern bewohnt war. Dies, speziell wegen der grossen Lachsvorkommen im River. Das vorbeiziehen der Junglachse im Frühling wurde mit einem besonderen Feste jedes Jahr gefeiert.

 Ein rundum schöner, entspannender Tag  geht zu Ende.





Dienstag,11.Juni 2013

 

Pazific Crest Trail


 

Während der Nacht hat es leicht geregnet und am Morgen hangen tiefe Wolken über Cascade Locks. Ich konnte doch endlich für einige Stunden schlafen, sodass sich mein Befinden etwas gebessert hat. Beim  ausgedehnten Frühstück rätseln wir um das Wetter. Es ist immer noch recht bewölkt, aber geregnet hat es nicht mehr. Beim Abwasch zeigen sich sogar ein paar Sonnenstrahlen, was uns definitiv zur Ùberzeugung bringt, die Wanderung anzugehen. So starten wir gegen halb elf Richtung Trailhaid des Pazific Crest Trail. Nur wenige Schritte weg von der Hauptstrasse und wir stehen in einem dichten Wald. Saftig bewachsener Boden, mit Farnen, Moos und andere feuchtliebende Gewächsen und überall Spanisches Moos an den Àsten, geben uns das Feeling, in einem Regenwald zu wandern.
 
 Der Wanderweg ist nur leicht ansteigend, aber er windet sich förmlich durch das Dickicht. Da ich ja körperlich nicht gerade fit bin, schwitze ich schnell und heftig. Ich bin auch nicht fähig während dem spazieren mit Hansruedi zu sprechen. So gehen wir schweigend hintereinander her und lassen die verschiedenen Grüntöne optisch auf uns wirken, und lauschen den Geräuschen die eventuell zu hören sind.

 
 
 Je länger wir wandern und ich schwitze, umso wohler wird es mir. Einmal mehr der Beweis, dass Bewegung in der Natur draussen eine gute Medizin ist. Nach gut 1 ½ Stunden erreichen wir eine Waldlichtung, die einen Blick frei gibt an die Berghänge von Washington. Weitere 40 Minuten durch den dichten Wald, bringen uns zur  Einsicht , umzukehren. Den gleichen Weg zurück wo wir herkamen. Auch bergab treibt es mir immer noch den Schweiss aus den Adern, was ich bald als angenehm empfinde, den mein Körper fühlt sich immer wohler und wohler.

Nach gut vier Stunden zu Fuss unterwegs, sind wir zurück in der Marina. Am Ufer des Rivers ist die Fischerei im vollen Gange. Vorwiegend Jugendliche aus dem Dorf , die um die Wette angeln. Mit Erfolg, ziehen sie doch recht stattliche Fische aus dem Wasser. Da wir Beide vom Wandern hungrig sind, stellt sich uns die Frage, ob wir eventuelle einen frischen Fisch bei den Jugendlichen ergattern können. Während ich mir eine Dusche genehmige, spaziert mein Liebster ans Ufer um sich zu erkundigen, ob ein Fisch zu haben ist. Ohne Erfolg kehrt er zurück. Entweder sind die Tiere zu gross oder der Preis war für Hansruedi nicht akzeptabel. Naja, macht nichts, ein andermal vielleicht. So schmeisse ich Spaghetti in die Pfanne und bereite dazu einen gemischten Salat. Gut gesättigt , geniessen wir mit Musik und Lesen den Rest des Tages.

 



Montag,10.Juni 2013

 

Columbia River


 


Ich starte mit dem falschen Bein aus dem Bett! Irgendwie bin ich heute Morgen  völlig durcheinander. Was ist jetzt los? Klar, ich habe die letzten Nächte kaum geschlafen und bin todmüde, aber warum ist mein Körper dermassen schlapp, so dass ich mich kaum auf den Beinen halten kann. Schlotternd erledige ich den täglichen Morgenkram. Schon bald steuert mein Hansli unser Chruzli aus der Stadt Portland über den Columbia River nach Vancouver im Staate Washington. Ein weiterer Staat in den wir hier in den USA einfahren, ich glaube es ist mittlerweilen der 18.den wir besuchen. Aber die Fahrt hier zu Lande dient uns nur um den Grossraum Portland besser zu umfahren. Kurz nach Vancouver wechseln wir wieder nach Oregon. Ich kann mich nicht so recht anfreunden, mit unserer Reiseplanung, bei der wir beschlossen haben, nicht mehr nach Kanada hochzufahren. Schade dass wir den wunderschönen Staat Washington nur dem River entlang besichtigen. Aber, was solls, nachdem wir zweieinhalb Monate verloren haben, bleibt einfach nicht genug Zeit. Also Kopf hoch, und uns auf das nächste Ziel freuen!

Zurück auf der 84 in Oregon, rollen wir schon bald durch wunderschöne Wälder, die an den steil aufsteigenden Berghängen liegen, durch den breiten Columbia River Gorge. Der Fluss gleicht eher einem See, der Breite wegen, als einem Fluss. Wiederum bläst ein heftiger Wind durchs Tal, und lässt tolle Schaumkronen auf dem Wasser tanzen. Von überall aus den Bergen fliessen Bäche ins Tal. Da die Felshänge steil sind, stürzt das Wasser dieser Bäche hier über Wasserfälle herunter. Bei den  „Multnoma Falls „schalten wir einen Spazierhalt ein um uns diesen Wasserfall aus der Nähe anzuschauen. Ein herrliches Schauspiel.

Ich kann die Weiterfahrt immer noch nicht so recht geniessen, denn alles schlottert an mir und es weint einfach. Bei Cascade Locks, einem kleinen Ort mit einer historischen Brücke und einer Raddampferhaltestelle, bitte ich meinen Chauffeur, sich nach einem geeigneten Nachtlager umzusehen. Ich brauche jetzt einfach etwas Pause. So landen wir schliesslich im Marina RV Park, auf einem windigen Stellplatz mit Sicht auf die erwähnte Brücke und den River. Nach dem Essen überwinde ich mich doch noch mit Hansruedi einen kleinen Spaziergang durch den Ort zu unternehmen. Viel zu sehen gibt es nicht, nur den Einstieg für den Pazifik Crest Trail wollen wir noch ausfindig machen.  Denn morgen wollen wir eine Wanderung auf diesem Weg angehen. Nachdem wir schnell fündig wurden, will ich zurück. Beim Espresso-Café, werden wir aufmerksam auf die Softeismaschine, an der wir nicht einfach so vorbei marschieren können. So bestellen wir Jedes von uns ein Schokoladeeis und, - wau- , was für eine Portion wir da bekommen, toll, mindestens das Doppelte was in der Schweiz! Wir geniessen unser Eis sitzend an der untergehenden Sonne. Ein herrliches „Bettmümpfeli“, was mich ein wenig aufmuntert.

 


Mittwoch, 12. Juni 2013


Samstag,8.Juni /9.Juni 2013


Portland Oregon



Ùber die Nr.6 fahren wir durch das wildromantische Tal des Wilson Rivers ins Landesinnere nach Portland. Bereits am frühen Nachmittag kämpfen wir uns in den Autoschlangen über die verschiedenen Strassen durch diese Stadt um auf Hyden Island unser Nachtlager aufzuschlagen.Der Jantzen Beach RV Park haben wir ausgesucht, weil von hier die Downtown mit dem Bus gut erreichbar ist.Eine schlechte Wahl, wie wir schon rasch feststellen.Lärm ist hier angesagt, so fahren direkt hinter dem Camping und am andern Ufer des Rivers Eisenbahnzüge vorbei, und dies natürlich einmal mehr mit lautem Hornen !! Schrecklich.Damit aber nicht genug, direkt über dem Campground steigen die startenden Flugzeuge zum Himmel empor. Ein richtiger Schock für uns, nachdem wir doch die letzten Wochen in der ruhigen Natur verbrachten.Die Nacht wird hoffentlich etwas ruhiger ablaufen, denken wir Beide. Weit gefehlt, während der ganzen Nacht hornen die Züge ohne Hemmungen durch die Gegend, ist man endlich eingeschlafen, so wird man bereits vom nächsten Gehorn erschreckt: Wau , wie stehe ich das durch?

Ziemlich "gerädert" zwinge ich mich aus dem Bett. Stadtbesichtigung ist angesagt. Ein zehnminütiger Fussmarsch bringt uns an die Bushaltestelle. Kaum dort angekommen, kommt dieser angebraust. Für ganze 7$ können wir Beide heute den ganzen Tag mit allen ÒVs in Portland umher reisen.
 Nach ungefähr 40 Minuten Fahrt erreichen wir das Zentrum. Es ist was los hier in Portland, was genau, müssen wir noch ausfindig machen. Die Strasse ist gesäumt mit Menschen und eine Parade, sprich ein Umzug, ist im Gang. Uniformierte Musikanten, begleitet von jungen Majoretten. Farbige, mit vielen Blumen geschmückte Wagen. Alte Feuerwehrspritzen, gezogen von Pferden, Cowboys,Cowgirls und Farmersleute aus der guten alten Zeit ziehen mit ihren Planwagen vorbei.Soldaten in den alten Bürgerkriegsuniformen, ebenfalls hoch zu Ross.Ein buntes Treiben, wo sich, so glaube ich , alle Vereine, Schulen und Institutionen in irgend einer Form an diesem Umzug präsentieren.
Ich erkundige mich bei den Zuschauern, was den der Anlass zu dieser Parade sei.










 Das Wochenende werde das Rosenfestival gefeiert.Portland sei die Stadt der Rosen.










Wir fahren ein Stück weiter mit der Strassenbahn MAX, bis zum Platz wo der Samstagsmarkt im vollen Gange ist.Auch hier herscht reger Betrieb. Künstler-, Handwerker-, Bastler- und ein riesiger Flohmarkt zieht hier tausende von Leuten an.Im Wasser des Willamette- Rivers, der die Stadt Portland durchfliesst, liegen verschiedene Armeeschiffe die ausgedient haben und ein toller Zweimastsegler der kanadischen Marine. Diese Schiffe sind zu besichtigen.Klar dass uns der Zweimaster intressiert. Ein Holzschiff von 1920 , das vorwiegend von der Armee gesegelt wird, aber überhaupt keinem Kriegschiff gleicht, eher einem Freizeitsegler. Wir lassen uns von einem Besatzungsmittglied das Schiff zeigen. Zur Feier des Tages beschenkt mich ein Schiffsjunge mit einer Rose.
Hansruedi muss sich noch ein ausgedientes Vietnamkriegsboot aus der Nähe anschauen, vorallem die Geschütze sind für ihn von Intresse.
Auf dem Wasser finden verschiedene Wettkämpfe statt, wie Rudern, Paddeln auf einem Surfbrett und Drachenbootrennen.
Eine Warenmesse ist zusätzlich im Historic Waterfront District aufgebaut.Wir Beide sind für einige Zeit in diesem Treiben eingebunden, bevor wir uns die Districte  der Innenstadt anschauen. Ein saubere, Stadt mit sehr vielen Grünflächen und Bäumen.Beim Pioneer Courthouse Square,der bunt geschmückt ist, stillen wir endlich unseren Durst und Hunger.Typisch amerikanisch, sitzen wir mit unserem Food am Strassenrand.

Am späteren Nachmittag spazieren wir zurück durch die Stadt und über eine der vielen Stahlbrücken die Portland prägen.Nach doch bald zehn Stunden Stadtbummeln nehmen wir beim Convention Center den Bus um uns im lärmigen Nachlager auszuruhen!







 
Sonntag 9.Juni 2013




Auch die Nächte von Samstag auf Sonntag wird tüchtig mit den Zügen gehornt! Somit sind wir überhaupt nicht erholt und ausgeruht. Trotzdem unternehmen wir am Nachmittag nochmals einen Ausflug nach Portland. Der Washington Park mit dem Japanese Garden und dem Test Rose Garden sind unser Ziel. Wiederum mit dem MAX lassen wir uns dorthin chauffieren.Die unterirdische Haltestelle ist mit einem Lift mit dem Park verbunden. Ebenfalls in diesem Park ist der Zoo angelegt, der heute viele Kinder und Erwachsene anzieht.Wir Beide machen uns zu Fuss auf durch den Park, der wunderbar angelegt ist.Schliesslich erreichen wir den Rosengarten.Eine wahre Pracht, stehen doch alle Rosen in voller Blüte.Der Duft der verschiedenen Blumen ist betöhrend.





 


Auf dem Rückweg in der Stadt, haben wir das Glück noch einen Blick in einen Feuerwehrstützpunkt der Stadt werfen zu können. Der junge Feuerwehrmann zeigte uns stolz all die Fahrzeuge. Er erklärte uns  seinen Dienstplan und die Ausbildung bis zum Feuerwehrmann.Schliesslich beschenkte er Hansruedi mit einem Abzeichen der Portland Firefighters.

Mit diesem Einblick verabschieden wir uns von der Downtown Portland.

 

Lage und Ausdehnung des Stadtgebietes
Portland liegt an der Mündung des Willamette River in den Columbia River, am nordwestlichen Rand Oregons. Die Metropole hat eine Gesamtfläche von 376,5 km², bestehend aus 347,9 km² Land und 28,6 km² Wasser.
Zum Klima der Region siehe eigenen Abschnitt weiter unten.

 

Portland wurde unter dem Namen „The Clearing“ im 19. Jahrhundert gegründet. Im Jahre 1843 wurde der Name Portland in Anlehnung an die gleichnamige Stadt im US-Bundesstaat Maine festgelegt. Die Entscheidung erfolgte damals angeblich durch Münzwurf, zur Auswahl standen die Namen „Boston“ und „Portland“. Viele Jahre stand Portland im Schatten der damaligen Hauptstadt Oregon City. Im Jahre 1850 hatte Portland etwa 800 Einwohner. Bis in die 90er Jahre des 19. Jahrhunderts hatte der Hafen von Portland noch eine gewisse Bedeutung in der Region. Aufgrund des Ausbaus der Eisenbahn, und der neuen Eisenbahn-Verbindung der Region zum Tiefwasser-Hafen Seattle verlor der Hafen in Portland jedoch zunehmend seine Bedeutung als Seehafen.
Portland war, wie auch andere Hafenstädte an der Westküste der USA, berüchtigt für das sogenannte Schanghaien von Seeleuten. Ein ursprünglich für legale Zwecke angelegtes Tunnelsystem, das sich über mehrere Häuserblöcke der Innenstadt erstreckte, stand daher im Ruf, als Shanghai-Tunnel für Entführungen genutzt zu werden.

 

Montag, 10. Juni 2013



Freitag, 7.Juni 2013


 Pazifik Ade !


Eine aufmunternde Dusche noch vor dem Frühstück, hilft mir auf die Beine. Derweilen ich mich mit der Körperpflege beschäftige, ist mein Göttergatte als Bäcker tätig. Er backt uns ein frisches Baquette.Herrlich, und dies bei windstillem Wetter, können wir bereits um neun Uhr morgens den Kaffee mit noch warmen Baquette, an der wärmenden Sonne geniessen.
Gegen elf Uhr ist unser Chruzli fahrbereit. Wir steuern das Cap Meares an um ein letztes Mal die salzige Meerluft des Pazifiks einatmen zu können. Eine kurvenreiche Strasse führt steil gegen das Cap und schliesslich zum kleinen Dorf Ocenside.
Der atemberaubende Ausblick auf den breiten Strand nutzen wir für einen Halt um einen Spaziergang zu machen. Auf Felsvorsprüngen steigen wir hinunter zum Strand, wo jedes für sich nochmals die Luft, das Wasser den Strand auf sich wirken lässt. Entlang dem Wasser durch feinen Sand zu laufen ist eine wunderbare Entspannung, und dabei die morgendliche Stimmung über dem Wasser zu beobachten. Schleierwolken ziehen übers Meer und steigen auf an die naheliegenden Hügel.
 

Die Wellen schlagen hier sanft ans Ufer,da heute Morgen noch kein Wind bläst. Genüsslich picken die Reiher und Möwen die Würmer aus dem Sand. Viel gibt es auch hier wieder auf dem Sand zu beobachten, so das viele Schwemmholz, Muscheln und auch hier einige Sanddollars, jedoch die meisten in Scherben zerborsten. Einige Beachimpressionen zum Abschied.


 Wir können uns beinahe nicht trennen und werden schliesslich von unserern Gefühlen überrollt, die Tränen fliessen. Was wir hier erleben durften an dieser Traumhaften Pazifikküste ist einfach ein riesiges Geschenk.Wir sind unendlich dankbar.
Mit nassen Augen werfen wir ein letztes Mal einen Blick auf das Wasser hinaus.


Nun fahren wir also zurück in den Osten, für heute durch den schönen Tillamook State Forest nach Portland.
 Die Rückreise quer durch Amerika liegt vor uns. Leider !!!


Donnerstag, 6.Juni2013



Whale-Watching-Tour



Auf dem Coyote-Bay Campground herrscht schon reges Treiben, als unser Wecker uns um sechs Uhr in der Früh aus den Federn holt. Viele der Camper hier wohnen wohl fest auf dem Platz und sind nun bereits auf um zur Arbeit zu fahren.Wir Beide wollen unsere sieben Sachen zusammen packen um rechtzeitig in Depoe Bay beim Whale-, Sealife- und Shark Museum einzutreffen. Dort haben wir für halb acht einen Termin um auf  einem Schlauchboot aufs Meer hinaus zu fahren, wo wir Wale beobachten werden. Das Wetter, so scheint es uns, sollte eigentlich mitspielen. Der Nebel von Gestern ist verschwunden und der Wind bläst nicht mehr so heftig. Dass die Tour stattfindet bestätigt uns dann der Museumsbesitzter auch gleich. Nach der Begrüssung gibt er mit eine kurze Einführung bekannt, dass die meisten Wale bereits nordwärts gezogen seien.Doch die kleineren Grauwale sind zum Teil den ganzen Sommer über hier in der Depoe Bay anzutreffen. Kurz wird informiert was die Tiere fressen und wie ihr Verhalten ist. Einige Wale seien schon mehrere Jahre hier und wurden desshalb mit Namen versehen.Jeder dieser hat sein bestimmtes Erkennungsmerkmal.Einer sei besonders zutraulich und zeige sich sehr gerne den Leuten.
Nun kann es losgehen.

Wir steigen über einen Holzsteg in den  Hafen mit der engsten Ausfahrt der Welt, und besteigen ein Schlauchboot, ausgerüstet mit einer ziemlich unbequemen Schwimmweste und einer Decke, die gegen Wind und Spritzwasser schützen soll.
Mit dem Schiffsführer sind wir nur zu Viert im Boot. Nun kann es also losgehen. Mike, wendet und steuert das Boot unter der Brücke durch, direkt auf Felsen zu.Wie erwähnt, es ist eng hier. Zwischen diesen Felsen ist maximum eine Ausfahrt von 8 Metern Breite.Die Wellen schlagen direkt auf die Ausfahrt hinein und sind heute mindestens einen Meter hoch. Mike gibt Vollgas um direkt auf die Welle loszusteuern. Wir werden dabei tüchtig durchgeschüttelt, aber nicht nass! Gut gemacht, hier ist ein Profi am Steuer. Ich muss mich noch anfreunden damit, dass wir praktisch auf der Wasseroberfläche sitzen und ich die Berg-und Talfahrt über die Wellen nicht mehr gewohnt bin. Kaum sind wir in der Bucht draussen, spritz eine Wasserfontaine aus dem Meer und kurz darauf erkennen wir den Rücken eines Wales. Schön, doch leider nur einige Sekunden und dies in einer grossen Enfernung. Mike steuert das Boot in Richtung wo wir die Fontaine gesehen haben. Er dreht einige Runden, doch es regt sich nichts mehr. So verweilen wir mit Geschaukel eine runde halbe Stunde, doch dieser Wal hat heute keine Lust sich uns zu zeigen. Auf gehts hinaus aus der Bucht um ein Cap herum, zum nächst möglichen Walaufenthaltsrevier. Hier schwimmen tausende von Vögeln auf der Oberfläche.
 
 Mike meint hier hätte es sehr viele Fische und Sonstiges im Wasser, deshalb die Vögel.So können die Wale auch nicht weit sein, meint er. Doch weit gefehlt, ca. eine weitere halbe Stunde tümpeln wir umher und weit und breit kein Wal zu sehen. Da der Wind immer kräftiger zu blasen beginnt, wendet Mike das Schlauchboot, um zurück zu fahren. Die Hafeneinfahrtsboye wird von einem Seelöwen belagert, der das Gebimmel der Glocke auf der Boye zu geniessen scheint.
 Leicht enttäuscht steuern wir wieder in den engen Hafen, wo wir schliesslich doch noch einen Spritzer abbekommen.Ich bin nicht unglücklich das Boot verlassen zu dürfen, denn mir ist doch einwenig übel geworden. Das Geschaukel der Wellen, die nun von Hinten auf das Boot trafen, war nicht vom Angenehmsten. Wir besichtigen anschliessend noch das Meermuseum, wo wunderschön und eindrücklich die Lebewesen des Pazifik ausgestellt und beschrieben sind. Hansruedi erwirbt sich  eine Regenjacke mit dem Logo des Museums.So verlassen wir schliesslich immer noch leicht schwankend die Depoe Bay.


 
Die nachmittägliche Fahrt weiter entlang der Küste führt uns schliesslich nach Netarts und ans Cape Meares. Hier finden wir auf einem kleinen, feinen Campground unter Fischern ein gutes Ùbernachtungsplätzchen. Es ist wohl der letzte Ort am Pazifik, bevor wir Abschied nehmen von der traumhaften amerikanischen Westküste. Zu diesem Ereigniss, lassen wir uns nocheinmal mit einem Fischmenue am Gestade des Pazifiks verwöhnen.