Mittwoch, 14. November 2012

Miami Beach



Montag 12.November 2012

Gut erholt und zufrieden erwachen wir bei Regenwetter. Was soll denn der Regen, heute wollen wir doch an den Strand der Strände, den Miami Beach fahren, da wäre es doch toll bei Sonnenschein?

Gemütlich nehemen wir ein leichtes Frühstück und die Prognose von Hansruedi, dass es schnell wieder schöner wird, bestätigt sich. Auf dem Weg zur Bushaltestelle schwitzen wir bereits tüchtig, liegt doch die Luftfeuchtigkeit bei mehr als 70%.Die Bussfahrt erweist sich heute als mühsam und langwierig, doch auch diese hat ein Ende.Schon bald warten wir beim Couverment Center auf den Bus C 120 der uns nach Miami Beach bringen wird.Die öffentlichen Verkehrsmittel sind hier ganz schön billig, eine Tageskarte die auf allen Transportmitteln gültig ist kostet uns gerade mal 7$, und unsere Reise bis hierhin dauerte schon mal knappe 2 Std.Nach kurzer Fahrt über den Miami River erreichen wir nun den Nobelort Miami Beach South.An der Ladenstrasse Collins, wo man alles findet an Modehäusern die die Welt kennt, steigen wir aus.Entsprechend sind auch die Preise, obwohl zum Teil Ausverkauf ist, unser Portemonnaie ist schlicht nicht für diese Klasse gepolstert.Trotzdem durchstöbern wir den einen oder andern Laden um mit unsere "Wundernase "zu schnuppern.

Danach machen wir uns nun an den Strand, wo sicherlich David Hasselhoff oder Pennelope Cruz anzutreffen sind, meint mein Hansli.grinsen meinerseits.Hihihihi.......
Ein breiter, wunderschöner, nicht endenwollender Strand erstreckt sich vor unseren Augen.Das türkisfarbene Meer mit seinen tossenden Wellen, denn es bläst ein heftiger Wind, ergeben ein herrliches Bild.


Wirklich nicht zu verachten, auch die Beachboys mit ihren tollen Bodys auf ihren Wachposten,die vielen Touristen mit ihren knappen Badehosen und Bikinis, Models oben ohne,  tragen dazu bei, ein perfektes, filmreifes Bild von Florida abzugeben. Ein Spaziergang nahe dem Wasser lässt aber doch erkennen, dass zum Beispiel das Wasser ziemlich verschmutzt ist.Auffällig ist hier auch die grosse Anzahl der Schwulen die sich hier amüsieren, was bei Hansruedi doch Unbehagen hervorruft! Der Wind und die Sonne setzten uns ganz schön zu, so dass und der Durst und Hunger bald zwingt ein lauschiges Plätzchen in einem Restaurant aufzusuchen.Auch hier verfolgen wir aufmerksam das Treiben und Flanieren der Touristen.Anschliessend durchqueren wir nochmals die Strassen und Läden von South Beach und genehmigen uns schlussendlich noch einen Drink, wie sich das hier zu " Happy Hour" gehört.


Dieser Drink fährt ganz schön ein und leicht beschwipst tretten wir den Rückweg über Downtown an. Todmüde ob dem Tripp sitzten wir im Bus und kämpfen gegen den Schlaf an.Wir müssen aufmerksam sein, denn nun ist der Bus im Schnellzugtempo unterwegs, und unsere Station SE 312 wo wir aussteigen müssen, ist schon bald erreicht.
Eine kühlende Dusche spühlt mir den Sand und die vielen Gedanken des heutigen Tages vom Leib.

Dienstag, 13. November 2012

Homestead Florida

Boardwalk RV-Resort


Sonntag 11.November 2012

Faulenzen, Nerven entspannen und leichter Kulturschock verdauen, das ist unsere heutige Tagesaufgabe. Und das bei herrlicher Temperatur 27° im Schatten und dies im November, einfach wunderbar für uns! Wir denken auch an euch Daheimgebliebenen und schicken einige Sonnenstrahlen ins neblige "Schwyzerländli"!
Unser Chruzli wird langsam zur Attraktion, denn überall wo wir uns hinstellen, dauert es nicht lange und die Neugierigen versammeln sich vor unserem Häuschen. Die Grösse, respektive die Kleine des Fahrzeuges wird bestaunt, kennt man hier doch fast nur 40feet Gefährte usw.So wollte ein kanadischer Automech. den Motor sehen und konnte kaum fassen was er da zu Auge bekam,vier Zylinder,das gibts doch gar nicht mit Diesel,so seine Aussage.Wo kann man denn ein solches WoMo erwerben, was kostet sowas, wieviel Kraftstoffverbrauch usw. all diese Fragen plagen die Neugierigen.Sie finden es alle "mega" toll dass man mit so einem kleinen Fahrzeug auf Reisen sein kann.Wir Beide überlegen uns schon bald was wir verlangen wollen bei einem eventuellen Verkauf!!!!!!  Hahaha....... Sollen wir die Dollars rollen lassen?
Hier auf diesem Platz haben die Québecer ihren Winterplatz eingerichtet und es wird praktisch nur französisch gesprochen, ein bisschen anders als das Unsrige.Ein Ausgewanderter Schweizer aus Bulle klopft ebenfalls an unsere Tür. Er lebt seit vielen Jahren in Canada und seit seiner Pension im Winter immer hier in Florida, den Sommer über in Québec. Er erklärt uns dass bis zu 1 Million Einwohner aus Québec den Winter über nach Florida flüchten, desshalb ist es auch so schwierig einen Campingplatz zu finden der noch freie Stellplätze hat im Dezember bis Februar.Von ihm erhalten wir einige gute Reisetipps. Auf sein Raten hin buchen wir schliesslich in den Everglades auf dem Flamingocamp ganz im Süden zwei Nächte,für die kommende Woche, dies mit Erfolg.
So geht auch dieser Tag zur Neige, leider ist es hier um sechs schon wieder dunkel und ziemlich still.Wir geniessen den Abend mit einem schmackhaften Essen und einem Glas Wein.

Miami Florida

 

Miami [maɪˈæmɪ] ist eine Großstadt am Miami River im Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida mit 399.457 Einwohnern (2010)[1] und Sitz der County-Verwaltung. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 143,1 km². Die Agglomeration South Florida Metropolitan Area umfasst viele kleinere Städte und die nicht unerhebliche Unincorporated Metropolitan Services Area (UMSA) und beherbergt insgesamt über 5,5 Millionen Einwohner. Der Name „Miami“ kommt von dem indianischen Wort Mayaimi (großes Wasser). Der Miami River liefert das Wasser in die Everglades und fließt von dort in den Atlantik.

 


Samstag 10.november 2012

 

Wir Beide verlassen bereits um 8 Uhr in der Früh unser vierräderiges Heim um mit Bus und Metro in die Innenstadt von Miami zu fahren. Ùbers Internet haben wir uns am Vorabend schlau gemacht und herausgefunden, dass das von unserem Standplatz aus die bequeme Lösung ist. Kein Verkehrststress und kein Suchen von Parkplatz, all dies bleibt uns heute erspart.

Die Bushaltestelle ist nur ein 10 minütiger Fussmarsch entfernt vom Camping. Schnell stellen wir fest, dass der Bus das Transportmittel der Aermsten von Florida ist, für einmal sind wir die Ausländer die mit kritischer Mine beobachtet werden. Welch ein Gegensatz , sahen wir die letzten Tage lauter luxuriöse Villenviertel , wo mit teuren Autos und Motorrädern umhergefahren wird. Alles blizblank sauber und die Leute herausgeputzt vom Feinsten. Hier im rostigen, verlotterten Bus sitzen lauter Lations, Menschen aus der Carribik, aus Afrika und weiss der Herr von wo überall, in zum Teil recht armseligen Kleidern. Ich bin doch recht aufgewühlt und mein Gewissen meldet sofort Bedenken an, ob unsere Reise doch zu sehr Luxus ist. Aber,- wenn ich nicht hier wäre, wüsste ich auch nicht um die Ungerechtigkeiten dieser Welt, so hat alles seinen Sinn. Nach gut 80 minütiger Busfahrt steigen wir um auf die Metrorail, die hier nicht unter dem Boden fährt, sondern als Hochbahn durch die Gegend rollt. Wir Beide finden es ganz toll, denn so sieht man wunderbar die immer näher kommenden vielen Wolkenkratzer der Stadt.


 Knappe 2 Std. Fahrt sind vergangen als wir beim Coverment Center aus der Metro steigen. Der Anblick der verschiedenen Hochhäuser lässt uns ganz schön staunen und wir sind leicht überfordert, denn so hoch und so eng ineinader gebaut , das ist Neuland für uns Zwei. Ich habe gelesen dass es sich lohnt mit dem Metromover, eine weitere Hochbahn, eine Rundfahrt zu machen um sich einen Ùberblick zu verschaffen, was wir auch gleich starten. Diese Bahn  ist automatisch gesteuert und für uns eigenartig, sie ist praktisch menschenleer, nur wir Beide. Der Tipp des Reiseführers ist wirklich nützlich. Der Metromover schlängelt sich durch die Hochhäuser, vorbei an den vielen Glasfenstern der Gebäude, einladend zum „fenschterle“, doch weit gefehlt, die Scheiben sind logischerweise alle getönt und lassen keine Blicke rein. Wir sind ja schliesslich hier eingestiegen um die Stadt von oben zu erhaschen und nicht die Büros oder was sich hinter den Scheiben verbiergt.

Eine gute halbe Stunde nutzten wir diese Bahn bevor wir an der Bayfront aussteigen um zu Fuss dieses Miami zu erkunden. An der Chopin Plaza stehen wir auf menschenleerer Strasse und fragen uns wo hier wohl eine Info ist. Beim Interkontinental Hotel steigen Leute in Taxis ein und ich erkundige mich bei einem Butler wo ich einen Stadtplan bekäme. Er schickt mich ins Hotelinnere an den Empfang, wo ich auch gleich von einer netten Dame mit einem solchen Plan ausgerüstet werde. Auf geht’s zum naheliegenden Wasser. Ein herrlicher Anblick bietet sich unseren Augen, wir sehen direkt hinüber zum Kreuzfahrschiffshafen und weiter zurück noch zum Frachthafen. Es liegen gerade zwei solche schwimmenden Hotels der Reederei  Carnivale am Pier, ich staune immer wieder über die Grösse der Boote. Wir spazieren weiter dem Wasser entlang und staunen weiter, stehen hier doch die Hochhäuser direkt am Wasser und die Luxusjachten vor der Haustüre. Ein Segelboot läuft auch  zwischen den Häusern ein, da stehen wohl sicherlich schon Butlers bereit am Steg um die Trossen in Empfang zu nehmen, kein mühsames Lassowerfen wird nötig sein ( easy, nicht wahr Walter? Keine Ostseequal!) Ich bin ganz hin und überlege, was muss dies für ein Gefühl sein vom Meer her direkt zwischen die Wolkenkratzer von Miami einzulaufen, speziell, oder was meint ihr? Für mich einfach zum Staunen.


 Unser Spaziergang führt uns durch wiederum super angepflanzte Parks, inmitten der Hochhäuser, und ich wundere mich wo all die Menschen sind die hier arbeiten oder leben, denn die Spazierwege werden ab und zu von einigen Joggern genutzt , aber ansonsten treffen wir kaum Leute. So schön wie alles angelegt ist, ich finde es leicht gespenstig, so ohne Leben.  Nach einem Richtungswechsel kommen wir in ein doch etwas älteres Quartier mit einigen Geschäftern und Cafés. In einem solchen gönnen wir uns einen echten italienischen Capuccino. Danach machen wir uns auf zur Downtown von Miami. Hinein in den Touristenrummel! Eine Marktstrasse die sich zu beiden Seiten dem Wasser entlang ausstreckt. Hier also sind all die Menschen, die wir vorher in der Stadt vermisst haben, claro, denn hier findet man alles was das Herz begehrt, Geschäfte, Souvernirshops, Bars, Restaurants, Frisör, usw.An dieser Waterfront treffen wir auf das berühmte Hardrock Café und lassen es uns nicht entgehen dies von innen anzuschauen. Viollette, weinrotgefärbte Wände mit rotem Sametteppich und edlen Leuchtern empfangen uns. Die Teppenhäuser und die Wände sind gefüllt mit Utensillien von all den Stars der Vergangenheit und Gegenwart, welche hier zu Besuch waren.So hängt eine Hose von Shakira eingerahmt in Silber, die rote Lederjacke von Mickel Jacksen, der orginal Ledermantel ,eine Gitarre von Elvis in einem Schaukasten, weiter sind die Beach Boys verewiegt und sowieso die Rolling Stones. Wir lassen die verschiedenen Eindrücke auf uns wirken, bevor wir wieder hinaustretten an die Waterfront.

 Am Ufer des Wasser mit Blick auf die Kreuzfahrtschiffe essen wir etwas Kleines und geniessen den Troubel auf dieser Promenade, interessant die verschiedenen Leute zu beobachten. Die Verdauung des Essens und die viele Eindrücke des Tages sind nun verantwortlich, dass wir todmüde , mit schwirrendem Kopf die Downtown verlassen,und den Heimweg antretten wie,der mit den öffentlichen Verkehrsmitteleln. Dieser Tag belohnte uns nun doch noch mit einer positiveren Ansicht als die Tage zuvor, wir sind froh,  diesen Tag so verbucht zu haben.

Sonntag, 11. November 2012


Reisen ist nicht nur Ferien!

(Manchmal auch Frust!)

Sonntag 4.November 2012

Wäsche,-und Putztag, bevor ich zum Faulenzen übergehe. Der Chruzlimotor wird von Hansruedi auch unter die Lupe genommen und auf Vordermann gebracht. Nach getanner Arbeit gönnt sich Hansruedi ein kühles Bad im Pool, ich kann mich nicht motivieren. So vergeht dieser Sonntagnachmittag sehr rasch und es wird bald Zeit fürs Abendessen, das wir gemeinsam mit Beatrice, Marcel und René geplant haben. Jenny verbringt ihren Freitag im Disney World. Die Bonitacrew entzündet ein Lagerfeuer auf dem unser Fleisch schon bald pruzzelt. Bei einer angenehmen Brise Wind geniessen wir draussen unser Essen. Am Feuer unterhalten wir Fünf uns über Gott und die Welt. Gegen Mitternacht kehrt auch Jenny zurück und wir  genehmiegen  uns noch einen Schlummertrunk.
 
 

Montag 5. 2012

Nach unruhiger Nacht mit zwei, drei Schüttelfrösten, bin ich ziemlich erschlagen und überhaupt nicht ausgeruht. Was soll denn das, ich hatte doch einen Ruhetag gestern , und jetzt dies? Klar geht mir einiges durch den Kopf, wie soll es heute weitergehen, gerne würde ich noch die Eine oder Andere Attraktion in Orlando anschauen, aber wir haben uns ein Budget erstellt und alles kann man ja sowieso nicht anschauen. Diese Tatsache aber stresst mich ehrlich gesagt enorm. Doch nun gilt es kühlen Kopf zu bewahren und Prioritäten zu setzten, ansonsten ist die Reise zu Ende bevor sie richtig angefangen hat. Gemeinsam beschliessen wir heute weiterzufahren. Die Bonitacrew  gönnt sich heute einen Tag im Disney World, sodass wir uns schon früh am Vormittag  schweren Herzens von den liebgewonnenen Freunden verabschieden. Wer weiss wo wir uns das nächste Mal treffen. Sie fahren ja nun schon bald nach Panama mit dem Schiff und wollen anschliessend durch Zentralamerika mit ihrem WoMo zurück an die Westküste Amerikas fahren .Adios  y hasta luego! Bon viaje.

Wie schon erwähnt, bin ich müde und schlapp und quäle mich bei der Autofahrt mit allen möglichen Gedanken. Zurück an der Küste suchen wir uns für die Nacht den Sebastian Inlet State Park aus. Keine schlechte Wahl, denn der Platz liegt nicht weit vom Strand entfernt und wird von einem Fluss umschlungen der beim Park ins Meer fliesst. Ein beliebter Platz zum Fischen, wie es scheint, denn zu Wasser und zu Land sind hunderte Personen am Werk, und das ziemlich erfolgreich. Grössere und kleiner Fische werden an Land gezogen und gleich gewaschen und filetiert. Für die vielen Ibisse, Pelikane und Störche natürlich ein Paradies , stürzen sie sich doch sofort auf die Abfälle die die Fischer ausnehmen. Die starke Strömung beim Einlaufen des Flusses ins Meer ist anscheinend ein herrlicher Tummelplatz für alle Fische und auch für die Delphine, denn auch hier sind wir in der glücklichen Lage, ihre Freudensprünge zu beobachten und dies aus nächster Nähe.
 

Dienstag, 6.November 2012

Die vergangene Nacht brachte die Lösung meines Unwohlseins von gestern, der Pilz hat sich wieder zurück gemeldet und mich mit brennen und jucken am schlafen gehindert. So ein „Schei……..!“ jetzt habe ich mich doch so bemüht die nötigen Vorsichtsmassnahmen einzuhalten. Frustriert nehme ich den heutigen Tag in Angriff, was natürlich nicht gerade positiv auf Hansruedi wirkte. Entlang der Küste suchen wir einmal mehr einen Badestrand, was sich aber je länger je mehr als schwierig erweist, denn wir nähern uns der Goldküste, sprich Ford Lauderdell, Miami. Wir staunen ob den riesigen Hotelkomplexen und den Villen mit den wunderschön angelegten Parks, allesamt natürlich eingezäunt und verbarikadiert. Während langer Fahrt auf der A1A sehen wir das oben Erwähnte, nur kein Meer.

 
 
 Hansruedi wird langsam ungeduldig und hungrig und als dann noch ziemlicher Stau dazu kam , lassen ihn die Nerven im Stich und er will nun so rasch wie möglich einen Nachtstandplatz aufsuchen. Desshalb steuern wir in Pompano Beach den Encore Camping an . Wir stellen fest,  dass wir nun doch langsam reisemüde sind und solch enorme Kulturunterschiede uns zu schaffen machen. Tja- wir sind nicht mehr die Jüngsten und es braucht wohl etwas länger um alles zu verarbeiten. Völlig erschöpft und enttäuscht fallen wir Beide ins Bett.

Mittwoch 7.November 2012

Dieser Tag ist mit dem Entscheid , nochmals eine Walk Inn Klinik aufzusuchen schon grossenteils verbucht. Bei der Reseption des Campings erkundigen wir uns nach einer solchen Einrichtung und freuen uns, dass es ganz in der Nähe liegt. Wir reservieren nochmals eine Nacht auf dem Camp und fahren los. Schnell, und das immer noch ohne GPS finden wir die Klinik, wo ich von einer Vietnamesischen Àrztin im Schnellzugverfahren behandelt werde und nochmals mit denselben Medis wie vor zwei Wochen eingedeckt werde. Wieder 190$ und die Hoffnung dass nun endlich Ruhe einkehrt. Anschliessend starten wir nochmals einen Versuch , hier einen Strandzugang zu finden und tatsächlich, doch wie könnte es anders sein, die Parkuhren stehen gierig bereit gefüttert zu werden, und die sind ganz schön anspruchsvoll, nicht billig. Wir suchen uns einen Supermarktparkplatz und nehmen den Weg zum Strand zu Fuss. Ein wunderschöner Strand  wie man sich das von Florida erwartet.


 
 
 Ein heftiger Wind lässt aber kein gemütliches sonnen zu. So spazieren wir dem Wasser entlang und als wir genug vom Winde verweht sind, kehren wir ins Camp zurück.

Dort angelangt, bricht Hansruedi in Tränen aus und erkennt dass im Moment nichts so läuft wie er sich das vorgestellt hat. Florida zeigt sich für ihn nicht gerade von der Seite, die er sich  vorgestellt hat. Ja diese vergangenen Tage sind wohl zum „ Abhäckeln“. Die Rechnung, einen Tag nach dem Andern zu planen, wie wir uns das vorgestellt haben, passt wohl nicht für Florida, vor allem nicht wenn die Hauptsaison ansteht. Nun sind wir da und müssen uns Gedanken machen, wie wir es weiter angehen werden. Probleme sind nun mal da um gelöst zu werden, und ich bin sicher es kommen wieder bessere Zeiten. Reisen ist eben nicht nur Ferien, sondern „harte Arbeit“ wie es scheint.

Donnerstag 8.November 2012

Von Pompano Beach starten wir Richtung Miami Beach. Zuerst ganz angenehm, doch dann  kommen wir schnell in den Stau, der uns nur im Schritttempo vorwärts bringt. Es vergehen sicherlich wieder zwei Stunden bis wir am Nord Beach ankommen. Das Selbe, wie schon gehabt am Vortag, teure Parkplätze zwischen den Hotels. Schon bald biegt Hansruedi ab gegen die Stadt am Festland und will so schnell wie möglich auf die Interstate 95. Quer durch die Skyline von Miami fahren wir auf dieser mehrspuhrigen Autobahn nach Süden und gedenken dann auf die Florida-Turnppike, einer Strasse mit Zahlstellen abzubiegen, doch was jetzt?  es wird kein Cash genommen nur Karte. So fahren wir auf der 1 weiter bis zum Miami Zoo, wo wir uns an einer Tankstelle über die Turnpikestrasse Infos einholen. Ein  junger Mann erklärt uns die Vingettenpflicht und hilft uns auch gleich eine solche übers Internet zu aktivieren. So fahren wir denn am späteren Nachmittag auf diese Strasse auf Richtung Süden. Bei einer Raststätte machen wir Halt und beschliessen zwischen den Trackfahrern zu übernachten. Bis Mitternacht war es einigermassen angenehm, doch dann begannen die Agregate der Lastwagen zu brummen, und aus war es mit der Nachtruhe.

 

Freitag 9.November 2012

 

Als Frühmorgens die Lastzüge losfuhren kehrte etwas Ruhe ein, doch die aufgehende Sonne liess keinen Schlaf mehr zu. Wir stärken  und wecken uns mit einem starken Kaffee und Muffins vom Tankstellenshop. Bereits um neun Uhr rollen wir auf der Turnpike gegen Florida City , wo wir gleich den Walmart aufsuchen wollen um einzukaufen. Bei der Ausfahrt erblicke ich eine Waschanlage die für unser Chruzli geeignet ist und wir seit Tagen gesucht haben. Hansruedi ist ganz im Element und fegt mit dem rosaroten Schaum sein  doch arg verschmutztes Chruzli sauber. Danach folgt eine gründliche Spühlung mit klarem Wasser und unser fahrendes Heim erstrahlt im neuen Glanz.
 
 
 So,- ein erstes Erfolgserlebniss an diesem Morgen – schön-. Kleinigkeiten die Freude bereiten! Nun zum Einkaufen und dann auf die Suche nach dem nächsten  Ùbernachtungsplatz. Ich kann mir die Bemerkung, ein GPS wäre doch von Vorteil und erspahrt viel Nervenkrieg, nicht verkneiffen, als Hansruedi wieder und wieder anhalten muss um die Karte zu studieren. Endlich entdecken wir,  dass wir auf der Karte zu weit im Süden gesucht haben und jetzt ganz in der Nähe des RV-Resort sind das wir suchen. Zugegeben, Hansruedi ist ein exellenter Kartenleser, doch sollte er sich noch eingestehen, dass ich mich vielleicht hinters Steuer setzte,  derweilen er die Karte studiert und mir die Richtung anzeigt. Wir sind schlussendlich sehr früh an der Reseption des Boardwalk -Resort und bekommen einen Standplatz für die nächsten fünf Nächte. Das zweite Erfolgserlebniss an diesem Tag, denn dieser Platz ist definitiv der Letzte bevor es auf die Keys geht, und halb Québec überwintert hier. Es wimmelt nur von pensionierten Canadiern, was aber doch eine schöne Abwechslung ist, so  können wir unser Französisch aus der Schublade nehmen. Passport America sei Dank, wir wohnen diese fünf Tage noch zum halben Preis. Mit all diesen Annehmlichkeiten erhellt sich unser Gemüt und wir sind zufrieden und geniessen ein herrliches Nachtessen vom Grill.

 

Mittwoch, 7. November 2012


Samstag 3.Nov.2012


Einmal mehr wurde der Schlaf in der vergangenen Nacht öfters unterbrochen, warum?- ja, das ist auch so ein Novum für uns Europäer, die Güterzüge ( unheimlich lange) fahren hier Nachts,und bei jedem unbewachten Bahnübergang, die gibt es hier viele an der Zahl , lassen die Loks ihre Horns mit voller Lautstärke los,auweia! Hat man dann endlich den Schlaf wieder, so kommt der Nächste.
Entsprechend zwingen wir uns am Morgen aus dem Bett, wir sind schon richtige Rentner, denn 9.00Uhr ist der frühste Termin zum Aufstehen.
Gegen Mittag starten wir bei strahlendem Sonnenschein was uns veranlasst einen Beach zu suchen.Desshalb biegen wir nochmals auf die A1A ab Richtung Cap Canaveral und finden am Melbourne Beach einen herrlichen Strand.Die Wellen sind ganz schön gross, so dass ich zuerst nicht den Mut hatte ins Wasser zu gehen. Hansruedi aber stürzte sich in das herrliche Atlantikwasser und war happy.Langsam wurde mir heiss und eine Abkühlung wäre nicht schlecht.Mit dem Halt von Hansruedi wagte ich mich schliesslich auch in die Wellen.Wir Beide waren glücklich und konnten nicht genug bekommen von diesem breiten, fast menschenleeren Strand. Wir finden hier auch wunderschöne, grosse und unbeschädigte Muscheln, wovon wir ein paar Exemplare mitnehmen.Auch hier haben wir wieder das Glück und bekommen in ca.400Metern Distanz, springende Delphine zu sehen, herrlich.Ùberhaupt, hier an den Stränden und im Wasser tummeln sich sehr viele Tiere,was ich wunderschön finde.Pelikane, Reiher, jede Menge kleine Vögel, Krebse, Schnecken usw.So gefällt es uns, aber leider sind hier in Florida die meisten Küsten verbaut mit Hotels und Feriensiedlungen, so dass der Individualtourist echt suchen muss, wo ein Zugang zum Strand ist, schade.Doch für heute hatten wir riesiges Glück und wir sind dafür dankbar.Vor lauter Wohlbefinden, vergessen wir , dass wir doch etwas Vorsicht walten lassen sollten, was das Sonnenbaden anbelangt, sonst wird die Haut sich rächen.
So lassen wir den Strand und fahren aufs Festland zurück über die 192 nach Orlando Süd zum KOA Campground wo wir uns nochmals mit unseren lieben Freunden und ihrer Bonita treffen.Die Vier empfangen uns herzlich und wir können uns gleich auf den Platz nebenan stellen.Schnell noch eine Dusche und frische Kleider und dann wird beim Apero angestossen.Marcel verkündigt uns, dass heute sein Geburtstag ist und er uns alle in der Stadt zu einem Nachtessen einlädt. Wau, das ist ja grandios und wir sind total überrascht. Alle machen sich hübsch zu diesem Anlass und bald starten wir mit der Bonita ( WoMo von Marcel) Richtung Downtown, wo er sich ein Thairestaurant ausgesucht hat.Nach ziemlich langer Fahrt, auf jedenfall für uns Schweizer, finden wir dorthin.
Die Menuekarte ist vielversprechend und für mich wie immer "Wer die Wahl hat, hat die Qual"!

Wir werden ziemlich schnell bedient und sind angenehm überrascht wie lecker die verschiedenen Menüs presentiert werden.
Es schmeckt alles herrlich und wir geniessen das Festessen.








 

Happy Birthday

lieber Marcel
 und vielen herzlichen Dank für das Festessen,
schön dass wir Dich und deine Begleiter kennenlernen durften.
Ihr seid eine tolle, liebenswerte Crew.
Wir wünschen Euch eine schöne, erlebnissreiche und Reise,
und freuen uns auf ein Wiedersehen irgendwann, irgendwo.
 
In der Bar nebenan genehmigen wir uns noch einen Schlummrtrunk, bevor wir uns auf den Rückweg machen.
 
 
 
 
 

Sonntag, 4. November 2012


Kennedy Space Center

Freitag 2.November 2012







Nach ausgiebigem Frühstück, verlassen wir den Tomoka State Park um direkt nach Meritt Island zu steuern wo das Kennedy Space Center beheimatet ist.Für den heutigen Tag wollen wir uns ganz dem Weltraum hingeben. Der heutige 2.Nov. ist ein spezieller auf der Kennedy Space Basis.Wir haben einmal mehr das Glück des Zufalls, denn heute kann man die Atlantis, die am 21.Juli 2011 zum letzten Mal auf Cap Canaveral landete, besichtigen. Zugleich war diese Landung das Ende der Space Shuttle Àra.
Leider müssen wir feststellen, dass wir zeitlich zu spät angereist sind um uns alles anzuschauen.50 Minuten Wartezeit an der Kasse bewog uns diese Besichtigung auszulassen.Wir beschliessen gleich zu Beginn uns in den Bus zu setzten der uns das ganze Gelände der Abschussrampen und Werkhallen näherbringt.Wir werden nach guten 20 Minuten Fahrzeit bei der LC-39 Observation Gantry abgesetzt, wo wir uns auf einer Aussichtsplatform die verschiedenen Raketenabschussrampen mit ihren Zufahrtsbahnen der letzten 50 Jahren, von oben ansehen konnten.Das Wetter bietet uns eine herrliche Weitsicht, so dass wir sämtliche Stationen, die gut an der Platform ausgeschildert sind, sehen konnten.Die 360° Rundumsicht gibt einen tollen Einblick in die Vergangenheit der Raumfahrt.Weiter geht die Fahrt mit dem Bus zum Apollo/ SaturnV - Center.Auf der Fahrt dorthin, entlang verschiedener Wasser bekommen wir einen freilebenden Aligator und eine Riesenschildkröte zu sehen.Die ganze Insel hier steht unter Naturschutz, was trotz Raketenbasis toll funktioniert, wie wir sehen konnten.


Im Apollo/Saturn V -Center werden wir in ein Kino geschleust, wo uns die Geschichte der Raumfahrt eindrücklich vorgeführt wurde.Nachher öffneten sich auf der Gegenseite der Leinwand Türen, und wir befanden uns im orginal Kontrollzentrum der Apollomission.Hier bekommen wir die ganze Atmosphäre des Kontrollzentrums während der Mondlandung zu spühren.Die Startphase der Apollorakete und die Nervosität aller Beteiligten, sogar das Beben im Zentrum während dem Abschuss wird eindrücklich demonstriert.Anschliessend öffnen sich die Tore zur Ausstellungshalle, wo die verschiedenen Raketen und Kapseln, Mondlandekapsel, Mondfahrzeug ,Astronautenanzüge usw.zu besichtigen sind.Weiter gehts in ein weiteres Kino, das uns dann die Mondlandung nochmals vorführt.Wir sind begeistert, wie uns das hier alles so hautnah nochmals gezeigt wird und wir sind überwältigt von der Technik und Forschung bis so ein Projekt zustande kommt.Tief beindruckt fahren wir nach gut drei Stunden zurück zum Kennedy Space Center, wo es noch einiges zu bestaunen gibt, zum Bsp.der Rocket Garden mit den verschiedenen Raketen, dann werden auch die neuen Projekte und Vorhaben gezeigt.Zum speziellen Anlass von heute, waren ca.25 ehemalige Astronauten vor Ort, mit denen man sich hätte unterhalten können und Unterschriften sammeln, doch mein Englisch ist doch nicht so gut,dass ich mich fachmännisch hätte unterhalten können, schade.Doch eindrücklich zu sehen wie die alten, doch zum teil schon ziemlich zittrigen Herren immer noch begeistert bei der Sache sind.
Nach einem sehr interessanten Tag wollen wir uns auf die Rückreise ans Festland machen, doch wir werden nicht aus dem Gelände gelassen, da die Zufahrtsstrasse gesperrt ist.Der Grund, die Atlantis wird soeben auf der Autostrasse zu ihrem definitiven Ausstellungsstandort gefahren.So geniessen wir unser Abendessen auf der Space Basis bis wir wieder Erlaubniss bekommen die Rückfahrt aufzunehmen.
Bei Dunkelheit stellen wir unser "Chruzli"in Titusville auf den Manatee Hammock Camping.











Daytona Beach

Florida Ostküste 1.November 2012


Von St.Augustine aus fahren wir auf der A1A, der Florida Vorzeigestrasse,der Küste entlange Richtung Süden.Schon bald bekommen wir zu sehen, was wir eigentlich vom Fernsehen und Zeitschriften her kennen. Breite Sandstrände gesäumt von Hotels, Shops, Restaurants, Ferienhaus-siedlungen usw.und so fort.Für uns Beide Nobodys , die das erstemal hier sind, doch recht Neuland.






Wir suchen uns in Daytona Beach einen Parkplatz nahe des Strandes, was auch nicht so einfach ist, wegen der Verbauungen.Doch in einem Park werden wir fündig.
Wir stürzen uns richtiggehend an den Strand denn wir sehnen uns nach Sonne, Wasser und Wärme.Ùber einen Holzsteg führt der Weg über die Dünen zum Strand,was erblicken unserer Augen?- Sehen wir richtig oder ist das eine Fata Morgana? Dem Strand entlang, zwischen den sich sonnenden Leuten fahren Autos dem Strand entlang, ich für mich bin doch leicht geschockt.Habe ich nicht soeben dieses Schild gelesen auf dem Holzsteg?
Vielleicht bin ich leicht naiv, nein, für mich einfach nicht nachvollziehbar, überall stehen Verhaltenstafeln zum Schutz der Natur und daneben fährt man spazieren am Strand mit dem Auto.Unfassbar!



Der Strand von Daytona Beach bietet aber allerhand Unterhaltung, schon ganz interessant die verschiedenen Leute und ihre Aufmachungen zu beobachten.Auch gewisse Tierarte lassen sich nicht stören,vom Strandbetrieb.Beim Beachspaziergang finden wir ganz tolle Muscheln mit und ohne Innenleben.


 
 
Mit dem ersten Bad im Atlantik wirds auch heute nichts, das Wasser ist doch recht frisch,so geniessen wir auf einer Bank über der Düne ein Picknick und beobachten interessiert das Treiben am Strand.Zwei Personen, die mit dem Rad unterwegs sind wundern sich über unsere Autonummer und sprechen uns französisch an, mit der Frage vous  étes belge? Non suisse, unsere Antwort.Es entsteht eine längere Unterhaltung mit den Beiden, die ausserhalb von Montreal zu Hause sind.Wenn wir in Canada sind sollen wir unbedingt bei ihnen vorbeischauen, wir könnten problemlos bei ihnen parkieren,seid willkommen!Wir tauschen gegenseitig unsere Adressen und verabschieden uns.Zurück am Strand werden wir ein weiteres Mal angesprochen, ebenfalls auf französisch.Auch dieser Herr wunderte sich ob unserem Chruzli und hat uns wohl beobachtet.Ein weiterer Canadier, welche nun zu Hauf auf dem Weg in den Süden unterwegs sind. Am späteren Nachmittag verlassen wir den Beach um uns einen Wallmart - Parking zur Overnighting zu suchen. Doch hier entlang der Ostküste gestattet auch Wallmart kein Parking.So sind wir gezwungen ein Stück zurück zu fahren in den Tomoka State Park.Ein Palmenwald und absolute Ruhe, auch nicht schlecht!