Montag, 7. Januar 2013

Missionen von San Antonio



Sonntag 6.Januar 2013

Heute Sonntag weckt uns tatsächlich die Sonne die in unser Chruzli scheint.Das macht Freude und das Aufstehen ist eine Wonne.Wie es sich gehört genehmigen wir uns einen sonntäglichen Brunch mit Ei ,Käse Wurst und natürlich frisch gebackene Brötchen.Herrlich, jetzt macht mir das Essen auch wieder Freude.
Danach konsultieren wir den Wetterkanal, der für heute und morgen sehr angenehmes Wetter vorhersagt, dann aber Dienstag und Mittwoch wieder Regen.So beschliessen wir noch einen Tag länger, bis Mittwoch hier in San Antonio zu bleiben.Hansruedi möchte am Chruzli noch einen Òlwechsel  machen, bevor es weitergeht in den Wilden Westen von Texas.

Für heute haben wir noch Freiefahrt auf dem Stadttrolley in San Antonio, das wollen wir nützen um uns die verschiedenen Missionen mit ihren alten Gebäuden anzusehen.Per Bus erreichen wir in 20 Minunten das Stadtzentrum, wo wir den Trolley besteigen und uns zur ersten Station, der Mission San José fahren lassen.Phillip, ein schwarzer Chauffeur begrüsst uns enthusiastisch, denn er erkennt uns noch von gestern.Pünktlich startet Phillip und beginnt gleich mit seinen Ausführungen über die Geschichte der Stadt.Er hat ein tolles Mundwerk, denn während einer ganzen Stunde Fahrt wird er nicht schweigen, das haben wir gestern zu Ohr bekommen.Zum Glück erreichen wir nach gut 15 Minuten die erste Missionsstation San José, wo wir aussteigen.




Mit den Spaniern kamen um 1750 die Franziskanermönche in das Gebiet von San Antonio und missionierten die hier lebenden Indianer.Die Missionare bauten mit den Indianern hier ihre Kirchen und Klöster.Weiter lehrten sie die Indios das Verarbeiten von Eisen und das Bewirtschaften von Feldern.Die Indianer bewohnten kleine Kartausen die in den Ringmauern der Klöster untergebracht waren.Die Mission San José hat 84 solcher Kartausen in den Gemäuern.




Die Mission San José wird heute wieder von Franziskaner Mönchen betrieben,die aber in moderenern Behausungen neben der alten Klosteranlage wohnen.Wir haben Glück, denn heute ist ja DreiKönigstag, in der wunderschönen Kapelle, in spanisch/mexikanischen Farben gehalten, findet eine Messe statt. Wir wollen uns diese Zeremonie nicht entgehen lassen.Eine 10 Mann/Fraukappelle spielt Live Musik und eine Kirchenchor singt dazu.Anders als wir es gewohnt sind ertönt die Musik.Frisch und "lüpfige "Musik, nicht gerade leise sondern sehr kräftig.Die Trompeten, Posaunen Gitarren und Geigen erklingen im mexikanischen Musikstil.
Die Bevölkerung ist voll integriert und gestaltet den Gottesdienst.Ein junger Mann singt im Stil eines Tenors die Fürbitten, von einer jungen Frau wird er mit der Gitarre begleitet.Die Beiden sind wohlverstanden in einer mexikanischen Tracht gekleidet.
Nach einer guten halben Stunde verlassen wir die Messe und sehen uns im Visitor Center noch ein Video über den Werdegang der Klöster rund um San José an. Der Film macht deutlich wie die Indianer von den Missionaren gelehrt wurden, aber dass dies nicht ihrem Lebenstil entsprach.Die indianische Bevölkerung war ihrer Freiheit und ihrem Lebenstil beraubt.Nach 10 Jahren Missionierung waren 70% der indianischen Bevölkerung weggstorben.Die spanischen Patres und Einwanderer brachten ihre Krankheiten mit und dem Indianer wurde seine Lebensgrundhaltung unterbunden, was ihn sterben liess.


Mit der Revolution entstand dann der Staat Texas und die Mönche wurden auch vertrieben.Die kehrten aber wie erwähnt nach ca.150 Jahren Abwesenheit wieder hier her zurück, und haben gute Arbeit geleistet, denn uns scheint , dass hier die Bevölkerung sehr religiös ist.

Nach 11/2 Stunden besteigen wir wieder den Trolley von Phillip,der zwischenzeitlich eine Runde gedreht hatte.Wir bitten ihn, uns bei der nächsten Mission aussteigen zu lassen.So erreichen wir die Mission Concpcion in der Nähe des Stadtzentrums.Ich lese,dass diese Kirche,auch aus den Jahren 1720 erbaut, die älteste,nicht renovierte Missionskirche in den USA sei.



Auch diese Kirche ist im gleichen barocken Baustil errichtet.Die Inneneinrichtung ist etwas ärmlicher aber auch schön farbig.Neben der Kirche ist der Maria von Guadelupe,die hier Wunder gewirkt haben soll, eine Grotte errichtet.
Hier laden Sitzbänke zum Beten ein.Wir Beide benutzten diese um uns an der herrlich warmen Sonne zu erwärmen und auf den Trolley zu warten.Nach 40 Minuten kommt dann unser Taxi und zurück gehts ins Stadtzentrum, wo wir noch etwas "lädele"wollen.
Kaum im ersten Geschäft, will ich die Sonnenbrille gegen meine Brille austauschen----doch-----oh Scherck----mein Brillenetui ist nicht mehr in der Jackentasche.!!!! Ich habe sie verloren.
Mir wird heiss und schlecht,was mache ich ohne meine Brille? Wo ist sie geblieben?Ich renne zurück zum Trolley und sehe mich im Innern dieses um, aber oh weh,--- nichts.Im Office des Trolley erkläre ich den Damen mein Probleme.Mauren ist sehr freundlich und hängt sich sofort ans Telefon und telefoniert mit dem Visitor Center in San José und mit Phillip dem Trolleyfahrer.Alle werden nachschauen und zurückrufen,sehr nett.Ich und Hansruedi beschliessen nochmals mit Jack dem Trolleyfahrer nach der Mission Concpcion zu fahren und dort zu suchen.Lange 30 Minuten später treffen wir dort ein, wo ich sofort ins Rancherbüro stürtze um mich zu erkundigen, ob ev.Jemand meine Brille gefunden hätte und hier hinterlegt hätte.Die Dame nickt ganz cool nach meiner Frage und holt im Büro meine Brille.Oh, herzlichen Dank, ich kann ohne meine Brille nicht mehr sein, erkläre ich der Dame.Das kann ich gut verstehen meint Sie.Ich bin überglücklich und mir kommen beinahe die Tränen, denn dieses Vorkommniss hat micht nun einige Nerven gekostet.!Uberglücklich gehe ich nach Draussen wo Hansruedi am Suchen ist.Auch er atmet erleichtert auf. Was sind das doch für Schreckminuten, klar kann man Neue kaufen,aber das Buget will man ja auch nicht unnötig belasten.
Ich setzte mich sofort in die Kirche und bete als Dank ein "Vaterunser"!
Bis wir wieder den Trolley besteigen, geht die Sonne unter und wir beschliessen nach Hause zu fahren um uns mit Essen und Trinken zu stärken.

Sonntag, 6. Januar 2013

San Antonio


Freitag 4.Januar bis Dienstag 8.Januar



 ist eine Stadt im US-amerikanischen Bundesstaat Texas und liegt am gleichnamigen Fluss. Sie ist County Seat des Bexar County.
Mit 1.327.407 Einwohnern ist San Antonio die siebtgrößte Stadt in den USA, nach Houston die zweitgrößte Stadt in Texas und damit die größte zweitgrößte Stadt eines US-amerikanischen Bundesstaates. Der wirtschaftlichen Bedeutung nach liegt San Antonio im Staat Texas an dritter Stelle, hinter Houston und dem Ballungsgebiet Dallas-Fort Worth.
Die kulturelle Vielfalt der Stadt ist von spanischen, mexikanischen, angloamerikanischen und deutschen Einflüssen geprägt.
International bekannt ist die Stadt San Antonio durch ihre Basketball-Mannschaft, die San Antonio Spurs, durch das Fort Alamo, sowie den River Walk.

 

Geschichte

San Antonio ist die älteste Stadt in Texas. Das Gebiet wurde 1691 erstmals von einer spanischen Vorhut erkundet. Der Name geht zurück auf den Heiligen Antonius von Padua, an dessen Gedenktag die Missionare in der Gegend haltgemacht hatten. 1718 bauten die Franziskaner (OFM) die Missionsstation San António de Valero, jenes Gebäude, das heute gemeinhin als das Alamo bekannt ist. Bei einem Militärstützpunkt zum Schutz der Missionare wurde 1735 die Siedlung San Antonio de Béxar gegründet, von der die heutige Stadt abstammt.
Die Stadt war zunächst Teil der spanischen Besitzungen und dann derer von Mexiko. San Antonio wurde am 9. Dezember 1835 von Truppen der bald daraufhin ausgerufenen Republik Texas im Aufstand gegen das mexikanische Regime von Antonio López de Santa Anna erobert.


Mit dem Bus der direkt vor den Toren des Campings haltet, fahren wir heute Samstag in die Stadt, und das bei fast Sonnenschein, oh Wunder !!Die Fahrt dauert knappe 20 Minuten und wir stehen in der Downtown.Eine gepflegte, moderne Stadt erwartet uns.Einige Hochhäuser , fast alles Hotelanlagen prägen die Innenstadt von San Antonio.Wir machen uns gleich auf zum Alamo, diesem geschichtsträchtigen Ort , siehe oben. Ganz im Mexikanischen Stil erbaut zeigt sich das Fort.



Samstag, 5. Januar 2013

Corpus Christi


Mittwoch 2., Donnerstag 3.Januar 2013


Das Leben hat mich wieder zurück, ich komme wieder zu Kräften und kann wieder essen, Gott sei gedankt!
Heute gilt es wieder einmal unser Sweethome zu putzen, was ich seit langem nicht mehr erledigen konnte.Der Wäschekorb überläuft auch.Eins nach dem Andern, ducement!
Nach dem Mittag gefällt mir unser Chruzli wieder viel besser.Wir beschliessen noch einen Fussmarsch in die Downtown zu unternehmen.Eingepackt in Mütze und dicker Jacke finden wir uns nach ca.30Minuten in den Hochhäusern von Corpus Christi, natürlich alles Bankengebäude.Aber bis wir hier waren, ein ganz anderes Bild.Eine verarmte, verlotterte Stadt und eine Anhäufung von Obdachlosen.Wir steigen vom Bankenplatz über eine Treppe hinunter zum Hafen.Ein riesiger Jachthafen mit wunderschönen Booten.Der Uferweg ist ganz schön angelegt und es muss lauschig sein bei Sonnenschein und Wärme hier zu flanieren.Wir Beide sind schon glücklich dass es endlich mal aufgehört hat zu regenen.
In einem Subway erwärmen wir uns mit einem Sandwich und Kaffee, bevor wir entlang dem Wasser weiterspazieren um danach wieder den Hügel emporzusteigen.Dort kommen wir an der Kathedrale vorbei, und lassen es uns nicht nehmen, hineinzuschauen.




Eine Kirche nach Mexikanischem Stil. Schwere Eichenholzbänke und ein Kachelboden schmücken das Innere.Wunderbare Glasfenster in allen Farben und eine riesige Orgel sind der Schmuck dieser statlichen Kathedrale.Wir verweihlen hier drinnen eine ganze Weile , da es herrlich geheizt ist.Schliesslich treten wir durch die Leopardstrasse den Heimweg an.Nach diesen zwei Stunden Spaziergang bin ich erledigt als ob ich auf den Niesen geklettert wäre! Aber es hat mir wohl getan.
Nun hoffe ich doch , dass meine Genesung sich weiter gut entwickelt und ich auch wieder Energie bekomme das Reisen zu geniessen und mein Tagebuch wieder mit Erlebnissberichten  füllen zu können.
Wir Beide stellen fest, dass dieser Umweg hierhin sich nicht gelohnt hat, zumal das Wetter nicht so freundlich ist und am Golf , wo wir uns eigentlich ein lauschiges Plätzchen suchen wollten, ist alles von Òlrafinierien, Eine nach der Andern vollgepflastert.Kein schöner Anblick, aber irgendwo müssen wir unsern Òlkonsum ja verarbeiten.!!!

Prosit Neujahr


Dienstag 1.Januar 2013


Eine grausame Kälte weckt uns am ersten Tag dieses neuen Jahres.Der Himmel grau in grau, schnell die Heizung an und wieder unter die Decke!! Ein Knurren des Magens nimmt uns dann aber doch aus den Federn.Heute kann ich wenigsten wieder ein paar Bissen essen. Noch vor dem Mittag haben wir die Interstate 10 erreicht und die bringt uns quer durch Housten Rrichtung Süden.

Mehr als eine Autostunde Fahrt bei Tempo 95 brauchen wir um diese riesige Stadt zu durchqueren.Anscheinend ist der Vormittag des 1.Januars ideal , denn es herscht nur schwacher Verkehr, auf der fünfspuhrigen Autobahn.Ich bin doch etwas fiter heute und nehne die Umgebung besser wahr als auch schon.




Wir lassen Housten hinter uns ohne dass wir uns diese Stadt zu Augen führen.Schon bald sind keine Häuser mehr in Sicht und wir bekommen zum ersten Mal einen Eindruck von den Weiten des Wilden Texases.Flach ,flach und nocheinmal flach!! Hier wird grosse Mengen von Reis angepflanzt.Die Felder sind bereits fein säuberlich bestellt, nun fehlt nur noch die Sonne und die Wärme.



Wir bringen heute ganz schön viele Kilometer auf den Tacho als wir am späteren Nachmittag Corpus Christi erreichen.Auf dem Hatch RV Park auf Stadtgebiet richten wir uns ein.Es ist zwar noch bissig kalt, aber es hat nicht geregnet und wir finden der Himmel ist klarer geworden, die Sonne kann nicht mehr weit sein.

Freitag, 4. Januar 2013

Grippe



Freitag 28.Dez.2012


Nach einer unruhigen, Hustennacht zeigt mir das Thermometer 39.2°Fieber an und dies am Morgen. Ich braue mir ein heisses Tee und dann nichts wie zurück unter die Decke.Auch Hansruedi klagt heftige Kopfschmerzen und auch er hustet. An eine Weiterfahrt ist kaum zu denken.Wir verlängern unsern Aufenthalt in New Orleans um einen Tag.Viel zu erzählen gib es da nicht, den Tag verbringen wir mit Teetrinken, Tabletten schlucken und dösen.Mein Kopf lässt auch kein Denken zu , so dass ich nicht einmal wütend sein kann über das Ùbel.


Tabasco Factory

Samstag 29.Dez.2012



Ich hatte eine relativ ruhige Nacht und somit konnte ich auch ein wenig schlafen.Hansruedi meint ihm sei es auch wieder wohler, ob wir eine Weiterfahrt wagen können? Er studiert den Wetterbericht für den Süden, der nicht allzu rosig ausfällt, wie auch der von New Orleans.So starten wir kurz vor Mittag Richtung Lafayette, wo wir unterwegs noch gedenken die Tabasco Factory auf Avery Island zu besuchen.Die Autofahrt behagt mir nicht und zwischendurch döse ich, eingepackt in Strickjacke und Skijacke! Nach dem Mittag erreichen wir Avery Island und besuchen die Fabrikhallen der Tabascoherstellung, die seit Jahren fest in der Hand der Familie McIlhenny ist.Eine junge McIlhenny Frau führt uns ein Stück durch die Geschichte der Tabascosaucen-Herstellung,schliesslich kann man dann noch selbständig die Abfüllanlagen besichtigen.Ein Shop mit all den Tabascoprodukten und mehr fehlt hier auch nicht. Ich laufe wie in Trance durch den Betrieb und bin froh mich wieder in unser Sweethome legen zu können.


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Jahresausklang

Sonntag 30.Dez.und Montag 31.Dez.2012

Die beiden Tage gibt es von mir nicht viel zu berichten, denn ich nehme kaum die Umgebung wahr, derweilen Hansruedi unser Chruzli südwärts steuert.Grau in grau und Dauerregen erschweren mir noch die Augen zu öffnen.Am Silvesterabend stehen wir schliesslich in Baytown in der Nähe von Housten und schaffen es kaum etwas zu essen , geschweige denn einen Champis zu öffnen um das neue Jahr zu begrüssen.Nein um 20.00 Uhr stecken wir Beide wieder tief unter der Decke.Gegen Mitternacht werden wir von einem Wolkenbruch sondergleichen geweckt.Während guten 40 Minuten öffnet Petrus eine Schleuse und es fällt Wasser vom Himmel wie ich dies noch nie erlebt habe.
Danach haben wir das Gefühl, dass die Welt still steht, denn es ist kein Laut mehr zu hören.Somit schlafen wir wieder ein und wechseln ins neue Jahr.
ADE,  du abwechslungsreiche , spannendse und anstrengendes Jahr 2012!!!


Donnerstag, 3. Januar 2013


KOA Campground New Orleans


Dienstag 25./ Mittwoch 26.Dez.2012


Das schöne Wetter von gestern Abend hat uns in der Nacht verlassen. Heftige Sturmböhen fegen über den Campground und die Regentropfen fallen horizontal vom Himmel.Wir lassen es uns unter der Decke ganz schön lange ruhen, bevor uns dann doch ein Knurren im Magen aus den Federn treibt.Der Sturm treibt weiter sein Unwesen und ab und zu schlagen Àste und Zweige auf unser Dach, so dass wir aufschrecken.Recht ungemütlich, wie muss das bei einem Hurrikan daherkommen ? Wir sind froh als es am frühen Nachmittag ruhiger wird.So können wir auch unser "Chruzli" verlassen ohne dass wir gleich vom Winde verweht werden.Ich wasche noch zwei Maschinen Wäsche derweilen Hansruedi sich in einem Buch vertieft.Mit diesem Sturm ist es bitter kalt geworden, knappe 10°C im Gegensatz zu den 25°C von gestern.So "vertöhrlen" wir den Tag auf unserem 6m / 2.30m Wohnhaus ,kaum ein paar Schritte vor der Tür.Aber auch so wird es Abend.

Der 26.Dez.zeigt sich zwar sonnig, aber immer noch recht kalt und windig.Wir müssen heute mal an die frische Luft.So spazieren wir auf dem Damm dem Mississippi entlang, winterlich eingepackt.Allzu lange mag ich aber nicht, denn bereits in der Nacht hatte ich vereinzelt Schüttelfröste und kratzen im Hals.Zurück im Camp brauen wir uns ein warmes Tee und ich muss mich hinlegen.Nach einem wärmenden Nachtessen, spielen wir eine Rund Yatzi und machen noch einen Jass.Das erfordert all meine Kräfte und ich frage mich was das soll.Ich lege mich früh zu Bett und hoffe auf einen tiefen Schlaf.


Raddampfer "Natchez"



 
 
Donnerstag 27.Dez.2012


Wir fahren bereits um neun Uhr mit dem Bus in die Stadt. Der Wind hat ziemlich nachgelassen aber es ist weiterhin kalt.Wir kaufen uns zwei Ticket um mit dem Raddampfer Natchez eine Fahrt über den Mississippi zu machen, das wollen wir uns nicht entgehen lassen.
Bevor es um 11.00Uhr losgeht rennen wir noch ins Wahrenhausviertel um für Hanslis Uhren neue Batterien zu besorgen und eventuell ein neues Armband.
Dann nichts wie zurück an den Fluss, denn bereits spielt die Dampforgel auf der Natchez, was soviel heisst wie, dass es bald losgeht.
Wir stellen uns ganz brav in die Schlange wo nur Einer nach dem Andern eingelassen wird, und das erst, wenn man sich von einer Fotografin hat ablichten lassen! Dann aber steigen wir auf den alt, ehrwürdigen Dampfer. Ein netter Matrose weist den Passagieren die verschiedenen Gangways.Wir Beide drehen mal eine Runde auf dem obersten Deck um dann anschliessend ins Innere des Dampfers uns umzusehen.Freundlich empfängt uns ein Herr im Lunchroom und weist darauf hin,dass das Buffet bereits eröffnet sei.Eine Dreimannband spielt Dixiland um die Gäste zu begrüssen.

 








Das Buffet sieht lecker aus, was uns bewegt gleich uns mit diesem zu verköstigen, bevor die grosse Masse hereinstürmt.Es gibt Catfish, Jambalaya und weitere creolische Spezialitäten.Dazu Weisskohlsalat und und süsser Griessbrei.Die junge Frauen legen gleich von allem auf den Teller.Typisch amerikanisch.Wir lassen es uns schmecken, es ist wirklich sehr lecker gekockt.Vorallem der Catfisch hat es uns angetan.
Versuche ja nie dein Besteck auf den Tellerrand zu legen bevor Du fertig bist mit essen, denn sofort steht eine junge Kellnerin neben Dir und fragt ob Du fertig bist.Unglaublich, mein Teller ist noch voll und ich habe eben erst angefangen zu essen, so will sie schon wieder abräumen!!
Frisch gestärkt verlassen wir den Lunchroom um uns den Rest des Schiffes , dass zwischenzeitlich ausgelaufen ist, anzusehen.Eine Bar, ein Giftshop, und den Maschinenraum durchstöbern wir.


 
Dann setzten wir uns auf das Zwischendeck und lassen die vorbeigleitende Landschaft auf uns wirken.Eigentlich nicht sonderlich schön, dem ganzen Mississippi entlang liegen die Zuckerfabriken und Òlraffinerien.Das Wasser ist mit unzählig vielen, grossen Frachtschiffen belegt.


 
Langsam plagen mich wieder Schüttelfröste und es wird mir heiss, Fieber? Ich setzt mich wieder in den Lunchraum um mich zu erwärmen, derweilen Hansruedi weiterhin die Mississippifahrt draussen geniesst.

Ich bin froh als wir pünktlich um halb zwei wieder anlegen und ich mit ziemlichen Kopfschmerzen das Schiff verlassen kann.
Bis uns aber der Bus wieder abholt dauert es noch.So schlendern wir erneut durch das French Quarter und das Wahrenhausviertel, wo ich mich zwischendurch hinsetzen kann.
Völlig durchfroren und schlotternd kommen wir um sieben Uhr zu Hause an, wo ich nur noch unter die Decke schlüpfe
.Definitiv eine heftige Erkältung!! Schei.........!
 

Mittwoch, 2. Januar 2013


Heilig Abend in New Orleans


Montag 24.Dez.2012




Wir verbringen den Vor-und Nachmittag auf dem Camp und werden um 17.00 uhr mit dem Shuttlebus in die Stadt fahren um uns einen gemütlichen Musikabend zu gönnen.Es ist wunderbares Wetter bei 25°C , das uns erlaubt unser Weihnachtsmahl draussen zu geniessen.Unser teures Weihnachtsgeschenk, ein Backofen für 19.90$, wollen wir gleich einweihen.Ich richte einen Kartoffelgratin und gemischter Salat. Hansruedi brätelt auf dem Grill Bratwürste.Ein fast "schweizerisches"Menue! So geniessen wir ein herrliches Mahl in Sonnenschein.

Frisch gestärkt stürzten wir Beide uns in ein sonntäglicheres Tenue und steigen als einzige Gäste in den Shuttlebus.Bob erkundigt sich bei uns wo wir denn hin wollten, so könne er uns direkt dort ausladen.Ein toller Service.In der Frenchman Str.wo ziemlich viele Musiklokale sind, ensteigen wir dem Bus uns wünschen Bob fröhliche Weihnachten.

Leider ist um diese Zeit noch nicht so viel los, doch für einen Apero finden wir eine Bar mit zwei jungen Jazzmusikern.Gerade richtig zum Einstimmen.Schliesslich schlendern wir gemütlich durch die Strassen und werfen ab und zu einen Blick in Lokale wo bereits Musik läuft.Die Lokale alleine sind schon einen Besuch wert.Schräg, illuster oder was weiss ich!





Schliesslich verlassen wir die Frenchman Str.und schlendern im Vieux Carrè umher.Bald werden wir in der Bourbon Str.in der legendären Preservation Hall aufmerksam auf guten Jazz.Wir haben Glück und finden zwei Sitzplätze wo wir während den nächsten zwei Stunden herrlichen Jazz geniessen können.Jamil Sherif mit seiner Band bietet uns diesen "Ohrschmaus". In der Pause kaufe ich eine CD von Jamil und er will wissen woher ich komme. Ah , schwyzeri, Im was playing in Switzerland in Luzern, Basel, Genf  I love it!! Da wir Beide mit der Jazzszene nicht so vertraut sind, konnten wir natürlich nicht wissen , was für ein internationaler Musiker wir da vor uns haben.Später lese ich auf der CD ,dass dieser bei vielen Musikvertonungen von Filmen mitbeteiligt war.So auch beim Film über Roy Charles.

 
 
 







 



Als das Repetoir sich zu wiederholen begann, enschliessen wir uns nach anderer Musik umzusehen.
Wir werden schon bald auf eine tolle Pianistin, Japanerin aufmerksam, die ein ganz tolles Tempo auf die Tasten schmettert.So verweilen wir einige Minuten vor dieser Bar und lauschen diesen Pianoklängen.Später setzten wir uns in die Fritzle-Bar , wo wir Dixiland zu Ohr bekommen.
 
Die Zeit verläuft im Nu und es ist schon halb zwölf als wir uns aufmachen zur Kathedrale, wo wir der Mitternachtsmesse beiwohnen wollen.
Oh , Schreck, als wir hier eintreffen ist die Kirche schon übervoll.Wir stellen uns zwischen das wartende Volk. Ich überlege ob ich das so durchstehe, erstens sehe ich überhaupt nichts und das enge Ineinander mit den komischen Düften behagt mir überhaupt nicht. Als ich so überlege, kommt eine ältere Dame durch die Menge gedrängt auf mich zu und bitte mich mitzukommen.Ich kann gerade mal noch Hansruedi in den Schlepptau nehmen, was der Dame nicht behagt.Sie lotst uns durch die Menge und weist uns in der vorderen Hälfte der Kirche zwei Sitzplätze zu.
Was ist jetzt passiert, dass wir so priviliegiert sind und sitzten dürfen.Entweder sehe ich so alt und "abegekeibet" aus oder was ? Wir werden nicht schlau, aber geniessen das Sitzen umso mehr.
 
Der Erzbischof von New Orleans persönlich zelebriert die Messe, begleitet von einem Gastbischof.
Der hauseigene Kirchenchor begleitet von einer jungen Solosängerin umrahmen den Gottesdienst sehr feierlich.Eine pregnante,kurze  Predigt vom Erzbischof wirkt sehr posiriv auf mich.Ein lebendiger Bischof der mir sehr symphatisch ist..Die Messebesucher wirkten sehr religiös auf uns Beide, vielleicht ist dies wegen der vergangenen Katastrophen die sie miterleben mussten, ausgeprägter.
Beim Verlassen der Kirche schüttelte der Bischoff allen Besuchern die Hand und wünschte schöne Weihnachten.
Wir Beide suchen uns ein Taxi um nach Hause zu kommen.Gegen drei Uhr morgens lassen wir uns, zufrieden ob diesem gelungenen Abend, in den Schlaf baumeln.