Mittwoch, 12. März 2014


Zügeln !

Samstag 1.März 2014 - Dienstag 11.März 2014


Nachdem schönen Ausflug in den El Torcalpark haben wir tief und seelig geschlafen, und dies sollte auch die letzte Nacht im Bungalowbett sein. Denn am Sa.1.März hiess es für uns definitiv Abschiednehmen vom El Pino Camping. Beim Erwachen wurde uns bereits wehmütig ums Herz, und wir hatten nicht so recht Lust um aufzustehen,  haben wir doch das Bungalow mit seiner prächtigen Aussicht, lieb gewonnen.


Wiederwillig räumen wir unsere Habseligkeiten und ein teil des Hausrates, wieder in unser Wohnmobile. Anschliessend verstaut Hansruedi seinen angelegten Pflanzgarten und seine Steinkunstwerke ebenfalls ins WoMo, derweilen ich das Bungalow besenrein mache. Ein letzter Blick in sämtliche Schränke und Schubladen, dann heisst es :
                                                ADE DU MEIN LIEB HÂUSCHEN!!!!!!




 
















Da es unserem Freund Mark auch nicht gerade leicht fiel, uns ziehen zu lassen, servierte er uns in seinem Bungalow einen herrlichen Brunch mit lauter leckeren Sachen. Während des Brunches plauderten wir Drei noch über Gott und die Welt. Die Beiden Männer vereinbarten noch, in der kommenden Woche, am Donnerstag, zusammen den Cerro Lucero zu besteigen. Schliesslich verabschiedeten wir uns von Mark.  
Seit drei Monaten durfte unser Chruzli sich ausruhen, jetzt aber hiess es für unser WoMo wieder "rann an die Liesa"! So rollten wir gegen Mittag auf der Autobahn nach Torre del Mar und weiter nach Almayate, wo wir auf dem Camping Almanat einen Platz reserviert hatten. Freundlich empfing uns eine junge Dame an der Rezeption und händigte uns die nötigen Unterlagen und Schlüssel aus. Der Himmel hatte sich in der letzten Stunde arg mit dunklen Wolken überzogen, sodass wir uns beeilten, unser Häuschen auf dem Platz wohnlich einzurichten, bevor alles nass war.Kaum waren wir installiert, da ging es denn auch gleich los mit regnen. So konnten wir uns getrost  hinlegen und eine Siesta einschalten, was mir eigentlich recht war, denn meine Laune war nicht besonders in Hochform.
Als sich dann der Himmel wieder erhellte und trockene Luft war, erkundeten wir den Platz und den Strand, zu dem man vom Platz her direkten Zugang hat, toll! Können wir nur hoffen, dass Petrus uns dann Strandwetter besorgt. Beim Rundgang stellen wir fest, dass ein kleines Hallenbad und ein Pool outdoor zum Camping gehören. Ebenfalls eine Sauna, eine Boolbahn, ein Fitnesspark und ein Kinderspielplatz, ein kleiner Supermarkt, eine Bar und ein Strandrestaurant, bieten dem Kunden ein angenehmes Angebot.Wie wir sofort feststellen, sind die Sanitäreinrichtungen sehr sauber. All dies bewirkt, dass der Platz bereits jetzt fast voll besetzt ist.Wir erfahren auch schon bald, dass die vielen Holländer, Briten, Deutsche, Belgier , Schweizer und Nordländer, allesamt, jahrelange Stammgäste sind während den Wintermonaten.
Ein erstes Nachtessen, seit langer Zeit wieder in der WoMo-Küche, läutete den Samstagabend ein. Schliesslich fallen wir dann müde in unsere WoMo - Betten.
Doch bereits in den frühen Morgenstunden des Sonntages, werden wir von heftigen Windgeräuschen geweckt. Was soll nun das? Das Frühstück müssen wir wohl drinnen einnehmen, denn der immer stärker aufkommende Wind, bläst den Staub durch die Luft und der Campingplatz ist in eine dicke Staubwolke gehüllt. Zum Glück haben sich die grauen Wolken verzogen, sodass wenigsten die Sonne vom Himmel lachte. Da sich das Windgeräusch mit heftigem Tosen vermischt hat, unternahmen wir vor dem Mittag einen Versuch am Strand zu spazieren, was dann aber eher zu einem Bestaunen der hohen Wellen an einem windgeschützten Platz, wurde. Ein Naturschauspiel ohne Ende , das wir hier zu sehen bekamen. Wir Beide sind immer von Neuem fasziniert von den Wellen und ihrem Getose. Nach gut einer Stunde Schauspiel, zogen wir uns wieder zurück in unser Chruzli. Mit Lesen und Kartenspielen und natürlich Essen brachten wir diesen stürmischen Tag auch um.
Der Montag war vom Wetter her auch nicht viel besser, trotzdem wagten wir einen Strandspaziergang, von dem wir völlig sandgestrahlt zurückkehrten. Abends bemerkten wir, dass sich doch eine Anzahl Leute auf den Weg machten zum Strandrestaurant. Kurzerhand beschlossen wir, zum Kaffee auch dort hin zu gehen. Welch eine Ùberraschung, fünf Männer machten Musik. Eine englischsprechende Dame erklärte, dass heute ja Rosenmontag sei und man hier ein bisschen fröhliche Stimmung machen wolle. Was schliesslich den Männern gelang, denn die angestimmten Schaukellieder brachten Hochstimmung unter den Gästen. Bei dieser Gelegenheit machten wir Bekanntschaft mit weiteren Schweizern und verschiedenen Personen von unterschiedlicher Nationalität.
Am Dienstag 4.März schliesslich, da jährte sich mein Wiegenfest, dies zum 60. Mal. Ich erwachte so gegen acht Uhr, als mein Göttergatte sich aus dem WoMo schlich. Später stellte sich heraus, dass er über unserem Platz eine Happy Birthday- Girlande aufgehängt hatte. Zudem schmückte er den Frühsstückstisch mit einer lustigen Karte und einem Geburtstagskuchen mit singenden Kerzen. Wunderbar, herzlichen Dank mein Liebster!

Den Tag gingen wir aber gemütlich an.Der schwache Wind erlaubte es, uns zum Sonnen an den Strand zu legen, wo bald auch Mark zu uns stiess. Um drei Uhr war dann Tappa-Zeit im Garten unseres Chruzlis. Mit Prosecco begoss ich den Eintritt in den Club der 60er. Das Ganze wurde dann noch mit dem Ausblasen der Kerzen auf dem Kuchen, besiegelt. 
Das war denn auch schon alles, es hat überhaupt nicht wehgetan!!!! Ha,ha,ha,........

Auf Empfehlung von Campinggästen, habe ich ein Restaurant ganz in der Nähe gewählt um mir mein Festessen servieren zu lassen. Kurz vor dem Sonnenuntergang spazierten wir Drei gemütlich nach Almayate, wo das besagte Restaurant steht. Wirklich, bereits die Speisekarte hinterliess einen guten Eindruck. Was dann nach dem Apero folgte, war einfach grandios. Riesige Portionen wurden uns das aufgetischt,und lecker gekockt. Zu guter Letzt genehmigten wir uns auch noch ein Surprise-Dessert, eine Auswahl aller Desserts des Hauses. Zum Glück waren wir zu Fuss unterwegs um den Heimweg zu finden. Ich kam mir vor wie eine vollgestopfte Gans, aber glücklich und zufrieden, dass ich ein weiters Wiegenfest bei guter Gesundheit, zusammen mit meinem Mann, in einer wunderbaren, interessanten Landschaft feiern durfte. 
Bei dieser Gelegenheit danke ich allen Gratulanten für ihre lieben Wünsche, und den grosszügigen Geschenke, die ich mit Freuden entgegennahm. 
Der nächste Tag führte uns mit dem Fahrrad nach Iznate. Durch das fruchtbare Hinterland von Torre del mar säumten riesige Gemüsefelder, Advocadoplantagen und vieles mehr unsere Wege. Zuerst flach, dann immer steiler ansteigen, erklommen wir die Anhöhe nach Iznate. Hier oben wurden wir wieder belohnt mit einer tollen Aussicht. Leider zersprang beim Anstieg die Kette an Hansruedis Velo. Doch der Glückliche fand den Bolzen, der die Kettenglieder verbindet, sofort wieder auf der Strasse und konnte somit die Kette wieder flicken. Von Iznate weg, rollten wir bergabwärts bis ans Meer, was den Vorteil hatte, dass die reparierte Kette nicht allzu sehr belastet wurde.So erreichten wir doch unbehelligt den Camping wieder. Eine erfrischende Dusche und  ein leichtes Nachtessen rundeten diesen Tag ab.



Am nächsten Tag, Donnerstag wurde mein Hansruedi bereits um sieben Uhr von Mark abgeholt, um die Besteigung des Cerro Lucero anzugehen. Während sich die Beiden in den Bergen vertun, habe ich endlich meine Arbeit mit dem Blogg wieder aufgenommen und  den fertig ausgedruckt. Nachmittags erlaubte es mir die warme Sonne und das ruhige Meer, zum ersten Mal in diesem Jahr, ein erfrischendes Bad zu nehmen.Danach legte ich mich an die Sonne. Schliesslich backte ich noch eine Apfelwähe, um den Beiden Wanderern eine Stärkung zu offerieren. Doch gegen vier Uhr kam mein Göttergatte alleine zurück, mit der Bemerkung, dass sich Mark den Fuss vertretten habe und sofort in sein Häuschen im El Pino wollte, um diesen zu pflegen. Hansruedi beruhigte mich, indem er meinte, es wäre nicht so schlimm. Den Cerro Lucero zu besteigen hätte sich mehr als gelohnt.Wiederum ein herrlicher Ausblick in die Sierra Nevada im Hintergrund. Der Weg sei schmal und steinig, sodass man vorsichtig gehen musste. Ein Steinbock wachte während des Aufstieges über uns, meinte HR.Ein wunderbarer, andalusischer Gipfel!



 Das sonnige Wetter ist zwar seit einer Woche beständig, jedoch einmal mehr und dann wieder weniger windig, ein kühler Wind. Die Stammgäste beklagen sich jedenfalls heftig, denn dies sei die letzten Jahre nie so gewesen. Wir Beide beschlossen kurzerhand ab Freitag bis zum Montag ein Suppenfasten einzulegen und wenn möglich mit Strandspaziergängen oder Velofahren und "Sünnele" die Zeit zu vertreiben. Gestern Montag spazierten wir denn von Ricon de la Victoria dem Strand entlang bis an den Busbahnhof von Màlaga, gute viereinhalb Stunden, mit Zwischenhalt.Mit dem Linienbus gings zurück nach Almayate. Ein letztes Mal Gemüsesuppe, bevor wir heute Dienstag das Fasten brachen.



Montag, 10. März 2014


Freitag,28.Februar 2014


El Torcal de Antequera


Am Freitag 28. Februar, unserem letzten Tag im El Pino Bungalow,sind wir mit Mark um sieben Uhr in der Früh losgefahren um zum Nationalpark El Torcal zu fahren. Nach gut 11/4 Std. Fahrt erreichen wir den Park, auf ca. 1100 Metern über Meer. Eine dicke Nebelschicht bedeckt den Park und ein heftiger Wind bläst uns entgegen, entsprechend die Temperatur, nämlich knappe fünf Grad Celsius. Da das Visitorcenter erst um zehn Uhr öffnet, warten wir im geheizten Auto auf unseren Führer, der uns durch den Park führen wird.
Warm angezogen mit Thermounterwäsche und weiteren zwei, bis drei Schichten Kleidern ausgerüstet und natürlich mit Mütze und Handschuhen bestückt, verlassen wir um punkt neun Uhr das warme Auto und begrüssen Ricoberto, unser Wanderleiter. Der sympatisch, junge Mann spricht Spanisch und nur ein wenig Englisch, wie er uns bei der Begrüssung mitteilte.Zusammen mit zwei spanischen Ehepaaren und einem holländischen Paar, geht es zu Zehnt los durch den Nebel. Anfänglich wandern wir auf einem schmalen Pfad, leicht ansteigend durch die bizarren Felsformationen, die diesen El Torcal Park so speziell machen. Doch schon bald führt uns Ricoberto durch Gelände ohne Pfade. Da haben wir bald das Glück, zwei Steingeissen und einen Steinbock beim Weiden anzutreffen. Abenteuerliche Gänge zwischen den Felsen müssen wir zum Teil erklettern, oder gar gebückt unter den Felsen durchkrabbeln.






Mit dem Nebel, der sich ab und zu lichtet und uns dann sogleich wieder einhüllt,  fühlen wir uns wie Zwerge inmitten einer magischen und märchenhaften Gesteinswelt.



























Diese bizarren Felsen wecken Assoziationen zu Tieren und Fabelwesen. Der Torcal de Antequera ist ein riesiges Felsenlabyrinth, das sich wie ein grosser runder Tisch aus der Umgebung hervorhebt, sein höchster Punkt liegt auf 1336 Metern, den wir auch noch erklimmen werden, laut Ricoberto. Nach ca. 90 minütiger Wanderung erreichen wir eine Schutzhütte im Fels, wo wir windstill und nebelfrei Picknicken können.


Gut gestärkt führt uns Ricoberto bald weiter durch die Steinlandschaft, wo er uns immer wieder wunderschöne Versteinerungen in den Felsplatten zeigen kann.
Schliesslich erreichen wir mit einer kleinen Kletterpartie den höchsten Punkt, den Torcal Alto. Doch hier oben bläst uns ein starker Wind beinahe vom Fels, sodass es gilt auf der anderen Seite sofort wieder abzusteigen. Dabei lichtet sich der Nebel erstmals so, dass die ersten Sonnenstrahlen zu sehen sind, und sich uns ein völlig anderes Bild von dem Felslabyrinth präsentiert. Kurz erhaschen wir einen Blick auf die Ebene im Tal und der Stadt Antequera, bevor wieder Nebelschwaden uns die Aussicht verschliessen.

Weiter überwinden wir Geröllhalden und bizarre Felsblöcke und staunen über dieses Naturwunder El Torcal.

Bereits sind wir vier Stunden unterwegs, als uns unser Führer über die Zufahrtsstrasse zum Park lots und uns durch ein Brombeergestrüb zu einem Höhleneingang führt. Da er seine Stirnlampe aufsetzte und uns erklärte, wie wir in das Loch einsteigen sollen, wohlverstanden nur vier Personen auf`s Mal, war mir die Sache nicht geheuer und ich erkläre, dass ich draussen warten werde. Da war ich nicht alleine mit meiner Bemerkung, denn es wagte sich lediglich nur der Holländer und mein Hansruedi zusammen mit Ricoberto in das Loch. Der Rest der Gruppe setzte sich ins Gras und begann erneut zu picknicken.
Da wir uns ja unweit der Parkstrasse befanden, glaubte ich, dass der Rückweg nun bald geschafft wäre, doch weit gefehlt. Zurück durch das Dornengestrüb, stiegen wir steil den Hang hinauf und erklommen wie Steinböcke eine Felswand. Zum Glück bin ich schwindelfrei und der Rest der Gruppe auch, denn unter unsern Füssen konnten wir direkt 500 Meter senkrecht ins Tal schauen. So setzten wir schweigend während fast dreissig Minuten den Gemsweg fort, immer darauf bedacht, ein Fuss nach dem Andern vorsichtig abzustellen.


 Zu guter Letzt galt es für uns nochmals steil zwischen den Felsen aufzusteigen um das Hochplateau, wo sich der Parkeingang befindet, zu erreichen. In diesem Felsdurchgang blies uns nochmals ein heftiger Wind direkt ins Gesicht, was den Aufstieg nicht gerade leichter machte. Doch glücklich und tief beeindruckt erreichten wir schliesslich nach fünfeinhalb Stunden Fussmarsch das Visitorcenter. Hier bedankten wir uns bei Ricoberto für die interessante Tour, wonach sich die Gruppe verabschiedete und  trennte.

Bei einem Drink und einem Tappa krönten wir in einer Bodega auf dem Lande, diesen wunderschönen Tag.
El Torcal (Paraje Natural Torcal de Antequera) ist ein 1171 ha großes Naturschutzgebiet im spanischen Andalusien, ca. 14 km entfernt von der Provinzstadt Antequera (Provinz Málaga).
Mit seinen außergewöhnlichen Karstformationen gehört der Park zu den beeindruckendsten Landschaften Spaniens. Neben Touristen zieht er auch Geologen und Botaniker an.

El Torcal
Erstmals ausgewiesen als „Naturschutzgebiet von nationalem Interesse“ wurde El Torcal 1929. Im Jahr 1978 wurde das Gebiet zum Naturpark erklärt, 1989 schließlich zur „Naturgegend“ (Paraje Natural).
Vor 100 Millionen Jahren war das Gebiet noch gänzlich vom Meer der Thetys bedeckt, von dem lediglich das Mittelmeer übriggeblieben ist. Durch die Ablagerung von Sedimenten bildeten sich Schichten aus Kalkgestein. Infolge der alpidischen Orogenese, d.h. durch die Kollision der afrikanischen und eurasischen Erdplatte, kam es zur Anhebung und Faltung dieser Schichten zu Hügeln und Bergen. Hierbei entstanden auch Dehnungsklüfte, die durch das Eindringen von Wasser erweitert wurden. Hierbei spielte insbesondere die für Karstgebiete typischeKohlensäureverwitterung eine wichtige formgebende Rolle, durch welche die heutige wildzerklüftete Felslandschaft mit fantastischen Steingebilden entstand. Hinzu kommt die unterschiedliche Widerständigkeit der ursprünglich horizontal abgelagerten Sedimentgesteine. Je nach Festigkeit einer Gesteinsschicht wurde und wird mehr oder weniger Material abgetragen, wodurch sich die horizontalen Muster erklären lassen.


Karstsäule aus Felsplatten
El Torcal ist ein Ausläufer der bogenförmig verlaufenden Sierra Subbética und liegt in einer Höhe zwischen 1100 und 1400 m. Zerklüftete Felsen und Schluchten wechseln in stets neuer Gestalt einander ab. Hohe Säulen aus Steinplatten unterschiedlicher Größe sehen aus, als wären sie künstlich aufeinander gestapelt worden. Ganz unvermittelt sieht man ausgespülte Becken in ebenen Felsplatten.











Montag, 24. Februar 2014

Montag 24.Februar 2014


Besucher an der Panorama-Avenue


Die fünf Widmer`s haben uns am Samstag 8.Februar bereits morgens um sieben Uhr verlassen um rechtzeitig den Flug in Màlaga zu erreichen. Wir Beide legten uns danach nochmals aufs Ohr.Dann galt es das Bungalow nebenan für den nächsten Besuch vorzubereiten. Denn am Mittag wollen die Bürgin`s aus Ittigen hier in Torrox eintreffen. Kaum sind wir Beide mit den Einkäufen zurück, stehen Heidi und Hans vor unserem Bungalow an der Panorama-Avenue.Bei einem Apero auf der Terrasse heissen wir die Lieben willkommen. Nachmittags war eine Siesta angesagt, zumal die Gäste ja bereits seit einiger Zeit auf den Füssen waren. 
Am Sonntag genossen wir Indoor einen ausgiebigen Brunch, da es Petrus wieder regnen liess. Die Höhlen von Nerja boten uns bei regnerischem Wetter die Möglichkeit, unseren Gästen im Trocknen eine Sehenswürdigkeit der Gegend zu zeigen. So war der Sonntag erst einmal gerettet. Montag`s wiederum leicht bewölkter Himmel, sodass ein Besuch in Màlaga angesagt war. Auf dem Rückweg lachte die Sonne und kurzerhand beschlossen wir einen Umweg in die Berge zu fahren, genauer nach Comares, ein andalusisches Dorf, das zuoberst auf einer Felskrete gebaut ist. 


Steil und kurvenreich stieg die schmale Strasse den Berg hoch, bis vor den Felsen, wo das besagte Dorf steht. Hier gilt es das Auto zu parkieren und zu Fuss ins Dorf hoch zu steigen.Kaum als wir die Treppen hochstiegen, überzogen düstere Wolken den Himmel und heftige Sturmböhen fegten über uns hinweg.Wir liessen uns aber nicht abhalten und schlenderten durch die engen Gassen von Comares. 


Es wurde immer unangenehmer bis es anfing zu hageln und Schneeregen fiel.Plötzlich kommt eine ältere Dame aus einem Hauseingang und bittet uns in ihr Haus an die Wärme. Heidi meint das wäre vielleicht ein Restaurant, doch dem war nicht so. Die Frau hatte eine Menge Kisten, gefüllt mit allen möglichen Lebensmittel im Eingang stehen.Sofort gab sie uns Mandeln, Mandarinen, Oliven und Quittencake zum probieren, mit dem Ziel, dass wir ihr etwas abkaufen werden. Natürlich konnten wir nicht wiederstehen und erstanden vier Zitronen ein Kilo Mandarienen ein grosses Stück Quittencake und Mandeln. 
Beim Verlassen des Hauses erwartete uns Sonnenschein, sodass wir die Besichtigung des Dorfes vortsetzten .Bald schon stiess Hans auf eine urchige Dorfbeiz, in der lauter alte Männer vor dem Fernsehen sassen.Hier gönnten wir uns einen typischen,spanischen Lunch mit Chorizo, Blutwurst und Kartoffeln mit einem Glas Hauswein.

Gut genährt und bester Laune traten wir den Heimweg an, nicht ohne noch einmal die prächtige Aussicht von hier oben zu geniessen.

Dienstags stand ein Besuch in Torre del Mar auf dem Programm. Ab und zu zeigte sich glücklicherweise die Sonne, sodass wir an der Strandpromenade unseren Apero bei sonniger Wärme geniessen durften.
Mittwoch`s beschlossen Hansruedi und Mark eine Wanderung von den Höhlen in Nerja nach Frigiliana zu unternehmen. Ich begleitete Hans und Heidi auf die Alhambra in Granada. Beim Eintritt lösen ergelsterte sich Hans und strapazierte seine Nerven, denn der vergünstigte Eintritt für Senioren gilt nur für EU-Bürger nicht für Schweizer. Zum Glück konnte die Pracht des Palastes mit all seinen Verzierungen und Gewölben die Aufregung bei Hans legen und er war voll und ganz beschäftigt mit Staunen. Zum dritten Mal besuchte ich die Alhambra und bin immer noch voll und ganz begeistert.Diesmal konnte ich mir das Ganze in Ruhe anschauen ohne zu fotografieren und einem Führer folgen zu müssen. 




Nach dem Besuch der Alhambra stiegen wir noch hinunter in die Stadt, um uns zu verköstigen. Da gab es ein herrliches Glas Wein für Hans, der voll des Lobes war, und somit auch für ihn der Tag gerettet war. Müde und zufrieden rollten wir wieder heimwärts.
Am Freitag schliesslich war der schönste, sonnigste Tag für Bürgin`s. Hansruedi liess es sich nicht nehmen, sein Lieblingsplatz in Torrox Pueblo unsern Gästen zu zeigen. Bei Tapas und Wein genossen wir Vier den himmlischen Tag. glücklich dass Bürgin`s doch noch in den Genuss eines warmen Tages hier im Süden Spaniens kamen. 
Das gemeinsame Nachtessen mit Mark und Bürgin`s auf unserer Terrasse war ein weiteres Erfolgserlebniss.

Am Samstag, wiederum frühmorgens, müssen wir die Bürgin`s verabschieden. Leider ist die Woche viel zu schnell vorbei. Uns Beiden hat es trotz dem schlechten Wetter sehr gefallen euch ein Stück Andalusien zeigen zu können. Herzlichen Dank für euren Besuch.
Nun galt es für mich, das Bungalow klar zu machen um es zur Weitervermietung abzugeben.

Abends erwarten wir unsere Karin und ihren Liebsten Lukas. Für uns ein langersehnter Besuch.
Denn Ab und zu hatte besonders ich, etwas Sehnsucht nach unserer Tochter. Pünktlich durften wir die Beiden in Empfang nehmen. Bei einem schmackhaften Nachtessen besiegelten wir unser Wiedersehen.
Den Sonntag verbrachten wir mit den Beiden in Màlaga, wo wir die Fondation Picasso besuchten und den Dom besichtigten. Danach war uns Petrus wohl gesinnt und liess sie Sonne über der Stadt warm erstrahlen. Somit konnten wir die schöne Uferpormenade im Hafen entlang flanieren.
Montags wiederum bewölkter Himmel, was uns aber nicht hinderte nach Cordoba zu fahren. Je mehr wir in die Berge stiegen, umso schöner wurde es. Ein angenehmes Städtetripwetter! Bewaffnet mit einem Audiogerät besuchten wir die imposante Mezquita de Cordoba. Die Bauweise und die Kirche in der Kirche brachten uns nicht mehr aus dem Staunen. Sichtlich beeindruckt brauchten wir doch einen Moment um das Ganze zu begreifen. 




Der Brunnen im Garten der Mezquita soll Glück bringen wenn man eine Münze spendet. Voller Hoffnung schauen die Drei ihrer Münze nach, die sie soeben gespendet haben.


Anschliessend durchquerten wir die engen Gassen der Stadt , wo wir uns in einer Bodega mit Tapas und Flüssigem stärkten. 

Danach überquerten wir die Puente Romana, wo der Fluss Quadalquivir Hochwasser führte und die kleinen Inseln im Fluss überflutete. Von der Brücke aus hat man einen schönen Ausblick auf die Altstadt Cordobas


Auf dem Spaziergang lotste uns Karin schliesslich noch durch das Judenviertel hinunter zum Plaza de la Corredera.Ein kleines Venedig.

Es bedarf wohl mehrerer Tage für einen Besuch Cordobas um all die Schönheiten zu erfassen.Wir zogen müde, aber voller Eindrücke ab um den Heimweg anzutreten.

Abends ging es dann ganz schweizerisch zu und her. Mit einem improvisierten Rechaud und der Gusspfanne von Mark , kochte Karin uns das mitgebrachte Fondue, das uns ausgezeichnet mundete.



Den Dienstag verbrachten wir am Strand von Nerja und mit "Lädele". Teils bei regnerischem Wetter, teils bei Sonnenschein.


Viel zu schnell war die Zeit bereits wieder um, die wir mit den Beiden verbringen durften, denn am Mittwoch Mittag wartete bereits der Retourflug für die Beiden.  Schade, aber wir sind überglücklich, dass auch ihr Beiden den Weg zu uns in den Süden gefunden habt und wir euch bei uns hatten. Vielen Dank, es war wunderschön mit euch.

So ist nun schon bald der ganze Monat Februar auch gelaufen. Bei uns ist Ruhe eingekehrt, die wir zum Teil mit Wandern geniessen. Mark und Hansruedi haben gestern 23.Februar bei strahlendem Wetter den 2000 Meter hohen Maroma bestiegen. Nach einem achtstündigen Marsch kehrten die Beiden überglücklich aber mit gepeinigten Beinen nach Torrox zurück. Gratuliere eine tolle Leistung der Beiden Herren.

Am 4.Februar besuchte uns Anni mit ihren beiden Kolleginen. Auf unserer Terrasse wurde mit Prosecco auf Anni`s 66.Geburi angestossen. Anschliessend servierte ich für alle ein Chilli con Carne.
Hoch soll sie leben und sich stets guter Gesundheit erfreuen, das wünschen wir Dir liebe Anni


Sonntag, 23. Februar 2014

Sonntag 23.Februar 2014


Besucher an der Panorama-Avenue


Seit nunmehr drei Monaten geniessen wir Beide die Gastfreundschaft der Provinz Màlaga in Andalusien, und es gefällt uns von Tag zu Tag besser. Eine herrlich wildromantische Gegend die Costa del sol mit ihrem "mejor clima de europa"!  Das Wetter jedoch spielte in den vergangenen Wochen, wie überall in Europa, doch ein wenig verrückt. Da stürmte es heftig, ein andermal regnete es wie aus Kübeln und sogar Hagel fiel bis ans Meer. Der Schnee bezuckerte die umliegenden Berge bis auf 1500 Metern über Meer hinunter. Wir haben das Beste daraus gemacht. Nur Schade für unsere Gäste aus der Schweiz, die ziemlich durchzogene Wetterverhältnisse erlebten.
Die Besucher aus der Schweiz, waren eine willkommene Abwechslung für uns Beide. Da besuchten uns vom 27.Januar bis 3.Februar Heidi und Raeto Ardüser. Mit diesen Beiden unternahmen wir eine schöne Wanderung auf den El Fuerte bei Frigiliana und ausgiebige Spaziergänge entlang dem Wasser und in den Hügeln rund um Torrox. Kartenspielen war abends angesagt. Zu Viert erlebten wir lustige, erholsame Tage. Euch Beiden herzlichen Dank für euren Besuch.

Am Samstag 1.Februar flog dann die Widmer-Familie ein. So dass wir abends Fullhouse hatten! Ich hatte das Glück, dass ich ein Bungalow zusätzlich gleich neben unserem auf der Panorama-Avenue mieten konnte. Die Fünf Widmers , mit den Beiden Ardüsers und wir Beide ergaben die neunköpfige Gesellschaft, die während des Wochenendes des 1-3.Februar die Panorama-Avenue auf dem Camping El Pino belebten. Leider war Petrus am Samstag nicht gerade bei Laune, sodass wir unsere Terrasse nicht gebrauchen konnten. Aber unsere unkomplizierten Gäste liessen sich gemütlich in unserer Stube nieder,etwas eng aber es war lustig.
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Der Sonntag brachte sehr schönes, jedoch etwas windiges Wetter. Mark und Hansruedi schlugen vor, dass wir eine kleine Wanderung machen könnten.Alle waren einverstanden und so fuhren wir auf die Passhöhe Ventas de Zafaraya, wo die Autos parkiert wurden. Von hier führt ein ehemaliges Bahntrasse,heute ein schöner Spazierweg, dem Berg entlang nach Periana. Die zehnköpfige Gesellschaft nahm fröhlich den Weg unter die Füsse und genoss die prächtige Aussicht auf die andalusische Bergwelt bis hinunter ans Meer. An den Hängen der felsigen Berge blühten bereits die ersten Mandelbäume und am Wegrand dufteten die  herrliche Rosmarin und Thymiansträucher. Auf halber Strecke konnten wir schliesslich noch erfahren, wie die Olivenernte von Statten geht.Eine immer noch sehr mühsame Handarbeit, die uns zum Staunen bringt, denn um uns herum und in ganz Andalusien stehen tausende und aber tausende Olivenbäume.Ob die wohl je einmal fertig werden mit Ernten, unsere Frage? Nach der Halbzeit unserer Wanderung beschliessen Mark und Fritz umzukehren um die Autos nach Periana zu verschieben, so könnte der Rest der Gesellschaft gemütlich nach Periana spazieren. Schlussendlich dauerte die Wanderung doch beinahe vier Stunden und alle waren froh, dass in Periana endlich der Durst gelöscht werden konnte. 




Den wunderbaren Tag, so beschlossen wir, soll mit einem gemeinsamen Essen in Strandnähe abgerundet werden. In Torrox-Costa bei Pepe schlieslich liessen wir uns mit typischen,spanischen Köstlichkeiten verwöhnen.


Montags galt es für Heidi und Raeto bereits wieder Abschied nehmen. 
Der Dienstag führte uns mit Widmers in das typisch,weisse Dorf Compéta. Mittwoch`s war der Besuch von Gibraltar angesagt. Bereits beim Start, zogen dicke Regenwolken auf und liess uns Nichts gutes erahnen.Wir fuhren in den Süden mit der Hoffnung, dass es dort besser werden wird mit dem Wetter.Doch weit gefehlt,es sollte der schlechteste Tag werden, seit wir hier in Andalusien sind.Bei strömendem Regen und dicht mit Nebel verhangen, erreichten wir Gibraltar. Den berühmten Felsen bekamen wir den ganzen Tag nicht zu sehen,geschweige noch konnten wir hoch fahren. Heftiger Wind blies uns beim Besuch des Europapunktes entgegen, wo wir für einen kurzen Moment doch noch einen Blick auf Afrika werfen konnten.Nicht gerade Begeisterung beim durchqueren der Stadt überkam uns, sodass wir bald einmal beschlossen, die Rückfahrt anzutreten.Auf spanischem Boden lenkte uns Hansruedi am Strand entlang zu einem Restaurant, wo wir uns verköstigen wollten. Eine feine Paella wurde uns hier aufgetischt, die uns allen herrlich mundete und die Stimmung wieder anhob. Wiederum bei zum Teil dichtem Nebel und Regen fuhren wir wieder zurück nach Torrox.
Dem Donnerstag galt einem Besuch von Nerja. Das Durchstöbern der Geschäfter brachte für Livia einen Erfolg ein. Sie erstand sich ein wunderschönes Konfkleid, worin sie ein perfektes Model abgiebt, sicherlich der Star der Belper-Konfirmanden!! Anschliessend lachte Mutter Sonne noch vom Himmel,sodass wir zu Tappas und Wein nach dem Vorzeigeort Frigiliana fuhren.
Bei trübem Wetter besuchten wir am Freitag Màlaga. Die Männer zogen es vor auf die Festung zu steigen, derweilen wir Frauen die Markthalle und die Stadt besichtigten.
Leider war`s dann am Samstag schon wieder Zeit für Widmer`s die Heimreise anzutreten. Wir Beide hoffen doch, dass trotz des misslichem Wetter es euch Fünf gefallen hat. Wir sind glücklich, dass ihr uns besucht habt.Herzlichen Dank.