Montag, 10. März 2014


Freitag,28.Februar 2014


El Torcal de Antequera


Am Freitag 28. Februar, unserem letzten Tag im El Pino Bungalow,sind wir mit Mark um sieben Uhr in der Früh losgefahren um zum Nationalpark El Torcal zu fahren. Nach gut 11/4 Std. Fahrt erreichen wir den Park, auf ca. 1100 Metern über Meer. Eine dicke Nebelschicht bedeckt den Park und ein heftiger Wind bläst uns entgegen, entsprechend die Temperatur, nämlich knappe fünf Grad Celsius. Da das Visitorcenter erst um zehn Uhr öffnet, warten wir im geheizten Auto auf unseren Führer, der uns durch den Park führen wird.
Warm angezogen mit Thermounterwäsche und weiteren zwei, bis drei Schichten Kleidern ausgerüstet und natürlich mit Mütze und Handschuhen bestückt, verlassen wir um punkt neun Uhr das warme Auto und begrüssen Ricoberto, unser Wanderleiter. Der sympatisch, junge Mann spricht Spanisch und nur ein wenig Englisch, wie er uns bei der Begrüssung mitteilte.Zusammen mit zwei spanischen Ehepaaren und einem holländischen Paar, geht es zu Zehnt los durch den Nebel. Anfänglich wandern wir auf einem schmalen Pfad, leicht ansteigend durch die bizarren Felsformationen, die diesen El Torcal Park so speziell machen. Doch schon bald führt uns Ricoberto durch Gelände ohne Pfade. Da haben wir bald das Glück, zwei Steingeissen und einen Steinbock beim Weiden anzutreffen. Abenteuerliche Gänge zwischen den Felsen müssen wir zum Teil erklettern, oder gar gebückt unter den Felsen durchkrabbeln.






Mit dem Nebel, der sich ab und zu lichtet und uns dann sogleich wieder einhüllt,  fühlen wir uns wie Zwerge inmitten einer magischen und märchenhaften Gesteinswelt.



























Diese bizarren Felsen wecken Assoziationen zu Tieren und Fabelwesen. Der Torcal de Antequera ist ein riesiges Felsenlabyrinth, das sich wie ein grosser runder Tisch aus der Umgebung hervorhebt, sein höchster Punkt liegt auf 1336 Metern, den wir auch noch erklimmen werden, laut Ricoberto. Nach ca. 90 minütiger Wanderung erreichen wir eine Schutzhütte im Fels, wo wir windstill und nebelfrei Picknicken können.


Gut gestärkt führt uns Ricoberto bald weiter durch die Steinlandschaft, wo er uns immer wieder wunderschöne Versteinerungen in den Felsplatten zeigen kann.
Schliesslich erreichen wir mit einer kleinen Kletterpartie den höchsten Punkt, den Torcal Alto. Doch hier oben bläst uns ein starker Wind beinahe vom Fels, sodass es gilt auf der anderen Seite sofort wieder abzusteigen. Dabei lichtet sich der Nebel erstmals so, dass die ersten Sonnenstrahlen zu sehen sind, und sich uns ein völlig anderes Bild von dem Felslabyrinth präsentiert. Kurz erhaschen wir einen Blick auf die Ebene im Tal und der Stadt Antequera, bevor wieder Nebelschwaden uns die Aussicht verschliessen.

Weiter überwinden wir Geröllhalden und bizarre Felsblöcke und staunen über dieses Naturwunder El Torcal.

Bereits sind wir vier Stunden unterwegs, als uns unser Führer über die Zufahrtsstrasse zum Park lots und uns durch ein Brombeergestrüb zu einem Höhleneingang führt. Da er seine Stirnlampe aufsetzte und uns erklärte, wie wir in das Loch einsteigen sollen, wohlverstanden nur vier Personen auf`s Mal, war mir die Sache nicht geheuer und ich erkläre, dass ich draussen warten werde. Da war ich nicht alleine mit meiner Bemerkung, denn es wagte sich lediglich nur der Holländer und mein Hansruedi zusammen mit Ricoberto in das Loch. Der Rest der Gruppe setzte sich ins Gras und begann erneut zu picknicken.
Da wir uns ja unweit der Parkstrasse befanden, glaubte ich, dass der Rückweg nun bald geschafft wäre, doch weit gefehlt. Zurück durch das Dornengestrüb, stiegen wir steil den Hang hinauf und erklommen wie Steinböcke eine Felswand. Zum Glück bin ich schwindelfrei und der Rest der Gruppe auch, denn unter unsern Füssen konnten wir direkt 500 Meter senkrecht ins Tal schauen. So setzten wir schweigend während fast dreissig Minuten den Gemsweg fort, immer darauf bedacht, ein Fuss nach dem Andern vorsichtig abzustellen.


 Zu guter Letzt galt es für uns nochmals steil zwischen den Felsen aufzusteigen um das Hochplateau, wo sich der Parkeingang befindet, zu erreichen. In diesem Felsdurchgang blies uns nochmals ein heftiger Wind direkt ins Gesicht, was den Aufstieg nicht gerade leichter machte. Doch glücklich und tief beeindruckt erreichten wir schliesslich nach fünfeinhalb Stunden Fussmarsch das Visitorcenter. Hier bedankten wir uns bei Ricoberto für die interessante Tour, wonach sich die Gruppe verabschiedete und  trennte.

Bei einem Drink und einem Tappa krönten wir in einer Bodega auf dem Lande, diesen wunderschönen Tag.
El Torcal (Paraje Natural Torcal de Antequera) ist ein 1171 ha großes Naturschutzgebiet im spanischen Andalusien, ca. 14 km entfernt von der Provinzstadt Antequera (Provinz Málaga).
Mit seinen außergewöhnlichen Karstformationen gehört der Park zu den beeindruckendsten Landschaften Spaniens. Neben Touristen zieht er auch Geologen und Botaniker an.

El Torcal
Erstmals ausgewiesen als „Naturschutzgebiet von nationalem Interesse“ wurde El Torcal 1929. Im Jahr 1978 wurde das Gebiet zum Naturpark erklärt, 1989 schließlich zur „Naturgegend“ (Paraje Natural).
Vor 100 Millionen Jahren war das Gebiet noch gänzlich vom Meer der Thetys bedeckt, von dem lediglich das Mittelmeer übriggeblieben ist. Durch die Ablagerung von Sedimenten bildeten sich Schichten aus Kalkgestein. Infolge der alpidischen Orogenese, d.h. durch die Kollision der afrikanischen und eurasischen Erdplatte, kam es zur Anhebung und Faltung dieser Schichten zu Hügeln und Bergen. Hierbei entstanden auch Dehnungsklüfte, die durch das Eindringen von Wasser erweitert wurden. Hierbei spielte insbesondere die für Karstgebiete typischeKohlensäureverwitterung eine wichtige formgebende Rolle, durch welche die heutige wildzerklüftete Felslandschaft mit fantastischen Steingebilden entstand. Hinzu kommt die unterschiedliche Widerständigkeit der ursprünglich horizontal abgelagerten Sedimentgesteine. Je nach Festigkeit einer Gesteinsschicht wurde und wird mehr oder weniger Material abgetragen, wodurch sich die horizontalen Muster erklären lassen.


Karstsäule aus Felsplatten
El Torcal ist ein Ausläufer der bogenförmig verlaufenden Sierra Subbética und liegt in einer Höhe zwischen 1100 und 1400 m. Zerklüftete Felsen und Schluchten wechseln in stets neuer Gestalt einander ab. Hohe Säulen aus Steinplatten unterschiedlicher Größe sehen aus, als wären sie künstlich aufeinander gestapelt worden. Ganz unvermittelt sieht man ausgespülte Becken in ebenen Felsplatten.











Montag, 24. Februar 2014

Montag 24.Februar 2014


Besucher an der Panorama-Avenue


Die fünf Widmer`s haben uns am Samstag 8.Februar bereits morgens um sieben Uhr verlassen um rechtzeitig den Flug in Màlaga zu erreichen. Wir Beide legten uns danach nochmals aufs Ohr.Dann galt es das Bungalow nebenan für den nächsten Besuch vorzubereiten. Denn am Mittag wollen die Bürgin`s aus Ittigen hier in Torrox eintreffen. Kaum sind wir Beide mit den Einkäufen zurück, stehen Heidi und Hans vor unserem Bungalow an der Panorama-Avenue.Bei einem Apero auf der Terrasse heissen wir die Lieben willkommen. Nachmittags war eine Siesta angesagt, zumal die Gäste ja bereits seit einiger Zeit auf den Füssen waren. 
Am Sonntag genossen wir Indoor einen ausgiebigen Brunch, da es Petrus wieder regnen liess. Die Höhlen von Nerja boten uns bei regnerischem Wetter die Möglichkeit, unseren Gästen im Trocknen eine Sehenswürdigkeit der Gegend zu zeigen. So war der Sonntag erst einmal gerettet. Montag`s wiederum leicht bewölkter Himmel, sodass ein Besuch in Màlaga angesagt war. Auf dem Rückweg lachte die Sonne und kurzerhand beschlossen wir einen Umweg in die Berge zu fahren, genauer nach Comares, ein andalusisches Dorf, das zuoberst auf einer Felskrete gebaut ist. 


Steil und kurvenreich stieg die schmale Strasse den Berg hoch, bis vor den Felsen, wo das besagte Dorf steht. Hier gilt es das Auto zu parkieren und zu Fuss ins Dorf hoch zu steigen.Kaum als wir die Treppen hochstiegen, überzogen düstere Wolken den Himmel und heftige Sturmböhen fegten über uns hinweg.Wir liessen uns aber nicht abhalten und schlenderten durch die engen Gassen von Comares. 


Es wurde immer unangenehmer bis es anfing zu hageln und Schneeregen fiel.Plötzlich kommt eine ältere Dame aus einem Hauseingang und bittet uns in ihr Haus an die Wärme. Heidi meint das wäre vielleicht ein Restaurant, doch dem war nicht so. Die Frau hatte eine Menge Kisten, gefüllt mit allen möglichen Lebensmittel im Eingang stehen.Sofort gab sie uns Mandeln, Mandarinen, Oliven und Quittencake zum probieren, mit dem Ziel, dass wir ihr etwas abkaufen werden. Natürlich konnten wir nicht wiederstehen und erstanden vier Zitronen ein Kilo Mandarienen ein grosses Stück Quittencake und Mandeln. 
Beim Verlassen des Hauses erwartete uns Sonnenschein, sodass wir die Besichtigung des Dorfes vortsetzten .Bald schon stiess Hans auf eine urchige Dorfbeiz, in der lauter alte Männer vor dem Fernsehen sassen.Hier gönnten wir uns einen typischen,spanischen Lunch mit Chorizo, Blutwurst und Kartoffeln mit einem Glas Hauswein.

Gut genährt und bester Laune traten wir den Heimweg an, nicht ohne noch einmal die prächtige Aussicht von hier oben zu geniessen.

Dienstags stand ein Besuch in Torre del Mar auf dem Programm. Ab und zu zeigte sich glücklicherweise die Sonne, sodass wir an der Strandpromenade unseren Apero bei sonniger Wärme geniessen durften.
Mittwoch`s beschlossen Hansruedi und Mark eine Wanderung von den Höhlen in Nerja nach Frigiliana zu unternehmen. Ich begleitete Hans und Heidi auf die Alhambra in Granada. Beim Eintritt lösen ergelsterte sich Hans und strapazierte seine Nerven, denn der vergünstigte Eintritt für Senioren gilt nur für EU-Bürger nicht für Schweizer. Zum Glück konnte die Pracht des Palastes mit all seinen Verzierungen und Gewölben die Aufregung bei Hans legen und er war voll und ganz beschäftigt mit Staunen. Zum dritten Mal besuchte ich die Alhambra und bin immer noch voll und ganz begeistert.Diesmal konnte ich mir das Ganze in Ruhe anschauen ohne zu fotografieren und einem Führer folgen zu müssen. 




Nach dem Besuch der Alhambra stiegen wir noch hinunter in die Stadt, um uns zu verköstigen. Da gab es ein herrliches Glas Wein für Hans, der voll des Lobes war, und somit auch für ihn der Tag gerettet war. Müde und zufrieden rollten wir wieder heimwärts.
Am Freitag schliesslich war der schönste, sonnigste Tag für Bürgin`s. Hansruedi liess es sich nicht nehmen, sein Lieblingsplatz in Torrox Pueblo unsern Gästen zu zeigen. Bei Tapas und Wein genossen wir Vier den himmlischen Tag. glücklich dass Bürgin`s doch noch in den Genuss eines warmen Tages hier im Süden Spaniens kamen. 
Das gemeinsame Nachtessen mit Mark und Bürgin`s auf unserer Terrasse war ein weiteres Erfolgserlebniss.

Am Samstag, wiederum frühmorgens, müssen wir die Bürgin`s verabschieden. Leider ist die Woche viel zu schnell vorbei. Uns Beiden hat es trotz dem schlechten Wetter sehr gefallen euch ein Stück Andalusien zeigen zu können. Herzlichen Dank für euren Besuch.
Nun galt es für mich, das Bungalow klar zu machen um es zur Weitervermietung abzugeben.

Abends erwarten wir unsere Karin und ihren Liebsten Lukas. Für uns ein langersehnter Besuch.
Denn Ab und zu hatte besonders ich, etwas Sehnsucht nach unserer Tochter. Pünktlich durften wir die Beiden in Empfang nehmen. Bei einem schmackhaften Nachtessen besiegelten wir unser Wiedersehen.
Den Sonntag verbrachten wir mit den Beiden in Màlaga, wo wir die Fondation Picasso besuchten und den Dom besichtigten. Danach war uns Petrus wohl gesinnt und liess sie Sonne über der Stadt warm erstrahlen. Somit konnten wir die schöne Uferpormenade im Hafen entlang flanieren.
Montags wiederum bewölkter Himmel, was uns aber nicht hinderte nach Cordoba zu fahren. Je mehr wir in die Berge stiegen, umso schöner wurde es. Ein angenehmes Städtetripwetter! Bewaffnet mit einem Audiogerät besuchten wir die imposante Mezquita de Cordoba. Die Bauweise und die Kirche in der Kirche brachten uns nicht mehr aus dem Staunen. Sichtlich beeindruckt brauchten wir doch einen Moment um das Ganze zu begreifen. 




Der Brunnen im Garten der Mezquita soll Glück bringen wenn man eine Münze spendet. Voller Hoffnung schauen die Drei ihrer Münze nach, die sie soeben gespendet haben.


Anschliessend durchquerten wir die engen Gassen der Stadt , wo wir uns in einer Bodega mit Tapas und Flüssigem stärkten. 

Danach überquerten wir die Puente Romana, wo der Fluss Quadalquivir Hochwasser führte und die kleinen Inseln im Fluss überflutete. Von der Brücke aus hat man einen schönen Ausblick auf die Altstadt Cordobas


Auf dem Spaziergang lotste uns Karin schliesslich noch durch das Judenviertel hinunter zum Plaza de la Corredera.Ein kleines Venedig.

Es bedarf wohl mehrerer Tage für einen Besuch Cordobas um all die Schönheiten zu erfassen.Wir zogen müde, aber voller Eindrücke ab um den Heimweg anzutreten.

Abends ging es dann ganz schweizerisch zu und her. Mit einem improvisierten Rechaud und der Gusspfanne von Mark , kochte Karin uns das mitgebrachte Fondue, das uns ausgezeichnet mundete.



Den Dienstag verbrachten wir am Strand von Nerja und mit "Lädele". Teils bei regnerischem Wetter, teils bei Sonnenschein.


Viel zu schnell war die Zeit bereits wieder um, die wir mit den Beiden verbringen durften, denn am Mittwoch Mittag wartete bereits der Retourflug für die Beiden.  Schade, aber wir sind überglücklich, dass auch ihr Beiden den Weg zu uns in den Süden gefunden habt und wir euch bei uns hatten. Vielen Dank, es war wunderschön mit euch.

So ist nun schon bald der ganze Monat Februar auch gelaufen. Bei uns ist Ruhe eingekehrt, die wir zum Teil mit Wandern geniessen. Mark und Hansruedi haben gestern 23.Februar bei strahlendem Wetter den 2000 Meter hohen Maroma bestiegen. Nach einem achtstündigen Marsch kehrten die Beiden überglücklich aber mit gepeinigten Beinen nach Torrox zurück. Gratuliere eine tolle Leistung der Beiden Herren.

Am 4.Februar besuchte uns Anni mit ihren beiden Kolleginen. Auf unserer Terrasse wurde mit Prosecco auf Anni`s 66.Geburi angestossen. Anschliessend servierte ich für alle ein Chilli con Carne.
Hoch soll sie leben und sich stets guter Gesundheit erfreuen, das wünschen wir Dir liebe Anni


Sonntag, 23. Februar 2014

Sonntag 23.Februar 2014


Besucher an der Panorama-Avenue


Seit nunmehr drei Monaten geniessen wir Beide die Gastfreundschaft der Provinz Màlaga in Andalusien, und es gefällt uns von Tag zu Tag besser. Eine herrlich wildromantische Gegend die Costa del sol mit ihrem "mejor clima de europa"!  Das Wetter jedoch spielte in den vergangenen Wochen, wie überall in Europa, doch ein wenig verrückt. Da stürmte es heftig, ein andermal regnete es wie aus Kübeln und sogar Hagel fiel bis ans Meer. Der Schnee bezuckerte die umliegenden Berge bis auf 1500 Metern über Meer hinunter. Wir haben das Beste daraus gemacht. Nur Schade für unsere Gäste aus der Schweiz, die ziemlich durchzogene Wetterverhältnisse erlebten.
Die Besucher aus der Schweiz, waren eine willkommene Abwechslung für uns Beide. Da besuchten uns vom 27.Januar bis 3.Februar Heidi und Raeto Ardüser. Mit diesen Beiden unternahmen wir eine schöne Wanderung auf den El Fuerte bei Frigiliana und ausgiebige Spaziergänge entlang dem Wasser und in den Hügeln rund um Torrox. Kartenspielen war abends angesagt. Zu Viert erlebten wir lustige, erholsame Tage. Euch Beiden herzlichen Dank für euren Besuch.

Am Samstag 1.Februar flog dann die Widmer-Familie ein. So dass wir abends Fullhouse hatten! Ich hatte das Glück, dass ich ein Bungalow zusätzlich gleich neben unserem auf der Panorama-Avenue mieten konnte. Die Fünf Widmers , mit den Beiden Ardüsers und wir Beide ergaben die neunköpfige Gesellschaft, die während des Wochenendes des 1-3.Februar die Panorama-Avenue auf dem Camping El Pino belebten. Leider war Petrus am Samstag nicht gerade bei Laune, sodass wir unsere Terrasse nicht gebrauchen konnten. Aber unsere unkomplizierten Gäste liessen sich gemütlich in unserer Stube nieder,etwas eng aber es war lustig.
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Der Sonntag brachte sehr schönes, jedoch etwas windiges Wetter. Mark und Hansruedi schlugen vor, dass wir eine kleine Wanderung machen könnten.Alle waren einverstanden und so fuhren wir auf die Passhöhe Ventas de Zafaraya, wo die Autos parkiert wurden. Von hier führt ein ehemaliges Bahntrasse,heute ein schöner Spazierweg, dem Berg entlang nach Periana. Die zehnköpfige Gesellschaft nahm fröhlich den Weg unter die Füsse und genoss die prächtige Aussicht auf die andalusische Bergwelt bis hinunter ans Meer. An den Hängen der felsigen Berge blühten bereits die ersten Mandelbäume und am Wegrand dufteten die  herrliche Rosmarin und Thymiansträucher. Auf halber Strecke konnten wir schliesslich noch erfahren, wie die Olivenernte von Statten geht.Eine immer noch sehr mühsame Handarbeit, die uns zum Staunen bringt, denn um uns herum und in ganz Andalusien stehen tausende und aber tausende Olivenbäume.Ob die wohl je einmal fertig werden mit Ernten, unsere Frage? Nach der Halbzeit unserer Wanderung beschliessen Mark und Fritz umzukehren um die Autos nach Periana zu verschieben, so könnte der Rest der Gesellschaft gemütlich nach Periana spazieren. Schlussendlich dauerte die Wanderung doch beinahe vier Stunden und alle waren froh, dass in Periana endlich der Durst gelöscht werden konnte. 




Den wunderbaren Tag, so beschlossen wir, soll mit einem gemeinsamen Essen in Strandnähe abgerundet werden. In Torrox-Costa bei Pepe schlieslich liessen wir uns mit typischen,spanischen Köstlichkeiten verwöhnen.


Montags galt es für Heidi und Raeto bereits wieder Abschied nehmen. 
Der Dienstag führte uns mit Widmers in das typisch,weisse Dorf Compéta. Mittwoch`s war der Besuch von Gibraltar angesagt. Bereits beim Start, zogen dicke Regenwolken auf und liess uns Nichts gutes erahnen.Wir fuhren in den Süden mit der Hoffnung, dass es dort besser werden wird mit dem Wetter.Doch weit gefehlt,es sollte der schlechteste Tag werden, seit wir hier in Andalusien sind.Bei strömendem Regen und dicht mit Nebel verhangen, erreichten wir Gibraltar. Den berühmten Felsen bekamen wir den ganzen Tag nicht zu sehen,geschweige noch konnten wir hoch fahren. Heftiger Wind blies uns beim Besuch des Europapunktes entgegen, wo wir für einen kurzen Moment doch noch einen Blick auf Afrika werfen konnten.Nicht gerade Begeisterung beim durchqueren der Stadt überkam uns, sodass wir bald einmal beschlossen, die Rückfahrt anzutreten.Auf spanischem Boden lenkte uns Hansruedi am Strand entlang zu einem Restaurant, wo wir uns verköstigen wollten. Eine feine Paella wurde uns hier aufgetischt, die uns allen herrlich mundete und die Stimmung wieder anhob. Wiederum bei zum Teil dichtem Nebel und Regen fuhren wir wieder zurück nach Torrox.
Dem Donnerstag galt einem Besuch von Nerja. Das Durchstöbern der Geschäfter brachte für Livia einen Erfolg ein. Sie erstand sich ein wunderschönes Konfkleid, worin sie ein perfektes Model abgiebt, sicherlich der Star der Belper-Konfirmanden!! Anschliessend lachte Mutter Sonne noch vom Himmel,sodass wir zu Tappas und Wein nach dem Vorzeigeort Frigiliana fuhren.
Bei trübem Wetter besuchten wir am Freitag Màlaga. Die Männer zogen es vor auf die Festung zu steigen, derweilen wir Frauen die Markthalle und die Stadt besichtigten.
Leider war`s dann am Samstag schon wieder Zeit für Widmer`s die Heimreise anzutreten. Wir Beide hoffen doch, dass trotz des misslichem Wetter es euch Fünf gefallen hat. Wir sind glücklich, dass ihr uns besucht habt.Herzlichen Dank.

Donnerstag, 16. Januar 2014


Donnerstag 16.Jan.2014


Lustig ist das Zigeunerleben!


Bereits ist das neue Jahr wieder 16 Tage alt. Obwohl wir Beide keiner Pflichtarbeit nachgehen müssen, vergeht die Zeit in Eilzugstempo. Wie es sich für alternde Leute gehört, versuchen wir viel zu schlafen!! Frühstück ist jeweils nicht vor zehn Uhr Vormittags, somit ist ja auch schon der halbe Tag vorbei.
Doch wir Beide geniesen das herrliche Klima, es soll das Beste von Europa sein, in vollen Zügen.
Zusammen mit Elsbeth und Mark erkunden wir die Umgebung. Am fünften Januar sind die Beiden nach Cordoba gefahren, derweilen wir Beide uns das kleine Städtchen Competa, 600 m über Meer genauer anschauten. In der Òlmühle, kauften wir eine Kanne feinstes einheimisches Olivenöl. Nur schade, konnten wir die Mühle nicht anschauen, denn die Olivenernte ist erst im Gang und die Òlproduktion wird erst später im Jahr vollzogen. Wir spazierten gemütlich durch die engen Gassen und bestaunten die speziellen, andalusischen Bauten. In unterschiedlichster Weise sind die Häuser ineinander und übereinander aufgeschichtet. Kunstvoll gefertigte Eisengitter im Eingangsbereich und vor den Fenstern verleihen den Bauten einen wunderbaren Schmuck.Dazu sind die Gassenböden kunstvoll mit Blumenmustern und anderen Verzierungen aus Steinen und Platten ausgelegt. Die farbigen Blumen in den Töpfen leuchten zwischen den Häusern besonders farbig. Einfach niedlich diese andalusischen Dörfer.




Bei den Spaziergängen dem Strand entlang, entdecken wir dies und jenes. Auch sind diese Spaziergänge erholsame Meditationsstunden. Du siehst hinaus auf das Wasser und lässt Dich von den Wellenbewegungen hinreisen, dazu das Rauschen und manchmal Tosen des Wasser das aufs Land trifft, das bewirkt eine angenehme Ruhe in Dir. 
Hansruedi findet allerlei Steine, die er mit nach Hause trägt und davon kleine Kunstwerke herstellt. Unser Balkongeländer ist mittlerweilen eine kleine Galerie.



Am 10.Januar sind wir losmarschiert um den 1500 Meter hohen Alto del cielo zu besteigen. Vorerst führte der Weg uns stetig ansteigend durch lichten Pinienwald, dessen Boden bedeckt war mit vielen Wildkräutern. Da eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschte, war die Luft getränkt mit herrlichem Pinien-u.-Kräuterduft, der uns leicht beschwingte. Der Anstieg führte uns schon bald auf 800 Meter über Meer und der Schweiss drückte tüchtig aus den Poren. Hier auf dieser Höhe gab es schliesslich keine Bäume mehr und der Weg führte durch einen felsigen Hang hinauf. Leider überzog sich der Himmel immer mehr mit grauen Wolken und frischer Wind blies uns um die Ohren. Beim  nächsten Grat, der uns eine überwältigende Aussicht bot, hinaus aufs Meer Richtung Ost und West, und in die Berge der Sierra Nevada, machten wir Rast. Dabei kamen wir zum Schluss, dass wir nun auf ca.1000 Meter hoch sind und es zum Gipfel des Alto del cielo noch gut eine Stunde Aufstieg wäre. Doch dieser Gipfel hüllte sich bereits in graue Regenwolken, was uns überhaupt nicht gefiel. So beschlossen wir, dass es ratsam sei, jetzt den Rückweg anzutreten. Frisch gestärkt mit Orangen und Feigen trappeln wir die erklommenen Höhenmeter wieder hinunter. Eine weise Entscheidung, denn es wird immer dunkler und kühler, jedoch schaffen wir`s noch trocken bis zum Auto. Wehmütig werfen wir nochmals eine Blick zurück zum Gipfel und beschliessen, es ein andermal zu versuchen. Müde, aber hoch zufrieden kehren wir in den Camping zurück.
Ein regnerischer Dienstag bewog Hansruedi und mich, uns im grossen Einkaufszentrum von Torre del mar genauer umzuschauen, wie heisst das doch so schön "lädele". 
Am Sonntag radelten wir Beide mit dem Velo der Küste entlang, wo viele Spanier das Gleiche tun. An einem Sandstrand legten wir die mitgebrachte Plane aus und genehmigten uns ein Sonnenbad bei angenehmen Temperaturen. Bevor wir uns wieder auf die Räder schwangen, gönnten wir uns ein Bier und zwei Tappas, die hier in Spanien nicht fehlen dürfen.
So vergehen unsere Tage mit viel Fan.
Zwischendurch, wohlverstanden, muss natürlich auch der Haushalt wieder auf Vordermann gebracht werden und die Wäsche von Hand gewaschen werden.



Samstag, 4. Januar 2014



Prosit Neujahr !


Auf der Plaza des Balcon d`Europa in Nerja begrüssen wir um Mitternacht zum Glockenschlag das Jahr 2014. Der andalusische Brauch, zu jedem Glockenschlag eine Traube zu essen, soll Glück und Gesundheit bringen im neuen Jahr. Elsbeth bekommt von einer Dame 12 Trauben geschenkt, und versucht es, mit jedem Schlag eine Solche zu essen, ganz schön anstrengend, wie sie anschliessend meint. Schliesslich wird bei Livemusik gegenseitig geprostet und getanzt. Fröhlich und ungezwungen wird das neue Jahr eingeläutet. Einfach herrlich, und ohne Trubel ist man in Feststimmung,von Jung bis Alt. So lässt es sich eine alte Frau im Rollstuhl nicht nehmen, aus diesem auszusteigen und auf ihren schwappeligen Beinen ein Tänzchen zu schwingen.Wir geniessen die Feststimmung eine ganze Weile, bevor wir dann den Heimweg antreten.
Am Neujahrsmorgen gönnen wir uns bei wunderbarem Sonnenschein einen Brunch auf dem Balkon. Noch einmal stossen wir auf die Zukunft an. Was wird diese wohl bringen? Werden wir das bürgerliche Leben an einem festen Ort noch ertragen? Aber beim Anstossen sind wir Vier uns einig, "leben wir das Heute intensiv und lassen das Morgen auf uns zu kommmen!"












Die vergangenen Tage haben wir diverse Ausflüge gemacht, so habe ich es tatsächlich mit dem Fahrrad bis Competa auf 6oomüM.geschafft. Als Belohnung gab es einen tollen Ausblick und eine kurvenreiche Abfahrt ans Meer, wo ich meine Batterie des Elektrobikes wieder voll laden konnte.

Am 2. Januar hat uns Marc eingeladen, mit ihnen Beiden nach Trevélez in der Sierra Alpujarra zu fahren. Eine kurvenreiche Bergstrecke über etliche Kilometer führte steil ins Gebirge der Sierra Nevada, wo etwas Schnee lag.Eine traumhafte, wilde Gebirgslandschaft durchfahren wir.


Typisch für Andalusien sind die weissen Dörfer, die wie Schwalbennester an den Steilhängen kleben. Abgelegene Fincas, einsam zuoberst auf einer Krette, an den Hügeln die terassenförmigen Olivenhaine oder Advocadoplantagen. Vereinzelt sieht man Ziegenherden auf den Weiden. Eine prächtige, wildromantische Gegend, und dazu eine wunderbare Aussicht über das Land.Nach guten zwei Stunden Fahrt erreichen wir Trevélez, das bekannt ist für das Trocknen von Schinken. Wir Vier schlendern durch das Dorf und können feststellen, dass beinahe in jedem zweiten Haus solche "Jamons" getrocknet, und verkauft werden. Daneben ist das Angebot von handgewobenen Teppichen gross. Auch einheimische,farbige Töpferwaren werden verkauft. In den Geschäftern hangen die Jamons von der Decke herunter und uns Vieren läuft das Wasser im Mund zusammen.

Dementsprechend meldet sich das Magenknurren bei allen.Marc führt uns ins Restaurant zu Joaquin, das sich typisch andalusisch präsentiert. Gekachelte, farbige Wände,  ein loderndes Feuer im Cheminée und vorallem wichtig für Trevélez, die "Pata negras" (getrocknete Schinken) die von der Decke hangen. Wir lassen uns das "Menue de Casa " servieren, eine Gemüsesuppe, danach Schnitzel mit Jamon und Bratkartoffeln, zum Dessert eine Art Meringueschale. Dazu einen Krug Rotwein des Hauses. Dies alles pro Person für 11 Euro. Einfach wunderbar!


Anschliessend können wir natürlich nicht wiederstehen, und kaufen ein gutes Stück von dem leckeren, Trockenschinken und andere einheimische Produkte, wie Olivenpaste, Geisskäse usw.
Bevor wir Trevélez wieder verlassen, nehmen wir nochmals einen Augenschein von diesem lauschigen Bergdorf und seinem "Jamon Serrano!"
Der Jamón Ibérico ist ein luftgetrockneter Schinken. Er ist vergleichbar mit luftgetrockneten Schinken aus anderen Regionen, wie den italienischen Schinken aus Parma und San-Daniele, den Bayonner-Schinken aus dem französischen Teil des Baskenlandes und der französische Aoste-Schinken aus der Region der Savoyer Alpen.
Der Jamón Ibérico erzielt hohe Preise und wird als der beste Schinken der Welt bezeichnet.[2]
Besonders geschätzt wird als Spitzenprodukt „Eichelschinken“ (Jamón Ibérico de Bellota oder „Bellota-Schinken“), der von Schweinen stammt, die noch einer traditionellen Eichelmast unterzogen worden sind.
Es existieren die Qualitätsstufen BellotaRecebo und Pienso:
  • Jamón Ibérico de Bellota (auch Montanera): Schinken von Schweinen, die mindestens 75 % der Iberico-Rasse entstammen und mindestens 40 % ihres Lebendgewichts freilaufend und nur durch Früchte der Steineiche (bellota heißt „Eichel“) und Kräuter zugelegt haben.
  • Jamón Ibérico de Recebo: Schinken von iberischen Schweinen (mind. 75 % wie oben), die mit Eicheln gefüttert wurden und dieser Mast mindestens 30 % ihrer Gewichtszunahme verdanken, in der Endmast (recebo) aber vorwiegend Getreidefutter erhalten.
  • Jamón Ibérico de Pienso (auch de Cebo oder de Campo): Schinken von iberischen Schweinen (mind. 75 % wie oben), die mit Getreide gemästet wurden (pienso bedeutet „Getreidefutter“, cebo „Mast“ und de campo heißt einfach „vom Lande“).



Lüneburg im Oktober 2013


Nachdem wir uns vom Schrecken erholt haben, stand das Wochenende ganz im Zeichen von Aufräumen und Putzen des Chruzlis. Alles wollte ich ausgeräumt haben, um sicher zu gehen, dass nicht doch noch welche Schmuggleware zum Vorschein kommt oder wo möglich von unserem Hab und Gut etwas fehlt. Der Gedanke, dass sich jemand Fremder in unserem Häuschen durchgeachert hat, ist mir nicht geheuer.So wasche ich sämtliche Schränke aus, wasche die Bettwäsche und was es sonst noch zu waschen gibt. Hansruedi schaut sich gründlich in den Stauräumen unseres Wohmobiles um. Glücklicherweise können wir abends keinen Verlust oder grösseren Schaden feststellen. Wir Beide sind einfach froh, dass unser geliebtes "Chruzli" wieder in unseren Händen ist. 
Unsere beiden Gastgeber sind auch Engels, denn sie verstehen es prächtig, uns mit ihrerer Gastfreundschaft, positiv aufzumuntern.
So überraschen Sie uns mit einer sehr spannenden und interessanten Vorlesung von Matthias Brand, live begleitet von einem Musiker. Zwei Stunden packende Unterhaltung, einfach super! Herzlichen Dank liebe Iréne und lieber Holger.
Am Montag bringt Hansruedi das WoMo zum vereinbarten Termin in die Fiatgarage. Auch hier scheint nicht alles rund zu laufen. Es wird Hansruedi mitgeteilt, dass sie zuerst die Ersatzteile bestellen müssten, obwohl Hansr. zehn Tage zuvor eine Liste mit den nötigen Teilen dem Garagenchef persönlich gebracht hat und ihm erklärte was alles zu machen sei. Tags darauf noch das Telefon aus der Garage, dass die Reifen nicht lieferbar seien und es ca. 10 Tage dauern wird bis etwelche dieses Typs geliefert werden könnten. Auch sei ein Vorglührelaix nicht zu finden.

Das darf doch alles nicht wahr sein !!! Wo bleibt da die deutsche Gründlichkeit? Anscheinden war da auf Seiten des Garagechefs kein Vertrauen in uns, dass wir ihm unser WoMo bringen werden.
Dank Holger, bekommen wir bereits zwei Tage später in einer anderen Garage die Reifen. 
Hansruedi bittet die Garage, wenigstens einen gründlichen Service zu machen. So wird uns schliesslich mittgeteilt, dass diese Arbeit bis Donnerstag in Anspruch nehme. Naja, was bringts, sich zu ärgern. 
Am Freitag durften wir dann endlich unser überholtes, mit neuen Finken ausgestattete Auto wieder in Empfang nehmen. 
Um diese nervige Zeit zu überbrücken, hat sich Hansruedi in Holgers Keller nützlich gemacht. Der Ruheraum der Sauna und die Toilette bekamen einen neuen Anstrich von ihm.  Anschliessend wurde noch gründlich geputz und wieder eingerichtet. Nun kann sich Holger wieder in den hellen Räumen austoben oder relaxen.
Nach getaner Arbeit haben wir Beide uns einen Wellnesstag im wunderschönen Kurpark von Lüneburg gegönnt.
Am Sonntag 3.November verabschieden wir uns definitiv von Lüneburg und unseren besten Gastgebern und Freunden Iréne und Holger. 
Euch Beiden ein grosses DANKESCHÖN für eure Geduld und den fünf Sterne Hotelbetrieb, den wir bei euch zu Hause geniessen durften.