Sonntag, 12. Mai 2013



Dienstag 7.Mai, Mittwoch 8.Mai 2013


Capitol Reef National Park

Das Erwachen an diesem Morgen im Bryce Canyon machte Hansruedi nicht gerade Freude. Bittere Kälte weht uns entgegen als wir die Türe unseres Chruzli öffnen. Sorge Nummer 1 von Hansruedi ist natürlich wieder der Motor, der ohne die Vorglüheinrichtung wohl nur schwer, wenn überhaupt anspringt.Stromanschluss haben wir hier im Nationalpark auch keiner, somit entfällt das Vorwärmen mittels Elektroofen.Schweigend und angespannt nimmt mein Hansr. sein Frühstück zu sich. Die Planung für den heutigen Tag bestimmt er ganz alleine. Die Panorama Strasse Nr.12 über den Summitpass (7400 Fuss hoch)  und Escalante streicht er erst einmal aus dem Programm, denn zusätzlich Schnee und Kälte will er dem Chruzli nicht zumuten. Ich für meine Person bin natürlich etwas enttäuscht, aber ich verstehe auch seine Sorge. Schliesslich sind wir bereit um das Auto zu starten. Nach mehreren Versuchen stösst unser Chruzli eine schwarze Wolke aus und springt an.Ùber eine längere Zeitspanne lässt Hansruedi den Motor erwärmen, wobei dieser immer ziemlich schwarzen Rauch produziert, was mir auch sehr Sorge bereitet. Doch endlich geht es los, und wie immer zuvor, rollt unser Häuschen brav vor sich hin ohne welche Probleme.
Unsere Fahrt führt über die Nr.12 zurück zur 89,welche uns nordwärts bis zur Abzweigung  auf die 62 bringt. Das Wetter ist sehr unterschiedlich, bewölkt und doch oft regnerisch. Die Routenwahl ist gar nicht so übel. Während längerer Zeit fahren wir über ein Hochplateau wo Landwirtschaft betrieben wird. Schliesslich erreichen wir bei Torrey den Capitol Reef National Park.Auf der UT-24 entlang dem Frimont River gelangen wir zum Visitor Center.Die Felsgruppen am Wegesrand werden schon sehr schnell gewaltig und sind ganz anderer Gestalt, als wir bislang auf unserer Reise kennengelernt haben.Beim Visitor Center zweigt ein Scenic Drive Richtung Süden ab. Die Panorama Strecke führt 16 km weit durch die Westseite des Waterpocket Fold in den langgestreckten Parkteil.Da es zwischenzeitlich immer stärker regnet, beschliessen wir die Fahrt auf der Panorama Strasse auf Morgen zu verschieben.Im Visitor Center studieren wir die Informationen über die ursprünglichen Bewohner dieses Gebietes als auch die geologischen Besonderheiten



.Der Capitol-Reef-Nationalpark in Utah wurde am 18. Dezember 1971 eingerichtet, nachdem er bereits am 2. August 1937 zum National Monument ernannt worden war. Der Name stammt von einem Gebiet in der Nähe des Fremont River, das die ersten Pioniere an ein Riff erinnerte. Im 19. Jahrhundert gründeten mormonische Siedler den Ort Fruita. Kernstück des Nationalparks ist die Waterpocket Fold, eine über 150 km lange geologische Formation, die sich in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Die ursprünglich horizontalen Bodenschichten, die aus Sedimenten entstanden, wurden bei der Anhebung des Colorado-Plateaus leicht geneigt und gebogen. Durch Erosion entstand dann die heutige 'Falte', die ähnlich einer Verwerfung markante Trennlinien zwischen den geologischen Schichten aufweist. Im Park gibt es ein gut ausgebautes Wanderwegnetz.

Für die Ùbernachtung fahren wir zurück nach Torrey, wo wir einen sauberen Camping antreffen, der uns Stromanschluss und Wasser bietet. Ein Novum ist, dass der Platz sogar einen Discount für TCS Mitglieder angeschlagen hat. Beim parkieren auf dem zugewiesenen Platz, schwenkt gegenüber ein Herr die Schweizer Flagge und begrüsst uns in Berndeutsch.Hanspeter aus der Stadt Bern, unterwegs mit einem amerikanischen Wohnmobil. Ein kurzer Smalltalk mit Hanspeter im Regen, dann aber  ab an die Wärme.Wir Vier verkürzen uns den Abend mit einem Yazzispiel, bevor wir uns zum Schlafen legen.


Mittwoch 8.Mai 2013

Wir sind doch wirklich kleine Glückspilze, denn Petrus hat auch heute wieder Erbarmen mit uns, denn er hat dem Regen Einhalt geboten und lässt ab und zu die Sonne durch die Wolken scheinen.So können wir getrost unseren Plan, die Panorama Strasse vom Visitor Center aus , zu befahren in Angriff nehmen. Unser Chruzli parken wir beim Besucherzentrum und fahren mit dem Mietwagen von Renata und Karl weiter. Gleich hinter dem Zentrum durchfahren wir die Siedlung Fruita, welche von den Mormonen gegründete wurde. Hier sind Fruchtplantagen, Àpfel, Pfirsiche, Kirschen  angebaut.Die Bäume mit ihrem frischen Laub und grüne Wiesen blenden richtig gehend in der kargen Felslandschaft.


Die Fahrt durch die Waterpocket Cliffs ist wiederum sehr eindrücklich.Verschieden farbige Felsformationen entlang des Weges faszinieren und die wechselhaften Wolkenstimmungen beleuchten das Ganze zusätzlich imposant.



Zurück auf dem UT-24 durchqueren wir den Rest dieses National Parkes und fahren Richtung Hanksville auf der  98er.Dort genehmigen wir uns einen typisch amerikanischen Lunch, bevor die Fahrt weiter zum Natural Bridge National Monument geht. Kurz vor diesem wechselt die weiss,rote Landschaft des White Canyons in eine mit niedrigen Bäumen bewaldete Gegend. Der lauschige kleine Campground ist leider besetzt, sodass wir uns weiter umsehen müssen.Auf raten eines Ranchers suchen wir den nahegelegenen Platz auf, doch der sandige, weiche Boden überzeugt meinen Hansruedi nicht. Wenn es wieder regnen sollte, so meint er, wäre es vielleicht nicht einfach von hier loszukommen.Wir fahren deshalb weitere 50 km bis Blanding, wo wir einen Stellplatz für die Nacht finden. Karl lädt uns zu einem Steakessen in der Town ein. Müde von der doch ziemlich langen Fahrt und leicht enttäuscht, dass wir die Natural Bridges nicht besuchen werden, fallen wir ins Bett und sind gespannt der Dinge die uns morgen erwarten.



Samstag, 11. Mai 2013




Sonntag 5.Mai / Montag 6.Mai 2013


Bryce Canyon

Mit schlecht Wetteraussichten starten wir im Zion Nationalpark um den nächsten Höhepunkt unserer Reise, den Bryce Canyon anzusteuern. Die Nationalstrasse Nr.9 führt über eine kurvenreiche Passstrasse, ähnlich dem Gotthard.Für Fahrzeuge die breiter als 2.4m und höher als 3.40m sind bedarf es einer Anmeldung, um den Tunnel zu durchfahren.

 Der Verkehr wird vor dem Tunnel angehalten und einspurig durchgelassen. Diese Passstrasse ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Pizarre Felsformationen, zuerst in gelblicher Farbe, dann grünlich und rötlich werdend, erheben sie sich am Weg entlang.


Auf der Fahrt zum Bryce Canyon auf der 89er und 12 stellen wir fest, dass uns Petrus gut gesinnt ist und uns zwischen den Wolken doch einige Sonnenstrahlen zeigt.

Wir treffen kurz nach dem Mittag auf dem Camping ein, wo wir uns einen Lunch genehmigen.Es ist sehr windig und doch recht kalt, aber wir dürfen nicht vergessen dass wir uns auf ca.2300 M über Meer befinden. Frisch gestärkt entschliessen wir uns das angenehme Wetter zu nützen um wandernd die ersten Eindrücke des Bryce Canyons einzuholen.Bereits nach dem ersten Hügel hinter unserem Standplatz stehen wir auf dem Carater und können die Schönheit und Grösse des Bryce Canyons wahrnehmen.Uns Vieren bleibt der Atem stehen, wir können es kaum fassen was  hier vor unseren Augen liegt.


Für dieses Wunderwerk finde ich einfach keine passenden Worte, ich bin überwältigt. Als wir so stehen und staunen fliegen fünf Californische Condore über unsere Köpfe hinweg, ein zusätzlicher Theaterakt!
Unsere Wanderung führt uns vom Sunrise Point hinunter auf den Queens Garden Trail und auf dem Navajo Trail wieder hinauf zum Sunset Point. In Mitten dieser "Hoodoos" wie die Steinfiguren genannt werden, komme ich mir vor wie in einem Märchen. In vielen dieser Steinfiguren kann ich Zwerge oder sonstige Figuren erkennen, einfach herrlich.Beeidruckend sind auch die Farben dieser Felsen von rot über magenta bis rosé, je nach Lichteinfall. Der grosse Gehalt an Mangan und Eisen bewirkt diese farbige Steinmärchenwelt.
Ich kann einfach nur staunen, staunen, staunen !!!!!!!


Auf unserer Wanderung überwinden wir recht Höhenmeter, so dass wir trotz kalter Witterung ins Schwitzen kommen, was aber vergessen geht in dieser Märchenwelt. Ùberglücklich und beeidruckt kehren wir zurück zum Chruzli. Einen schöneren Aufenthalt zu unserem 35.Hochzeitstag hätten wir uns nicht aussuchen können. Darauf stossen wir mit einem Glas Rotwein an.


Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt im Südwesten Utahs in den Vereinigten Staaten. Grund für die Ausweisung als Nationalparks ist der Schutz der farbigen Felspyramiden, den sogenannten Hoodoos, an der Abbruchkante des Paunsaugunt-Plateaus. Dieser Abbruch verläuft überwiegend nicht linear. Stattdessen haben sich nach Osten hin offene, halbkreisförmige Felskessel in das Plateau erodiert, die von der Nationalparkverwaltung als "natürliche Amphitheater" umschrieben werden. Das größte dieser Amphitheater ist der fälschlicherweise als Canyon bezeichnete Bryce Canyon.
Der Bryce-Canyon-Nationalpark befindet sich in einer Höhe von 2400 bis 2700 Metern und liegt damit wesentlich höher als der nahegelegene Zion-Nationalpark und der Grand-Canyon-Nationalpark.
Der Park wurde um 1850 von weißen Siedlern besiedelt und erhielt seinen Namen von Ebenezer Bryce, der sich um 1875 dort niederließ. Der Nationalpark wurde 1924 zum National Monument und 1928 zum National Park erklärt. Heute besuchen deutlich über eine Million Besucher jährlich den Park
 

Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt im Südwesten von Utah circa 80 km vom Zion-Nationalpark entfernt. Mit der um 300 Meter höheren Lage sind niedrigere Temperaturen und mehr Niederschläge verbunden.
Der Nationalpark liegt auf dem Colorado-Plateau, genauer an der südöstlichen Kante des Paunsaugunt-Plateaus. Der Name Paunsaugunt leitet sich von der Uto-Aztekischen Sprache der Paiute-Indianer ab und bedeutet Heimat des Bibers. Besucher erreichen den Park von der Plateauseite und blicken über die Kante in das Pariatal mit dem gleichnamigen Fluss. Auch das Wort Paria kommt aus dem Uto-Aztekischen und bedeutet Elchwasser.
Der Bryce Canyon wurde nicht durch einen Fluss gebildet. Er ist damit kein Canyon im eigentlichen Sinne wie zum Beispiel der Grand Canyon. Wind, Wasser und Eis erodierten die Kante des Plateaus zu großen Amphitheatern mit bizarren Felsnadeln, so genannte Hoodoos. Diese Felsnadeln erreichen eine Höhe bis zu 60 Meter. Die so entstandenen Amphitheater erstrecken sich über eine Länge von über 30 km. Das größte Amphitheater trägt den Namen Bryce Canyon, ist nahezu 5 km breit, 19 km lang und fällt über 240 Meter gegenüber dem Plateau ab.


Montag,6.Mai 2013


In der Nacht wurde es bitte kalt und es fiel Schnee vom Himmel. Wir Beide sind leicht frustiert und verlassen nur ungern das Bett. Beim Frühstück aber lichten sich die Wolken und es macht sich besseres Wetter breit, sodass wir uns für eine weitere Wanderung entschliessen. Hansruedi schlägt vor, auf dem Crater des Canyons entlang bis zum Rainbow Point auf 2770 M.über Meer zu spazieren, um bei einem allfälligen Regenschauer ans Trockene ausweichen zu können.
 Das ist, wie sich später herausstellt ein wunderschöner Spaziergang mit herrlichem Blick ins sogenannte Bryce Amphitheater.

Auch heute haben wir Glück, uns zeigt sich sogar die Sonne. Am Rainbow Point angelangt, entschliessen wir uns in das Theater hinunterzusteigen um beim Sunrise Point via Navajo Trail wieder aufzusteigen. Wir geniessen die auf uns einströmenden neuen Eindrücke und staunen weiter, einfach gewaltig. Hier unten im Canyon gibt es neben den Steinen auch viele Bäume und abgestorbenes Holz zu bewundern. Ich habe gelesen, dass hier die ältesten Bäume der Welt stehen, bis zu  1600 Jahre alt, sollen diese sein.














 
Nach fünf Stunden wandern erreichen wir müde aber überglücklich, und trocken den Sunrise Point. Kaum angekommen entleert sich ein Gewitter über dem Canyon.Wir hatten riesiges Glück.
Ich bin zutiefst beeindruckt und finde, dass dieser Bryce Canyon der Höhepunkt unserer bisherigen Amerikareise ist.Nochmals -- staunen, staunen, staunen! Ein riesiges Naturwunder

Mittwoch, 8. Mai 2013


Freitag,3.Mai /Samstag 4.Mai 2013

Zion Nationalpark


Der Zion-Nationalpark befindet sich im Südwesten Utahs an der Grenze zu Arizona. Er hat eine Fläche von 579 km² und liegt zwischen 1128 m (Coalpits Wash) und 2660 m Höhe (Horse Ranch Mountain). 1909 wurde das Gebiet des Canyons zum Mukuntuweap National Monument ernannt, seit 1919 besitzt es den Status eines Nationalparks. Der Park wurde 1937 um den Kolob Canyon erweitert.
Zion ist ein altes hebräisches Wort und bedeutet so viel wie Zufluchtsort oder Heiligtum, welches oft von den mormonischen Siedlern in Utah benutzt wurde. Innerhalb des Parks befindet sich eine schluchtenreiche Landschaft mit zahlreichen Canyons, von denen der Zion Canyon und der Kolob Canyon die bekanntesten sind. Die Canyons sind aus 170 Millionen Jahre altem braunen bis orangeroten Sandstein der Navajo-Formation entstanden. Der Park liegt an der Grenze zwischen dem Colorado-Plateau, dem Great Basin und der Mojave-Wüste. Durch seine besondere geografische Lage existieren im Park eine Vielzahl an unterschiedlichen Lebensräumen mit vielen verschiedenen Pflanzen und Tieren.



Eine sehr stille Nacht, so still, dass mir das Hören fast schmerzt, geht zu Ende und ein neuer Tag erwacht im wunderbaren Valley of Fire.Trotz der Schönheit dieses Tales, beschliessen wir via Interstate 15 zu einer weiteren Sehenswürdigkeit, den Zion National Park, zu fahren. Unser Chruzli bekommt auch ab und zu Durst und verlangt nach einem Halt. Der Duft des nahegelegenen Kaffeehauses, verleitet uns, dort einen typischen, amerikanischen Lunch einzunehmen. Pancake mit Ahornsirup und Apfelschnitze, alles mit Schlagrahm verziert.Mumm herrlich!Dann aber nichts wie los. Bald schon erreichen wir den Eingang zum Park, wo uns mitgeteilt wird, dass es auf den Campgrounds im Park keine freien Stellplätze mehr gibt.Leicht enttäuscht wenden wir unsere Fahrzeuge, um in Springdale auf dem Camping eine Ùbernachtungsmöglichkeit zu bekommen. Glücklicherweise ist es erst früher Nachmittag und uns werden zwei Plätze angeboten. Obwohl die Saison noch nicht richtig eröffnet ist, hat es hier schon sehr viele Touristen, unter anderem sehr viele Deutsche und Schweizer mit gemieteten Campers.Wir sind rasch eingerichtet und stossen schon bald mit einem kühlen Bier auf unseren Aufenthalt hier im Park an.Schliesslich machen wir uns noch zu Fuss auf zum Visitor Center, welches bereits geschlossen hat als wir eintreffen.Doch schöne Bildtafeln mit Karten und Informationen sind rund um das Besucherzentrum aufgestellt. Wir Vier studieren diese und entschliessen uns, morgen eine Wanderung zum Angels Landing anzugehen. Eine praktische Einrichtung im Zion Park ist der Gratisshuttle, von Springdale bis zu hinterst im Nationalpark, mit verschiedenen Haltestellen bei den Wanderausgangspunkten. Für den Rückweg nach Springdale steigen wir schon mal in einen solchen Shuttle.Dieses kleine Touristenstädtchen hat natürlich alles mögliche an kleinen Geschäftern, die wir sogleich einmal durchstöbern.Schliesslich knurren schon wieder unsere Magen, die schliesslich in einem mexikanischen Restaurant gefüttert werden.



Zwischenzeitlich ist es kühl und dunkel geworden.Den letzten Shuttle zum Camping verpassen wir, was aber weiter nicht schlimm ist, denn, um uns zu erwärmen, rennen wir beinahe nach Hause, somit sind wir in Windeseile zurück.


Samstag 4.Mai 2013

Um sieben Uhr ist Tagwache angesagt, denn ein Wandertag steht bevor.Die Sonne strahlt bereits durch das Tal, aber eine frische Bise lässt noch keine Wärme aufkommen. Nach dem Frühstück rüsten wir unser Picknick und packen unsere Rucksäcke damit. Die Rancher warnen, dass man genügend Wasser mit nimmt auf die Trails.Gut gewappnet besteigen wir um halb neun den Shuttlebus, der uns zum Ausgangspunkt "The Grotto" bringt. Bei angenehmer Wandertemperatur steigen wir ein in den Aufstieg zum Angels Landing. Zuerst überqueren wir den Virgin River der den Zionpark durchfliesst.Im Morgenlicht erstrahlen die, mit frischem Laub bewachsenen Papeln entlang dem Fluss, in herrlichem Grün.Nun beginnt der Wanderweg erst leicht und allmählich immer steiler anzusteigen, bis er in Serpentinen bergauf klettert. Zum Glück liegen diese noch im Schatten, denn hier wandern wir im nackten Fels.Je höher wir steigen um so prächtiger die Aussicht ins Tal.




 












 
Die Ùberwindung der 450 Höhenmeter zum Angels Landing in relativ kurzer Distanz kostet mich doch einigen Schweiss, was sich aber mehr als bezahlt macht. Die imposante Bergwelt präsentiert sich wunderbar vor unseren Augen. Der letzte Aufstieg zur Plattform ist eine, nicht ganz ungefährliche Kletterpartie. Wir Vier lassen dieses Teilstück aus, wegen den vielen Leuten und entscheden uns für den Westriemweg, der uns noch etwas höher bringt.Hier hat es nur vereinzelte Wanderer und wir geniessen die Ruhe und können vorallem die Tier-und Pflanzenwelt studieren. So fliegen zum Beispiel fünf Colorado-Condore über unsere Köpfe hinweg. Traumhafte Segler, man könnte geradewegs neidisch werden, insbesondere in dieser herrlichen Bergwelt. Weiter kreuzen Goldmantel-und Felsenziesel unseren Weg. Bunt leuchten allerlei kleine Polsterblumen aus den Felsen hervor. Inmitten dieser Schönheit picknicken wir und geniessen Erholung pur.



 
Gut erholt nehmen wir den steilen Abstieg unter die Füsse zurück an den Scienc Drive im Zionpark.Dort besteigen wir erneut den Shuttle um ans Ende dieser Strasse zu fahren. Wir erwandern  noch den 1.6 Meilen langen Riverside Walk der am Eingang der Narrows endet.Hier ist der Zion Canyon nur noch eine Schlucht von wenigen Metern. Wenn das Wetter gut ist und der Wasserstand des Virgin Rivers nicht allzu hoch ist, führt eine Wanderroute direkt in der schmalen Schlucht  durchs Wasser. Da wir am heutigen Tag aber schon einige Meilen hinter uns haben und müde sind, lassen wir diesen Tripp. Glücklich und vollgestopft mit wunderbaren Eindrücken, lassen wir uns bequem mit dem Shuttlebus die ganze Länge des Science Drive durch den Zion Canyon zurück chauffieren. Nochmals füllen wir unseren Kopf mit den imposanten Naturschönheiten.Müde aber mit einer tiefen Zufriedenheit geht ein weitere Tag zu Ende.
 
 

Donnerstag, 2.Mai 2013


Hoover Damm und Valley of Fire

Wir verlassen am frühen Nachmittag, leider nicht als Millionäre, Las Vegas Richtung Boulder City und weiter zum Hoover Damm.


Die Hoover-Talsperre (englisch: Hoover Dam, ursprünglich als Boulder Dam bezeichnet) befindet sich auf der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Arizona, knapp 50 Kilometer südöstlich der Touristenhochburg Las Vegas im Black Canyon. Ihr Absperrbauwerk staut den Colorado, der hier die Grenze zwischen Arizona und Nevada bildet, zum Lake Mead auf. Der aufgestaute See weist eine Fläche von 63.900 Hektar (andere Angabe: 69.000 Hektar), eine Länge von rund 170 km und eine maximale Tiefe von etwa 180 Metern auf. Mit seinem Speicherinhalt von rund 35 Milliarden Kubikmetern ist er der größte Stausee der USA.
Der Hauptzweck der Talsperre ist die kontrollierte Wasserabgabe in Arizona, Nevada und Kalifornien. Vor dem Bau beeinträchtigten regelmäßige Überschwemmungen des Colorado sowie Dürreperioden das Leben der Siedler in den Südweststaaten, insbesondere bei der Landwirtschaft. Ein weiterer Zweck der Talsperre ist die Gewinnung elektrischer Energie. Durch den Verkauf von Strom refinanzierte sich das Projekt und trägt die laufenden Wartungskosten selbst. Der Wasserdurchlauf wird abhängig von der Menge des flussabwärts benötigten Wassers geregelt. Somit hängt auch die Menge des erzeugten Stroms von der Wasserentnahme ab.

 

Wir verlassen Hoover Damm recht beeindruckt und fahren auf der 167 zum Valley of Fire.Entlang dem Lake Mead, der wunderbar blau leuchtet in Mitten der hellen Steppe und den farbigen Höhenzüge.Diese Gegend gehört zur Lake Mead Recreation National Area, das Erholungsgebiet der Bevölkerung von Las Vegas. Einige Bootshafen und Campingplätze befinden sich entlang dem See.Immer wieder wechseln die Gebiergszüge ihre Formen und Farben.
Plötzlich, nach einem Hügelzug liegen nur noch rote Felsen in der Landschaft, das muss das Valley of Fire sein.Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Visitor Center, wo in einer Ausstellung die Entstehung dieses Tales beschrieben wird.Schön dargestellt sind auch Flora und Fauna des Parkes.

Hier im Valley of Fire soll sich einer der schönst gelegenen Campgrounds Amerika befinden. So entschliessen wir uns diesen für die kommende Nacht aufzusuchen.
Der Reiseführer hat nicht zuviel versprochen, und weil wir doch recht früh in der Saison anreisen, gibt es noch genügend Stellplätze zwischen den roten Felsen.
Schnell sind wir eingerichtet, so dass noch genügend Zeit bleibt für einen Spaziergang.Zwischen eindrücklichen Sandsteinfelsformationen klettern wir durch. Leuchtende kleine Blüten und Kakteen, grüne Grasbüschel runden das wunderbare Landschaftsbild auf. Kleine Streifenhörnchen rennen wie wild auf und zwischen den Steinen hindurch.Auf dem Rückweg zum Chruzli entdeckt Hansruedi im niedrigen Gebüsch zwei grosse , graue Hasen mit riesigen Löffeln.Diese sind überhaupt nicht scheu.Bevor es dunkel wird, machen wir Feuer um unsere Würste zu grillieren.
Am lauschigen Picknickplatz mit herrlichem Ausblick, direkt neben dem Camper genehmigen wir uns das schmackhaftes Dinnner. Die hereinbrechende Nacht mit einem unglaublichen Sternenhimmel geniessen wir Vier schweigend , und voller Ehrfurcht ob dieser Naturschönheit.








 







Sonntag, 5. Mai 2013



Mittwoch,1.Mai 2013

Las Vegas
 

Kaum zu glauben, aber wahr, wir hatten eine super gute Nacht, bis vier Uhr morgens. Schon am Abend blies ein heftiger Wind, doch der störte mich nicht. Aber was dann morgens um vier losging, machte mir doch Angst. Sturmböen fegten über den Parkplatz hinweg und rüttelten so heftig an unserem Häuschen, dass mir doch Fernsehbilder von Hurrikans, die ganze Hausdächer wegrissen und Fahrzeuge umherwirbelten, durch den Kopf schwirrten. Mir war überhaupt nicht mehr geheuer! Mit der aufgehenden Sonne, nahm der Wind an Sturmstärke ab, was war ich froh!

Renata und Karl hatten anscheinend auch zu kämpfen, denn die Beiden sind schon früh auf den Beinen. Nach dem Morgenessen geht’s zum Grosseinkauf. Zuerst decken wir uns im 99 Cent-Laden ein. Anschliessend im Walmart. Unser Einkaufswagen ist bis oben auf gefüllt, soll es doch für den Rest der Woche reichen. Denn unser Weg führt uns in den nächsten Tagen hinaus in die Wildniss, in die verschiedenen Nationalparks, wo wenig bis gar keine Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind. Wir verstauen den Grossteil der Ware in den Stauraum von Renatas und Karls Wohnmobil.  Ganz schön anstrengend so ein Einkauf.

Gegen Mittag befehlen wir unserem GPS , uns in den „Arizona`s Charlie RV Park“ in Las Vegas zu lotsen. Eine kurze Fahrt von gut 20 Minuten und wir sehen uns auf einem gut unterhaltenen Stellplatz mit unseren RV`s. Hier richten wir uns ein und geniessen alle eine Dusche in den komfortablen Badezimmern, die hier zur Verfügung stehen. Danach heisst es relaxen, damit wir für den bevorstehenden Abend in Las Vegas fit sind.

Um fünf Uhr nachmittags sind wir alle „ frisch geputz und dargetan“, bereit für den Ausgang. Per Bus fahren wir bis zum Bustransferbahnhof, wo wir umsteigen Richtung Strip. Wir sind uns noch nicht einig, wo wir aussteigen sollen, da meint Hansruedi; dass wir doch erst einmal die ganze Strasse runter und zurück in diesem Zweistöcker - Bus sitzen bleiben, denn die Aussicht vom Oberdeck ist wirklich grandios. Gute Idee! So bestaunen wir die groteske Welt von Las Vegas. Vorbei am Stratosphere Tower ( 350 M.hoch), zum Treasure Island mit der Bucaneer Bay und seiner Schatzinsel. Nachbar von Treasure Island ist das Mirage, ehemalige Showheimat von Siegfried und Roy und ihre weissen Tieger. Wynn und Encore sind die nächsten Gebäude, Kasions der Luxus-Superlative. Gegenüber von Mirage gleiten Gondeln auf den Kanälen des Venetian unter der Rialtobrücke hindurch in einen stilechten  italienischen Palazzo hinein. Unmittelbar neben Venetian steht Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Weiter fahren wir vorbei am Cesars, ein Bau römischen Palästen nachempfunden, schliesslich erwartet uns Paris mit seinem Eifelturm. Der Komplex New York-New York, der von einer Achterbahn umrundet wird. Davor die Freiheitsstatue. Staunen über staunen, bis wir uns dann doch entscheiden aus dem Bus auszusteigen um zu Fuss in diese Märchenwelt abzutauchen. Hinein geht’s in diese riesigen Gebäude, wo wir natürlich auf Spielkasinos mit Restaurants treffen. Allerlei Geschäfter, Bars ein buntes Durcheinander. Passerellen führen über die mehrspurigen Strassen von einem Gebäude zum andern. Wunderbar angelegte Grünanlagen mit verschiedenen Wasserfällen und Seen schmücken die einzelnen Hochhäuser. Vor dem Hotel Bellagio ist ein riesiger See angelegt, wo halbstündlich ein spektakuläres Wasserspiel mit Musik  zu sehen ist. Die hereinbrechende Nacht lässt Las Vegas noch farbenprächtiger und lebendiger erscheinen mit all den Lichtern und Leuchtreklamen. Wir genehmigen uns einen Lunch bevor wir weiter durch die Spielhöhlen und Luxusshopingmeilen schlendern. Musik darf natürlich auch nicht fehlen. Interessant ist es auch, den Leuten beim Spielen an den Automaten oder beim Poker zuzuschauen. Ich bin überwältigt von diesem turbulenten Treiben in Las Vegas und bekomme leicht einen „sturmen Kopf“! In einer Bar genehmigen wir uns noch ein kühles Bier, bevor wir nach Mitternacht uns auf den Heimweg machen. Man muss es einfach mal gesehen haben, diese doch leicht verrückte Welt, da sind wir Vier uns einig. Doch längere Zeit dort zu verweilen, würden wir nicht begehren!

 Bilder von Las Vegas kennt man zur Genüge und können im Google angesehen werden. Meine Nerven werden ansonsten viel zu heftig strapaziert, schnelle Internetverbindungen fehlen hier!

 




Dienstag,  30.April 2013

                                                                                                                                 

Ghost Town`s Calico  (Silberminen)


Bereits haben unsere Gäste die erste Nacht auf einem KOA Camping hinter sich und sich mit ihrem Motorhome vertraut gemacht. Nach einem gemütlichen Frühstück wird noch der Fahrplan für den heutigen Tag besprochen. Hansruedi hat noch die Pflicht seine Dachfensterabdeckung zu befestigen, die der heftige Wind weggerissen hat. Kein Problem mit seinem handwerklichen Geschick. Um halb zehn können wir starten.

Unser erstes Ziel sind die Silberminen von Calico, mit seiner Geisterstadt. Nur ca. vier Meilen entfernt vom Camping liegt Calico am Hang. Bereits bei der Auffahrt kommt uns der erste Cowboy oder besser gesagt ein Silbergräber entgegen. Beim Eingang kann man lesen, dass bereits 1886 mit dem abbauen des Silbers begonnen wurde. Calico Ghost Town`s war eine Zeitlang die grösste Silberabau –Region von Süd Californien. In den Glanzzeiten wurden in über 50 Minen , Silber im Wert von 13 bis 20 Millionen Dollars gewonnen.

Alte Holzschuppen, die die Strasse säumen, umherstehende Minenmaschinen, verrostete  Minenzugswagen, Pflüge, Kutschen, alte Räder usw. lassen uns eintauchen in die Welt des Wilden Westens, wie man es aus den Filmen kennt. Natürlich ist die Stadt mit Saloons, Krämerladen, Barbershop , Sattlerei, Postoffice und dem Sheriff mit seinem Gefängniss aufgebaut. Ein gewisser Mr.Knott hat 1956 dieses Städtchen mit einer Mine renoviert und zu einem Museum umgewandelt. Ein Rundgang durch das Innere einer Mine gibt Einblick wie hart die Arbeit dort war.

Wie überall werden selbstverständlich hier in diesen Schuppen alles Mögliche an Souvenirs angeboten und Westerngirl und Cowboys in orginal Kostümen flanieren auf den Veranden und in den Geschäftern. Wir Vier lassen uns für einen Moment zurückversetzen in die Zeit der Silbergräberei. Schon bald strömen ganze Herrschhren von Touristen nach Calico und wir sind froh, unseren Rundgang beenden zu können.

Nach dem Mittag geht es ab Richtung Las Vegas. Um die Strecke möglichst schnell hinter uns zu bringen, fahren wir auf der Interstate 15. Bei brütender Hitze und wiederum Wüste ist die Fahrt eintönig und ermüdend. Auf einer Passhöhe von 4500 Fuss machen wir einen Picknickhalt, denn hier ist es etwas kühler. Schliesslich rollen wir gegen Las Vegas, besser gesagt nach Henderson wo wir auf einem Walmart – Parkplatz uns für die Nacht einrichten, denn wir sind zu müde um noch nach einem geeigneten Camping Ausschau zu halten. Ein kurzer Einkauf im Walmart und anschliessend ein Spaghettiessen runden diesen Tag ab.

 

 

Donnerstag, 2. Mai 2013

Sonntag 28.April 2013

Auf ein Weiteres Route 66

Vom Golden Valley wo wir die Nacht verbrachten, bringt uns die Strasse Nr.68 nach Bullhead City an den Colorado River. Ein Stück südlich dem River entlang gelangen wir an das Dreiländereck Arizona, Nevada, Californien. An diesem Punkt wechselt die Zeit vom Mountain Time zur Pacific Time. Ganz schön verwirrend, denn Nevada und Californien kennen auch die Sommerzeit, hingegen Arizona wechselt seine Zeit nicht. Weiter geht die Fahrt auf der 95 bis hin zur Interstate 40.Bei Ausfahrt 115 wechseln wir wieder auf die alte 66.Wiederum nichts als Steppe, die wir durchqueren.Bei Amboy taucht plötzlich ein schwarzer Krater auf und die Umgebung in einem Umkreis von einigen Kilometern ist mit schwarzer Lava bedeckt.Ein eigenartiges Bild , mitten in einer flachen Steppe dieser Vulkankrater. Später tauchen noch mehrer kleinere Kraters auf. Diese Lavavorkommniss sind aber die einzige Abwechslung auf der Strecke nach Ludlow wo die alte Route endet und in die Interstate 40 mündet. In Ludlow wollen wir auftanken und sehen uns urplötzlich inmitten hunderten von Motorradfahrern. Wo kommen die alle denn jetzt her ? Auf der Strasse vorher war praktisch keiner auszumachen. Wir stellen uns mit unserem Chruzli schön brav in die Reihe um zu tanken, dabei starte ich mit ein paar Motorradfahrern ein Smalltalk und will wissen woher sie kommen. Man erklärt mir, dass unten am Colorado River in Ludlow das alljährlich einmal stattfindende Motorradtreffen abgehalten wurde, und sich nun alle nochmals eindecken mit "Moscht" bevor sie die Heimreise antreten.
Während des Wartens bestaune ich die Vielfalt der Motorräder und wie diese alle fein säuberlich herausgeputzt sind.
Schliesslich nehmen wir nun unser Tagesziel ins Visier, der Camping in Barstow.Dort bekommen. wir einen angenehmen Platz unter Bäumen zugewiesenEm.

Montag 29.April 2013


Anreise von Renata und Karl



Wir Beide haben uns tüchtig ausgeschlafen und genehmigen uns ein gutes Frühstück.wo wir besprechen,was wir heute alles erledigen wollen.
Hansruedi will sich eine Garage aussuchen um unserem Chruzli nochmals das Òl zu wechseln, es wurde ihm empfohlen rein Syntetisches einzufüllen, was er beim letzten Male nicht gemacht hat.Auf Empfehlung der Officedame im Camping werden wir sehr rasch fündig.Eine gute Stunde Arbeit benötigte der Mechaniker und unser Portemonaie ist um 100$ erleichtert, nicht schlecht alles inclusive.
Anschliessend tätigen wir einen Einkauf um unseren ankommenden Gästen ein richtig amerikanisches Barbecue zu bieten.
Die drückende Hitze von gut 38°C. treibt uns den Schweiss aus den Adern, was uns so rasch wie möglich zurück treibt auf den Camping.Hansruedi gönnt sich als erstes ein Bad im Pool, während ich noch Wäsche wasche. Einmalig, beim Aufhängen der Wäsche ist es doch tatsächlich so; als ich fertig bin mit aufhängen, kann ich gleich wieder von vorne weg die trockenen Stücke abnehmen, herrlich.So ist der Waschtag ein Leichtes!!!
Wir gönnen uns noch ein Nickerchen bevor Renata und Karl eintreffen.
Gegen halb sieben, immer noch sehr heiss fahren die Beiden auf dem Campground ein.