Samstag, 20. Oktober 2012

Charlston South Carolina


Mittwoch 17.Okt.2012


Charleston ist eine der reizvollsten, besterhaltenen und gastfreundlichsten Städte des Südens. In ihrer ereignisreichen Geschichte hat die Stadt schon viele Katastrophen wie Feuer, Erdbeben oder Hurrikans überlebt. Die Metropole der Südstaaten ist bekannt für ihre hübschen und prachtvollen zweistöckigen Häuser aus der Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg, die zum Teil Museen beherbergen. Kulinarische Kenner und Genießer kommen in den zahlreichen exquisiten Restaurants, die Spezialitäten der Südstaatenküche und auch französische Gourmetküche bieten, voll auf ihre Kosten.

Vor den Fassaden der Stadtvillen entlang der South Battery Street oder an den Ständen des Old City Market fällt es leicht, sich in die "gute alte Zeit" zu träumen.Wolkenkratzer oder eine Metro wird man auch heute in Charlston vergeblich suchen.Stadtbesichtigungen mit modernen Bussen sind in den Gassen nicht angesagt,hier fährt man gemütlich per Pferdekutsche oder geht gleich zu Fuss, Scherzis sowieso!!!

Charlston war für die Pflanzer und Kaufleute nicht nur Umschlagplatz für Waren, sondern Zentrum des gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens.Wer reich genug war,unterhielt neben dem Plantagenbesitz eine Stadtvilla, in die die Familien in den Sommermonaten , der sickly season, umzog, wenn das feuchtheisse Klima auf dem Lande schwer erträglich wurde.Nach dem verlorenen Bürgerkrieg und der Befreiung der Sklaven waren viele Familien aus Geldmangel gezwungen, ihre beschädigten Häuser zu reparieren ,anstatt sie niederzureissen und neu aufzubauen.So besitzt Charlston heute eine einzigartige Kulisse von etwa 2000 restaurierten Gebäuden südlich der Calhoun Street.
 
 
Die wunderschön geflochtenen Körbe, Tabletts und verschiedene Kleinprodukte, die meist von der schwarzen Bevölkerung hergestellt werden, prägen die Verkaufsstände.


 
 Charlston bietet eine Unmenge von Sehenswürdigkeiten, eine militärische ist am Patriots Point Naval zu besichtigen, die Hansruedi sich näher anschaut.Der Flugzeugträger "Yorktown", der Zerstörer "Laffey", das Unterseeboot "Clagamore" alles ehemalige Kriegsschiffe sind zur Besichtigung festgemacht.




Für uns geht ein interessanter, geschichtsträchtige geprägter Stadttag zu Ende.Der sehr ruhige Hafenparkplatz des Patriot Points bietet uns einen Standplatz für die Nacht, so dass wir uns den Campingplatz sparen können.



Montag 15./Dienstag 16.Okt.2012


Wir haben beschlossen zügig weiter südwärts zu ziehen, desshalb fahren wir auf dem Interstate 95 bis Ladson und wechseln auf die 17 durch sumpfige Küstenmarschen nach Georgtown. Die Engländer gründeten das Städtchen in der Mitte des 18.Jahrhunderts und liesen durch Sklaven Reis-und Indigoplantagen anlegen.Im Zentrum scheint die Zeit stehen geblieben, mehrer Dutzen Häuser aus dem 18.und 19.Jh.säumen die Strassen.



Nach kurzem Aufenthalt führt uns die Fahrt weiter auf der 17 durch sumpfiges Gebiet und schliesslich "schnurrgerade" durch den Francis Marion National Forest. Unser nächstes Ziel ist Isle of Palm.Ein Ferienaradies für die Reichen von South Carolina.Kaum haben wir unser WoMo geparkt steht Heidi aus Zermatt neben uns.Sie ist ganz alleine unterwegs und freut sich uns Schweizer zu treffen.Ein Smalltalk entsteht und wir werden mit Reisetipps und nützlichen Infos versorgt, bevor sich unsere Wege wieder trennen.

Wir Beide stürzen uns natürlich sofort an den langersehnten Strand, der uns auch reichlich belohnt.

 
Herrlich, enlich wieder einmal Sand unter den Füssen und wunderbar warm.Ùber eine Stunde spazieren wir dem Wasser entlang und geniessen einfach!
 
Der Rückweg führt uns durch die Ferienhäusersiedlung, sehr schön anglegte Gärten mit Palmen , Oleandern und sonstige Sträucher, ein Eldorado für Schmetterlinge, die hier zu Hauf umherfliegen.

 
Gut gelaunt verlassen wir gegen Abend die Insel und finden in Mt.Pleasant einen Camping.
 
 

Montag, 15. Oktober 2012



Samstag 13.Okt./ Sonntag 14.Okt.2012



Nach zügiger Fahrt südostwärts aus den Bergen ins Flachland, suchen wir die Campingplätze die auf der Karte eingetragen sind aber scheinbar von der Erdoberfläche verschwunden sind.
Auf dem Woodsmoke Family Campground in der Nähe von Colombia South Carolina finden wir schliesslich Unterschlupf. Nicht unbedingt was wir uns vorgestellt haben, doch Wasser,Strom und WiFi sind vorhanden.Wir freuen uns über den Skypeanruf von Fränzi, Michi, Karin und Lukas, den bis anhin Unbekannten auch kennenzulernen.Uns hat dieser Anruf richtig aufgestellt, euch alle glücklich und zufrieden angetroffen zu haben.
Jetzt aber genug geschrieben, nun machen wir Wochenende !!!











On the Road.

Freitag 12.Okt.2012

Fahrt zum KOA Campground in Asheville East.Ein sehr schönes Plätzchen Erde, leider sehr viele Camper und ein überlauter, hornender Zug gleich neben dem Camp.
Wir telefonieren erstmals über Skype mit Karin und erhalten die Hiobsbotschaft wegen Ika.Wir sind traurig.
Abends trifft unser Freund Marcel mit seinem Team im Camp ein.Beim Lagerfeuer geben wir uns ein Stelldichein und freuen uns ob des Wiedersehens.
 
 
 
 
Erika, ich bin auch mit auf der Reise!!



immer am arbeiten!





 

Sonntag, 14. Oktober 2012


Wandertag, Bewegung ist alles

Donnerstag,11.Okt.2012


Ein strahlender Morgen begrüsst uns, was das Aufstehen angenehm macht! Heute also wollen wir es wagen und eine Wanderung im Smoky Mountains National Park unternehmen.

Der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark liegt in den Appalachen auf dem Gebiet der US-Bundesstaaten North Carolina und Tennessee. Er wurde am 15. Juni 1934 eingerichtet und gehört heute zum Weltnaturerbe. Der Wald, der den Park bedeckt, gehört zu den ältesten Wäldern der Erde und ist das größte Urwaldgebiet im Osten der USA.
Fünf verschiedene Arten von Wäldern mit mehr als 130 verschiedenen Baum- und 4000 weiteren Pflanzenarten dominieren die Great Smoky Mountains. Sie repräsentieren alle wichtigen Waldtypen des östlichen Teils von Nordamerika. In den hohen Lagen über 1500 Metern dominiert der Fichten- und Tannenwald. In mittleren Lagen zwischen 1000 und 1500 Metern ist vor allem Nordischer Laubwald anzutreffen. Ein Kiefern- und Eichenwald wächst in den trockenen Gebieten des Parks. Entlang der Flussbette sind Waldstreifen mit Hemlocktannen (Schierlingstannen) anzutreffen, und die tiefliegenden Täler durchzieht ein dichter Laubwald mit Linden, Ahorn, Rosskastanien und Birken.



Fauna


Schwarzbär auf der Suche nach Eicheln
 
Der Tierbestand des Parks ist sehr vielfältig, es gibt mehr als 60 verschiedene Säugetierarten, darunter ungefähr 1800 Exemplare des Symboltiers der Smoky Mountains, des Schwarzbären sowie beispielsweise Weißwedelhirsche, Murmeltiere, Streifenhörnchen, Grauhörnchen und zahlreiche Fledermausarten. Der Rotwolf, eine vom Aussterben bedrohte Art, welche nah mit dem eigentlichen Wolf verwandt ist, lebt ebenfalls noch in den nördlichen Gebieten des Nationalparks. Im Park leben etwa 240 Vogelarten, 59 Fischarten sowie ungefähr 80 Reptilien- und Amphibienarten. Unter ihnen sind mehr als 30 verschiedene Salamander, weswegen die Smoky Mountains auch „Salamander-Hauptstadt der Welt“ genannt werden




Wir haben uns den Bradley Fork Trail und den Smokmont Loop Trail ausgesucht.Dazu fahren wir zum Smokmont Campground wo diese Wanderwege starten.Ein wunderschön gelegener Camping erwartet uns.Wir fragen uns warum wir eigentlich nicht schon gestern auf diesen Platz gefahren sind? Es ist bereits beschlossenen Sache, bevor wir losmarschieren, dass die kommende Nacht hier verbracht wird.Die Wanderschuhe sind angeschnürt, der Rucksack mit Wasser, Picknick und alles was es braucht für die Wildniss.......gepackt,es kann losgehen.Ich bin gespannt was uns da erwartet! Der Gedanke in der wunderschönen Natur zu wandern mit dem Wissen dass hier Bären aktiv sind, ist doch etwas anders als in der lieblichen Schweiz, mir ist es zu Beginn nicht ganz geheuer.Meine Befürchtungen sind aber ziemlich schnell vergessen, denn der leuchtende Herbstwald und die Ruhe nehmen mich völlig ein und ich geniesse es einfach meinen Kreislauf anzutreiben und zu entspannen.Schweigend wandern wir Beide den Berg hinauf zum Teil durch dichten Rhododendronwald.Oben auf ca.1800 Metern über Meer angekommen stellen wir fest, dass in diesem Wald kein Vogelgezwitscher zu hören ist, und auch sonst keine Laute.Zu sehen bekamen wir lediglich ein amerikanisches Eichhörnchen und eben einen Salamander.
Von wegen Hirschen, Elchen usw.geschweige einem Bären war weit und breit nichts zu sehen.Eine leichte Enttäuschung, aber eben unsere Erwartungen sind zu hoch, was glauben wir denn, alle Tiere stehen bereit wenn die Scherzis kommen, das wäre ja gelacht.Und überhaupt, unsere Entdeckungsreise hat eben erst begonnen,uns bleibt noch alle Zeit.
Zufrieden kehren wir ins Camp zurück, wo wir uns ein schönes Plätzchen für die Nacht aussuchen.Der Pfadpfinder Hansruedi macht sich sofort auf die Suche nach Holz um das obligate Lagerfeuer zu entfachen.Ich koche derweilen in der Aussenküche herrliche Spaghetti Carbonnara und dazu gibts Salat.Bei der untergehenden Sonne ist noch eine Runde jassen angesagt und wir Beide sind dankbar für den herrlichen Tag.

Samstag, 13. Oktober 2012


Asheville

 

Dienstag 9.Okt.2012

 

Das Wetter soll laut Vorhersage für die kommenden Tage etwas wärmer werden, somit beschliessen wir doch noch nach Asheville in die Berge zu fahren. Ùber die 321 auf den Interstate 40, so finden wir in diese Stadt. Von uralten Backsteinhäusern zu modän wirkenden Hochhäusern findet sich hier alles. Viele Kunstgewerbeläden und Galerien, kleine Shops und Cafèhäuser und Restaurants geben der Stadt ein kosmopolitisches Gesicht. Auch Strassenmusiker, Hippys, und Obdachlose prägen das Stadtbild. Während wir durch die Stadt bummeln verschwinden die Wolken und die Sonne lacht vom Himmel, und wir bekommen wieder einmal warm. Einige Kilometer weiter Richtung Lake Janaluska verbringen wir die Nacht auf einem Parkplatz des  Baumarktes Lowe`s. Trotz einigen Bedenken meinerseits, schlafe ich sehr gut und es ist ziemlich ruhig.
 
 
 
 
 
 




Cherokee Reservat
 
Mittwoch 10.Okt.2012

 

Der Morgen verspricht einiges, werden wir doch von der aufgehenden Sonne geweckt. Ein  kräftiges Frühstück soll uns für den Tag stärken, wollen wir doch zu den Cherokee Indianern. Auf der 19 durch das Maggie Valley. Oh Schreck, Tourismus pur, die Strassen werden von Motels und Hotels gesäumt und wie könnte es anders sein – hunderte von Souvenirläden die das indianische Handwerk anbieten ( Made in Indonesia!! ) Wir machen trotzdem Halt um uns einen Einblick zu verschaffen. Gerade mal zwei Geschäfter konnten wir ausmachen, die die einheimischen  indianischen Hand-und Kunstwerke anboten, mit Zertifikat. Hansruedis Blicke haften auf den wunderschön gearbeiteten Messern mit Samaszenerschliff und den Lederhüten. Er kann sich aber nicht entscheiden, will nochmals drüber schlafen. Müde von den vielen Souvenierläden durchstöbern, machen wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Auf dem River Valley Campground  direkt am River richten wir uns ein. Ein wildromantischer Platz wo vorwiegend Fischer hausen. Unser Nachbar machte gute Beute und zeigte uns seine Regenbogenforellen, ca 10 an der Zahl, die er heute fischte.

Wir durchstöbern noch das Kartenmaterial vom Smoky  Mountains National Park und beschliessen morgen in Smokemont auf dem Fork Trail und Smokemont Loop Trail zu wandern.

Montag 8.Okt.2012

 

Die vergangene Nacht war bitter kalt und wir mobilisierten alles an  Duvets, Schlafsäcken, Decken usw. Bei nasskaltem Wetter mit dichtem Nebel starten wir vom Fancy Cap .Ein regnerischer Tag stand uns bevor, desshalb beschliessen wir einen Umweg nach Winston-Salem.

Eine Gruppe von Moraviern, Mitglieder der protestantischen „ Herrenhuter Brüdergemeinen“ aus Mähren, die vor religiöser Unterdrückung nach Nordamerika ausgewandert war, liess sich nach einem missglückten Siedlungsversuch in Savannah, Georgia, in Pennsylvania nieder. Im Jahr 1753 kauften die Moravier Land in Nord Carolina, errichteten die befestigte Siedlung Bethabara und  bauten eine Stadt, der sie nach dem hebräischen Wort für Frieden , shalom, den Namen Salem gaben. Moravier sahen handwerkliche Tätigkeiten als gottgefällige Arbeit an und so entwickelte sich bald eine relegiös bestimmte blühende Gemeinde.
 Vorschaubild der Version vom 4. Juni 2008, 21:26 Uhr

Der weltliche Teil der Stadt Winston ist von der Tabakverarbeitung geprägt. Vor etwa 100 Jahren erkannte Richard Joshua Reynolds die Bedeutung der automatisierten Zigarettenherstellung und begann, ein Tabakimperium aufzubauen.

Wir schlendern durch Old Salem und  bewundern  die solide gebauten Backstein-und Holzhäuser mit den wunderschön angelegten Gärten oder besser gesagt, Parks. Leider sind am Montag die Häuser für Touristen geschlossen, ausser den Souvenirshops und der Bäckerei Winkler. In dieser kann man sich ein Bild machen wie vor 150 Jahren gearbeitet wurde. Der alte Holzbackoffen , Holzmulden alte Einschiessbretter usw. Auch die Verkaufsräume sind noch erhalten aus jener Zeit. Im ersten Stock ist ein kleines Imbisslokal, wo wir uns eine herrliche Bohnensuppe mit einem Sandwich gönnten.

 
 
 


 

Die Weiterfahrt führte uns über die 52 und 150 an den Lake Norman wo wir uns auf dem sündhaft teuren RV Resort niederliessen. Das Wetter stimmte uns etwas depressiv, so dass wir uns früh zu Bett legten.