Samstag, 15. Dezember 2012


St.George Island  State Park


Mon.10.Dezember 2012

Ein penedranter Geruch weckt uns und durchs Fenster stellen wir fest, dass wieder dicker Nebel das Städtchen Perry einhüllt. Wir Beide fragen uns woher wohl dieser Gestank kommt. Industrie konnten wir am Vortag keine ausmachen, aber es muss so etwas sein. Unser heutiges Ziel steht ganz klar fest, denn wir haben auf St.George Island im State Park reserviert. Für mich ist die Luftverschmutzung fast nicht auszuhalten, deswegen packen wir zügig unser Chruzli , suchen noch das Postoffice auf  um Marken zu kaufen, und dann nichts wie los, weg von hier. Zum Glück für uns, nach ca. einer Viertelstunde Fahrt können wir wieder Frischluft einatmen. Nicht vorstellbar was in der Schweiz ablaufen würde, wenn ein ganzes Städtchen mit solch einem Gestank eingehüllt wäre ? Auch der Nebel ist wohl eine lokale Angelegenheit, denn schon bald lacht die Sonne. Wir beschliessen einen kleinen Umweg nach der Hauptstadt von Florida nach Tallahassee zu fahren. Dies, um unsere weitere Reise zu planen. Nochmals starten wir einen Versuch ein Internetzugang mit Drucker zu finden. Kurz vor der Stadt in einem Einkaufsviertel erhaschen wir wieder ein angeschriebenes Haus mit der Aufschrift : Internetcafé. Wir halten an und treten in das besagte Haus ein, doch das gleiche Bild wie am Tage zuvor, Spielsalon! Also nun haben wir gelernt, dass der Begriff; Internetcafé in Amerika ein Spielsalon ist. Die Dame am Schalter aber gibt uns den guten Rat, doch am Flughafen, der in der Nähe ist, nach einem Internetanschluss zu fragen. Ja warum eigentlich nicht, unser Weg führt ja sowieso dort vorbei. Am International Aiport von Tallahassee , ein kleiner übersichtlicher Flughafen , so inetwa wie Belp, fragen wir nach einem Internetportal, doch leider gibt’s das nicht. Eine freundliche junge Frau an einem Schalter der Delta-airline  winkt mir und erkundigt sich bei uns ob Sie uns helfen könne. Ich schildere ihr unser Anliegen, umgehend schreibt sie uns eine Wegbeschreibung zur nächsten Library auf, denn dort sei für die Bevölkerung jederzeit ein Internetzugang mit Drucker bereit. Wir bedanken uns und steuern diese Bibliothek an, die nur einige Fahrminuten entfernt liegt. Schade, die Library ist montags geschlossen. Es soll eben nicht sein, meint Hansruedi und steuert nun unser Auto auf die 319 um wieder an den Golf von Mexiko zu fahren, wo unser State Park liegt. So gegen Mittag erreichen wir die recht wilde Küste, mit weissem Sand. Viele Ferienhäuser, Pfahlbauten, schön bunt, reihen sich dem Wasser entlang, aber die meisten leer. Ùberhaupt gewinnt man hier den Eindruck, dass alles verlassen wurde und am aussterben ist. Später am Tag lese ich in einer Regionalzeitschrift von der „Forgotten coast“, so nennt es der Gouverneur des Districtes. Er schätzt dass sicherlich 70% der Hausbesitzter an dieser Küste nicht hier ansässig sind sondern nur zur Ferienzeit hierher kommen. Ich finde seine Bezeichnung passend.Zwischenzeitlich hat sich die Sonne wieder rar gemacht und graue Wolken zieren den Himmel.Bei Carrabelle finden wir eine Library die offen hat, und wir starten einen erneuten Versuch. Und siehe da, freundlich werden wir von einem Herrn empfangen und der weist uns einen Compi zu.Bei Fragen stehe er jederzeit zur Verfügung. So machen wir uns auf die Suche um unsere nähere Zukunft zu planen.Schnell werden wir fündig und wir bestellen online zwei Flugtickets, die wir auch gleich für  - .50Cents  ausdrucken können. Ein voller Erfolg am heutigen Tag. Wir Beide sind nun wieder um eine Erfahrung reicher, gratis Internet bekommt man in den USA in jeder öffentlichen Bibliothek, und ausdrucken zum Spottpreis !
Haha, wir sind schon ein bisschen - Crazzy, verrückt- meint meine bessere Hälfte, reisen in den Staaten umher und buchen noch Flugticket ! Wohin das gehen wird, verraten wir aber nicht, rätseln ist erlaubt.Erst einmal geht die Fahrt weiter auf die Insel.
Grau in grau erleben wir die Ùberfahrt zur Insel, auch hier wieder ein imposantes Brückenbauwerk!
Der Leuchtturm, heute ein Museum sticht auch nicht wirklich hervor aus den Grautönen, hingegen die lustigen  Ferienhäuser in den Dünen mit ihren farbigen Dächern .
 
 

 










Wir fahren quer, ostwärts ein schönes Stück über das Eiland mit seinen Dünen bis wir zum Eingang des State Parkes kommen.




Herzlich werden wir von den Rangern begrüsst, die haben uns wegen unserer Reservation bereits erwartet. Platzkarte und Dokus liegen schon bereit.Die Ranger zeigen uns den Weg und wünschen uns viel Vergnügen.Es klappt einfach perfekt in diesen Parks und auch hier finden wir alles fein säuberlich gepflegt vor.Die Natur hat hier Vorrang und der Mensch muss sich danach richten!
Zur Begrüssung hockt eine Waschbärenmutter mit ihren zwei Jungen auf dem Dach der Toiletten-und Duschanlage und beobachtet das Treiben im Camping. Die Tauben lassen sich von uns auch nicht beirren und spazieren fröhlich zwischen unseren Beinen hindurch.


Dienstag 11.Dezember 2012

Die langgestreckte Barriere-Insel trennt die Apalachicola Bay vom Golf von Mexiko. Westlich, nur durch den Government Cut genannten künstlichen Kanal getrennt, schließt sich die unbewohnte Little George Island an, die auch Cape St. George Island genannt wird. Die Inseln sind 48 km lang, nur 400 bis 1600 m breit und maximal 3,6 m hoch. St. George Island ist vom U.S. Highway 98 von Eastpoint über die sieben Kilometer lange Bryant G. Patton Bridge mit dem Auto erreichbar. Die Küste zum Golf von Mexiko besteht aus kilometerlangen Sandstränden.
Die Barriere-Insel schirmt das dahinter liegende Festland vor Hurrikans und tropischen Stürmen ab. Die Insel wurde schon oft von Stürmen verwüstet, jeder Sturm hat die Inselgestalt verändert.[1]


In der Nacht wurde es empfindlich kalt und ich musste eine zusätzliche Decke über mich nehmen.Und was weckt mich denn heute? Das regelmässige aufspringen der Regentropfen ertönt wie Musik die mich aus dem Schlaf holt.Oh,oh - wir wollten doch an den Strand und ev.baden, aber das ist wohl nicht der beste Gedanke heute morgen.Petrus hat Erbarmen mit uns, es hört auf zu regnen.Wir schnürren uns die Wanderschuhe an und machen uns auf einem markierten Wanderweg auf zum Strand.Zuerst führt der Weg, ein Naturlehrpfad, durch lichten Pinienwald auf sandigem Boden.



 Die Bäume werden hier angezapft zur Harzgewinnung.


 
Viele verschiedene, niedrige Pflanzen, auch schwarzer Rosmarin, wachsen hier aus dem Sand.

 
auf dem weiteren Spaziergang überqueren wir bewachsene Dünen bevor wir den Strand erreichen.Eine tolle Brise weht uns vom Meer her ins Gesicht.So weit das Auge reicht nur Wasser und Strand. Wir Beide kommen uns vor wie Robinson und sein Freitag.Ein überdachtes Picknickhaus mit Restroom (Toillette) lässt erahnen dass hier aber ein öffentlicher Strand ist und es sicherlich bei schönem Wetter belebt ist.
Wir wandern über eine Stunde dem Wasser entlang bis zum nächsten Rastplatz und lassen den Wind und die salzige Luft auf uns wirken, herrliche !

 
Der Rückweg zum Camping führt wieder an wunderbar, wildromantischen Dünen vorbei, die man hier aber nicht besteigen darf, strengsten verboten.Wo die Dünen nicht zu umgehen sind wurden spezielle Holzstege angelegt.

Zurück bei unserem Chruzli, genehmige ich mir eine herrlich warme Dusche, derweilen Hansruedi  nochmals zum Strand geht.Er bringt einen ganzen Stoss Holz mit und entfacht ein wunderschönes Lagerfeuer während ich koche.Das Feuer lockt wohl die Tierwelt an, zuerst klammert sich ein Buntspecht fest an einer Cypresse direkt neben dem Feuer, dann hüpft frisch und fröhlich ein knallroter Vogel, ein Cardinal,wie man den hier nennt, neben dem Feuer hin und her, schliesslich setzt sich ein schwarzer Vogel mit roten Streifen auf ein Stück Holz das noch kein Feuer gefangen hat.Ein Eichhörnchen natürlich springt auch von Baum zu Baum.Wir Beide sind völlig abgelenkt und mein Essen brennt beinahe an.Wunderschön die Natur so hautnah mitzuerleben.
Wie immer ist es dunkle Nacht in diesen Parks, da ja keine unnötigen Beleuchtungen eingeschaltet sind.So erscheint uns unser Lagerfeuer speziell hell und wir sitzten still davor und geniessen die Stimmung.Einmal mehr, die State Parks sind einfach wunderbar !

Freitag, 14. Dezember 2012


Immer wieder Sonntag!


Sonntag 9.Dez.2012


Das Wetter allerdings zeigt sich heute nicht gerade sonntäglich, sondern eigenartig für Floridaverhältnisse, es ist dichter Nebel und wir können kaum die umliegenden Bäume oder Nachbarn erkennen als wir beim Erwachen einen Blick nach draussen werfen.Scheusslich, und die Temperatur auch nicht gerade mit dem zu vergleichen, was wir gewöhnt sind hier im Süden.Was solls, wir haben ja jede Menge Zeit, so beschliessen wir noch unter der Decke liegen zu bleiben. Schliesslich hält es Hansruedi nicht mehr länger im Bett, er will nun frühstücken. Meistens ist er Derjenige der zuerst aus den Federn steigt, im wahrsten Sinne des Wortes, klettert er über seine Leiter aus dem Alkovenbett, das über der Fahrerkabine ist.Pflichtbewusst bettet er nach dem Ankleiden sein Gemach fein säuberlich zurecht. Danach setzt er Kaffee auf und geht zur Toilette um sich für den Tag "schön zu machen", was er zwar nicht nötig hätte, er sei sowieso der Schönste, wie er mir erklärt.Derweilen steige auch ich aus dem Bett und mache grosse Wäsche.Gemütlich geniessen wir unser Sonntagsfrühstück und planen die Weiterfahrt.Der Nebel ist hartnäckig und begleitet uns auf unsere Fahrt nach Perry bis in den Nachmittag.
In Perry, ein kleines Provinzstädtchen Richtung Tallahasee, machen wir uns auf die Suche nach einem Internetcafé um einige Dokumente auszudrucken.Wir werden bald einmal fündig, gross angeschrieben Buissnes Café.Ùberrascht dass wir so schnell ans Ziel kommen, treten wir ein.Reihenweise Compis und dahinter alles Frauen die am Spielen sind.Ich erkundige mich an einer Theke was der Internetzugriff kosten würde und ob ich Dokus ausdrucken könne. Weit gefehlt, dies hier ist eine Spielhöhle und weiter nichts, auch ein Buissnes, hier vorwiegend ein Weibliches! Zu früh gefreut, so ziehen wir wieder ab.Wir Beide haben keine Lust weiter zu fahren und spazieren desshalb durch das Städtchen um uns etwas umzusehen.Für heute entscheiden wir uns für den Walmartparking als Ùbernachtungsplatz.Die Sonne kommt gegen den Abend auch noch hinter den Wolken hervor, sodass wir beim Nachtessen ihre warmen Strahlen geniesen dürfen.Hier ist es relativ rasch ruhig und die Parkplatzromantik einigermasen annehmbar, so dass wir Beide bald einmal einschlafen.

Auf geht’s zu neuen Ufern


Samstag 8.Dez.2012

Das Wetter hat sich leicht gebessert, so dass wir unsere Sachen trocken zusammen packen können. Wir entschliessen uns auf dem Interstate  75 die Stadt St .Petersburg und anschliessend auf der anderen Seite des Old Tampa Bay ,Tampa nordwärts zu durchqueren. Das erscheint uns am einfachsten, zumal wir immer noch ohne GPS unterwegs sind. Unsere Erfahrungen von nunmehr 2 ½ Monaten Autostrassen in Amerika zeigt uns, dass die Umfahrungen der Städte auf den Federalstrassen eine mühselige Angelegenheit ist. Ständiges Anhalten an den Ampeln, mit doch langwierigen Stopps und wieder anfahren, kein „Zuckerschlecken“ für unsere Geduld und erst recht nicht für den Motor unseres „Chruzli“ ist. So rollen wir schon bald über die Brücke, die vierspurig, eine Fahrtrichtung, über den Tampa Bay führt, gegen Tampa. Eine imposante Kulisse breitet sich vor unseren Augen aus. Die Hochhäuser der Tampa Downtown und vor uns die immensen Strassen mit dem Verkehr, jetzt z. Teil sechs Spuren, , rechts und links Wasser. Als Fahrer ist die 100% Aufmerksamkeit gefordert, denn anders als bei uns in Europa, darf hier links und rechts überholt werden. Das Tempo von erlaubten 65 Meilen ist ganz schön anspruchsvoll. Die Flugzeuge vom internationalen Flughafen in Tampa, starten auch noch direkt über diese Interstate, und dies recht tief, so dass man aufpassen muss, sich nicht ablenken zu lassen. Ganz schön –Crazzy-!!!


 

 

Hansruedi meistert das locker und stellt beim Hinter uns lassen der Hochhäuser-Kulissen fest, dass wir vom Camp bis hierhin bereits 40 km gefahren sind und uns immer noch auf Stadtgebiet befinden. Wie Beide sind immer noch von den Flächenausmassen die diese Städte haben, überwältigt. Langsam verringern sich die Fahrbahnen auf zwei Spuren, ein Zeichen dass wir das Stadtgebiet verlassen. Ganze 250 km nördlich rollen wir aber ab der Interstate um auf der 27 unsere Reise fortzusetzten. Eine liebliche Gegend erwartet uns. Sehr gepflegte Pferderanchen mit enormen Weideland , das sich der Strasse entlang zieht. So wie man es aus den Filmen kennt. Richtige Herrschaftshäuser mit einer langen Auffahrt, gesäumt mit wunderschönen Eichenbäumen die behangen mit dem  Spanisch Moos, ein idyllisches Bild abgeben. Am Eingang bei der Strasse sind prächtige Eisengittertore, und natürlich die weissen Holzzäune die das gesamte Gelände einrahmen. Ùberall eine stattliche Anzahl weidender Pferde von unterschiedlicher Rasse. Ich lasse diese Landschaft auf mich wirken und fange leicht an zu träumen.

In Old Town finden wir in einem Pinienwald Platz zum Ùbernachten. Nicht gerade ein Luxuscamp, dafür wieder billig und sehr, sehr ruhig. Sobald die Nacht hereingebrochen ist, herrschte Totenstille und tiefe Dunkelheit, keine Lampen und Nichts , die Leute haben sich in ihre Wohnmobile zurückgezogen. Nur schade hat es so viele Bäume, denn so können wir den Sternenhimmel kaum sehen. Wir entscheiden  uns nach einer Party Jass auch die Federn aufzusuchen.

 


 

 

 

West Bay Oaks Largo


 


Freitag, 7.Dez.2012

Seit langer Zeit hat es in der Nacht wieder einmal geregnet, für uns bald ungewohnt. Ausgeschlafen und etwas unschlüssig was wir mit dem heutigen Tag anfangen, frühstücken wir erst einmal. Die Senioren sind schon munter auf den Beinen, resp. mit ihrem  Elektromobile „on the road“! Die Bewölkung lässt nicht gerade auf Badewetter hoffen, so entschliesse ich noch einen Waschtag einzulegen. Hansruedi will sich mal unserem Outdoor-Gaskocher widmen, denn dieser brennt nicht wunschgemäss.

So sammle ich die schmutzige Wäsche ein und durchsuche unsere Geldbeutels nach Quarters  ( .-25Cent), denn die Waschmaschine läuft nur wenn sie mit diesen Geldstücken gefüttert wird. Die Laundry ( Waschkücke) bieten fast in allen Campgrounds und RV Parks das gleiche Bild. Zwei bis drei Waschmaschinen und gleichviele Dryers ( Tumblers) Auch die Auswahl an Waschmaschinentypen ist gleich null, denn bis jetzt habe ich immer dasselbe Model angetroffen. Die Maschine kann man von oben einfüllen in eine Trommel die in der Mitte einen Stöpsel hat. Die Bedienungsanleitung sagt, dass zuerst das Waschmittel eingefüllt werden soll und man danach die Wäschestücke locker einfüllen soll. Den Deckel schliessen, die Quarter (5-7)  in die vorgegebenen Schlitze auf einem Schieber einlegen und den anschliessend in den Maschinendeckel einschieben, fast wie in den Spielsalons. Nun kann das Programm noch ausgewählt werden, hot oder cold, permanetpress, delicat. Anschliessend den Startknopf drücken. Nach einer halben Stunde, egal welches Programm man wählt, ist der Spuk vorbei. Und die Kleider, leicht gespühlt, sauber ist anders!!! Die Wäsche zum Trocknen aufhängen ist hier an den meisten Orten verboten, also muss ich unweigerlich den Dryer aktivieren. Auch hier drei verschiedene Programme im Angebot, die ich schon alle durchgetestet habe, einen Unterschied kann ich bis heute nicht feststellen. Die Wäsche ist dürr und heiss, verbrenne mir beinahe die Finger, wenn ich sie aus dem Tumbler nehme. Man kann sich mal vorstellen, wo hier die Form und Farben der Kleider bleiben, mit Verlusten muss man eben rechnen! Nach dieser Wäschetortur duften die Kleider alles andere als frisch. Einziger Vorteil an der ganzen Waschprozedere ist, nach gut einer Stunde die Arbeit erledigt ist! Meine Begeisterung an der gewaschenen Wäsche hält aber sich in Grenzen.

Während ich den Haushalt schmeisse, ist Hansruedi schon mal zu Fuss unterwegs zum Einkaufen. Fröhlich und munter kehrt er zurück und teilt mir mit, dass er einen spannenden Laden gefunden hat, wo er eventuell Bestandteile für eine Gasadapterverbesserung finden kann. Ausgerüstet mit den nötigen Infos macht er sich nochmals auf die Socken. Derweilen ist das Innenleben unseres „Chruzli“ wieder auf Vordermann und ich setzte mich auf die Veranda zum Schreiben. Es ist ziemlich still geworden in der Senior Community , ich denke es ist die Zeit der „Siesta“.
unser Sweethome !

Hansruedi wandert während dieser Zeit mehrmals zwischen dem Camp und dem Shop hin und her bis er all seine Utensilien zusammen hat. Schliesslich bastelt er eine Kombination von schweizerischem und amerikanischem Gasanschluss zusammen, sein“ Mechanikerblut“ kommt voll zum Vorschein, und das mit Erfolg.
So nimmt der Nachmittag seinen Lauf und es wird schon wieder Zeit das Mittag/Abendessen, das wir in Einem einnehmen, zuzubereiten.


So sieht ein ganz normaler Tag im Leben zweier Weltenbummler aus, die doch ab und zu Pflichten zu erledigen haben, sei es Wäsche machen, Auto pflegen, reparieren usw.

Freitag, 7. Dezember 2012

Städtetrio


Montag 3.Dez. - Samstag 8.Dez.2012


Ungern trennen wir uns vom schönen Plätzchen Turtlebeach, doch wir wollen ja noch mehr entdecken von Florida.Auf der Interstate 75 tuckern wir nach St.Petersburg wo wir uns einen Mobilhome-RV Park ausgesucht haben der central liegt und uns wieder die Möglichkeit bietet, mit öffentlichen Verkehrsmitteln umher zu reisen. Am Westbay Dr.werden wir schnell fündig und erblicken folgendes Schild:
 
 
Senior Community,was ein Altersheim? Mal schauen was uns da erwartet. Wir suchen das Office in Mitten vieler Mobile Homes und finden den Manager in einem kleinen Häuschen.Ein netter Mann, Mitte 40, Doppelgänger von Christopf Rieder, empfängt uns freundlich. Er setzt seinen Strohhut auf und zeigt uns die freien Stellplätze im Quartier.Anschliessend informiert er uns was die Umgebung alles zu bieten hat, er gibt uns die Webseite der öffentlichen Verkehrsmittel bekannt, dies alles ohne das wir nachgefragt hätten, sehr hilfsbereit.Wir entscheiden uns für eine Platz nahe der Einfahrt. Der Ùbernachtungspreis von $ 19.- ist ein wahrer Segen für unseren Geldbeutel.
Beim Aufstellen macht sich im anliegenden Clubhaus Unruhe bemerkbar.Die Senioren treffen sich wohl zum "Happy Hour".Nach und nach treffen immer mehr Leute ein und weil das Clubhaus eine gedeckte Veranda ist, haben alle Blick auf unseren Platz.Freundlich werden wir begrüsst und eingeladen mit ihnen einen Drink zu nehmen.Die Senioren wollen natürlich wissen woher wir kommen.Schnell sind wir das Gesprächsthema unter allen Bewohnern hier.
Die Leute hier gehören wohl nicht zur Oberschicht in Amerika, sondern kämpfen mit den Tücken des täglichen Lebens.Sie leben hier in einfachen Mobilehomes eng ineinander gebaut.
Viele sind irgendwie behindert und bewegen sich in Elektrorollstühlen oder mit Rollatoren.Ein
" Sozialclub"sorgt wöchentlich für Unterhaltung im Clubhaus, Bingo, Musikabende usw.Viel Abwechslung ist aber nicht.Jetzt zur Advenstszeit schmücken sie ihre Häuschen mit allem möglichen Weihnachtsbeleuchtungen, so richtig kitschig.Doch eine Freude soll ihnen auch gegönnt sein.
 

Die Senioren sind herzlich und haben Freude dass wir Schweizer bei ihnen Halt machen.Immer wieder kommt es vor dass eine Dame oder ein älterer Herr Halt machen vor unserer Türe und uns mitteilen dass sie die Schweiz lieben, denn sie seien auch schon dort gewesen, vorallem in Luzern. Andere hingegen wollen wisssen wo genau das ist und ob wir uns wohl fühlen hier in Amerika.Wirklich sehr nett.





Dienstag 4.Dez.2012


Unser heutiges Ziel: Saint Petersburg, auch Florida's Sunshine City genannt, ist eine Hafenstadt im Pinellas County im US-Bundesstaat Florida mit 244.769 Einwohnern (Stand: 2010). Das Gebiet der Stadt umfasst eine Fläche von 344,7 km², wobei 55,2 % aus Wasseroberfläche bestehen.


Saint Petersburg liegt im Westen Floridas auf einer Halbinsel, etwa 50 km südwestlich von Tampa am Golf von Mexiko, der auch die westliche und südliche Begrenzung der Halbinsel darstellt. Im Osten ist dies die „Old Tampa Bay“ und die „Tampa Bay“. Saint Petersburg hat ca. 350 km Küstenlinie entlang der „Tampa-Bay“, der „Boga Ciega Bay“, dem „Golf von Mexiko“ und der im Landesinnern gebauten Wasserstraßen. Es gibt neun ganzjährig zu Verfügung stehende Anlegestellen für Boote sowie den größten städtischen Yachthafen im Südosten der USA mit 610 Bootsliegeplätzen. Das höchste Gebäude ist der „Bank of America Tower“ mit 28 Etagen und einer Nutzfläche von rund 100.000 m².

Wir machen uns frühmorgens auf den Weg zur Bushaltestelle.Abfahrt 8.13 uhr ab West Bay/ Ridge Rd.Pünktlichkeit ist wohl ein Fremdwort, doch bei diesem Verkehr ist dies wohl schlicht unmöglich.Endlich um 8.40 uhr können wir einsteigen und uns eine Tageskarte kaufen, $4.50 p.Person.Wir setzen uns im kühlen Bus, der gut besetzt ist, hier übrigens so ziemlich von allen Bevölkerungsschichten, nicht so wie in Miami.Die Fahrt ist ziemlich ruppig, mal gibt der Chauffeur Vollgas, danach bremst er wieder heftig ab.Die vielen Ampeln lassen natürlich auch keine flüssige Fahrt zu.Es ist eindrücklich mal die Kreuzungen hier mit den vier-bis sechsspurigen Strassen zu studieren,da dauert ein Stopp nicht einfach eine oder zwei Minuten, nein schliesslich kommen da manchmal fünf-bis sechs Strassen zusammen. Der Buschauffeur findet sogar Zeit, sein Sudoku zu lösen während die Ampeln auf rot stehen.Zusätzlich zu den Ampeln sind noch Polizisten ( Rentner) angestellt, mit Pfeiffen und Stoppschildern ausgerüstet, um die Sicherheit der Fussgänger zu garantieren.Denn rechtsabiegen ist hier an gewissen Ampeln auch bei Rot erlaubt, da kommen dann die Wächter zum Einsatz und stoppen die Autos sobald Fussgänger die Strasse überqueren.Vom Bus aus beobachte ich dieses Treiben und die Beobachtung der unterschiedlichen Fahrgäste gleicht einem Cabarette, herrlich.So vergehen fast zwei Stunden im Nu die der Bus braucht um Downtown St.Pete (wird hier so genannt) zu erreichen.Vom Williams Park aus wird uns empfohlen den Trolley zu besteigen, der uns auf die Sehenswürdigkeit, den Pier, hinaus bringt.Wie befohlen, so gemacht! Doch nur wenige Fahrminuten braucht der Trolley bis dorthin, also zu Fuss wäre das leicht zu machen, aber wir sollten es langsam kennen, für den Ami ist es kaum vorstellbar etwas zu Fuss anzugehen!

Der Pier ist ein Gebäude mit Geschäftern und Restaurants, das aufs Wasser des alten Tampa Bays hinaus gebaut wurde.Von der Dachterrasse des Pier bietet sich ein herrlicher Rundblick auf die Stadt und den Tampa Bay.Ansonsten sind die Souvenirshops nicht sehenswert!
Auf dieser Terasse genehmigen wir uns einen Lunch bevor wir uns über den Pier zurück in die Downtown machen.Dort spazieren wir fast mutterseelen alleine durch die peinlich sauberen Strassen.Die einzelnen hohen Gebäude wecken unsere Aufmerksamkeit.Doch wir stellen fest, dass sicherlich die Hälfte der Anlagen nur Parkhäuser sind.Wo sind all die Leute hier,sitzten wohl alle hinter einem Compi im Büro? Mir erscheint die Leere leicht geisterhaft, unpersönlich.Bei einem Städtetripp gehört für mich jeweils auch der Besuch eines guten Caféhauses zum Programm, doch hier sind solche lauschigen Einrichtungen nicht zu finden.So  bleibt uns nach einem längerem Spaziergang durch die Downtown nichts anderes übrig als den Heimweg  anzutreten.Es wäre noch das Dalimuseum zu besichtigen, doch mit dieser Kunst sind wir Beide nicht vertraut.
Den Heimweg nutzten wir um noch mehr von dieser grossen Stadt zu erhaschen, desswegen besteigen wir eine andere Buslinie.Wieder sind wir beinahe zwei Stunden unterwegs,quer durch die Stadt, immens.Von wo bis wo kämen wir in der Schweiz in dieser Zeit ? Genial auch der Tagespreis von $ 4.50. Es muss noch gesagt werden, dass die Downtown nur mit Hochhäusern bestückt ist, dahinter sind dann viele ein- bis viergeschossige Häuser gebaut.Fläche ist ja genug vorhanden.Wir Beide staunen auch immer wieder von Neuem über die vielen, immens grossen Einkaufscentren, wer muss auch all die Waren kaufen? Eingedeckt mit vielen Eindrücken und gemischten Gefühlen sinken wir todmüde ins Bett.


Mittwoch,5.Dez.2012


Das sommerliche Wetter zieht uns heute an die "schönsten" Strände von Florida, so die Beurteilung der Leute hier im Resort.Jede Gegend hier in Florida behauptet von sich die schönste zu sein.Zugegeben die Strände sind wirklich wunderschön hier und jeder hat seinen speziellen Reiz.Clearwater, ein weiterer Ort des Städtetrios am Tampa Bay ist heute auf dem Programm.Direkt vor der Haustüre besteigen wir den Bus, der uns in nur 20 Minuten ins Zentrum von Clearwater bringt.Von dort fährt wiederum, ein Trolley. Schwups nach kurzer Trolleyfahrt stehen wir am Golf von Mexiko.Eine  Dame aus Hamburg, die hier den Winter verbringt, deckt uns mit Ratschlägen betreffs der Strände, ein.
Sie will natürlich von uns auch wissen, wie und wo wir hier unterwegs sind, so ergibt sich ein Smalltalk bevor wir uns dann definitiv durch den weissen, sehr feinen Sand an das Wasser wagen.Die Senioren haben uns nicht zuviel versprochen, wunderschön hier !


Nach einem kürzeren Spaziergang durch knöchelhohes Wasser, besteigen wir wieder den Trolley und fahren quer über die langen Beaches, die hier den Städten Clearwater und St.Petersburg vorgelagert sind.Reine Feriendestinatioen mit riesigen Hotelkomplexen,Ferienresorts, Apartements usw.natürlich hunderte von Restaurants und Bars, nicht zu vergessen all die vielen Läden.Alles was der Tourist für seinen Urlaub benötigt.Nach gut einer halben Stunde Fahrt entsteigen wir in Madeira Beach dem Bus.Eine lauschig angelegte Pier weckt hier unser Intresse.Hier wird direkt unter der Terrasse gebadet und die Pelikane und andere Vögel erfreuen sich am Strand.Was da ? Sechs bis sieben Flippers( Delphine) tummeln sich auch im Wasser und zeigen uns ihre Sprungkünste, - wie im Flim, - nein wir sind live dabei.Das ist wirklich eine Pracht.An der Pier wird dem Touristen alles angeboten, vom Hochseefischen über Parafliegen bis hin zu den Waves, Surfbretter usw. für Jeden das Passende.Unsere Aufmerksamkeit gilt den Fischern die ihre Beute hier direkt an der Pier verarbeiten und den Pelikanen die Abfälle zuwerfen.

Natürlich werden unsere Geschmacksnerven aktiviert und diese veranlassen unseren Magen sich bemerkbar zu machen.Ja, so ein frischer Fisch, das darf hier doch nicht ausgelassen werden! Wir setzten uns im" Fishermanspier" zu Tisch und bestellen Fish with Chips
.Herrlich!
 
Gut gestärkt fahren wir zurück nach Clearwaterbeach um dort noch den Badestrand zu geniesssen.Ein Glaces, das wir hier als Dessert geniessen wird von den Möven attakiert.Unglaublich, was sich diese Vögel zutrauen.Ùberall sind sie am Werk, so darfst Du hier keinen Plastiksack liegen haben, oder gar etwas Essbares umherstehen lassen, die Möven packen mit ihren Schnäbeln zu.
 




 

 
 Diesen Tag beenden wir wiederum bei einem herrlichen Sonnenuntergang, immer eine Wucht hier am Golf von Meiko.


 Donnerstag 6.Dez.2012

Tampa ist eine Stadt im Bundesstaat Florida (Hillsborough County) in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Die Stadt befindet sich an der Westküste von Florida an der Tampa Bay und bildet zusammen mit den Städten Saint Petersburg und Clearwater die Metropolregion Tampa Bay Area mit annähernd 2,7 Millionen Einwohnern.

Tampa, die Dritte Stadt im Bund, die wir uns noch zu Auge führen möchten.Die Reise dauert wohl etwas länger heute, denn es gilt den Old Tampa Bay zu überqueren.Brücken und Wasser prägen das Bild der drei Städte hier.
Bei der Ankunft in Downtown Tampa, sind wir wieder umgeben von modernen Hochhäusern
und fühlen uns wie zwei einsame Ameisen!Doch irgendwie ist die Atmosphäre hier etwas angenehmer als in St.Petersburg.

Uns wurde empfohlen unbedingt nach Ybor City zu fahren mit wiederum einem Trolley.Auch eine spezielle Eigenart diese Trolley, alle älteren Datums, inmitten einer modernen Stadt.




 

 
Die Fahrt nach Ybor City dauert gerade mal 15 minuten und die Kulisse bietet eine völlig andere Welt.Wir befinden uns im "Wilden Westen", so wie wir das von den Filmen kennen.Keine Spur mehr von Hochhäusern und peinlich sauberen Anlagen.
Amerika live, Abwechslung pur!
Ybor City wird geprägt von Cubanern, Italienern und Spaniern.Die Zigarrenherstellung ist ein Haupterwerb, der dem Touristen überall präsentiert wird.An verschiedenen Plätzen wird das Handwerk der manuellen Zigarrenherstellung vorgeführt, so auch von einer Cubanerin, die mir erklärt dass sie aus der Nähe von Baracoa stammt.Gross war die Freude bei ihr , als ich ihr erklärte,dass meine Schwägerin aus Baracoa stammt.
Wir Beide lassen uns auf einem Rundgang durch die Stadt von dieser doch anderen Atmosphäre berieseln.Anschliessend verköstigen wir uns mit Cubafood.









 Zurück in Tampa schlendern wir dem wunderbar angelegten Riverwalk entlang und bestaunen die Bauten und das über-und ineinander verbaute Strassennetze.Dann gehts zurück übers Wasser in Senior Community


Montag, 3. Dezember 2012

Ferien vom Urlaub !


Montag 26.November - Montag 3.Dezember 2012


 
 
Wir Drei, das sind Hansruedi, Liselotte und unser rollendes Zuhause "Chruzli"nehmen uns eine Auszeit.
 
Unser tapferes "Chruzli" 16 jährig¨!
 ein Fiat Ducato, 2.5 lt.Turbodiesel- Motor mit Euromobileaufbau, 6 meter lang, 3.20 meter hoch und 2.30 meter breit,
hat die Strapazen der lange Seereise über den Atlantik locker ertragen und uns nun bereits 2 Monate über 5000 km brav auf den amerikanischen Strassen von Ort zu Ort gerollt, ohne zu jammern und zu klagen. Ein dreifaches Hoch, hoch, hoch und Danke !!

 

Unsere Köpfe sind vollgestopft von den Eindrücken und Erlebnissen der letzten Wochen.Die Hirnzellen müssen nun mal verdauen um Platz zu schaffen für Neues. Darum Ferien !












 
 
 
 
 
 




Samstag, 1. Dezember 2012

Goodby Everglades


Samstag,24.November 2012

Von den Tousend Island führt unser Weg nun wieder nordwärts.Definitiv verlassen wir das sehr interessante Gebiet der Everglades und den Tousend Island.Naples ist unser heutiges Tagesziel.Ein RV-Resort ist für dieses Wochenende vorgesehen.Wir wollen uns die Gegend von Naples, Bonita Springs und Fort Myers anschauen.Das Office des Resort ist am Wochenende nicht bedient,oh Schreck müssen wir nun weiter? Ein Ehepaar aus Jacksonville kommt uns aber zu Hilfe und erklärt uns die "Selbstbedienug", so dass wir uns einen freien Platz selbst aussuchen können.Wir lernen täglich was Neues! Wie könnte es anders sein, auch hier fast nur Canadier aus Quèbec, also ist es selbstverständlich dass man französisch spricht, wie mir eine Dame in der Toilette unmissverständlich zu verstehen gibt.Wie üblich richten wir uns ein,was schon bald routinemässig abläuft und belohnen uns anschliessend mit einem kühlen Bier.Voll Tatendrang machen wir uns zu Fuss auf die Suche nach einer Bushaltestelle um am nächsten Morgen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die Gegend abzuklappern.Hoffnungslos irren wir mehr als eine Stunde umher und kehren mit der Erkenntnis, dass hier keine Buse verkehren, zum Chruzli zurück.Das Ehepaar von Jacksonville begegnet uns auf dem Heimweg wieder und gibt uns Tips und Ratschläge was wir uns ansehen sollen, aber mit dem Auto.Zwei sehr nette Leute die uns ihre Hilfe anboten, sofern wir welche benötigten.

Lowers Key,Carl E.Johnsen State Park

Sonntag,25.November 2012


Unser Chruzli muss heute wohl an die Arbeit,wenn die Herrschaften etwas sehen wollen.Also wird es von der Stromleitung abgehängt und die Stützen hochgekurpelt, die Fenster geschlossen und alle Utensilien fahrtüchtig verstaut.Los gehts! Da Naples und Fort Myers nicht unbedingt ein Stadtzentrum haben und die Sehenswürdigkeiten nicht gerade unserem Geschmack entsprechen, beschliessen wir einen Strand aufzusuchen.Wir entscheiden uns für einen State Park auf dem Lower Key, den uns das Ehepaar empfohlen hat.Ein herrlicher wilder Strand, in einem Naturschutzgebiet.




Wir verlieben uns gleich und legen uns an die Sonne.Das Wasser hingegen ist doch recht frisch.


Die Vogelwelt bietet uns ein interessantes Theater.So ist ein vorwitziger Reiher der direkt an uns vorbei stolziert und sich nicht scheut einem Fischer auf kurze Distanz zu zuschauen, wie dieser seine Beute an Land zieht.Es sieht aus, als erwarte der Reiher, dass der Fischer ihm seinen Fang übergebe.

Amüsant beobachten wir das Treiben der Vögel.Nach einem ausgiebigen Spaziergang am Strand meldet sich bei uns der Hunger, sodass wir unsere mitgebrachten Sandwiches essen.Gemütlich sitzten wir im Sand , vor uns hüpfen eine Schar Möven und kleine Sandschnäper umher, da plötzlich starten zwei, drei Möven über unsere Köpfe hinweg, um hinter unserem Rücken kehrt zu machen.Eine Möve wagt es doch tatsächlich über die Schulter von Hansruedi hinweg direkt die Wurst auf seinem Sandwich anzugreifen. Heee, geits no, was söll das? - So der erschreckte Ausruf von Hansruedi.Das Tier aber überhaupt nicht scheu, setzt sich seelenruhig nach dem Angriff  vor Hansruedis Füsse.

Nach mehrern Akten des Strandtheaters kommt Wind auf und uns fröstelt, so dass wir zusammenpacken und nochmals am Strand entlang spazieren, wo wir wunderschöne Muscheln bewundern, zum Teil noch mit Innenleben, denn die Ebbe hat eben erst angefangen das Wasser dem Strand zu entziehen. Seesterne bekommen wir hier auch das erstemal zu sehen.










Der Herr der Lüfte, ein Osprey,sitzt hoch oben auf einem Baum und überwacht das Strand-und Wassertheater, sein Reich.





Ein wunderschönes,interessantes Naturtheater mit traumhafter Kulisse