Samstag, 12. Januar 2013

Alpine Texas

 Freitag 11.Januar /Samstag 12.Januar 20 

 Wir haben die Nacht überschlafen und sind zum Entschluss gekommen, dass wir einen Tag länger hier in Alpine verbringen werden.Eigentlich war ja im Plan in den Big Bend Nationalpark zu fahren um dort zu Wandern, doch der gestrige Schnee motiviert uns nicht.Erstens trägt unser Chruzli keine Winterpneus und das Wetter ist wohl besser angesagt, doch es bleibt kalt und wir wollen keine gefrohrenen Strassen in den Bergen riskieren.Für mich eine weitere Enttäuschung, denn nur zu gerne hätten wir nun endlich in einem amerikanischen Nationalpark ein paar Naturtage erlebt, aber der noch nie dagewesen  Schnee, wie die Einheimischen meinen, soll uns diesen Besuch verweigern.


Der Big-Bend-Nationalpark befindet sich im Süden von Texas an der Grenze zu Mexiko. Der Rio Grande bildet einen über 1500 km langen Teil dieser Grenze zwischen Mexiko und den USA und rund ein Viertel davon bildet gleichzeitig die Grenze des Nationalparks. Der Park umfasst eine Gesamtfläche von über 3.200 Quadratkilometern und zählt damit zu den größten Nationalparks der Vereinigten Staaten.

Wüstenartige Landschaft bedecken den größten Teil der Nationalparkfläche. Auffällige Pflanzenarten dieser Landstriche sind Yuccas und verschiedene Kakteen. Ansonsten dominieren Büsche diese Gebiete. Allerdings zählen die Wüsten des Gebietes zu den feuchtesten Wüsten Nordamerikas, so dass relativ viele Tierarten hier ein auskommen finden. Typische Tierarten dieser Trockenzonen sind Halsbandpekaris, Maultierhirsche, Eselhasen und Rennkuckucks.
Da die Höhe des Parks von 500 Metern bis hinauf zu 2300 Metern reicht, gibt es eine Vielfalt an Lebensräumen und eine Vielzahl von vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. An den Berghängen der Chisos-Berge finden sich mit zunehmender Höhe Wälder aus Eichen,Kiefern und Wacholder. In diesen Wäldern halten sich noch immer einige Schwarzbären. Ihr Bestand im Park wird auf etwa 8-12 ausgewachsene Tiere geschätzt. Am Rio Grande treten darüber hinaus Flusswälder auf. Obwohl die Hauptfläche des Parks von Strauchwüsten bedeckt ist, finden sich auch savannenähnliche Bereiche, in denen Gräser dominieren. Früher machte diese Landschaftsform einen deutlich größeren Anteil des Gebietes aus.
Der Big Bend Nationalpark beherbergt immer noch Pumas und jedes Jahr werden über 150 Sichtungen durch Besucher gemeldet. Weitere typische Säuger des Parks sind Kojoten, Weißwedelhirsche, Audubon-Baumwollschwanzkaninchen, Füchse und Rotluchse. Zu den auffälligsten Vogelarten zählen die Geier. Truthahngeier bewohnen im Nationalpark verschiedene Lebensräume von den Bergen herab in die Wüsten und bis zu den Flusslandschaften des Rio Grande. Die Rabengeier verlassen dagegen selten die Umgebung des Flusses. Insgesamt kommen über 1200 Pflanzenarten und 3.600 Insektenarten im Park vor. Auch die Wirbeltiere sind mit 40 Fischarten, 11 Amphibienarten, 56 Reptilienarten, 75 Säugetierarten und 450 Vogelarten reichhaltig vertreten. Damit ist der Nationalpark der Artenreichste der gesamten USA.

 So begnüge ich mich mit lesen all der Broschüeren die uns die Damen des Touristcenters mitgegeben haben.
Die Tierwelt erleben wir auch hier auf dem Camping hautnah, so wurde Hansruedi am gestrigen frühen Abend fast von einer Eule angefolgen, die sich danach vorwitzig auf den Mast neben unserem WoMo setzte und uns von oben genau musterte.Ein wunderschönes Tier, das ich leider nur unscharf aufs Bild brachte.

Beim heutigen Spaziergang durch Alpine sehen wir ganz plötzlich in einem Garten mehrere Hirsche.Zuerst glaubten wir es seien aufgestellte Tontiere, aber oha, als sich Hansruedi aufmachte um das Ganze aus der Nähe zu begutachten, kommt die Hirschkuh im Galopp auf ihn zu.Leicht erschrocken geht er hinter einem Baum in Deckung.Ein ungewöhnliches Bild für unsere Augen.




Gestern Nachmittag hat uns der Campingwart ein für uns selsames Vorkommniss erzählt.Es käme praktisch jede Nacht ein Bär auf das Gelände des Platzes, eine kleine Sorte Bär, ich habe nicht richtig verstanden was er für eine Gattung meinte.Doch er beruhigt uns, es sei ein harmloses Tier und bis jetzt sind keine Probleme aufgetaucht desswegen
Doch wilder Westen!!!!


Wie oben erwähnt sind wir heute zu Fuss losgezogen um uns das Städtchen und seine Umgebung genauer anzuschauen.Bereits nach 10 Minuten Fussmarsch durch ein Wohnviertel, erkundigt sich eine Dame wo wir denn hinwollten bei diesem Wind.Zur Uni und dann in die Downtown erkläre ich.Sofort interveniert sie und meint, dass dies sehr,sehr weit sei zu Fuss, ich fahre euch mit meinem Auto hin zur Uni. Oh danke, aber wir möchten gerne spazieren und uns bewegen,entgegne ich.Sie können dann zurück laufen wenn sie noch mögen, aber jetzt fahre ich sie,denn das ist so.....weit, meint die Frau.Nochmals bedanke ich mich und bekräftige nochmals unser Vorhaben.Sie lächelt und wünscht uns viel Spass.Zur Uni sind wir nicht, aber es wären nicht mehr als 20Minuten zu Fuss gewesen.So,so,so weit !!!!!!
Wir erreichen trotz heftigem Wind die Stadt in ca.40 Minuten und laufen nach einem Flyer die Historic Downtown ab, wo ab und zu Häuser, die in den Jahren 1880-1900 erbaut worden sind, zu bestaunen sind.
Viele Fassaden sind mit wunderbaren Malerein bestückt, so auch dieses, das das Leben in Alpin darstellt.

Alpine ist ein herziges, Texanisches Städtchen an der Pazifik-Atlantikeisenbahnstrecke gelegen.
Wir schlendern ganze zwei Stunden durch den Ort,bevor wir wieder zurück zum RV-Park spazieren, unheimlich weit,so weit, kaum  vortstellbar für die Amis!




Schon einwenig müde,zugegeben, geniessen wir einen milden aber windigen Abend mit einem herrlichen Salat und einem Hörnligratin.

Freitag, 11. Januar 2013

Wilder Westen 

Donnerstag 10.Januar 2013


Um sieben Uhr in der Früh treibt mich die volle Blase aus den Federn.Ich wundere mich, ob wohl meine Uhr wieder einmal nicht richtig tickt, denn es ist noch stockfinstere Nacht draussen.Aber dann überlege ich mir, dass wir ja einiges weiter westlich sind und nahe der nächsten Zeitgrenze, dies ist wohl der Grund, dass es später hell wird.Ich steige nochmals zurück ins Bett und döse noch einwenig.Hansruedi ist schliesslich derjenige der bestimmt dass es nun gilt aufzustehen.Ziemlich geschäftigt ordnet er sein Bett, öffnet die Vorhänge stellt die Heizung an und kockt schliesslich Kaffee, da bin ich aufgefordert auch in die Kleider zu schlüpfen ,denn auf unseren wenigen Quadratmetern bleibt mir keine Ruhe mehr.
Erfreulicherweise lacht schon bald die Sonne vom Himmel und unsere Weiterfahrt steht somit unter einem guten Stern.Schon bald steigt die Strasse wieder an und wir kommen richtig ins Staunen, die Prärie von Texas mit ihren eigenartigen Hügellandschaften breitet sich vor unseren Augen aus Die unendlich scheinenden Weiten, kaum hast Du eine Anhöhe erklommen siehst Du 30 Meilen voraus die Strasse, die sich durch die Gegend schlängelt.

Ich habe ab und zu den Eindruck dass ich Live in einem Winnetoufilm  bin und hinter dem nächsten Hügel eine Schar berittene Soldaten hervorkommen muss, derweilen auf einem Hügel die Indianer warten! Stillschweigend und staunend der wunderbaren Landschaft rollen wir Kilometer um Kilometer dahin. Bei einer Raststätte machen wir einen kurzen Halt.Schliesslich erreichen wir Fort Stockton, wo unser Chruzli getränkt werden will.
Kurz nach der Ausfahrt von Fort Stockton zeigt unser Tachometer, dass wir auf amerikanischem Boden  10.000 Kilometer abgerollt haben.Ich lasse die Hupe ertönen und wir Beiden singen ein Loblied auf unser tapferes "Chruzli".Auf die nächsten 10.000!!!
Kurz darauf verlassen wir die Interstate und fahren auf der Nationalstrasse 67 südwärts gegen Alpine in der Nähe vom Big Bend Nationalpark.Schnurrgerade verläuft diese Strecke.Kaum eingebogen, die nächste Ùberraschung,was sehen wir denn da ? Tiefverschneite Berge, bis in die Ebene,das ist doch nicht die Möglichkeit.Je näher wir den Bergen kommen um so mehr liegt auch am Strassenrand Schnee.

Wollten wir nicht hierher kommen um zu Wandern? In einem Reiseführer habe ich gelesen dass vom September bis April die beste Zeit sei hier im Big Bend ,und nun dies.Im Touristzenter in Alpine stoppen wir um uns zu informieren.Zwei nette Damen empfangen uns und wollen wissen was uns hierher führt.Ich erkundige mich als erstes, ob es normal sei dass hier Schnee liegt, wie aus einer Pistole antworten die Beiden miteinander mit einem ; oh nein, das ist abnormal,der Jahrhundertschnee,niemand kann sich erinnern dass je soviel Schnee gefallen sei in Alpine! Wir Beide lachen etwas ironisch, denn unsere Pläne mit wandern fallen wohl in den Schnee!!Die ältere der beiden Damen bemüht sich aber in den Park anzurufen und nach den Verhältnissen zu fragen.Die Strassen seien frei, die Trails vielleicht bis in ein paar Tagen auch wieder, man solle doch einfach anreisen.Typisch amerikanisch," locker vom Hocker"!Doch wir Beide wissen,dass es mit Sommerpneus, welche unser Chruzli trägt, nicht gerade ratsam ist in die Berge zu fahren.Wir plaudern noch eine Weile mit den Damen und verabschieden uns um einen RV Park aufzusuchen und die Nacht zu überschlafen.Auf dem Lost Alaskan Campground stellen wir unser WoMo in den Schnee aber glücklicherweise an die Sonne, die herrlich warm vom Himmel scheint.Ein toller Platz mit komfortabler Dusche und WC -Einrichtung.Seit langer Zeit gönnen wir uns ein Apero Outdoor und saugen die Wärme förmlich in uns. Prosit!

Wilder Westen!


Mittwoch 9.Januar 2013


Eine unruhige Nacht liegt hinter uns.Petrus hat über Osttexas, Louisiana und Arkansas die Schleusen geöffnet.Eigentlich habe ich die Ùberschwemmungswarnung gestern im Internet mitbekommen, aber nicht geglaubt dass dies auch für San Antonio gelten könnte.Aber eben, was ich glaube ist nicht die Sache, von ca.22.30 uhr bis in die frühen Morgenstunden prasselten die Regentropfen unaufhörlich auf unser Dach.Ein Blick durch mein Fenster zeigte mir das Ausmass, wir stehen zwar mit unserem Chruzli leicht erhöht und nicht im Wasser , aber die Wege rundum haben sich in reissende Flussbette verwandelt.Ich lege mich zurück unter die Decke und hoffe dass der Regen bald aufhört, Schlaf finde ich aber nicht.Schliesslich wird es hell draussen und wir Beide kriechen wiederwillig unter der Decke hervor, schliesslich wollen wir heute weiter westwärts reisen.Ein Blick hinter dem Vorhang hervor durchs Fenster zeigt mir böses und ich sage zu Hansruedi, wieder einmal Glück gehabt, wir stehen noch knapp im Trocknen.Er erwiedert: kann nicht so schlimm sein!! Wenn Du meinst, ich sehe das anders, denn der Rest vom Camping bis zum Bach steht ca.50 cm.unter Wasser!Oh das kann nicht sein, meint er wieder einmal ganz trocken.Ich sehe was ich sehe, vielleicht schaust Du auch mal hin, meine Antwort.Nun öffnet er die Tür des WoMo, und oh Wunder, auch er hat das Ausmass der letzten Nacht erfasst und ist total überrascht.Wir sind doch gestern noch dem Bach entlang spaziert und jetzt dies, kaum zu glauben.

 Wir frühstücken ersteinmal.Nach gut einer Stunde lacht bereits die Sonne zwischen den Wolken hervor und wir packen unsere sieben Sachen zusammen.Auf dem Camping füllen wir unseren Wassertank und die leere Gasflasche.Die Toillette will auch auf "Vordermann" gebracht werden, denn unserer Reise führt uns jetzt in den Wilden Westen von Texas, der nicht gerade stark besiedelt ist und wir nicht so recht wissen was uns erwartet.Um ca.11.00 Uhr starten wir zum Walmart um auch noch unsere Lebensmittelvorräte aufzufüllen.
So nun sind wir gewappnet um ein paar Tage zu überleben, im Falle dass wir in der Prärie verfahren, was ich natürlich nicht hoffe.
Auf der 410 Interstate umrunden wir San Antonio um auf die 10 Richtung Westen zu gelangen.Eine gute Stunde Fahrt bis wir schliesslich diese Stadt hinter uns haben.Schon bald kommen wir in hügelige Gegend, so ähnlich wie in der Cinque Terra in Italien, auch der Baustil der Häuser mutet italienisch an.Hier wohnt wohl die wohlhabendere Bevölkerung, alles wunderschöne Wohnanlagen.Mir gefällt diese Gegend recht gut, zumal es mit den Hügeln eine willkommene Abwechslung zur Vergangenheit bringt, welche wir nur in unendlichen Flächen verbrachten.Leider hat sich in der Zwischenzeit die Sonne wieder hinter die Wolken gelegt und dem Nieselregen Platz gemacht.So fahren wir eine ganze Weile stetig leicht ansteigend und kommen schliesslich auf eine Hochebene wo dicker Nebel uns erwartet.Gruslig, aber zum Glück ist nur wenig Verkehr und wir rollen gemütlich über die Interstate 10 immer tiefer in die Prärie wo kaum mehr jemand wohnt.Nach guten 360 Km.Fahrt suchen wir uns in Ozona einen Ùbernachtungsplatz,doch der erste RV Park den wir ansteuern ist vollbesetzt.Auf dem nächsten haben wir mehr Glück, vielmehr Pech,denn der stolze Preis von 30$ ist überrissen, ohne jegliche WC,geschweige denn Duscheinrichtung, ist ein Mörtelplatz voll Wasser!Dieser Besitzer weiss um die Not der Camper, denn auf den nächsten 80 Meilen gibt es keinen Platz mehr,so nützt man die Gunst der Stunde und "zahle oder Du kannst weiter reisen"!!!!
Na ja. wir essen ein Chilli und legen uns früh zu Bett.Die Nacht war totenstille, keine Geräusche und Nichts war zu hören, wir schlafen herrlich!

Mittwoch, 9. Januar 2013

San Antonio Texas


Montag 7. Januar 2013


Der heutige Montag, noch recht sonnig und warm will Hansruedi nun nützen um beim Wohnmobil den Òelwechsel zu machen.Dafür fahren wir ersteinmal in Richtung Stadt zu einer Einkaufsmeile.In einem Autofachhandelgeschäft kaufen wir das nötige Motorenöl, eine Òlwanne und eine Zange zum lösen des Òlfilters, den Hansruedi auch ersetzten will.Nach gut einer halben Stunde ist der Einkauf getätigt und per Bus gehts zurück zum Camping.Ich bin froh ist mein Hansruedi so tüchtig ist und kann den Òlwechsel  selbständig machen. Ich überlasse ihm das Schlachtfeld und packe meinen Laptop und setzte mich in den Clubraum des Campings um zu schreiben und verschiedenen Sachen im Internet zu durchstöbern.
Nach ca.zwei Stunden kehre ich zum Chruzli zurück um mich zu informieren wie es mit dem Òlwechsel läuft.Es ist alles Bestens und ich bin fertig, muss nur noch wegräumen.Mein Hansli strahlt richtig, zufrieden ob seiner Arbeit.
Das schöne Wetter nutzten wir noch um auf dem Riverwalk, der unterhalb des Campings verläuft, einen Spaziergang zu machen.Eine wilde Uferlandschaft auf der einen Seite, ein riesiger Golfplatz auf der andern Seite des Spazierweges.Nach gut einer Stunde sind wir wieder zurück und es gilt unsere Mägen zu füttern.Heute gibts Lauchgemüse mit Polenta und ein Steak für jedes.Nach dem Essen jassen wir in den Abend hinein.Bevor wir zu Bett gehen werfen wir noch einen Blick auf das Barometer, das bereits schlechtes Wetter ankündigt.Mit dieser Erkenntniss legen wir uns ins Bett, ändern können wir sowieso nichts!!


Dienstag 8.Januar 2013

Tatsächlich in der Nacht muss es geregnet haben, denn alles ist nass und grau.Wir lassen es uns unter der Decke lange wohl sein.Ein gemütlliches Frühstück, wie es für Pensionäre üblich ist, lässt den Vormittag ausklingen.Heute will ich noch die schöne Laundry nutzten und Wäsche waschen.Danach erledigen wir noch einige Büroarbeiten und telefonieren per Skype. Am Nachmittag fahren wir bei Nieselregen in die Downtown um zu lädelen.Die Geschäfter sind alle ziemlich leer, fast ausgestorben.Entweder sind alle am Arbeiten oder sie bleiben bei dieser Nässe zu Hause.Wir Beide können so in Ruhe die Läden studieren, was bei uns zum Teil Kopfschütteln hervorruft.
In der Rivertownmall genehmigen wir uns einen Lunch,bevor wir noch durch die Stadt bummeln.Gegen fünf Uhr sind wir wieder zurück auf dem Camping.Wir schreiben einige Ansichtskarten und dann ist dieser Ruhetag auch schon wieder vorbei.Morgen wollen wir westwärts weiter fahren Richtung texanische Prärie.

Montag, 7. Januar 2013

Missionen von San Antonio



Sonntag 6.Januar 2013

Heute Sonntag weckt uns tatsächlich die Sonne die in unser Chruzli scheint.Das macht Freude und das Aufstehen ist eine Wonne.Wie es sich gehört genehmigen wir uns einen sonntäglichen Brunch mit Ei ,Käse Wurst und natürlich frisch gebackene Brötchen.Herrlich, jetzt macht mir das Essen auch wieder Freude.
Danach konsultieren wir den Wetterkanal, der für heute und morgen sehr angenehmes Wetter vorhersagt, dann aber Dienstag und Mittwoch wieder Regen.So beschliessen wir noch einen Tag länger, bis Mittwoch hier in San Antonio zu bleiben.Hansruedi möchte am Chruzli noch einen Òlwechsel  machen, bevor es weitergeht in den Wilden Westen von Texas.

Für heute haben wir noch Freiefahrt auf dem Stadttrolley in San Antonio, das wollen wir nützen um uns die verschiedenen Missionen mit ihren alten Gebäuden anzusehen.Per Bus erreichen wir in 20 Minunten das Stadtzentrum, wo wir den Trolley besteigen und uns zur ersten Station, der Mission San José fahren lassen.Phillip, ein schwarzer Chauffeur begrüsst uns enthusiastisch, denn er erkennt uns noch von gestern.Pünktlich startet Phillip und beginnt gleich mit seinen Ausführungen über die Geschichte der Stadt.Er hat ein tolles Mundwerk, denn während einer ganzen Stunde Fahrt wird er nicht schweigen, das haben wir gestern zu Ohr bekommen.Zum Glück erreichen wir nach gut 15 Minuten die erste Missionsstation San José, wo wir aussteigen.




Mit den Spaniern kamen um 1750 die Franziskanermönche in das Gebiet von San Antonio und missionierten die hier lebenden Indianer.Die Missionare bauten mit den Indianern hier ihre Kirchen und Klöster.Weiter lehrten sie die Indios das Verarbeiten von Eisen und das Bewirtschaften von Feldern.Die Indianer bewohnten kleine Kartausen die in den Ringmauern der Klöster untergebracht waren.Die Mission San José hat 84 solcher Kartausen in den Gemäuern.




Die Mission San José wird heute wieder von Franziskaner Mönchen betrieben,die aber in moderenern Behausungen neben der alten Klosteranlage wohnen.Wir haben Glück, denn heute ist ja DreiKönigstag, in der wunderschönen Kapelle, in spanisch/mexikanischen Farben gehalten, findet eine Messe statt. Wir wollen uns diese Zeremonie nicht entgehen lassen.Eine 10 Mann/Fraukappelle spielt Live Musik und eine Kirchenchor singt dazu.Anders als wir es gewohnt sind ertönt die Musik.Frisch und "lüpfige "Musik, nicht gerade leise sondern sehr kräftig.Die Trompeten, Posaunen Gitarren und Geigen erklingen im mexikanischen Musikstil.
Die Bevölkerung ist voll integriert und gestaltet den Gottesdienst.Ein junger Mann singt im Stil eines Tenors die Fürbitten, von einer jungen Frau wird er mit der Gitarre begleitet.Die Beiden sind wohlverstanden in einer mexikanischen Tracht gekleidet.
Nach einer guten halben Stunde verlassen wir die Messe und sehen uns im Visitor Center noch ein Video über den Werdegang der Klöster rund um San José an. Der Film macht deutlich wie die Indianer von den Missionaren gelehrt wurden, aber dass dies nicht ihrem Lebenstil entsprach.Die indianische Bevölkerung war ihrer Freiheit und ihrem Lebenstil beraubt.Nach 10 Jahren Missionierung waren 70% der indianischen Bevölkerung weggstorben.Die spanischen Patres und Einwanderer brachten ihre Krankheiten mit und dem Indianer wurde seine Lebensgrundhaltung unterbunden, was ihn sterben liess.


Mit der Revolution entstand dann der Staat Texas und die Mönche wurden auch vertrieben.Die kehrten aber wie erwähnt nach ca.150 Jahren Abwesenheit wieder hier her zurück, und haben gute Arbeit geleistet, denn uns scheint , dass hier die Bevölkerung sehr religiös ist.

Nach 11/2 Stunden besteigen wir wieder den Trolley von Phillip,der zwischenzeitlich eine Runde gedreht hatte.Wir bitten ihn, uns bei der nächsten Mission aussteigen zu lassen.So erreichen wir die Mission Concpcion in der Nähe des Stadtzentrums.Ich lese,dass diese Kirche,auch aus den Jahren 1720 erbaut, die älteste,nicht renovierte Missionskirche in den USA sei.



Auch diese Kirche ist im gleichen barocken Baustil errichtet.Die Inneneinrichtung ist etwas ärmlicher aber auch schön farbig.Neben der Kirche ist der Maria von Guadelupe,die hier Wunder gewirkt haben soll, eine Grotte errichtet.
Hier laden Sitzbänke zum Beten ein.Wir Beide benutzten diese um uns an der herrlich warmen Sonne zu erwärmen und auf den Trolley zu warten.Nach 40 Minuten kommt dann unser Taxi und zurück gehts ins Stadtzentrum, wo wir noch etwas "lädele"wollen.
Kaum im ersten Geschäft, will ich die Sonnenbrille gegen meine Brille austauschen----doch-----oh Scherck----mein Brillenetui ist nicht mehr in der Jackentasche.!!!! Ich habe sie verloren.
Mir wird heiss und schlecht,was mache ich ohne meine Brille? Wo ist sie geblieben?Ich renne zurück zum Trolley und sehe mich im Innern dieses um, aber oh weh,--- nichts.Im Office des Trolley erkläre ich den Damen mein Probleme.Mauren ist sehr freundlich und hängt sich sofort ans Telefon und telefoniert mit dem Visitor Center in San José und mit Phillip dem Trolleyfahrer.Alle werden nachschauen und zurückrufen,sehr nett.Ich und Hansruedi beschliessen nochmals mit Jack dem Trolleyfahrer nach der Mission Concpcion zu fahren und dort zu suchen.Lange 30 Minuten später treffen wir dort ein, wo ich sofort ins Rancherbüro stürtze um mich zu erkundigen, ob ev.Jemand meine Brille gefunden hätte und hier hinterlegt hätte.Die Dame nickt ganz cool nach meiner Frage und holt im Büro meine Brille.Oh, herzlichen Dank, ich kann ohne meine Brille nicht mehr sein, erkläre ich der Dame.Das kann ich gut verstehen meint Sie.Ich bin überglücklich und mir kommen beinahe die Tränen, denn dieses Vorkommniss hat micht nun einige Nerven gekostet.!Uberglücklich gehe ich nach Draussen wo Hansruedi am Suchen ist.Auch er atmet erleichtert auf. Was sind das doch für Schreckminuten, klar kann man Neue kaufen,aber das Buget will man ja auch nicht unnötig belasten.
Ich setzte mich sofort in die Kirche und bete als Dank ein "Vaterunser"!
Bis wir wieder den Trolley besteigen, geht die Sonne unter und wir beschliessen nach Hause zu fahren um uns mit Essen und Trinken zu stärken.

Sonntag, 6. Januar 2013

San Antonio


Freitag 4.Januar bis Dienstag 8.Januar



 ist eine Stadt im US-amerikanischen Bundesstaat Texas und liegt am gleichnamigen Fluss. Sie ist County Seat des Bexar County.
Mit 1.327.407 Einwohnern ist San Antonio die siebtgrößte Stadt in den USA, nach Houston die zweitgrößte Stadt in Texas und damit die größte zweitgrößte Stadt eines US-amerikanischen Bundesstaates. Der wirtschaftlichen Bedeutung nach liegt San Antonio im Staat Texas an dritter Stelle, hinter Houston und dem Ballungsgebiet Dallas-Fort Worth.
Die kulturelle Vielfalt der Stadt ist von spanischen, mexikanischen, angloamerikanischen und deutschen Einflüssen geprägt.
International bekannt ist die Stadt San Antonio durch ihre Basketball-Mannschaft, die San Antonio Spurs, durch das Fort Alamo, sowie den River Walk.

 

Geschichte

San Antonio ist die älteste Stadt in Texas. Das Gebiet wurde 1691 erstmals von einer spanischen Vorhut erkundet. Der Name geht zurück auf den Heiligen Antonius von Padua, an dessen Gedenktag die Missionare in der Gegend haltgemacht hatten. 1718 bauten die Franziskaner (OFM) die Missionsstation San António de Valero, jenes Gebäude, das heute gemeinhin als das Alamo bekannt ist. Bei einem Militärstützpunkt zum Schutz der Missionare wurde 1735 die Siedlung San Antonio de Béxar gegründet, von der die heutige Stadt abstammt.
Die Stadt war zunächst Teil der spanischen Besitzungen und dann derer von Mexiko. San Antonio wurde am 9. Dezember 1835 von Truppen der bald daraufhin ausgerufenen Republik Texas im Aufstand gegen das mexikanische Regime von Antonio López de Santa Anna erobert.


Mit dem Bus der direkt vor den Toren des Campings haltet, fahren wir heute Samstag in die Stadt, und das bei fast Sonnenschein, oh Wunder !!Die Fahrt dauert knappe 20 Minuten und wir stehen in der Downtown.Eine gepflegte, moderne Stadt erwartet uns.Einige Hochhäuser , fast alles Hotelanlagen prägen die Innenstadt von San Antonio.Wir machen uns gleich auf zum Alamo, diesem geschichtsträchtigen Ort , siehe oben. Ganz im Mexikanischen Stil erbaut zeigt sich das Fort.



Samstag, 5. Januar 2013

Corpus Christi


Mittwoch 2., Donnerstag 3.Januar 2013


Das Leben hat mich wieder zurück, ich komme wieder zu Kräften und kann wieder essen, Gott sei gedankt!
Heute gilt es wieder einmal unser Sweethome zu putzen, was ich seit langem nicht mehr erledigen konnte.Der Wäschekorb überläuft auch.Eins nach dem Andern, ducement!
Nach dem Mittag gefällt mir unser Chruzli wieder viel besser.Wir beschliessen noch einen Fussmarsch in die Downtown zu unternehmen.Eingepackt in Mütze und dicker Jacke finden wir uns nach ca.30Minuten in den Hochhäusern von Corpus Christi, natürlich alles Bankengebäude.Aber bis wir hier waren, ein ganz anderes Bild.Eine verarmte, verlotterte Stadt und eine Anhäufung von Obdachlosen.Wir steigen vom Bankenplatz über eine Treppe hinunter zum Hafen.Ein riesiger Jachthafen mit wunderschönen Booten.Der Uferweg ist ganz schön angelegt und es muss lauschig sein bei Sonnenschein und Wärme hier zu flanieren.Wir Beide sind schon glücklich dass es endlich mal aufgehört hat zu regenen.
In einem Subway erwärmen wir uns mit einem Sandwich und Kaffee, bevor wir entlang dem Wasser weiterspazieren um danach wieder den Hügel emporzusteigen.Dort kommen wir an der Kathedrale vorbei, und lassen es uns nicht nehmen, hineinzuschauen.




Eine Kirche nach Mexikanischem Stil. Schwere Eichenholzbänke und ein Kachelboden schmücken das Innere.Wunderbare Glasfenster in allen Farben und eine riesige Orgel sind der Schmuck dieser statlichen Kathedrale.Wir verweihlen hier drinnen eine ganze Weile , da es herrlich geheizt ist.Schliesslich treten wir durch die Leopardstrasse den Heimweg an.Nach diesen zwei Stunden Spaziergang bin ich erledigt als ob ich auf den Niesen geklettert wäre! Aber es hat mir wohl getan.
Nun hoffe ich doch , dass meine Genesung sich weiter gut entwickelt und ich auch wieder Energie bekomme das Reisen zu geniessen und mein Tagebuch wieder mit Erlebnissberichten  füllen zu können.
Wir Beide stellen fest, dass dieser Umweg hierhin sich nicht gelohnt hat, zumal das Wetter nicht so freundlich ist und am Golf , wo wir uns eigentlich ein lauschiges Plätzchen suchen wollten, ist alles von Òlrafinierien, Eine nach der Andern vollgepflastert.Kein schöner Anblick, aber irgendwo müssen wir unsern Òlkonsum ja verarbeiten.!!!