Donnerstag, 23. Mai 2013


Mittwoch,22.Mai 2013


KOA Campground Santa Cruz/Monterey Bay


Dieser Camping ist doch recht komfortabel und liegt ruhig umgeben von Wald. Auf dem Platz sind noch sehr wenige Touristen.Nachdem wir die Bonita mir ihrer Crew verabschiedet haben, beschliessen wir, noch einen Tag hier zu ruhen.
Ich kämpfe mich nochmals ins Internet um einen weiteren Versuch zu starten, unsere Prepaidkarte des Handys neu aufzuladen.Doch auch heute komme ich nicht auf einen grünen Zweig. Bin ich doch zu alt um alles Moderne zu kapieren? Was solls, wir müssen eben wieder ein AT&T Geschäft aufsuchen, wo man uns dann die nötige Hilfe bietet. In solchen Situationen hinterfrage ich immer wieder meine Gehirnfunktionen, ob die wohl mit der Pensionierung schon anfangen sich abzubauen? Quatsch, so ein Blödsinn, den will ich mir noch nicht eingestehen!!
Gegen Mittag packen wir unser Bündel und machen uns zu Fuss an den nahegelegenen Strand.Vom Campground bleibt uns nur der Radweg entlang der Autostrasse.Doch zum Glück nicht allzu weit, schliesslich steigt eine kaum befahrene Fahrstrasse über einen Hügel, die uns als Wanderweg dient. Zu beiden Seiten der Strasse werden Früchte angebaut.Riesige Erdbeerfelder und Blaubeerenfelder. Zur Zeit sind die Erdbeeren reif und die Ernte läuft auf Hochtouren.


 So beobachten wir, wie emsige Pflücker ihr Werk verrichten.Die Männer und Frauen die hier pflücken sind wohl als Akkordarbeiter angestellt,rätseln wir Beide. Der Grund; kaum haben sie ihre Kartons gefüllt, rennen sie über das Feld zu einem Tisch, wo der Karton mit den gepflückten Beeren von einer Dame geprüft wird, und sogleich rennt der Arbeiter, wie von einer Peitsche getrieben, wie wild zurück ins Erdbeerfeld.Desshalb denken wir, dass der Lohn nach der geleisteten Akkordmenge abgerechnet wird.

Wir beobachten dies eine Weile und spazieren dann weiter den Hügel hoch.Oben angekommen haben wir einen herrlichen Blick auf das Meer und einer schön angelegten Ferienhaussiedlung, wohl nicht die Behausungen von den eben erwähnten Akkordarbeitern!



Wiederum bläst uns ein kühler, heftiger Wind vom Meer her ins Gesicht. Doch wir lassen uns, von unserem Vorhaben, einen Strandspaziergang zu machen , nicht abhalten.

Es erwartet uns ein breiter, menschenleerer, wunderbarer Sandstrand mit tosenden Pazifikwellen.
Leicht fröstelnd laufen wir fast eine Stunde dem Wasser entlang und beobachten die einzelnen Möwen,Pelikane und andere Vögel , wie sie sich gegen den Wind kämpfen.Auf dem Rückweg setzen wir uns im Windschatten auf eine Holztreppe,die zu einer Feriensiedlung führt.Hier ist es herrlich warm und wir lassen uns von der Sonne mit Vitamin D aufladen.


Gestärkt trampeln wir barfuss durch den Sand, was für unsere Füssen eine angenehme, Gratismassage bedeutet.Auf einem Holzsteg müssen wir über die Düne steigen um unseren Heimweg anzutreten. Gut durchgelüftet und zufrieden, erreichen wir schliesslich hungrig unseren Camping.


Der Shop im Camping offeriert heute gratis geröstete Kartoffeln im Tetrapack. Was ist nun das wieder, fragen wir uns. Hansruedi meint, wir könnten es doch mal ausprobieren.
So mache ich mich nach Packungsanleitung ans Werk;
Man nehme heisses Wasser und fülle, das mit getrockneten Kartoffeln halb gefüllte Tetrapack bis zur angegebenen Markierung mit diesem auf und lasse es 12 Minuten stehen.Danach gut abschütten, sofern noch Flüssigkeit vorhanden ist. Schliesslich gebe man Butter in eine Pfanne und die aufgequillten Kartoffesplitter dazu und brate diese goldgelb.Fertig ist die "Röschti" aus dem Tetrapack.! Diese schmeckt ausgezeichnet, wie nach Hausfrauenart. Was will man noch mehr!
En Guete ! Enjoy !






Dienstag 21.Mai 2013


California National Costal


Mit frisch gelüfteten Köpfen starten wir vom Avila Beach um einer der schönsten Küstenstrecken Amerikas in Angriff zu nehmen.Ab Morro Bay führt die Nr.1 direkt dem Meer entlang. Unser Chruzli wird noch mit der nötigen Flüssigkeit versorgt, denn auf den nächsten 99 Meilen gibts keine Tankstellen. Die Windschutzscheibe muss auch noch gesäubert werden, denn die Sandstürme der letzten Tage, haben eben diese völlig beschlagen. "Frisch geputzt und dargetan" gehts los. Zuerst führt uns der Weg durch wunderbare Eukalyptuswälder, die in voller Blüte stehen und herrlich duften. Wir sind kaum eine halbe Stunde unterwegs, da wirds für einige Sekunden schwarz vor unseren Augen, oh Schreck, was ist denn das? Ein Bienenschwarm kommt direkt auf unsere Windschutzscheibe geflogen. Nicht gerade eine ungefährliche Situation, aber HR.hat sie gut gemeistert. Der Schaden hält sich in Grenzen, abgesehen von den Bienen die ihr Leben dabei lassen mussten, sind wir mit völlig beschlagener Scheibe unterwegs. Zum Glück gibts die Scheibenwischer und Wasser, die das Nötigste behoben.
Ein kurzes Stück später erreichen wir die Küstenstrasse, wo der tosende Pazifik seine Wellen an den Strand schlägt. Ein heftiger Wind behindert stark das Lenken des WoMo, aber bei alle dem, die Sonne lacht vom Himmel herunter, herrlich!





In der bilderbuchmässigen Bucht von San Simeon machen wir Halt und schalten eine Lunchpause ein.Auf dem Pier, hinaus auf das Wasser, können wir lesen, das hier in den Gewässern viele Wale, Seeelefanten, Delphine, und Otter zu Hause sind.Leider sind diese Tiere wohl auf Jagd um die Mittagszeit, die wir hier sind, denn auszumachen sind keine, schade.
Wir kosten das wunderschöne Bild ca. vierzig Minuten und machen uns schliesslich auf um dem Gegenwind zu trotzen.Nicht lange, und schon bald erscheinen zwei kuriose Felsen im Meer draussen und ein Leuchtturm. Eine Hinweistafel macht darauf aufmerksam dass bald der Seeelefanten Aussichtspunkt kommt. Hansruedi meint, damit seien sicherlich die beiden Felsen erwähnt,denn diese sehen für ihn aus wie solches Getier. Aber weit gefehlt, der Parkplatz des besagten Punktes ist voll von Autos, da muss es etwas zu sehen geben. Also, bitte, mach Halt hier, ich will sehen was hier die Attraktion ist, bitte ich Hansruedi. Wiederwillig schwenkt er unser Chruzli zum Parkplatz. Und was sehen wir da , hunderte von Seeelefanten, die sich am Strand sonnen.Von Klein bis Oma, alle Grössen liegen faul da, ab und zu schütten sie sich mit einer Flosse Sand über ihren Körper, ansonsten kaum Bewegung, eben Amis! Sorry, aber doch wahr.

 
Der heftige Wind, der uns den Sand in die Augen, den Mund bläst und uns frieren lässst, treibt uns schon bald zurück ins Chruzli.Weiter gehts dem Meer entlang. Plötzlich klettert die Strasse in engen Kurven in den Felsen hoch, sodass wir schon bald von hoch oben auf `s Wasser schauen. Die Küste hier erinnert uns Beide ein wenig an die Westküste Korsikas.Wild, romantisch und herrlich farbig, denn an den Hängen blühen allerlei Pflanzen in verschiedenen Farben. 
 
 Das Meer, zum Teil türkisfarben,   peitscht mit seiner Brandung die Felsen glatt und spritz meterhoch die Gischt in die Luft.Ein für die Sinne, entspannendes Bild, wunderschön.
 
 
Leider hat mein Hansruedi oft zu wenig Verständniss für einige Halts. Er möchte weiterfahren, ich für mich, würde gerne ab und zu einen längeren Fotohalt einschalten und die herrlichen Ausblicke festhalten. Ich bin einmal mehr frustiert ob seiner Sturrheit!
 






 

So steuert HR.das Chruzli über die kurvenreiche, vom Winde immer heftiger verwehte, Küstenstrasse.Bei Big Sur , wo wir wieder unten am Meer fahren, überlässt er dann mir das Steuer. Ganz schön anstrengend, muss ich doch stetig das Steuer entgegendrücken, was meine Oberarme doch recht beansprucht.Nach Carmel, wo wir eine Weile im Stau stehen, geht es vorbei an Sand City, das dem Namen völlig gerecht wird. Hier sind nur noch Sanddünen und die Luft ist voll, vom umherwirbelnden Sand. Die dabei enstehende, neblige Luft erfordert Licht am Auto. Weiter führt uns die Nr.1 durch die Ebene von Moos Landing, wo kilometerweit Gemüse, vorwiegend Artischoken und Salate angepflanzt werden.Bei einem Farmers Markt decken wir uns schliesslich mit Früchten und Gemüse ein, bevor wir den KOA Camping , nahe von Santa Cruz aufsuchen.
 Und wer steht denn da wieder auf dem Parking? Wie könnte es anders sein,- die Bonita mit Staldi`s, die doch nach San Francisco wollten.Die verfolgen uns, oder wir sie, wie mans nimmt, einfach herrlich!

Dienstag, 21. Mai 2013


Sonntag,19.Mai, Montag 20.Mai 2013


Ruhetage


Definitiv haben wir beschlossen nun am Weg Nordwärts zwei Ruhetage einzuschalten und keinen Meter Auto zu fahren oder etwas anzuschauen.Dafür wählen wir in San Luis Obispo den KOA Camping aus, der unweit des Avila Beaches liegt.Nach einem kurzen Einkauf in einem schönen Reformladen (Seltenheit) treffen wir schon bald auf dem Camping ein. Wir richten uns gemütlich ein und stossen mit einem Bier auf die Freitage an. Ich beschliesse nun endlich die ausstehenden E-Mails zu beantworten und mal nachzuschauen wo eigentlich die Staldi`s in der Zwischenzeit gelandet sind. In ihrem Reiseblog erfahre ich dass sie bereits wieder in den Staaten sind. Daraufhin beschliesse ich an Marcel und René ein Mail zu schreiben und ihnen mitzuteilen wo wir momentan stecken, wer weiss, vielleicht ergibt sich ein Wiedersehen. Während ich am Compi sitze erkundet Hansruedi die Umgebung. Kaum habe ich die Mails fertig geschrieben, klopft es an die Chruzliwand und wer steht da in der Tür, ich traue meinen Augen nicht und glaube ich träume, !!!! Da steht Jenny in ihrer ganzen Grösse vor mir und hinter ihr René. Das ist nun doch wirklich kaum zu glauben.Die Staldi`s, denen ich soeben geschrieben habe, sind hier eingetroffen, wunderbar.Am 3.November haben wir uns  in Orlando von ihnen verabschiedet und spasseshalber abgemacht für den 1.Juli in Vancouver sich wieder zu treffen.Nun haben wir uns hier zufällig wieder getroffen und fallen uns natürlich freudestrahlend in die Arme. Darauf müssen wir anstossen!


Rege werden
die Reiseerlebnisse der letzten sechs Monaten ausgetauscht, dies bei einem deftigen Risotto das Renè so nebenbei gekocht hat.Dazu bereite ich einen Salat.Dann ist Siesta angesagt, wofür sich Jenny und Renè neben das WoMo auf eine Matte legen. Schon bald kommt der Platzwart und teilt den Beiden mit, dass die Regeln des Platzes dies nicht zulassen, es hätte jemand angerufen und reklamiert.Komisch, aber eben typisch Amis¨!
Abends dürfen wir mit den Staldis an den Avila Beach mitfahren, wo wir gemeinsam den Sonnenuntergang auf einem Pier geniessen.

Als die Sonne im Meer versinkt, frösteln wir alle. Beim Rückzug ab dem Steg springen zu unserer Freude noch zwei Delphine aus dem Wasser, eine Seerobbe streckt auch noch zufrieden ihren Kopf aus dem Meer.Herrlich.In einer Strandnahen Pizzeria verköstigen wir uns, bervor wir  den Heimweg antreten.




Samstag,18.Mai 2013



Renata und Karl nehmen Abschied




Emsiges Treiben im Hafen nimmt uns früh aus den Federn.Heute sind also schon wieder drei Wochen um, die wir mit den Beiden verbringen durften. Schade, eine wunderbare,intensive Zeit geht zu Ende. Ich hoffe die Beiden sind voll von positiven Eindrücken von diesem kleinen Ausschnitt Westamerikas, den wir zusammen besuchen konnten. Leicht nervös, der Dinge die sie erwarten, wollen Renata und Karl sich ohne Frühsück verabschieden.Denn um 10 Uhr müssen sie ihr Wohnmobil bei Roadbear abgeben, was doch noch ein Stück Autofahrt bedingt. So lassen wir die Beiden springen und verabschieden uns umarmend. Danke euch Beiden für eure Begleitung, die uns sehr wohl getan hat, und für Hansruedi eine gute Unterstützung war.
So winken wir den Beiden nach und sind leicht benommen.


Ein Kaffee ist jetzt wohl das Beste.Anschliessend fahren wir nur eine kurze Strecke, nämlich bis Santa Brabara.Im Touristzenter informieren wir uns. Die Dame meint, dass wir früh dran seien und vielleicht entlang der Bahnlinie noch einen Gratisparkplatz erhaschen könnten.Den Rat befolgen wir, und siehe da, gerade noch ein freier Platz für unser Chruzli. Fernando,ein junger Mann,mexikanischer Abstammung, im Camper nebenan begrüssst uns freundlich und erklärt wo wir was anschauen können.Wir sollen uns umbedingt auch am Beach umschauen, meint Fernando.So machen wir uns auf in die Downtown.Schon nach wenigen Minuten erreichen wir diese.Der mexikanische Häuserstil der Stadt mit seinen vielen, wunderschön begrünten Anlagen und Fussgängerzonen geben ein schönes Bild ab.Gepflegte Geschäfter und Restaurants, nicht gerade von der billigen Sorte, reihen sich aneinander.



 
 
So schlendern wir bis nach dem Mittag durch Santa Barbara.Als der Magen knurrt kehren wir zum Chruzli zurück, um nachzuschauen ob noch alles in Ordnung ist.Von hier gehts dann schliesslich noch zum Beach.Ein lebhaftes Treiben entlang dem Strand erwartet uns.Viele Künstler die ihre Waren darbieten, Musiker die die Touristen unterhalten. Eine Pier führt hinaus aufs Meer.Typisch amerikanisch, darf man mit dem Auto die wenigen Meter hinausfahren, ich finde dies "oberdoof".
 
Auf dem Pier beruhigen wir unser Magen mit frischem, herrlichem Fisch und Chips.Dazu eine "kleine"Cola.Frisch gestärkt beobachten wir das emsige Treiben auf dem Steg.Da wird gefischt,gebummelt, geflirtet und natürlich fleissig gegessen.Uns Beide überfällt eine Müdigkeit und deshalb machen wir uns auf den Rückzug.Wir wollen uns so rasch wie möglich ein Nachtlager suchen.Darum beschliessen wir bereits am naheliegenden
 Grover Beach Halt zu machen. Hier werden wir buchstäblich vom Winde verweht..Ein Besuch am Strand lässt uns frieren und wie gesagt, werden wir "Sandgestrahlt"! Das Strandleben  ist auch nicht nach unserem Geschmack, denn Auto,- und Motorradfahren ist hier angesagt. Schöner sind die galoppierenden Pferde anzuschauen, die dem Wasser entlang daher kommen.
 
 
Fröstelnd gehts bald zurück zum Chruzli, wo eine Kartoffelsuppe auf uns wartet. Müde und etwas mitgenommen vom Abschied ist schon bald Nachtruhe angesagt.

Donnerstag 16.Mai 2013


Westwärts dem Pazifik entgegen!


Gut ausgeruht in der Stille des Nationalparks, erwachen wir schon früh, da die Sonnenstrahlen uns direkt ins Gesicht scheinen.

 An diesem paradiesischen Ort genehmigen  wir uns natürlich ein ausgiebiges Morgenessen. Bereits um halb acht in der Früh müssen wir uns mit Sonnenbrille und Hut ausrüsten, was will man noch mehr !!









 Leider müssen wir auch diesen himmlischen Ort verlassen, denn der Pazifik erwartet uns schon bald. Auf der 62er fahren wir zur Interstate 10 um die Aglomeration Los Angeles zu umfahren. Zum Glück habe ich zum Kauf eines GPS gedrängt, der uns nun gute Dienste leistet. Um unseren Kühlschrank wieder zu füllen , machen wir einen Einkaufsstop in einem Latinoladen.Danach durchfahren wir quasi das Seeland von Californien.Orangen-Zitronenbäume, Advocados, Bohnen und sonstiges Gemüse werden hier angepflanzt.Viele Baumschulen die Palmen und Ziersträucher gross ziehen sind auch auszumachen. Das Ganze ergibt natürlich ein herrlich grünes Bild, das nach der Wüste der letzten Tage, eine Augenweide ist. So erreichen wir Santa Paula und den KOA Camping Ventura Ranch.Hier werden wir von Pfauen empfangen.Wir sind noch nicht am Meer angelangt, aber nur noch unweit davon entfernt.Ein gemütliches Grilldinner bei etwas kühlerer Temperatur, beendet unseren Tag.

 
 
Freitag,17.Mai 2013

Das historische Städtchen Santa Paula besuchen wir auf der Weiterfahrt. Komisch erscheint uns, dass um elf Uhr vormittags praktisch alle Geschäfter noch geschlossen haben. Bei einem älteren Herr, der uns seinen Glauben anpreisen wollte, erkundige ich mich nach dem Grund, dass die Shops noch geschlossen sind. Der meint, es sei ganz normaler Freitag, die Läden öffnen Nachmittags und sind aber bis spät am Abend geöffnet. So ist das hier. Wir schlendern weiter die Gassen hoch und erreichen eine Autoausstellung, wo ein roter Oldtimer, Marke Chevrolet  unsere Aufmerksamkeit weckt.

Sofort gesellt sich ein tüchtiger,junger Verkäufer zu uns und erklärt die Pracht des Fahrzeuges mit Jahrgang 1954. Der Motorsound sei ein reines Vergnügen, berichtet er, und lässt die Maschine sofort starten.Mein Cowboy ist interessiert und wirft einen Blick in den Motorenraum.

Nachdem der Jüngling sich nach unserer Herkunft erkundigt hat, bekommt er eine Lektion Deutschunterricht.Schliesslich wird Karl noch mit einer Visitenkarte versorgt, im Falle dass wir uns doch noch zum Kauf eines Autos entschliessen sollten.
So nun geht es aber definitiv Richtung Pazifik weiter.In Ventura Harbor wollen wir dem Westmeer begegnen.Am grossen Yacht-und Fischerhafen liegt ein gemültiches Hafenstädtchen, mit Kleider,-Badeartikel,- Surf,-und Sportartikelgeschäftern.Selbsstverständlich fehlen die Restaurants auch nicht. Wir parken und machen uns auf an den Strand, um den Pazifik, unser grosses Zwischenziel unserer Reise, zu begrüssen. Wau, welch ein Gefühl, nach bald 17`000 Kilometern,vom Atlantik quer durch Amerika, am Pazifik anzukommen. Hansruedi und ich sind überwältigt und dankbar. Auch Renata und Karl blicken andächtig auf das tosende Wasser.


Zur Feier des Tages lassen wir uns einen mexikanischen Lunch servieren, der wunderbar schmeckt.Anschliessend erkunden wir den Hafen, dabei stellen wir fest, dass es hier eigentlich ganz toll wäre zu übernachten.In einer Travelagency erkundige ich mich, wo man denn eine Bewilligung einholen kann für ein Overnighting auf dem Parkplatz.Eine freundliche Dame lässt den Herrn ihr gegenüber unser Anliegen wissen und dieser hängt sich sogleich ans Telefon um den Hafenmeister zu fragen. Kein Problem meint dieser. So kommen wir kurz und bündig zu einer Gratisübernachtung.
Ùber die Strasse, gleich hinter unserem Parkplatz ist der Zugang über die Dünen zum Strand.Ausgerüstet mit Bier und Salzbretzeln geniessen wir  den Sonnenuntergang am Pazifik. Wellenreiter und ausfahrende Fischerboote geben der Abendstimmung eine zusätliche Romantik.




Dienstag,14.Mai Mittwoch 15 Mai 2013


Route 66


Nach diesen beeindruckenden Tage verlassen wir das Grand Canyon Village südwärts auf der 64er in Richtung Williams,das wir uns auch anschauen wollen. Ein kleines,beschauliches Städtchen, das mit seinen Souvenirshops an die alten Zeiten der 66 erinnert.In einem Italienrestaurant lunchen wir und beobachten das emsige Treiben auf der Strasse.


 Danach fahren wir ein weiteres Mal nach Seligman zur legendären, alten Strecke der Route 66. Schliesslich darf Karl, der  stolze Harley-Motorrad- Besitzer , Amerika nicht besuchen ohne ein Stück dieser Strasse befahren  zu haben. Für uns Beide schliesst sich hier der Kreis rund durch die wunderbaren Canyons. In Hackberry, der berühmten , ehemaligen Tankstelle machen wir einen Halt.Im Shop kann man sich mit allen möglichen Souvenirs der 66 eindecken.Ich erstehe mir ein T-Shirt
Gemütlich rollen wir weiter über die Strecke 66 damit Karl träumen kann, wie es wohl wäre mit seinem Motorrad hier durch die Gegend zu brausen?  Schliesslich erreichen wir Kingmann, wo wir übernachten.







 Mittwoch 15.Mai

Von Kingmann nehem wir weiter ein altes Stück 66 unter die Räder, nämlich über den Sitgreaves Pass, 3523 Fuss hoch.Wir werden bereits in der Ebene vor dem Pass tüchtig durchgeschüttelt, denn die Strasse ist wohl kaum unterhalten. In engen Kurven erklimmen wir den Pass. Eine wunderschöne Landschaft breitet sich vor uns aus.So erreichen wir die Passhöhe und in unserern Schränken liegt alles drunter und drüber, nicht gerade ein befriedigende Situation für meinen Hansli! Was solls, uns bleibt keine andere Wahl, als das Chruzli langsam den Berg hinunter rollen zu lassen. Am Wegrand entdecken wir eine Miene die noch betrieben wird und mit Stacheldraht umzäunt ist.Was wird hier wohl abgebaut, unsere Frage? Doch schon bald bekommen wir Antwort. Das Städtchen Oatman mit seiner illustren Westernkullise, veranlasst uns, einen Halt einzuschalten.


Wir parken und werden beim Aussteigen von einer Schlange begrüsst, nicht gerade erfreulich für meine Person. Die Grubenwagen gefüllt mit Goldnuggets vor einem Geschäft beantworten unsere Frage, hier wird tatsächlich noch nach Gold gegraben.

Wir schlendern durch das Städtchen und landen in einem Brokenhaus, das Allerhand zu bieten hat.Wir Vier kommen fast nicht mehr los, vor lauter Durchstöbern der Waren. Interessant!
 
Auf den Ansichtskarten die verkauft werden, sind überall Esel abgebildet. Wir fragen uns wo die Esel wohl zu sehen sind? Doch auch hier kommt rasch eine Antwort. Als wir, bestückt mit Softeis, aus einem Geschäft heraustreten, trotteln auf der Strasse die Esel uns entgegen.Natürlich zutraulich und aufdringlich, wollen sie doch gefüttert werden.So gibt es Àpfel und Heunuggets zu kaufen, die man den Tieren füttern darf.
 
Langsam müssen wir uns aber auf die Weiterfahrt machen, denn eine ziemlich lange Strecke steht bevor, wollen wir doch bis zu Twentynine Palms beim Joshua Tree National Park fahren.In Topock verlassen wir die 10 (66) und rollen auf der 95er nach Lake Havasu City, weiter dem Colorado River entlang bis Parker.Diese Strecke ist dem Fluss entlang ziemlich grün und bietet eine schönes Bild.Nach Parker nehmen wir die 62er westwärts und tauchen schon bald ein in die Californische Wüste. Ein ganz anderes Bild, kahle Wüstenlandschaft liegt vor uns. Je mehr wir auf der 120 Meilen Strecke fahren, desto mehr entsteht der Eindruck, dass wir definitiv einmal mehr auf dem Mond gelandet sind! Wir sind alle gefordert, am Steuer diese öde, doch eintönige Landschaft zu durchfahren, ist es doch zu allem hin auch ncoh sehr heiss,ca.38°C.schätzen wir. Jedenfalls erreichen wir unser geplantes Ziel todmüde.Ein Camping ist im Ort nicht auszumachen, deshalb müssen wir in den Joshua Tree NP auf den Indian Cove Campground fahren. Wir werden mit einem wunderbaren,ruhigen Stellplatz, inmitten von Felsen belohnt.
 
 

Montag, 20. Mai 2013


Sonntag, 12.Mai 2013


Grand Canyon


 Wir verlassen den Lake Powell wieder auf der 98er, da die 89er Strasse ziemlich heftig eingestürzt ist, was eine Schliessung über mehrer Monate zur Folge hat.Ziemlich zügig bringen wir die 100Km Umweg bis zur 160er Abzweigung hinter uns. Auch hier nicht gerade viel Abwechlung was die Landschaft betrifft. Nach Tuba City fahren wir ein kurzes Stück auf der 89er bis die Auffahrt auf die 64er kommt. Diese wird uns nun zum Osteingang des Weltwunders" Grand Canyon" führen. Schliesslich gegen 11 Uhr fahren wir auf den Parkplatz von Desert View, dem ersten Aussichtspunkt auf den Canyon.Selbstverständlich sind wir hier umwimmelt von Touristen die per Car angereist sind. So beschreiten wir die Aussichtsplattform,mit Turm, wo wir sehr schön in das gewaltige Felscanyon hineinblicken können. Zu sagen gäbe es Vieles, doch die menschliche Ausdrucksweise ist kaum fähig das hier, uralte, von der Natur geschaffene Phänomen, zum Ausdruck zu bringen.Das Mittagslicht ist sehr direkt und hell, so dass die Tiefen und Weiten des Canyons noch nicht so deutlich erkennbar sind. Wir lassen einen Moment das gewaltige Bild auf uns wirken.Dann setzen wir unsere Endeckungsreise von Ost nach West, auf dem ca.40 Km langen Scenic Drive entlang dem Canyoncrater fort.Durch wunderschönen lichten Wald mit verschiedenen Bäumen  ( Kiefern, Zypressen usw.) Verschiedene Aussichtspunkte entlang dem Crater bieten weitere Einblicke in die Schlucht bis zum Teil hinunter zum Colorado River der an der tiefsten Stelle 1800 Meter unter dem Crater dahin fliesst.




Wir Vier benötigen den ganzen Nachmittag um zum Grand Canyon Village vorzudringen, wo wir auf dem Mather-Campground gebucht haben.Ein lauschiger, einfacher Campground im Wald.Ein weitere interessanter Tag beschliessen wir mit einem deftigen Outdoor-Dinner.








Montag, 13.Mai 2013

Grand Canyon

Tagwache ist um 5 Uhr in der Früh. Ohne Frühstück, das haben wir eingepackt, gehts um 5.40 Uhr auf den Gratis- Shuttlebus zum Hermits Rest. Eine 40 minütige Fahrt wieder dem Crater entlang,bei bereits herrlichem Sonnenschein. Bei Hermits Rest frühstücken wir auf einem Rastplatz. Nicht alltäglich, Frühstück mit Ausblick auf 30 Millionen Jahre alte Steinformationen , da vergisst man fasst zu kauen!!!!
Schliesslich machen wir uns gegen acht Uhr auf den Hermit- Trail, ein Abstieg in den Canyon. Kurz nach dem Start treffen wir einen Rancher, der sich bei uns erkundigt, was wir denn vorhaben. Great ! meint er, ist denn genug Wasser dabei, will er noch wissen. Wir sollten bedenken,dass es ab 10.00 Uhr heiss wird. Der Weg führt anfangs leicht abfallend durch, mit Pflanzen und Bäumen,überwachsenes Gebiet, dann immer steiler entlang den Felsen.Immer wieder halten wir inne um Ausschau zu halten. Eventuell sind irgendwo Mufflons oder sonstiges Getier im Gebiet, doch ausser Vögeln, die mayestätisch über dem Canyon segeln, können wir nichts entdecken.Nach ca. einem einstündigen Abstieg, beschliessen wir wieder umzukehren.Die Felsen des Grand Canyons strahlen bereits um halb zehn Uhr Vormittags recht Wärme aus und mir treibt es beim Aufstieg schon tüchtig den Schweiss aus den Adern.

 


 
Zurück beim Hermits Rest,beschliessen wir entlang dem Crater bis zum Moran Point, einem Aussichtspunkt, zu Fuss zurückzulegen.Ein ganzes Stück bleibt uns nur der asphaltierte Radweg, wo wir wandern können.Nicht gerade angenehm bei dieser Hitze, meine Füsse sind schon bald aufgeschwollen und heiss.Endlich beim Monument Creek Vista, Shuttlebus Haltestelle, ist dann nur noch Naturwanderweg, ziemlich oft unter Kiefern dem Schatten entlang, eine richtiggehende Erholung für meine Füsse. Das Wandern entlang dem Canyon ist wie Meditation für mich, denn der Ausblick auf dieses Stück Erde, das von der ältesten Gesteinsschicht 1800 Jahrmillionen ,bis zur Jüngsten,Obersten ersichtlichen Steinformation 25 Millionen Jahre alt, lässt meine Gedanken heftig abschweifen. Was haben wir Menschen eigentlich auf diesem Planeten mit solchen Naturwundern für eine Aufgabe und wie kurz ist unser Leben im Vergleich zur Natur ? Fragen über Fragen purzeln in meinem Gehirn.
So erreichen wir ziemlich müde und beeindruckt die Shuttlebusstation, wo wir uns zurück fahren lassen zum Campground. Auf dem Waldweg zum Chruzli werden wir von zwei grossen Hirschen, die friedlich zwischen den Camper weiden, empfangen.Karl und Hansruedi zücken ihre Kameras,doch die beiden Tiere lassen sich nicht stören.












 

 
Nun brauchen wir Vier ersteinmal eine Siesta, bevor das Nachtessen gemacht wird. Um fünf Uhr wird dann schliesslich gegessen.Renata und ich wollen uns den Sonnenuntergang beim Mather Point nicht entgehen lassen, schliesslich sind wir nicht alletage hier! Die Männer meinen, dass sie dies nicht brauchen. So überlassen wir ihnen den Abwasch und wir lassen uns vom Shuttlebus zur besagten Stelle fahren.
Eine lustige Episode erleben wir Beide mit der Buschauffeuse. Eine Schwarze, ziemlich gewichtige Frau fährt langsamer als im Schritttempo über die Parkstrassen.Bei jedem Fussgänger entlang der Strasse hält sie an, nicht zu beschreiben welches Prozedere Sie bei einer Kreuzung veranstaltet.Wir Beide befürchten, dass unsere Männer doch noch recht bekommen, dass wir den Sonnenuntergang verpassen würden, denn das Tempo welche diese Frau vorlegt, lässt uns wohl nie ankommen.Aber oh Wunder , endlich kommen wir an und die Sonne steht glücklicherweise noch am Himmel.
Wir beeilen uns zum Mather Point zu kommen, wo schon viele Touristen mit den Kameras bereitstehen

.Das Abendlicht ist wunderschön und lässt die Felsen des Canyons wieder ganz anders erscheinen. Wiederum ein göttlicher, majestätischer Anblick, für die ich kaum Worte finde.Von Minute zu Minute ein anderes Farbenspiel im Canyon.

 
So geniessen wir zwei Frauen das Naturschauspiel, ein wunderbares Stück für die Sinne. Ich bin überglücklich und dankbar darf ich dies hier erleben!
 
 
 
 
Der Grand Canyon erstreckt sich von Nordosten nach Westen im Norden Arizonas. Er trennt den Nordwesten des Bundesstaates, den so genannten Arizona Strip, vom Rest Arizonas. Über den eigentlichen Grand Canyon gibt es keine Brücken, Süd- und Nordufer des Colorados sind auf Straßen nur östlich des Nationalparks bei Lees Ferry und Page oder rund 400 km weiter im Westen über Nevada am Hoover Dam verbunden. Der Südrand ist von Flagstaff zugänglich, der Nordrand und der Arizona Strip sind kaum besiedelt, die nächstgelegene Stadt ist St. George, im benachbarten Utah.
Der Grand Canyon ist etwa 450 km lang (davon liegen 350 km innerhalb des Nationalparks), zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800 m tief. Der Name des Canyons stammt vom Colorado River, der früher in Teilen Grand River genannt wurde (deutsch: Gewaltiger Fluss/Canyon, aber auch Großartiger Fluss/Canyon).
Das Gebiet um das Tal wird in drei Regionen aufgeteilt: Den Südrand (South Rim), der die meisten Besucher anzieht, den im Durchschnitt ca. 300 m höher gelegenen und kühleren Nordrand (North Rim) und die Innere Schlucht (Inner Canyon). Der Südrand des Grand Canyons liegt im Durchschnitt auf 2100 m ü. M., während der Colorado im Durchschnitt auf 750 m ü. M. fließt.
Flussaufwärts, im südlichen Utah liegen andere große Schluchten des Colorado. Der Glen Canyon, der seit 1964 im Stausee des Lake Powell versunken ist, galt landschaftlich als besonders schön. Weiter im Nordosten liegt der Canyonlands-Nationalpark. Flussabwärts, in der Nähe von Las Vegas, liegt der Stausee Lake Mead am Hoover-Staudamm.