Freitag, 17. Mai 2013


Freitag 10.Mai, 2013

Lake Powell, Antelope Canyons


Eine Motelparkplatzübernachtung lässt kaum ein Ausschlafen zu, und die aufgehende Sonne, die uns direkt ins Gesicht scheint, treibt uns heute früh aus den Federn.Im naheliegenden Subway stärken wir uns mit einem Sandwich und Kaffee,typisches Amifrühstück! Dann aber nichts wie los zu unserem heutigen Ziel. Erst führt uns die Fahrt auf der 160er über den Marsh Pass, 6700 Fuss hoch. Eine landschaftlich schöne Berggegend liegt vor uns.Gemütlich rollen wir bis zur Abzweigung, welche uns auf die 98er lenkt.Ca. 100 Kilometer liegen vor uns, wieder erst durch felsige, dann aber mehr und mehr durch steppenartige Landschaft, mit wenig Abwechslung.So erreichen wir noch vor elf Uhr Vormittags den Antelope Canyon, den wir uns anschauen wollen. Mitten in der Prärie haben die Navajoindianer eine Bretterbude aufgestellt, wo sie Tickets verkaufen für die Besichtigung der Canyons. Seit einer Flutkatastrophe im Jahre 1997, wo 11 Touristen ums Leben kamen in den Canyons, darf man nur in Begleitung eines Führers die Besichtigung machen. Wir Vier werden für die Führung um 12.30 Uhr eingeplant, so dass uns noch genügend Zeit bleibt, um uns um einen Campingplatz zu kümmern. Die Zeit hier in Arizona ist gegenüber Utah eine Stunde zurück, es ist erst 10 Uhr, so haben wir für den heutigen Tag eine Stunde zusätzlich, sehr gut.Im Glen Canyon National Park, leicht erhöht vom Lake Powell finden wir einen schönen Stellplatz für die nächsten zwei Nächte.Mittlerweilen strahlt die Sonne herrlich warm vom Himmel, so dass Tenuewechsel angesagt ist, kurze Hose und Trägershirts.Ein kühles Bier und Wasser stärken uns, um wieder zum Antelope Canyon zurückzukehren. Dort angekommen werden wir einem Indianer, Namens Rayen zugeteilt. In einem Binzgauer fährt er uns in einer halsbrecherischen Fahrt über Sand zum Eingang des Canyons.




 

 
Ein schmaler Eingang führt hinein in die Wunderwelt dieses Canyons. Auch hier wieder, Staunen was doch die Natur alles für Fähigkeiten besitzt. Die Felsen sind wunderbar geformt, als ob eine Schleifmaschine am Werk gewesen wäre. Der Lichteinfall durch die schmalen Òffnungen weit oben, ergeben ein herrlich, vielfarbiges Farbenspiel in Rot, Orange, bis hin zu violetten Tönen. In manchen Felsformationen erkennt man unterschiedliche Figuren, von Tierköpfen über menschliche Körper bis hin zu Bergspitzen, so wie z.B. das Monument Valley. Ich bedaure, dass viel zu viele Leute aufs Mal in den engen Canyon geführt werden, es bleibt somit viel zu wenig Zeit zum Stillstehen und sich die Herrlichkeiten dieser Felsformationen in Ruhe anschauen zu können.Ein Führer einer anderen Gruppe spielt auf seiner Flöte ein Navajolied, was natürlich eine zusätzlich schöne Atmosphäre in den Tiefen dieses Canyons ergibt. Schade, leider nur für einen kurzen Moment.
 






Nach dieser eindrücklichen Besichtigung, natürlich wieder die Höllen- Fahrt zurück an den Ausgangspunkt.Für heute beenden wir unser Programm, ausruhen ist angesagt.Doch zurück auf dem Camping beschliesse ich noch Wäsche zu waschen um diese an der Sonne zu trocknen. Auch Hansruedi findet Allerlei, was an unserem Chruzli überholt
oder gepflegt werden muss. Renata und Karl lassen an der Sonne die Seelen baumeln. Viel zu schnell ist es Zeit fürs Nachtessen, welches wir gemütlich unter freiem Himmel geniessen. Die Tierwelt ist auch hier auf dem Plazt present, so rennt doch ein Rennkuckuck vorbei, um sogleich wieder mit einer Eidechse im Schnabel zurückzukehren. Später hoppeln süsse, kleine Hasen zwischen den Sträuchern hindurch. Eine Art Eidechsen klettern auf den Steinen umher und sonnen sich, lassen sich von uns nicht stören.
 



 
 Da wir ja eine Stunde gewinnen, wird es entsprechend früher dunkel, schade. Doch wir sind alle sehr müde und sind deshalb nicht unglücklich. Gute Nacht!
Samstag 11.Mai 2013 

Ruhetag am Lake Powell

 
Heute wollten wir eigentlich ausschlafen, doch, wo es früh eindunkelt, da wird es zeitig hell. Die Sonne lacht uns wieder geradewegs ins Gesicht, wunderbar. So geniessen wir schon früh ein deftiges Frühstück, bereits bei sehr warmer Temperatur.
 
Da die letzten Tage doch sehr anstrengend waren und  unsere Köpfe voll sind mit unglaublichen Eindrücken, beschliessen wir für heute einen Ruhetag einzuschalten. Renata und Karl machen sich auf zu einem Spaziergang an den See. Wir Beide "nuschen" im Chruzli umher und lesen noch einige Zeilen.Schliesslich treibt es auch uns an den Sandstrand. Da es aber bereits nach dem Mittag ist, brennt die Sonne auf uns nieder.Hansruedi genehmigt sich ein Bad zur Abkühlung, ich passe, da mir das Wasser nicht gerade sauber erscheint und auch unangenehm riecht. Beide finden wir aber, dass es doch langsam zu heiss ist, und eine Glace in der Hotelloby sicherlich Erfrischung bringen wird. Gemütlich geniessen wir das Eis bevor wir zum Chruzli zurückkehren. Renata und Karl sind bereits zurück, auch ihnen Beiden war es schnell einmal zu heiss. Ausgeruht und die Köpfe etwas entleert beenden wir den Sommertag am Lake Powell.
 



 
Mit der Fertigstellung des Glen-Canyon-Staudamms wurde der Glen Canyon ab dem 13. März 1963 vom Colorado überflutet und bis zum 22. Juni 1980 zum Lake Powell aufgestaut. Benannt wurde er nach dem Bürgerkriegsveteranen Major John Wesley Powell, der im August 1879 mit acht weiteren Männern den Glen Canyon erforschte. Heute ist der See nach dem Lake Mead (Nevada/Arizona) der zweitgrößte Stausee der Vereinigten Staaten. Bei maximaler Stauhöhe hat er eine Länge von rund 300 km, ist am Damm 171 m tief und bedeckt eine Fläche von 653 km² (auf Seespiegelhöhe von 3.700 Fuß - 1.127,76 m). Mit rund 33,3 Milliarden m³ (= 33,3 km³) Wasser überflutet der Lake Powell dann 96 Canyons und erstreckt sich weit in die Mündungen des von Nordwesten her kommenden Escalante River sowie des von Osten her kommenden San Juan River. Die Küstenlinie des Sees ist mit 3.153 km (1.960 Meilen) länger als die gesamte Westküste der USA.
Im Jahre 1972 beschloss der amerikanische Kongress die Einrichtung der Glen Canyon National Recreation Area, die ca 5.058 km² umfasst und von denen der Stausee selbst nur 13 % einnimmt. Das Nationalerholungsgebiet gehört zum National Park System und grenzt im Nordosten an den Canyonlands- sowie im Süden an den Grand-Canyon-Nationalpark.
Nach sechs niederschlagsarmen Jahren und intensiver Wasserentnahme (u.a. aus Las Vegas) ist der Pegel bis zum Sommer 2005 um etwa 45 m gesunken, was rund zwei Drittel des ursprünglichen Wasservolumens entspricht. Im September 2012 war (laut Auskunft im Staudamm Besucherzentrum) die Wassermenge auf nur 61% gesunken, voll wäre der See zuletzt vor elf Jahren (2001). Durch den Rückgang sind breite Strände entstanden, die Enden der äußeren Canyons sind trocken gefallen. Die Rainbow Bridge ist vom Ufer her nur über einen längeren Fußweg zu erreichen und es sind Felsformationen aus dem Wasser aufgetaucht, die seit 30 Jahren nicht mehr zu sehen waren.
 
 
 


Donnerstag 9.Mai 2013


Monument Valley


Wir besorgen uns in Blanding noch frische Lebensmittel bevor die Reise seine Fortsetzung nimmt.Das Wetter lässt zu wünschen übrig.Auf der 191er erreichen wir schon bald einmal Bluff, eine Oase in Mitten einer kargen Felslandschaft. Hier bei den Zwillingsfelsen soll es noch ein Fort geben aus der Zeit der ersten Siedler.Natürlich finden sich hier vor den Twin-Rocks an der Hauptstrasse einige Souvenirshops und ein Restaurant. Rundum liegen verschiedene alte Autos, Landwirtschaftsmaschinen und sonstige Geräte, der Strasse entlang, die hier vor sich hin rosten.Wie an vielen Orten in Amerika, stellen die Leute ihre antiken Gegenstände zur Schau, die sie aber vergammeln lassen.Schade, denn ab und zu wären tolle Stücke dabei, die es lohnen würde zu pflegen.


Wir Vier durchstöbern die Geschäfte und erkundigen uns nach dem Fort, das wir uns anschauen wollen. Zuhinterst im Dorf werden wir fündig. Ein kleines "Ballenberg", sprich Freilichtmuseum. Ein netter Herr macht uns auf einen kurzen Film über die Entstehung der Siedlung, aufmerksam.Den schauen wir uns an, sogar in deutscher Sprache.Eindrücklich wird gezeigt, wie damals die Siedler mit Frauen und Kinder , auf  Ross und Wagen die Canyons durchwanderten und steile Felsklippen überwunden haben.Unvorstellbare Strapazen, bei eisiger Kälte und Schneefall, konnten die Siedler nicht aufhalten. Immer im Glauben, dass Sie im Auftrag von Gott handelten und er sie immerzu beschützen wird.Tatsächlich kammen sie gesund und wohlerhalten in Bluff an, sogar um zwei Erdenbürger reicher, zwei Babys wurden während dieser Reise geboren.Die Siedler bauten kleine Blockhütten nebeneinader, so dass ein Quadrat entstand, alle mit dem Eingang gegen die Mitte gerichtet, wo sich das tägliche Leben abspielte.








Nachdem wir uns deutlich vor Augen geführt haben, wie beschwerlich das frühere Leben der Siedler war, wollen wir uns definitiv auf den Weg machen zur weltberühmten Marlboro- und Filmkulisse.Eine doch ganz andere Welt !!
Auf der 163er fahren wir weiter durch karge Felslandschaften, bis es immer flacher und flacher wird.Ùber die unendlich scheinende Fläche bauen sich verschiedenen Wetterfronten auf. Je nachdem wo man hinschaut scheint die Sonne und  gegenüberliegend bauen sich Gewitterfronten auf, mit dunklen Wolken.So auch in die Richtung von Monument Valley.Dramatik pur als wir bei einem Aussichtspunkt Rast machen. Eindrücklich erheben sich die roten Felsen aus der Ebene, umschlungen von schwarzen Wolken und dann ab und zu von Sonnenlicht beleuchtet, wird uns ein doch spezielles Schauspiel geboten.

Bald treiben uns Regen und Wind weiter ins Visitor Center.Dort machen wir wie alle Touristen erst einmal einen Rundgang durchs Museum und durch den riesigen Souvenirshop, denn von den berühmten Felsen kann man vor lauter Regenfall nichts erhaschen.Schliesslich sind die Wolken geleert und es besteht die Möglichkeit doch noch einige Fotos zu schiessen, bevor wir weiter rollen Richtung Kayenta



 






Nach einer ziemlich langen Fahrt auf der sehenswerten Strasse 163 erreichen wir Kayenta
wo wir glauben einen Camping vorzufinden für die Nacht, doch weit gefehlt, lauter Nichts.So beschliessen wir Vier uns vor dem Mac Donalds auf den Parkplatz zu stellen. Doch schon bald müssen wir erkennen dass dies eine schlechte Wahl ist. Sofort werden wir von indianischen Männern belästigt, die nach Geld, Zigarretten oder Sonstigem fragen und uns nicht mehr in Ruhe lassen. Was machen wir ? Ich habe zuvor ausserhalb des Städtchens ein Hampton Inn Motel gesehen, das ruhig gelegen und sehr gepflegt wirkte. Darum schlage ich meinen Mitreisenden vor, dort nachzufragen, ob wir uns auf den Parkplatz stellen dürfen. Alle sind einverstanden, und bald stehe ich an der Reseption des besagten Hauses. Ohne Probleme wurde unsere Anfrage bewilligt.Auch der Diensttuende Wachtmann hatte nichts dagegen.Renata und ich sehen uns im sehr schönen Moteleigenen Shop um, bevor wir zum Kochen übergehen. Unter der Aufsicht  der Ùberwachungskameras des Motels schlafen wir die Nacht durch.
 

Sonntag, 12. Mai 2013



Dienstag 7.Mai, Mittwoch 8.Mai 2013


Capitol Reef National Park

Das Erwachen an diesem Morgen im Bryce Canyon machte Hansruedi nicht gerade Freude. Bittere Kälte weht uns entgegen als wir die Türe unseres Chruzli öffnen. Sorge Nummer 1 von Hansruedi ist natürlich wieder der Motor, der ohne die Vorglüheinrichtung wohl nur schwer, wenn überhaupt anspringt.Stromanschluss haben wir hier im Nationalpark auch keiner, somit entfällt das Vorwärmen mittels Elektroofen.Schweigend und angespannt nimmt mein Hansr. sein Frühstück zu sich. Die Planung für den heutigen Tag bestimmt er ganz alleine. Die Panorama Strasse Nr.12 über den Summitpass (7400 Fuss hoch)  und Escalante streicht er erst einmal aus dem Programm, denn zusätzlich Schnee und Kälte will er dem Chruzli nicht zumuten. Ich für meine Person bin natürlich etwas enttäuscht, aber ich verstehe auch seine Sorge. Schliesslich sind wir bereit um das Auto zu starten. Nach mehreren Versuchen stösst unser Chruzli eine schwarze Wolke aus und springt an.Ùber eine längere Zeitspanne lässt Hansruedi den Motor erwärmen, wobei dieser immer ziemlich schwarzen Rauch produziert, was mir auch sehr Sorge bereitet. Doch endlich geht es los, und wie immer zuvor, rollt unser Häuschen brav vor sich hin ohne welche Probleme.
Unsere Fahrt führt über die Nr.12 zurück zur 89,welche uns nordwärts bis zur Abzweigung  auf die 62 bringt. Das Wetter ist sehr unterschiedlich, bewölkt und doch oft regnerisch. Die Routenwahl ist gar nicht so übel. Während längerer Zeit fahren wir über ein Hochplateau wo Landwirtschaft betrieben wird. Schliesslich erreichen wir bei Torrey den Capitol Reef National Park.Auf der UT-24 entlang dem Frimont River gelangen wir zum Visitor Center.Die Felsgruppen am Wegesrand werden schon sehr schnell gewaltig und sind ganz anderer Gestalt, als wir bislang auf unserer Reise kennengelernt haben.Beim Visitor Center zweigt ein Scenic Drive Richtung Süden ab. Die Panorama Strecke führt 16 km weit durch die Westseite des Waterpocket Fold in den langgestreckten Parkteil.Da es zwischenzeitlich immer stärker regnet, beschliessen wir die Fahrt auf der Panorama Strasse auf Morgen zu verschieben.Im Visitor Center studieren wir die Informationen über die ursprünglichen Bewohner dieses Gebietes als auch die geologischen Besonderheiten



.Der Capitol-Reef-Nationalpark in Utah wurde am 18. Dezember 1971 eingerichtet, nachdem er bereits am 2. August 1937 zum National Monument ernannt worden war. Der Name stammt von einem Gebiet in der Nähe des Fremont River, das die ersten Pioniere an ein Riff erinnerte. Im 19. Jahrhundert gründeten mormonische Siedler den Ort Fruita. Kernstück des Nationalparks ist die Waterpocket Fold, eine über 150 km lange geologische Formation, die sich in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Die ursprünglich horizontalen Bodenschichten, die aus Sedimenten entstanden, wurden bei der Anhebung des Colorado-Plateaus leicht geneigt und gebogen. Durch Erosion entstand dann die heutige 'Falte', die ähnlich einer Verwerfung markante Trennlinien zwischen den geologischen Schichten aufweist. Im Park gibt es ein gut ausgebautes Wanderwegnetz.

Für die Ùbernachtung fahren wir zurück nach Torrey, wo wir einen sauberen Camping antreffen, der uns Stromanschluss und Wasser bietet. Ein Novum ist, dass der Platz sogar einen Discount für TCS Mitglieder angeschlagen hat. Beim parkieren auf dem zugewiesenen Platz, schwenkt gegenüber ein Herr die Schweizer Flagge und begrüsst uns in Berndeutsch.Hanspeter aus der Stadt Bern, unterwegs mit einem amerikanischen Wohnmobil. Ein kurzer Smalltalk mit Hanspeter im Regen, dann aber  ab an die Wärme.Wir Vier verkürzen uns den Abend mit einem Yazzispiel, bevor wir uns zum Schlafen legen.


Mittwoch 8.Mai 2013

Wir sind doch wirklich kleine Glückspilze, denn Petrus hat auch heute wieder Erbarmen mit uns, denn er hat dem Regen Einhalt geboten und lässt ab und zu die Sonne durch die Wolken scheinen.So können wir getrost unseren Plan, die Panorama Strasse vom Visitor Center aus , zu befahren in Angriff nehmen. Unser Chruzli parken wir beim Besucherzentrum und fahren mit dem Mietwagen von Renata und Karl weiter. Gleich hinter dem Zentrum durchfahren wir die Siedlung Fruita, welche von den Mormonen gegründete wurde. Hier sind Fruchtplantagen, Àpfel, Pfirsiche, Kirschen  angebaut.Die Bäume mit ihrem frischen Laub und grüne Wiesen blenden richtig gehend in der kargen Felslandschaft.


Die Fahrt durch die Waterpocket Cliffs ist wiederum sehr eindrücklich.Verschieden farbige Felsformationen entlang des Weges faszinieren und die wechselhaften Wolkenstimmungen beleuchten das Ganze zusätzlich imposant.



Zurück auf dem UT-24 durchqueren wir den Rest dieses National Parkes und fahren Richtung Hanksville auf der  98er.Dort genehmigen wir uns einen typisch amerikanischen Lunch, bevor die Fahrt weiter zum Natural Bridge National Monument geht. Kurz vor diesem wechselt die weiss,rote Landschaft des White Canyons in eine mit niedrigen Bäumen bewaldete Gegend. Der lauschige kleine Campground ist leider besetzt, sodass wir uns weiter umsehen müssen.Auf raten eines Ranchers suchen wir den nahegelegenen Platz auf, doch der sandige, weiche Boden überzeugt meinen Hansruedi nicht. Wenn es wieder regnen sollte, so meint er, wäre es vielleicht nicht einfach von hier loszukommen.Wir fahren deshalb weitere 50 km bis Blanding, wo wir einen Stellplatz für die Nacht finden. Karl lädt uns zu einem Steakessen in der Town ein. Müde von der doch ziemlich langen Fahrt und leicht enttäuscht, dass wir die Natural Bridges nicht besuchen werden, fallen wir ins Bett und sind gespannt der Dinge die uns morgen erwarten.



Samstag, 11. Mai 2013




Sonntag 5.Mai / Montag 6.Mai 2013


Bryce Canyon

Mit schlecht Wetteraussichten starten wir im Zion Nationalpark um den nächsten Höhepunkt unserer Reise, den Bryce Canyon anzusteuern. Die Nationalstrasse Nr.9 führt über eine kurvenreiche Passstrasse, ähnlich dem Gotthard.Für Fahrzeuge die breiter als 2.4m und höher als 3.40m sind bedarf es einer Anmeldung, um den Tunnel zu durchfahren.

 Der Verkehr wird vor dem Tunnel angehalten und einspurig durchgelassen. Diese Passstrasse ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Pizarre Felsformationen, zuerst in gelblicher Farbe, dann grünlich und rötlich werdend, erheben sie sich am Weg entlang.


Auf der Fahrt zum Bryce Canyon auf der 89er und 12 stellen wir fest, dass uns Petrus gut gesinnt ist und uns zwischen den Wolken doch einige Sonnenstrahlen zeigt.

Wir treffen kurz nach dem Mittag auf dem Camping ein, wo wir uns einen Lunch genehmigen.Es ist sehr windig und doch recht kalt, aber wir dürfen nicht vergessen dass wir uns auf ca.2300 M über Meer befinden. Frisch gestärkt entschliessen wir uns das angenehme Wetter zu nützen um wandernd die ersten Eindrücke des Bryce Canyons einzuholen.Bereits nach dem ersten Hügel hinter unserem Standplatz stehen wir auf dem Carater und können die Schönheit und Grösse des Bryce Canyons wahrnehmen.Uns Vieren bleibt der Atem stehen, wir können es kaum fassen was  hier vor unseren Augen liegt.


Für dieses Wunderwerk finde ich einfach keine passenden Worte, ich bin überwältigt. Als wir so stehen und staunen fliegen fünf Californische Condore über unsere Köpfe hinweg, ein zusätzlicher Theaterakt!
Unsere Wanderung führt uns vom Sunrise Point hinunter auf den Queens Garden Trail und auf dem Navajo Trail wieder hinauf zum Sunset Point. In Mitten dieser "Hoodoos" wie die Steinfiguren genannt werden, komme ich mir vor wie in einem Märchen. In vielen dieser Steinfiguren kann ich Zwerge oder sonstige Figuren erkennen, einfach herrlich.Beeidruckend sind auch die Farben dieser Felsen von rot über magenta bis rosé, je nach Lichteinfall. Der grosse Gehalt an Mangan und Eisen bewirkt diese farbige Steinmärchenwelt.
Ich kann einfach nur staunen, staunen, staunen !!!!!!!


Auf unserer Wanderung überwinden wir recht Höhenmeter, so dass wir trotz kalter Witterung ins Schwitzen kommen, was aber vergessen geht in dieser Märchenwelt. Ùberglücklich und beeidruckt kehren wir zurück zum Chruzli. Einen schöneren Aufenthalt zu unserem 35.Hochzeitstag hätten wir uns nicht aussuchen können. Darauf stossen wir mit einem Glas Rotwein an.


Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt im Südwesten Utahs in den Vereinigten Staaten. Grund für die Ausweisung als Nationalparks ist der Schutz der farbigen Felspyramiden, den sogenannten Hoodoos, an der Abbruchkante des Paunsaugunt-Plateaus. Dieser Abbruch verläuft überwiegend nicht linear. Stattdessen haben sich nach Osten hin offene, halbkreisförmige Felskessel in das Plateau erodiert, die von der Nationalparkverwaltung als "natürliche Amphitheater" umschrieben werden. Das größte dieser Amphitheater ist der fälschlicherweise als Canyon bezeichnete Bryce Canyon.
Der Bryce-Canyon-Nationalpark befindet sich in einer Höhe von 2400 bis 2700 Metern und liegt damit wesentlich höher als der nahegelegene Zion-Nationalpark und der Grand-Canyon-Nationalpark.
Der Park wurde um 1850 von weißen Siedlern besiedelt und erhielt seinen Namen von Ebenezer Bryce, der sich um 1875 dort niederließ. Der Nationalpark wurde 1924 zum National Monument und 1928 zum National Park erklärt. Heute besuchen deutlich über eine Million Besucher jährlich den Park
 

Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt im Südwesten von Utah circa 80 km vom Zion-Nationalpark entfernt. Mit der um 300 Meter höheren Lage sind niedrigere Temperaturen und mehr Niederschläge verbunden.
Der Nationalpark liegt auf dem Colorado-Plateau, genauer an der südöstlichen Kante des Paunsaugunt-Plateaus. Der Name Paunsaugunt leitet sich von der Uto-Aztekischen Sprache der Paiute-Indianer ab und bedeutet Heimat des Bibers. Besucher erreichen den Park von der Plateauseite und blicken über die Kante in das Pariatal mit dem gleichnamigen Fluss. Auch das Wort Paria kommt aus dem Uto-Aztekischen und bedeutet Elchwasser.
Der Bryce Canyon wurde nicht durch einen Fluss gebildet. Er ist damit kein Canyon im eigentlichen Sinne wie zum Beispiel der Grand Canyon. Wind, Wasser und Eis erodierten die Kante des Plateaus zu großen Amphitheatern mit bizarren Felsnadeln, so genannte Hoodoos. Diese Felsnadeln erreichen eine Höhe bis zu 60 Meter. Die so entstandenen Amphitheater erstrecken sich über eine Länge von über 30 km. Das größte Amphitheater trägt den Namen Bryce Canyon, ist nahezu 5 km breit, 19 km lang und fällt über 240 Meter gegenüber dem Plateau ab.


Montag,6.Mai 2013


In der Nacht wurde es bitte kalt und es fiel Schnee vom Himmel. Wir Beide sind leicht frustiert und verlassen nur ungern das Bett. Beim Frühstück aber lichten sich die Wolken und es macht sich besseres Wetter breit, sodass wir uns für eine weitere Wanderung entschliessen. Hansruedi schlägt vor, auf dem Crater des Canyons entlang bis zum Rainbow Point auf 2770 M.über Meer zu spazieren, um bei einem allfälligen Regenschauer ans Trockene ausweichen zu können.
 Das ist, wie sich später herausstellt ein wunderschöner Spaziergang mit herrlichem Blick ins sogenannte Bryce Amphitheater.

Auch heute haben wir Glück, uns zeigt sich sogar die Sonne. Am Rainbow Point angelangt, entschliessen wir uns in das Theater hinunterzusteigen um beim Sunrise Point via Navajo Trail wieder aufzusteigen. Wir geniessen die auf uns einströmenden neuen Eindrücke und staunen weiter, einfach gewaltig. Hier unten im Canyon gibt es neben den Steinen auch viele Bäume und abgestorbenes Holz zu bewundern. Ich habe gelesen, dass hier die ältesten Bäume der Welt stehen, bis zu  1600 Jahre alt, sollen diese sein.














 
Nach fünf Stunden wandern erreichen wir müde aber überglücklich, und trocken den Sunrise Point. Kaum angekommen entleert sich ein Gewitter über dem Canyon.Wir hatten riesiges Glück.
Ich bin zutiefst beeindruckt und finde, dass dieser Bryce Canyon der Höhepunkt unserer bisherigen Amerikareise ist.Nochmals -- staunen, staunen, staunen! Ein riesiges Naturwunder

Mittwoch, 8. Mai 2013


Freitag,3.Mai /Samstag 4.Mai 2013

Zion Nationalpark


Der Zion-Nationalpark befindet sich im Südwesten Utahs an der Grenze zu Arizona. Er hat eine Fläche von 579 km² und liegt zwischen 1128 m (Coalpits Wash) und 2660 m Höhe (Horse Ranch Mountain). 1909 wurde das Gebiet des Canyons zum Mukuntuweap National Monument ernannt, seit 1919 besitzt es den Status eines Nationalparks. Der Park wurde 1937 um den Kolob Canyon erweitert.
Zion ist ein altes hebräisches Wort und bedeutet so viel wie Zufluchtsort oder Heiligtum, welches oft von den mormonischen Siedlern in Utah benutzt wurde. Innerhalb des Parks befindet sich eine schluchtenreiche Landschaft mit zahlreichen Canyons, von denen der Zion Canyon und der Kolob Canyon die bekanntesten sind. Die Canyons sind aus 170 Millionen Jahre altem braunen bis orangeroten Sandstein der Navajo-Formation entstanden. Der Park liegt an der Grenze zwischen dem Colorado-Plateau, dem Great Basin und der Mojave-Wüste. Durch seine besondere geografische Lage existieren im Park eine Vielzahl an unterschiedlichen Lebensräumen mit vielen verschiedenen Pflanzen und Tieren.



Eine sehr stille Nacht, so still, dass mir das Hören fast schmerzt, geht zu Ende und ein neuer Tag erwacht im wunderbaren Valley of Fire.Trotz der Schönheit dieses Tales, beschliessen wir via Interstate 15 zu einer weiteren Sehenswürdigkeit, den Zion National Park, zu fahren. Unser Chruzli bekommt auch ab und zu Durst und verlangt nach einem Halt. Der Duft des nahegelegenen Kaffeehauses, verleitet uns, dort einen typischen, amerikanischen Lunch einzunehmen. Pancake mit Ahornsirup und Apfelschnitze, alles mit Schlagrahm verziert.Mumm herrlich!Dann aber nichts wie los. Bald schon erreichen wir den Eingang zum Park, wo uns mitgeteilt wird, dass es auf den Campgrounds im Park keine freien Stellplätze mehr gibt.Leicht enttäuscht wenden wir unsere Fahrzeuge, um in Springdale auf dem Camping eine Ùbernachtungsmöglichkeit zu bekommen. Glücklicherweise ist es erst früher Nachmittag und uns werden zwei Plätze angeboten. Obwohl die Saison noch nicht richtig eröffnet ist, hat es hier schon sehr viele Touristen, unter anderem sehr viele Deutsche und Schweizer mit gemieteten Campers.Wir sind rasch eingerichtet und stossen schon bald mit einem kühlen Bier auf unseren Aufenthalt hier im Park an.Schliesslich machen wir uns noch zu Fuss auf zum Visitor Center, welches bereits geschlossen hat als wir eintreffen.Doch schöne Bildtafeln mit Karten und Informationen sind rund um das Besucherzentrum aufgestellt. Wir Vier studieren diese und entschliessen uns, morgen eine Wanderung zum Angels Landing anzugehen. Eine praktische Einrichtung im Zion Park ist der Gratisshuttle, von Springdale bis zu hinterst im Nationalpark, mit verschiedenen Haltestellen bei den Wanderausgangspunkten. Für den Rückweg nach Springdale steigen wir schon mal in einen solchen Shuttle.Dieses kleine Touristenstädtchen hat natürlich alles mögliche an kleinen Geschäftern, die wir sogleich einmal durchstöbern.Schliesslich knurren schon wieder unsere Magen, die schliesslich in einem mexikanischen Restaurant gefüttert werden.



Zwischenzeitlich ist es kühl und dunkel geworden.Den letzten Shuttle zum Camping verpassen wir, was aber weiter nicht schlimm ist, denn, um uns zu erwärmen, rennen wir beinahe nach Hause, somit sind wir in Windeseile zurück.


Samstag 4.Mai 2013

Um sieben Uhr ist Tagwache angesagt, denn ein Wandertag steht bevor.Die Sonne strahlt bereits durch das Tal, aber eine frische Bise lässt noch keine Wärme aufkommen. Nach dem Frühstück rüsten wir unser Picknick und packen unsere Rucksäcke damit. Die Rancher warnen, dass man genügend Wasser mit nimmt auf die Trails.Gut gewappnet besteigen wir um halb neun den Shuttlebus, der uns zum Ausgangspunkt "The Grotto" bringt. Bei angenehmer Wandertemperatur steigen wir ein in den Aufstieg zum Angels Landing. Zuerst überqueren wir den Virgin River der den Zionpark durchfliesst.Im Morgenlicht erstrahlen die, mit frischem Laub bewachsenen Papeln entlang dem Fluss, in herrlichem Grün.Nun beginnt der Wanderweg erst leicht und allmählich immer steiler anzusteigen, bis er in Serpentinen bergauf klettert. Zum Glück liegen diese noch im Schatten, denn hier wandern wir im nackten Fels.Je höher wir steigen um so prächtiger die Aussicht ins Tal.




 












 
Die Ùberwindung der 450 Höhenmeter zum Angels Landing in relativ kurzer Distanz kostet mich doch einigen Schweiss, was sich aber mehr als bezahlt macht. Die imposante Bergwelt präsentiert sich wunderbar vor unseren Augen. Der letzte Aufstieg zur Plattform ist eine, nicht ganz ungefährliche Kletterpartie. Wir Vier lassen dieses Teilstück aus, wegen den vielen Leuten und entscheden uns für den Westriemweg, der uns noch etwas höher bringt.Hier hat es nur vereinzelte Wanderer und wir geniessen die Ruhe und können vorallem die Tier-und Pflanzenwelt studieren. So fliegen zum Beispiel fünf Colorado-Condore über unsere Köpfe hinweg. Traumhafte Segler, man könnte geradewegs neidisch werden, insbesondere in dieser herrlichen Bergwelt. Weiter kreuzen Goldmantel-und Felsenziesel unseren Weg. Bunt leuchten allerlei kleine Polsterblumen aus den Felsen hervor. Inmitten dieser Schönheit picknicken wir und geniessen Erholung pur.



 
Gut erholt nehmen wir den steilen Abstieg unter die Füsse zurück an den Scienc Drive im Zionpark.Dort besteigen wir erneut den Shuttle um ans Ende dieser Strasse zu fahren. Wir erwandern  noch den 1.6 Meilen langen Riverside Walk der am Eingang der Narrows endet.Hier ist der Zion Canyon nur noch eine Schlucht von wenigen Metern. Wenn das Wetter gut ist und der Wasserstand des Virgin Rivers nicht allzu hoch ist, führt eine Wanderroute direkt in der schmalen Schlucht  durchs Wasser. Da wir am heutigen Tag aber schon einige Meilen hinter uns haben und müde sind, lassen wir diesen Tripp. Glücklich und vollgestopft mit wunderbaren Eindrücken, lassen wir uns bequem mit dem Shuttlebus die ganze Länge des Science Drive durch den Zion Canyon zurück chauffieren. Nochmals füllen wir unseren Kopf mit den imposanten Naturschönheiten.Müde aber mit einer tiefen Zufriedenheit geht ein weitere Tag zu Ende.
 
 

Donnerstag, 2.Mai 2013


Hoover Damm und Valley of Fire

Wir verlassen am frühen Nachmittag, leider nicht als Millionäre, Las Vegas Richtung Boulder City und weiter zum Hoover Damm.


Die Hoover-Talsperre (englisch: Hoover Dam, ursprünglich als Boulder Dam bezeichnet) befindet sich auf der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Arizona, knapp 50 Kilometer südöstlich der Touristenhochburg Las Vegas im Black Canyon. Ihr Absperrbauwerk staut den Colorado, der hier die Grenze zwischen Arizona und Nevada bildet, zum Lake Mead auf. Der aufgestaute See weist eine Fläche von 63.900 Hektar (andere Angabe: 69.000 Hektar), eine Länge von rund 170 km und eine maximale Tiefe von etwa 180 Metern auf. Mit seinem Speicherinhalt von rund 35 Milliarden Kubikmetern ist er der größte Stausee der USA.
Der Hauptzweck der Talsperre ist die kontrollierte Wasserabgabe in Arizona, Nevada und Kalifornien. Vor dem Bau beeinträchtigten regelmäßige Überschwemmungen des Colorado sowie Dürreperioden das Leben der Siedler in den Südweststaaten, insbesondere bei der Landwirtschaft. Ein weiterer Zweck der Talsperre ist die Gewinnung elektrischer Energie. Durch den Verkauf von Strom refinanzierte sich das Projekt und trägt die laufenden Wartungskosten selbst. Der Wasserdurchlauf wird abhängig von der Menge des flussabwärts benötigten Wassers geregelt. Somit hängt auch die Menge des erzeugten Stroms von der Wasserentnahme ab.

 

Wir verlassen Hoover Damm recht beeindruckt und fahren auf der 167 zum Valley of Fire.Entlang dem Lake Mead, der wunderbar blau leuchtet in Mitten der hellen Steppe und den farbigen Höhenzüge.Diese Gegend gehört zur Lake Mead Recreation National Area, das Erholungsgebiet der Bevölkerung von Las Vegas. Einige Bootshafen und Campingplätze befinden sich entlang dem See.Immer wieder wechseln die Gebiergszüge ihre Formen und Farben.
Plötzlich, nach einem Hügelzug liegen nur noch rote Felsen in der Landschaft, das muss das Valley of Fire sein.Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Visitor Center, wo in einer Ausstellung die Entstehung dieses Tales beschrieben wird.Schön dargestellt sind auch Flora und Fauna des Parkes.

Hier im Valley of Fire soll sich einer der schönst gelegenen Campgrounds Amerika befinden. So entschliessen wir uns diesen für die kommende Nacht aufzusuchen.
Der Reiseführer hat nicht zuviel versprochen, und weil wir doch recht früh in der Saison anreisen, gibt es noch genügend Stellplätze zwischen den roten Felsen.
Schnell sind wir eingerichtet, so dass noch genügend Zeit bleibt für einen Spaziergang.Zwischen eindrücklichen Sandsteinfelsformationen klettern wir durch. Leuchtende kleine Blüten und Kakteen, grüne Grasbüschel runden das wunderbare Landschaftsbild auf. Kleine Streifenhörnchen rennen wie wild auf und zwischen den Steinen hindurch.Auf dem Rückweg zum Chruzli entdeckt Hansruedi im niedrigen Gebüsch zwei grosse , graue Hasen mit riesigen Löffeln.Diese sind überhaupt nicht scheu.Bevor es dunkel wird, machen wir Feuer um unsere Würste zu grillieren.
Am lauschigen Picknickplatz mit herrlichem Ausblick, direkt neben dem Camper genehmigen wir uns das schmackhaftes Dinnner. Die hereinbrechende Nacht mit einem unglaublichen Sternenhimmel geniessen wir Vier schweigend , und voller Ehrfurcht ob dieser Naturschönheit.








 







Sonntag, 5. Mai 2013



Mittwoch,1.Mai 2013

Las Vegas
 

Kaum zu glauben, aber wahr, wir hatten eine super gute Nacht, bis vier Uhr morgens. Schon am Abend blies ein heftiger Wind, doch der störte mich nicht. Aber was dann morgens um vier losging, machte mir doch Angst. Sturmböen fegten über den Parkplatz hinweg und rüttelten so heftig an unserem Häuschen, dass mir doch Fernsehbilder von Hurrikans, die ganze Hausdächer wegrissen und Fahrzeuge umherwirbelten, durch den Kopf schwirrten. Mir war überhaupt nicht mehr geheuer! Mit der aufgehenden Sonne, nahm der Wind an Sturmstärke ab, was war ich froh!

Renata und Karl hatten anscheinend auch zu kämpfen, denn die Beiden sind schon früh auf den Beinen. Nach dem Morgenessen geht’s zum Grosseinkauf. Zuerst decken wir uns im 99 Cent-Laden ein. Anschliessend im Walmart. Unser Einkaufswagen ist bis oben auf gefüllt, soll es doch für den Rest der Woche reichen. Denn unser Weg führt uns in den nächsten Tagen hinaus in die Wildniss, in die verschiedenen Nationalparks, wo wenig bis gar keine Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind. Wir verstauen den Grossteil der Ware in den Stauraum von Renatas und Karls Wohnmobil.  Ganz schön anstrengend so ein Einkauf.

Gegen Mittag befehlen wir unserem GPS , uns in den „Arizona`s Charlie RV Park“ in Las Vegas zu lotsen. Eine kurze Fahrt von gut 20 Minuten und wir sehen uns auf einem gut unterhaltenen Stellplatz mit unseren RV`s. Hier richten wir uns ein und geniessen alle eine Dusche in den komfortablen Badezimmern, die hier zur Verfügung stehen. Danach heisst es relaxen, damit wir für den bevorstehenden Abend in Las Vegas fit sind.

Um fünf Uhr nachmittags sind wir alle „ frisch geputz und dargetan“, bereit für den Ausgang. Per Bus fahren wir bis zum Bustransferbahnhof, wo wir umsteigen Richtung Strip. Wir sind uns noch nicht einig, wo wir aussteigen sollen, da meint Hansruedi; dass wir doch erst einmal die ganze Strasse runter und zurück in diesem Zweistöcker - Bus sitzen bleiben, denn die Aussicht vom Oberdeck ist wirklich grandios. Gute Idee! So bestaunen wir die groteske Welt von Las Vegas. Vorbei am Stratosphere Tower ( 350 M.hoch), zum Treasure Island mit der Bucaneer Bay und seiner Schatzinsel. Nachbar von Treasure Island ist das Mirage, ehemalige Showheimat von Siegfried und Roy und ihre weissen Tieger. Wynn und Encore sind die nächsten Gebäude, Kasions der Luxus-Superlative. Gegenüber von Mirage gleiten Gondeln auf den Kanälen des Venetian unter der Rialtobrücke hindurch in einen stilechten  italienischen Palazzo hinein. Unmittelbar neben Venetian steht Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Weiter fahren wir vorbei am Cesars, ein Bau römischen Palästen nachempfunden, schliesslich erwartet uns Paris mit seinem Eifelturm. Der Komplex New York-New York, der von einer Achterbahn umrundet wird. Davor die Freiheitsstatue. Staunen über staunen, bis wir uns dann doch entscheiden aus dem Bus auszusteigen um zu Fuss in diese Märchenwelt abzutauchen. Hinein geht’s in diese riesigen Gebäude, wo wir natürlich auf Spielkasinos mit Restaurants treffen. Allerlei Geschäfter, Bars ein buntes Durcheinander. Passerellen führen über die mehrspurigen Strassen von einem Gebäude zum andern. Wunderbar angelegte Grünanlagen mit verschiedenen Wasserfällen und Seen schmücken die einzelnen Hochhäuser. Vor dem Hotel Bellagio ist ein riesiger See angelegt, wo halbstündlich ein spektakuläres Wasserspiel mit Musik  zu sehen ist. Die hereinbrechende Nacht lässt Las Vegas noch farbenprächtiger und lebendiger erscheinen mit all den Lichtern und Leuchtreklamen. Wir genehmigen uns einen Lunch bevor wir weiter durch die Spielhöhlen und Luxusshopingmeilen schlendern. Musik darf natürlich auch nicht fehlen. Interessant ist es auch, den Leuten beim Spielen an den Automaten oder beim Poker zuzuschauen. Ich bin überwältigt von diesem turbulenten Treiben in Las Vegas und bekomme leicht einen „sturmen Kopf“! In einer Bar genehmigen wir uns noch ein kühles Bier, bevor wir nach Mitternacht uns auf den Heimweg machen. Man muss es einfach mal gesehen haben, diese doch leicht verrückte Welt, da sind wir Vier uns einig. Doch längere Zeit dort zu verweilen, würden wir nicht begehren!

 Bilder von Las Vegas kennt man zur Genüge und können im Google angesehen werden. Meine Nerven werden ansonsten viel zu heftig strapaziert, schnelle Internetverbindungen fehlen hier!