Donnerstag, 27. März 2014


Donnerstag, 27. März 2024


Algarve Portugal



Bei prächtigem Wetter fahren wir also im Süden von Portugal ein. Bei Villa Real St.Antonio suchen wir einen Parkplatz um einen ersten Augenschein von diesem, für uns noch unbekannten Land, zu nehmen. Beim durchqueren des Ortes, erhasche ich in einer Seitengasse, parkierte Campers. Hansruedi wendet bei der nächst möglichen Gelegenheit sein Chruzli um nachzusehen wo die Campers denn stehen. 
Wau,- welch schöner Platz. Direkt hinter einer Düne bietet sich ein riesiger Parkplatz zum abstellen des Wohnmobiles. Wir zögern nicht und stellen uns neben die Schar Campers. Beim schwedischen Nachbar erkundigen wir uns nach den Bedingungen dieses Platzes. Er meint, man darf hier gratis stehen, es käme schon mal vor, dass eine Aufsicht vorbei käme und nachfrage wie lange man denn gedenke hier zu parken,doch sei dies sehr selten. 
Sofort machen wir uns auf, um die Umgebung auszukundschaften. Als erstes steigen wir über einen Holzsteg an den Strand. Eine Wucht dieser breite Atlantikstrand, gelber Sand vom Feinsten mit tausenden von kleinen bis riesigen Muscheln. Juhui, ein weiterer Glückstag! 
















Mit einem ausgedehnten Spaziergang verbrachten wir den restlichen Nachmittag.

Am Montagmorgen entschliessen wir uns für die Weiterfahrt entlang der Küste. Für den ersten Zwischenhalt wählten wir das lauschige Städtchen Tavira aus. Hier hat man es bestens verstanden das alte Stadtbild mit modernen Neubauten zu ergänzen, ohne das daraus ein Debakel wird. 















Beim Kaffeehalt auf der Plaza stellen wir eine rege Geschäftigkeit der Bevölkerung fest. Ùberhaupt bekommen wir den ersten Eindruck, dass die Portugiesen mehr arbeiten als die Spanier.Auch erscheint uns alles eine Spur ordentlicher und sauberer. Aber wir sind ja eben erst angekommen, vielleicht trügt der Schein, wer weiss, das werden wir noch erfahren.
Weiter führt uns der Weg nach Faro, wo wir uns auf einer Halbinsel einen Campingplatz ausgesucht haben. Wir fahren durch eine Sumpfebene, es ist gerade Ebbe, über eine Brücke hinaus. Die Halbinsel ist nur schmal und wenig bewohnt. Der heftige Wind hat die Strasse mit Sand überdeckt und es heisst entsprechend das Fahrtempo anzupassen. Bald finden wir zum Camping, wo wir rasch bedient werden. Doch oh weh, beim Suchen eines geeigneten Platzes müssen wir feststellen, dass der Platz schrecklich ist. Viele Dauermieter belagern das Gelände und haben überall eine schreckliche Unordnung. Wo ein freier Platz auszumachen ist, wuchert das Unkraut. Ich protestiere und will nicht hier bleiben, denn ein erster Augenschein bei den Sanitäranlagen bestätigt die Ungepflegtheit.Auch Hansruedi ist nicht begeistert, aber zu müde um einen anderen Stellplatz zu suchen. So richten wir uns nur provisorisch ein für die Ùbernachtung. ich bin frustriert. Entsprechend legen wir uns früh zu Bett und verlassen am Dienstag schon zeitig das Gelände zur Weiterfahrt. Beide haben wir nicht Lust uns das Städtchen Faro anzusehen.
Gegen Mittag treffen wir in Albufeira ein, eine Altstadt die sehenswert sein muss. Bei der Parkingsuche erfahren wir dies sofort. Immer schön den Schildern folgend, befinden wir uns schon bald inmitten enger Altstadtgässchen und können nur hoffen, dass wir mit unserem 3 Meter hohen Gefährt wieder raussfinden. Kaum gedacht, werden wir von einem schweizerdeutsch sprechenden Herrn abegewunken um umzukehren. Wir finden daraufhin schliesslich einen Ausweg aus den engen Gassen und können in der Oberstadt auf einen breiten Parkplatz auffahren.
Von hier aus machen wir uns zu Fuss auf den Weg an den Strand und in die Stadt. Bald befinden wir uns auf einer Aussichtsterrasse die uns einen wunderbaren Blick über die Bucht und die Altstadt bietet.

Albufeira, eine Touristenhochburg an der Algarve ist fein herausgeputzt. Hier auf den Klippen bieten moderne Parkanlagen beste Gelegenheit um sich zu sonnen und den herrlichen Anblick des Atlantik zu geniessen. Ùber eine Rolltreppe gelangt man von den Klippen hinunter an den prächtigen Strand und in die Gassen der Altstadt, die vollgestopft sind mit Souvenirläden für die Touristen. Hunderte von Restaurants und Bars helfen der Ambiente zur Vollkommenheit.









Wir Beide verbringen fast den ganzen Nachmittag hier in Albufeira und gönnen uns ein schmackhaftes Fischteller. Das, wie könnte es anders sein, hervorragend schmeckt.

Donnerstag, 27.März 2014

Abschied von Spanien

Die letzten sieben Tage auf dem Camping Almanat waren geprägt von viel Sonne tanken, sprich "sünnele" und zum Teil auch erfrischende Abkühlungen im Meer. Die beiden Männer nahmen am Montag ein letztes Mal zusammen einen Gipfel in Angriff, nämlich den Mallas camas. Ich nutzte diesen Tag um endlich den letzten Ordner meines Amerikabloggs aufzuarbeiten. Wäsche waschen und das Chruzli auf die Weiterfahrt vorbereiten, waren so unsere Beschäftigungen nebst dem Sonnenbaden. Am Donnerstag den 20.März erwartete Mark mit Freuden seine Elisabeth wieder am Flughafen in Màlaga. Anschliessend durften wir die Beiden zum Empfangsapero am Strand von Almanat begrüssen. Wir Vier stossen glücklich auf das Wiedersehen mit Elisabeth an. Beim Eindunkeln spazierten wir zur Bauernwirtschaft nach Almayate um ein gemeinsames Nachtessen einzunehmen.Wie bereits an meinem Geburtstag, bekamen wir ein herrliches, schmackhaftes Essen serviert. Danach nahmen wir nun definitiv Abschied von den Beiden und versprachen uns gegenseitig, uns beim Segeln auf dem Neuenburgersee wieder zu treffen.
Der Freitagvormittag war Packtag. Doch am Nachmittag gönnten wir uns ein letztes Mal ein Sonnenbad am schönen Strand des Almanat Camping. Zum Happy hour trafen wir uns mit Gisela und Rolf aus Deutschland, die wir hier auf dem Camping kennen gelernt haben. Die Beiden hatten einige Tiefpunkte in ihrem Leben zu bewältigen und sind wieder hoch gekommen.Deshalb verbringen sie die Winterzeit hier im Süden, wo sie jeden neuen Tag auskosten und geniessen. Wir plaudern gemütlich über Gott und die Welt, bis uns beim Sonnenuntergang der frische Wind zwingt uns zurück zu ziehen. In der Hoffnung dass wir Vier uns wiedersehen, tauschten wir unsere Adressen und verabschiedeten uns mit den besten Wünschen.
Bevor wir am Samstag losfuhren, bekam unser Chruzli noch eine Vollwäsche und wurde für die Weiterfahrt vollgetankt. Vor elf Uhr Vormittags, rollten wir schliesslich auf der Autopista in Richtung Sevilla. Diese Stadt liessen wir rechts liegen, denn die haben wir uns beim letzten Andalusienbesuch angeschaut. Weiter geht es nordwestlich nach Nerva. Hinter Sevilla rollen wir durch eine sanfte Hügellandschaft, die überraschender Weise nicht mehr von Olivenhainen geprägt ist, sonder von Korkeichenwälder und Eukalyptusbäumen.Auch ist es erstaunlich überwachsen mit grünen Wiesen. Ein erster Halt in der Ortschaft Nerva, gibt uns einen Einblick, über das riesige Ausmass der hier ehemalig, ansässigen Kupfermienen.
Diese Mienen gehören zu den ältesten der Welt, deren Abbauflächen noch erhalten sind Warum wir hierhin gefahren sind, ist aber vor allem der Rio Tinto, der hier wegen der vielen Bodenschätze, rot gefärbt durch die Gegend fliesst.
Ein Spaziergang durch den Ort Nerva zeigt auch noch eindeutig Spuren, der hier sesshaft gewesenen Arabern in früheren Zeiten.So steht nebst der Kirche auch noch ein Minaret. Der Ort jedoch ist typisch, andalusisch, eng inneinander gebaut, mit weissen Häusern.
Die Gegend hier ist anscheinend auch ein beliebter Niestplatz für Störche, denn überall auf den Türmen und Elektromasten können wir Storchennester ausmachen, die bereits mit Jungvögeln bewohnt sind.

Wir fahren weiter durch die Hügellandschaft und erkennen schon bald ein Strassenschild, das uns auf die Eisenbahn der Kupfermienen hinweist. Das wollen wir uns genauer anschauen. Welch ein Glück, denn heute Samstag fährt die Eisenbahn zweimal, sprich noch einmal um halb fünf Nachmittags. Da es jetzt halb vier Uhr ist, und sich das Wetter wunderschön präsentiert, beschliessen wir, eine Fahrt durch mit dem Zug zu machen.


Ein guter Entscheid, wie sich später herausstellt. Beim angenehmen Abendlicht erscheinen uns die Farbschattierungen der abgegrabenen Felsen wunderprächtig. Vorbei geht die Fahrt an einer alten Bahnstation, wo viele verschiedene Grubenfahrzeuge vor sich hinrosten.

 Dahinter dann eine schöne Abbauterrasse die goldig leuchtet bei unsere Vorbeifahrt. Schliesslich erkennen wir in der Tiefe der Talsenke den von uns gesuchten roten Fluss. Dieser schlängelt sich hier ebenfalls durch ein goldigfarbenes Flussbett. Gold, Rot und dazu die grün leuchtenden Cypressen, die hier an den Hängen wachsen, ergeben ein wunderschönes Landschaftsbild.


So fahren wir eine gute dreiviertel Stunde dem Fluss entlang durch die Abbauflächen der Kupfermienen, bis zum Bahnhof Los Frailes. Hier können wir aussteigen und uns den roten Fluss aus der Nähe anschauen, derweilen die Lok am Zuge umgehängt werden muss für die Rückfahrt.







Dieser Fluss ein weiteres Wunderwerk der Natur, das mich nur staunen lässt.



Die Rückfahrt im Zuge lässt uns noch einmal von einer anderen Perspektive die Landschaft wahrnehmen, entsprechend sind wir beieindruckt und für ein weiteres Mal sprachlos!




Nach dieser eindrucksvollen Vorabendfahrt wollen wir uns noch nach einem Ùbernachtungsplatz umschauen. Ein spanisches Ehepaar empfiehlt uns den grossen Parkplatz Eingangs des Ortes Minas de Riotinto. Gesagt, getan, schon bald stehen wir dort und kochen eine kleines Nachtessen. Danach führt uns ein kurzer Spaziergang durch den Ort, um noch einen Kaffeehalt einzuschalten.
Müde legen wir uns früh zu Bett. Kurz nach dem ich eingeschlafen bin, versammelten sich eine Horde junger Männer und Frauen auf dem Platz, die sich mit weissen Tüchern einen Turban auf den Kopf binden. Dabei wird heftig diskutiert, was natürlich nicht gerade leise von statten ging. Ich frage mich, was denn das Ganze werden soll. Doch schon bald sehe ich, dass sich fünfzehn Personen mit diesen Turbans auf den Köpfen, sich unter ein riesiges Gestell stellten, das an den vier Ecken mit grossen, roten Kerzen bestückt ist, und aussieht wie eine grosse Himmelbettstatt, , und diese anhebten. Ein Jüngling stellte sich mit seinem Handy nebenher,  lässt  Musik ertönen und befahl nun dem Tross unter dem Gestell zum Marsch, im Takt der Musik. Alle Fünfzehn begannen im Gleichschritt zu marschieren.Schön langsam schritt dieser Zug rund um den Platz. Mir kommt der Gedanke, dass diese Formation wohl für den Umzug einstudierte, der in der Semana Santa, ( Osterwoche) überall in Spanien grosser Brauch ist,
Jedenfalls wurde nach dem Abschreiten des Platzes das Gestell wieder weggeräumt und die Männer und Frauen verabschiedeten sich sofort, sodass wieder Ruhe war und ich auch schon bald selig einschlief.
Die Strasse, die wegführt von diesem Ort, durchquert weiter die Mienenlandschaft, wo wir noch einen Blick in den grossen Krater werfen konnten, bevor wir endgültig diese Gegend verliessen.
Am Sonntag schliesslich verliessen wir definitiv Spanien. Auf der Autobahn rollten wir der portugiesischen Grenze entgegen. Die Autobahn war hier gesäumt von  gelbleuchtend blühenden Mimosen, herrlich. Bis wir dann die Grenze überschritten und uns die Algarve erwartete.


Früh

Aber die Geschichte der Minen von Riotinto viel älter ist, und wechselt rechtzeitig zum ersten organisiert, bereits in den Kupfer Alter Zivilisationen die Entwicklung von mir, war die eigenen Zivilisationen beigefügt: TartessosPhönizier... Aber die Bergbau-Entwicklung zu dieser Zeit kam mit den RömernDie Einführung dieser neuen Techniken erlaubt die Fortsetzung der Bergbau-Werke. Die Überreste der Schlacke gefunden geben wir eine große Entwicklung des Bergbaus im Moment wissen. Bereits zu diesem Zeitpunkt siedelten Zivilisationen Almohades von Minen medizinische Farbstoffe, extraktive Bergbau wird unterentwickelt.

Geschäft Ausbeutung von mir

Bis ins 18. Jahrhundert gibt es diese Tatsache, nach dem Kauf eine schwedische, L. Wolters, die die Prinzipien der wissenschaftlichen Entwicklung zu entwickeln beginnt. Der Staat hat seine Eigenschaft, bis 19. Jahrhundert, dass Riotinto Mining die meisten beim Peak, Industrie, demographische und ökonomische erleiden. 1873einen britischen Konsortium Kauf Minen in den Zustand von 92 Millionen Peseten und gründete die Rio Tinto Company LimitedDas Unternehmen legte das Wiederaufleben von Riotinto, öffnete kurz Ausbeutung und innere Bergbau wurde entwickelt.
Durch Brennen von Mineralien in der frischen Luft, genannt "Fechten", mit seinen schwefelhaltigen Emanationen nahm Platz die erste Kundgebung mit einer ökologischen Charakter Geschichte. Es fand am 4 Februar 1888 und ihr Tausende von Menschen aus der Region. Nach Aufträgen von der zivilen Gouverneur von Huelva, zwingt das Regiment von Pavia, vertrieben von Malaga, sie eröffneten das Feuer auf die Demonstranten in der Plaza De La Constitución, die Produktion von mehr als 100 Toten. Die Macht des Unternehmens machte es möglich, dass diese Lebensereignisse praktisch ging unbemerkt im restlichen Spanien und obwohl einige Medien Republikaner Zuständigkeiten alle gefragt wurde schließlich begrenzt. Diese Tatsachen waren Novelados des Schriftstellers, stammt aus der Stadt, Juan Cobos Wilkins in seinem Roman "Das Herz der Erde" und das war Kino im Jahr 2007 brachte.
Eines der wichtigsten Ereignisse für die Entwicklung der Stadt war der Bau der Eisenbahnlinie zwischen Riotinto und Huelva, die deutlich gemacht, der großen Kraft von Riotinto, in der Rekordzeit von zwei Jahren gebaut werden und die würde ermöglichen des Transport von Mineralien zum Pier des Tinto, der Hafen von Huelva. Aber diese Mining Fortschritte machten auch einen sozialen Wandel: die Ankunft in der Stadt von Arbeitskräften aus anderen Teilen von Spanien und Portugal , durch die starke Nachfrage nach der Mine.
Eine weitere Tatsache, die dazu beigetragen, dieses Bild von Riotinto Dorf selbst zu zerstören, wie den Abbruch und die Übertragung der alten Riotinto oder "Mine" war. Das Unternehmen argumentiert, dass die Entwicklung ihrer Betriebe durch die Position des Dorfes Bremsen war. Übertragung der Bevölkerung wurde Bezirke des neuen Werks (Tal), nach der englischen Konstruktionsrichtlinien, aber ohne Zweifel ist das Bella Vista-Viertel in einer Atmosphäre von Exklusivität und Luxus gewickelt. Diese in der Regel viktorianische Nachbarschaft ist gebaut, um Platz für das Personal des englischen Ursprung.1 Beamte des Unternehmens hatte seinen Wohnsitz hier. Das Rat-Haus war der Treffpunkt der britische Führer. Dieses Haus war Haushälterin, Kellner, Koch... Die ursprüngliche Möbel waren Victorian. Diese Gegend ist heute erhalten, wie es war.

Mittwoch, 19. März 2014


Mittwoch,12.März- Samstag 15.März 2014


Faulenzerwoche!


Die vergangene Woche war geprägt von typischen, faulen Campingferien!!!
Petrus steuert das nötige Wetter dazu bei. Noch bis zum Samstag blies stetig ein kühler Wind, jedoch prächtiger Sonnenschein erfreut unsere Herzen.
Für den Samstag haben wir wieder mit unserem Kollegen Mark abegemacht für eine weitere Wanderung in den Bergen. Pünktlich um halb neun Uhr besteigen wir das Auto von Mark. Wir fahren, eine uns bekannte Strecke, nach Vélez- Màlaga und weiter dem Stausee entlang, hinauf auf den Pass nach Ventas Zafaraya. Hier parkieren wir unser Fahrzeug und marschieren links der Strasse auf einen Wanderweg, der uns um eine steile Felswand herumführt. Danach geht es auf einem Zick-Zackweg einen doch "stotzigen"Hang hoch. Nach kurzer Kletterpartie zwischen stachligen Gebüschen und vielen Kräuterstauden, hört der Weg plötzlich auf. Was nun ? Hansruedi hält Ausschau nach Steinbocktrampelpfaden um weiter hoch zu steigen. Ab und zu finden sich solche, doch mehrheitlich erklimmen wir den Berg ohne Wege. Nach gut einer Stunde stehen wir urplötzlich auf einer steinigen Hochebene, und siehe da, was können wir da entdecken? Einen Wanderweg, der von der anderen Seite des Berges hochkommt. Nun hat es auch Markierungen bis zum eigentlichen Gipfel, dem Morron de la cuna. Nicht nur ich, auch die beiden Männer bekunden, dass sie glücklich sind, diesen Weg gefunden zu haben um den Rückweg nicht mehr über diesen steilen Abhang hinunter angehen zu müssen. Wie könnte es anders sein, auch dieser andalusische Gipfel bietet uns eine prächtige Aussicht.
Alle Drei sind wir einmal mehr hocherfreut über die Pracht der andalusischen Berglandschaft. Zur Belohnung für den gelungenen Aufstieg, serviert uns Mark seine drei letzten Spitzen einer Toblerone, herrlich!

Der Abstieg auf dem besagten Wanderweg, entpuppt sich als wunderschöner
Weg, der zwar steinig, jedoch angenehm zu begehen ist. Zwischen Steinen und dann wieder grüner Wiese stehen viele verschiedene Kräuterstauden und bereits blühen einige Bergblumen. Auf einem Zwischenplateau mit herrlicher Bergweide, treffen wir auf eine Schafherde. Wir stellen fest, dass eine grosse Anzahl frisch geborener Lämmer auf der Weide sind. Diese erwecken für eine ganze Weile unsere Aufmerksamkeit. Lustig wie sich diese Jungtiere noch schwer tun sich auf den Beinen zu halten um ihren Müttern zu folgen.


Beim Weitergehen bemerken wir, dass auf einem Felsvorsprung ein Hirte mit einem Hund sitzt, der aufmerksam die Herde bewacht.

Aufgetankt mit der herrlich frischen andalusischen Bergluft und der warmen Sonne, erreichen wir Drei froh gelaunt wieder Venta Zafaraya und unser Auto. Es ist erst halb ein Uhr Nachmittags, sodass wir überhaupt noch keine Lust verspühren uns aus den Bergen wieder ans Meer runter zu verschieben. Mark lädt uns ein, zu einer prächtigen Bergrundfahrt durch die Sierra Loja, was wir Beide natürlich herzlich gerne annehmen. Bis Alhama de Grenada durchqueren wir die Hochebene von Zafaraya, gute 900 Meter über Meer, die wegen ihrer geschützten Lage zwischen den Bergen als Gemüseanbaufläche genutzt wird. Danach führt die Strasse hinauf in die Sierra. Hier werden wir belohnt mit dem prächtigen Anblick der blühenden Mandelbäume, die weiss und rosa leuchten. Rosa Blüten haben die Bittermandelbäume und weisse Blüten die normalen Mandeln. Ein weitere Höhepunkt des Tages, der unsere Herzen beglückt!


Weiter führt uns die Fahrt nach Loja, wo wir uns einen Lunch genehmigen. Durch hügelige Landschaften mit steilen Berghängen fahren wir hoch und runter und können uns kaum satt sehen an der wunderschönen Natur. Am Stausee Iznajar schliesslich besuchen wir das gleichnamige Städtchen. Das Städtchen, wie könnte es anders sein, ist auf einen Felsen gebaut. Wir parkieren am Stadteingang unter dem Fels und steigen die engen, steilen Gassen hoch zur Kirche. die zuoberst



thront.Gleich neben der Kirche finden wir eine lauschige Bar, die mit hunderten von blauen Töpfen an den Wänden und auf der Terrasse geschmückt ist. Die Bar thront zusammen mit der Kirche über dem Städtchen und bietet entsprechend eine lauschige Ambiente. Hier bestellen wir uns einen Drink.



                                               Langsam neigt sich die Sonne am Horizont und für uns gilt es den Heimweg anzutreten. Mark steuert sein Fahrzeug auf die Autobahn, um über Màlaga nach Almayate zurrückzufinden.
Todmüde, aber voller schöner, interessanter Eindrücke, verabschieden wir uns bei Mark und bedanken uns für den tollen Tag.
                   


Mittwoch, 12. März 2014


Zügeln !

Samstag 1.März 2014 - Dienstag 11.März 2014


Nachdem schönen Ausflug in den El Torcalpark haben wir tief und seelig geschlafen, und dies sollte auch die letzte Nacht im Bungalowbett sein. Denn am Sa.1.März hiess es für uns definitiv Abschiednehmen vom El Pino Camping. Beim Erwachen wurde uns bereits wehmütig ums Herz, und wir hatten nicht so recht Lust um aufzustehen,  haben wir doch das Bungalow mit seiner prächtigen Aussicht, lieb gewonnen.


Wiederwillig räumen wir unsere Habseligkeiten und ein teil des Hausrates, wieder in unser Wohnmobile. Anschliessend verstaut Hansruedi seinen angelegten Pflanzgarten und seine Steinkunstwerke ebenfalls ins WoMo, derweilen ich das Bungalow besenrein mache. Ein letzter Blick in sämtliche Schränke und Schubladen, dann heisst es :
                                                ADE DU MEIN LIEB HÂUSCHEN!!!!!!




 
















Da es unserem Freund Mark auch nicht gerade leicht fiel, uns ziehen zu lassen, servierte er uns in seinem Bungalow einen herrlichen Brunch mit lauter leckeren Sachen. Während des Brunches plauderten wir Drei noch über Gott und die Welt. Die Beiden Männer vereinbarten noch, in der kommenden Woche, am Donnerstag, zusammen den Cerro Lucero zu besteigen. Schliesslich verabschiedeten wir uns von Mark.  
Seit drei Monaten durfte unser Chruzli sich ausruhen, jetzt aber hiess es für unser WoMo wieder "rann an die Liesa"! So rollten wir gegen Mittag auf der Autobahn nach Torre del Mar und weiter nach Almayate, wo wir auf dem Camping Almanat einen Platz reserviert hatten. Freundlich empfing uns eine junge Dame an der Rezeption und händigte uns die nötigen Unterlagen und Schlüssel aus. Der Himmel hatte sich in der letzten Stunde arg mit dunklen Wolken überzogen, sodass wir uns beeilten, unser Häuschen auf dem Platz wohnlich einzurichten, bevor alles nass war.Kaum waren wir installiert, da ging es denn auch gleich los mit regnen. So konnten wir uns getrost  hinlegen und eine Siesta einschalten, was mir eigentlich recht war, denn meine Laune war nicht besonders in Hochform.
Als sich dann der Himmel wieder erhellte und trockene Luft war, erkundeten wir den Platz und den Strand, zu dem man vom Platz her direkten Zugang hat, toll! Können wir nur hoffen, dass Petrus uns dann Strandwetter besorgt. Beim Rundgang stellen wir fest, dass ein kleines Hallenbad und ein Pool outdoor zum Camping gehören. Ebenfalls eine Sauna, eine Boolbahn, ein Fitnesspark und ein Kinderspielplatz, ein kleiner Supermarkt, eine Bar und ein Strandrestaurant, bieten dem Kunden ein angenehmes Angebot.Wie wir sofort feststellen, sind die Sanitäreinrichtungen sehr sauber. All dies bewirkt, dass der Platz bereits jetzt fast voll besetzt ist.Wir erfahren auch schon bald, dass die vielen Holländer, Briten, Deutsche, Belgier , Schweizer und Nordländer, allesamt, jahrelange Stammgäste sind während den Wintermonaten.
Ein erstes Nachtessen, seit langer Zeit wieder in der WoMo-Küche, läutete den Samstagabend ein. Schliesslich fallen wir dann müde in unsere WoMo - Betten.
Doch bereits in den frühen Morgenstunden des Sonntages, werden wir von heftigen Windgeräuschen geweckt. Was soll nun das? Das Frühstück müssen wir wohl drinnen einnehmen, denn der immer stärker aufkommende Wind, bläst den Staub durch die Luft und der Campingplatz ist in eine dicke Staubwolke gehüllt. Zum Glück haben sich die grauen Wolken verzogen, sodass wenigsten die Sonne vom Himmel lachte. Da sich das Windgeräusch mit heftigem Tosen vermischt hat, unternahmen wir vor dem Mittag einen Versuch am Strand zu spazieren, was dann aber eher zu einem Bestaunen der hohen Wellen an einem windgeschützten Platz, wurde. Ein Naturschauspiel ohne Ende , das wir hier zu sehen bekamen. Wir Beide sind immer von Neuem fasziniert von den Wellen und ihrem Getose. Nach gut einer Stunde Schauspiel, zogen wir uns wieder zurück in unser Chruzli. Mit Lesen und Kartenspielen und natürlich Essen brachten wir diesen stürmischen Tag auch um.
Der Montag war vom Wetter her auch nicht viel besser, trotzdem wagten wir einen Strandspaziergang, von dem wir völlig sandgestrahlt zurückkehrten. Abends bemerkten wir, dass sich doch eine Anzahl Leute auf den Weg machten zum Strandrestaurant. Kurzerhand beschlossen wir, zum Kaffee auch dort hin zu gehen. Welch eine Ùberraschung, fünf Männer machten Musik. Eine englischsprechende Dame erklärte, dass heute ja Rosenmontag sei und man hier ein bisschen fröhliche Stimmung machen wolle. Was schliesslich den Männern gelang, denn die angestimmten Schaukellieder brachten Hochstimmung unter den Gästen. Bei dieser Gelegenheit machten wir Bekanntschaft mit weiteren Schweizern und verschiedenen Personen von unterschiedlicher Nationalität.
Am Dienstag 4.März schliesslich, da jährte sich mein Wiegenfest, dies zum 60. Mal. Ich erwachte so gegen acht Uhr, als mein Göttergatte sich aus dem WoMo schlich. Später stellte sich heraus, dass er über unserem Platz eine Happy Birthday- Girlande aufgehängt hatte. Zudem schmückte er den Frühsstückstisch mit einer lustigen Karte und einem Geburtstagskuchen mit singenden Kerzen. Wunderbar, herzlichen Dank mein Liebster!

Den Tag gingen wir aber gemütlich an.Der schwache Wind erlaubte es, uns zum Sonnen an den Strand zu legen, wo bald auch Mark zu uns stiess. Um drei Uhr war dann Tappa-Zeit im Garten unseres Chruzlis. Mit Prosecco begoss ich den Eintritt in den Club der 60er. Das Ganze wurde dann noch mit dem Ausblasen der Kerzen auf dem Kuchen, besiegelt. 
Das war denn auch schon alles, es hat überhaupt nicht wehgetan!!!! Ha,ha,ha,........

Auf Empfehlung von Campinggästen, habe ich ein Restaurant ganz in der Nähe gewählt um mir mein Festessen servieren zu lassen. Kurz vor dem Sonnenuntergang spazierten wir Drei gemütlich nach Almayate, wo das besagte Restaurant steht. Wirklich, bereits die Speisekarte hinterliess einen guten Eindruck. Was dann nach dem Apero folgte, war einfach grandios. Riesige Portionen wurden uns das aufgetischt,und lecker gekockt. Zu guter Letzt genehmigten wir uns auch noch ein Surprise-Dessert, eine Auswahl aller Desserts des Hauses. Zum Glück waren wir zu Fuss unterwegs um den Heimweg zu finden. Ich kam mir vor wie eine vollgestopfte Gans, aber glücklich und zufrieden, dass ich ein weiters Wiegenfest bei guter Gesundheit, zusammen mit meinem Mann, in einer wunderbaren, interessanten Landschaft feiern durfte. 
Bei dieser Gelegenheit danke ich allen Gratulanten für ihre lieben Wünsche, und den grosszügigen Geschenke, die ich mit Freuden entgegennahm. 
Der nächste Tag führte uns mit dem Fahrrad nach Iznate. Durch das fruchtbare Hinterland von Torre del mar säumten riesige Gemüsefelder, Advocadoplantagen und vieles mehr unsere Wege. Zuerst flach, dann immer steiler ansteigen, erklommen wir die Anhöhe nach Iznate. Hier oben wurden wir wieder belohnt mit einer tollen Aussicht. Leider zersprang beim Anstieg die Kette an Hansruedis Velo. Doch der Glückliche fand den Bolzen, der die Kettenglieder verbindet, sofort wieder auf der Strasse und konnte somit die Kette wieder flicken. Von Iznate weg, rollten wir bergabwärts bis ans Meer, was den Vorteil hatte, dass die reparierte Kette nicht allzu sehr belastet wurde.So erreichten wir doch unbehelligt den Camping wieder. Eine erfrischende Dusche und  ein leichtes Nachtessen rundeten diesen Tag ab.



Am nächsten Tag, Donnerstag wurde mein Hansruedi bereits um sieben Uhr von Mark abgeholt, um die Besteigung des Cerro Lucero anzugehen. Während sich die Beiden in den Bergen vertun, habe ich endlich meine Arbeit mit dem Blogg wieder aufgenommen und  den fertig ausgedruckt. Nachmittags erlaubte es mir die warme Sonne und das ruhige Meer, zum ersten Mal in diesem Jahr, ein erfrischendes Bad zu nehmen.Danach legte ich mich an die Sonne. Schliesslich backte ich noch eine Apfelwähe, um den Beiden Wanderern eine Stärkung zu offerieren. Doch gegen vier Uhr kam mein Göttergatte alleine zurück, mit der Bemerkung, dass sich Mark den Fuss vertretten habe und sofort in sein Häuschen im El Pino wollte, um diesen zu pflegen. Hansruedi beruhigte mich, indem er meinte, es wäre nicht so schlimm. Den Cerro Lucero zu besteigen hätte sich mehr als gelohnt.Wiederum ein herrlicher Ausblick in die Sierra Nevada im Hintergrund. Der Weg sei schmal und steinig, sodass man vorsichtig gehen musste. Ein Steinbock wachte während des Aufstieges über uns, meinte HR.Ein wunderbarer, andalusischer Gipfel!



 Das sonnige Wetter ist zwar seit einer Woche beständig, jedoch einmal mehr und dann wieder weniger windig, ein kühler Wind. Die Stammgäste beklagen sich jedenfalls heftig, denn dies sei die letzten Jahre nie so gewesen. Wir Beide beschlossen kurzerhand ab Freitag bis zum Montag ein Suppenfasten einzulegen und wenn möglich mit Strandspaziergängen oder Velofahren und "Sünnele" die Zeit zu vertreiben. Gestern Montag spazierten wir denn von Ricon de la Victoria dem Strand entlang bis an den Busbahnhof von Màlaga, gute viereinhalb Stunden, mit Zwischenhalt.Mit dem Linienbus gings zurück nach Almayate. Ein letztes Mal Gemüsesuppe, bevor wir heute Dienstag das Fasten brachen.



Montag, 10. März 2014


Freitag,28.Februar 2014


El Torcal de Antequera


Am Freitag 28. Februar, unserem letzten Tag im El Pino Bungalow,sind wir mit Mark um sieben Uhr in der Früh losgefahren um zum Nationalpark El Torcal zu fahren. Nach gut 11/4 Std. Fahrt erreichen wir den Park, auf ca. 1100 Metern über Meer. Eine dicke Nebelschicht bedeckt den Park und ein heftiger Wind bläst uns entgegen, entsprechend die Temperatur, nämlich knappe fünf Grad Celsius. Da das Visitorcenter erst um zehn Uhr öffnet, warten wir im geheizten Auto auf unseren Führer, der uns durch den Park führen wird.
Warm angezogen mit Thermounterwäsche und weiteren zwei, bis drei Schichten Kleidern ausgerüstet und natürlich mit Mütze und Handschuhen bestückt, verlassen wir um punkt neun Uhr das warme Auto und begrüssen Ricoberto, unser Wanderleiter. Der sympatisch, junge Mann spricht Spanisch und nur ein wenig Englisch, wie er uns bei der Begrüssung mitteilte.Zusammen mit zwei spanischen Ehepaaren und einem holländischen Paar, geht es zu Zehnt los durch den Nebel. Anfänglich wandern wir auf einem schmalen Pfad, leicht ansteigend durch die bizarren Felsformationen, die diesen El Torcal Park so speziell machen. Doch schon bald führt uns Ricoberto durch Gelände ohne Pfade. Da haben wir bald das Glück, zwei Steingeissen und einen Steinbock beim Weiden anzutreffen. Abenteuerliche Gänge zwischen den Felsen müssen wir zum Teil erklettern, oder gar gebückt unter den Felsen durchkrabbeln.






Mit dem Nebel, der sich ab und zu lichtet und uns dann sogleich wieder einhüllt,  fühlen wir uns wie Zwerge inmitten einer magischen und märchenhaften Gesteinswelt.



























Diese bizarren Felsen wecken Assoziationen zu Tieren und Fabelwesen. Der Torcal de Antequera ist ein riesiges Felsenlabyrinth, das sich wie ein grosser runder Tisch aus der Umgebung hervorhebt, sein höchster Punkt liegt auf 1336 Metern, den wir auch noch erklimmen werden, laut Ricoberto. Nach ca. 90 minütiger Wanderung erreichen wir eine Schutzhütte im Fels, wo wir windstill und nebelfrei Picknicken können.


Gut gestärkt führt uns Ricoberto bald weiter durch die Steinlandschaft, wo er uns immer wieder wunderschöne Versteinerungen in den Felsplatten zeigen kann.
Schliesslich erreichen wir mit einer kleinen Kletterpartie den höchsten Punkt, den Torcal Alto. Doch hier oben bläst uns ein starker Wind beinahe vom Fels, sodass es gilt auf der anderen Seite sofort wieder abzusteigen. Dabei lichtet sich der Nebel erstmals so, dass die ersten Sonnenstrahlen zu sehen sind, und sich uns ein völlig anderes Bild von dem Felslabyrinth präsentiert. Kurz erhaschen wir einen Blick auf die Ebene im Tal und der Stadt Antequera, bevor wieder Nebelschwaden uns die Aussicht verschliessen.

Weiter überwinden wir Geröllhalden und bizarre Felsblöcke und staunen über dieses Naturwunder El Torcal.

Bereits sind wir vier Stunden unterwegs, als uns unser Führer über die Zufahrtsstrasse zum Park lots und uns durch ein Brombeergestrüb zu einem Höhleneingang führt. Da er seine Stirnlampe aufsetzte und uns erklärte, wie wir in das Loch einsteigen sollen, wohlverstanden nur vier Personen auf`s Mal, war mir die Sache nicht geheuer und ich erkläre, dass ich draussen warten werde. Da war ich nicht alleine mit meiner Bemerkung, denn es wagte sich lediglich nur der Holländer und mein Hansruedi zusammen mit Ricoberto in das Loch. Der Rest der Gruppe setzte sich ins Gras und begann erneut zu picknicken.
Da wir uns ja unweit der Parkstrasse befanden, glaubte ich, dass der Rückweg nun bald geschafft wäre, doch weit gefehlt. Zurück durch das Dornengestrüb, stiegen wir steil den Hang hinauf und erklommen wie Steinböcke eine Felswand. Zum Glück bin ich schwindelfrei und der Rest der Gruppe auch, denn unter unsern Füssen konnten wir direkt 500 Meter senkrecht ins Tal schauen. So setzten wir schweigend während fast dreissig Minuten den Gemsweg fort, immer darauf bedacht, ein Fuss nach dem Andern vorsichtig abzustellen.


 Zu guter Letzt galt es für uns nochmals steil zwischen den Felsen aufzusteigen um das Hochplateau, wo sich der Parkeingang befindet, zu erreichen. In diesem Felsdurchgang blies uns nochmals ein heftiger Wind direkt ins Gesicht, was den Aufstieg nicht gerade leichter machte. Doch glücklich und tief beeindruckt erreichten wir schliesslich nach fünfeinhalb Stunden Fussmarsch das Visitorcenter. Hier bedankten wir uns bei Ricoberto für die interessante Tour, wonach sich die Gruppe verabschiedete und  trennte.

Bei einem Drink und einem Tappa krönten wir in einer Bodega auf dem Lande, diesen wunderschönen Tag.
El Torcal (Paraje Natural Torcal de Antequera) ist ein 1171 ha großes Naturschutzgebiet im spanischen Andalusien, ca. 14 km entfernt von der Provinzstadt Antequera (Provinz Málaga).
Mit seinen außergewöhnlichen Karstformationen gehört der Park zu den beeindruckendsten Landschaften Spaniens. Neben Touristen zieht er auch Geologen und Botaniker an.

El Torcal
Erstmals ausgewiesen als „Naturschutzgebiet von nationalem Interesse“ wurde El Torcal 1929. Im Jahr 1978 wurde das Gebiet zum Naturpark erklärt, 1989 schließlich zur „Naturgegend“ (Paraje Natural).
Vor 100 Millionen Jahren war das Gebiet noch gänzlich vom Meer der Thetys bedeckt, von dem lediglich das Mittelmeer übriggeblieben ist. Durch die Ablagerung von Sedimenten bildeten sich Schichten aus Kalkgestein. Infolge der alpidischen Orogenese, d.h. durch die Kollision der afrikanischen und eurasischen Erdplatte, kam es zur Anhebung und Faltung dieser Schichten zu Hügeln und Bergen. Hierbei entstanden auch Dehnungsklüfte, die durch das Eindringen von Wasser erweitert wurden. Hierbei spielte insbesondere die für Karstgebiete typischeKohlensäureverwitterung eine wichtige formgebende Rolle, durch welche die heutige wildzerklüftete Felslandschaft mit fantastischen Steingebilden entstand. Hinzu kommt die unterschiedliche Widerständigkeit der ursprünglich horizontal abgelagerten Sedimentgesteine. Je nach Festigkeit einer Gesteinsschicht wurde und wird mehr oder weniger Material abgetragen, wodurch sich die horizontalen Muster erklären lassen.


Karstsäule aus Felsplatten
El Torcal ist ein Ausläufer der bogenförmig verlaufenden Sierra Subbética und liegt in einer Höhe zwischen 1100 und 1400 m. Zerklüftete Felsen und Schluchten wechseln in stets neuer Gestalt einander ab. Hohe Säulen aus Steinplatten unterschiedlicher Größe sehen aus, als wären sie künstlich aufeinander gestapelt worden. Ganz unvermittelt sieht man ausgespülte Becken in ebenen Felsplatten.