Donnerstag, 8. August 2013


Sonntag,4.August 2013


Door Peninsula


Ungern verlassen wir Two Rivers, doch wir wollen doch den Lake Michigan umrunden, somit ist klar dass es vorwärts gehen soll. Auf der 42er Statestreet rollen wir aus dem Städtchen heraus.Immer schön dem Wasser entlang soll es gehen. Die vielen privaten Cottages und Villen belagern jedoch hier die Strände des Sees, sodass man von der Strasse aus nicht oft auf`s Wasser sieht.Je nördlicher wir auf der Halbinsel kommen, um so schmaler wird sie. Die 42er überquert bei Sturgeon Bay eine Stahlbrücke zur oberen Hälfte der Insel.Hier machen wir einen Zwischenhalt um unsere Beine zu lockern. Am Pier ist eine Bootsaustellung im Gang, und entsprechend viele Leute am flanieren. Ein grosses Feuerwehrboot lädt  die Leute auf eine Hafenrundfahrt ein.


 Das Ganze beobachten wir von der Brücke aus.Eine starke Brise bietet den Seglern draussen auf dem See einen tollen Segeltag. Bei solch einem Anblick überkommt mich Wehmut und ich würde gerne mitsegeln.
Weiter führt uns die 57er über die Door County nach Sister Bay. Die Landschaft ist eine eigenartige Mischung aus Elementen, die einem vertraut vorkommen und doch so unterschiedlich zusammengesetzt sind,  dass man glaubt, dergleichen noch nie gesehen zu haben. Vom Meer umgeben, erinnert mich diese Landschaft an Norddeutschland. Zwischen Maisfeldern und Obstbaumplantagen stehen Farmhäuser mit ihren rot gestrichenen Scheuenen und den aufragenden Getreidespeichern.

Birken und Heidevegetation lassen schon die Tundra des nahegelegenen Kanada erahnen.Hier begegnen und durchmischen sich mittelwestliches Farmland und Küstenlandschaften, und die Weite der Prärie. Die Door Peninsula ist von skandinavischer Besiedlung geprägt.Vielerorts hangen deren Flaggen und wird schandinavisches Food angepriesen. Die Scandinavier haben dieser Region auch den Obstanbau und die Fischerei und vorallem die Fischrezepte gebracht, so die gestern erwähnte Fisch Boil.Wir erreichen Sister Bay, wo der Strand von Unmengen von Leuten belagert ist. Die Strassenränder sind beidseitig mit Autos parkiert und die Geschäftstrasse ist überfüllt von flanierenden Besuchern.Dies bewegt uns weiterzufahren nach Fish Greek.Auch dieser Ort, ein Vorzeige- und Touriststädtchen, wo die gehobenere Schicht von Amerikanern ihren Urlaub verbringt. Entsprechend liegen auch Luxusyachten im Hafen. Hier finden wir einen Parkplatz für unsere Luxuskarosse.Entlang der Hafenpromenade gibt es einige Restaurants und Eisdielen. In einer solchen bekommen wir unser bestes Eis, seit wir in den Staaten sind. Frisch von der Eismaschine wird ein Vanilleeis herausgelassen, das ein junges Girl jetzt mit zwei Spachteln auf einen Teller streicht. Nun kann ich mir die Zutaten selber auswählen. Eine ganze Palette von frischen, geschni ttenen Früchten, verschiedenen gehobelte Nüsse, Schokoladensplitter , eingelegte Weinbeeren und Pflaumen stehen mir zur Auswahl. Dann als Geschmacksverstärker werden verschiedene Liköre, Rum, Amaretto usw. dargeboten.Ich wähle frische Himmbeeren und Amaretto, welches vom Girl mit dem Spachtel vorsichtig mit dem Vanilleeis gemischt wird. Das Ganze bekomme ich in einem frisch hergestellten Waffelkornet - Wunderbar ! Natürlich lässt Hansruedi sich seine eigenen Mischung herstellen.
Nach dieser Stärkung mischen auch wir Beide uns unter die flanierende Oberschicht und durchstöbern die Geschäfter, welche unser Portmonaie überhaupt nicht vermag! Oder doch - ein Jeansjacke, die mir gefällt und erst noch passt und zahlbar ist, wird schliesslich mein Eigentum.



Schliesslich verlassen wir dieses Fish Creek, denn auch hier finden wir keinen Camping mit Seeanstoss,schade. Wir sind eigentlich hierher gefahren, um uns einen Platz am See zu suchen um eine Woche auszuruhen. Auch in Egg Harbor, dem nächsten Ansteuerungspunkt gibt es dies nicht. Da wir doch langsam müde sind, entschliessen wir uns im Hinterland von Egg Harbor für einen Stellplatz im Waldcamping.Ein lauschiges Plätzchen, mitten im Wald und sehr ruhig. Bei einem Lagerfeuer geniessen wir wunderbaren Lachs, mit einer Weinsauce, Kartoffeln und Rosenkohl.Ein kühler Schluck Weisswein dazu und wir fühlen uns wie im Paradies.

Montag, 5. August 2013



Samstag,3.August 2013



Fish Boil      

 

  Fisch kochen ist eine Great Lakes kulinarische Tradition in Bereichen von Wisconsin (USA) und entlang der Küsten Obere Great Lakes, mit großen skandinavischen Bevölkerung.  Fisch kocht genießen eine besonders starke Präsenz in Door County , Port Wing und Port Washington, Wisconsin . The meal most often consists of Lake Michigan or Lake Superior whitefish (though lake trout or locally caught salmon can be used), with other ingredients. Das Essen besteht aus meist Lake Michigan oder Lake Superior Felchen (obwohl Seeforelle oder fangfrischen Lachs verwendet werden kann), mit anderen Zutaten.
          
Als wir aus den Federn springen, ist es herrlich still im Hafen. Der Campingplatz hat sich gestern Abend spät noch gefüllt mit Hobbyfischern, die ihre Zelte aufstellten. Die Boote können hier direkt zu Wasser gelassen, und vor den Zelten am Steg festgemacht werden.Die Fischer sind bereits alle draussen auf dem See und wir Beide sind praktisch alleine hier im Hafen. So geniessen wir ein weiteres Mal einen Brunch, diesesmal mit geräuchertem Lachs, am Wasser.
Während wir frühstücken kehren langsam die ersten Fischer zurück.
Der Hafen belebt sich. Wir Beide sind gespannt, was die Männer und Frauen wohl gefangen haben. Oha, nicht schlecht, da werden stattliche Fische aus dem Schiff gehoben und an Land gebracht. 
Im Hafen werden die Fische gewogen und direkt am Schlachtisch filetiert. Zum Teil sind die Lachse und Seeforellen bis 25 pound (ca.11Kilo) schwer. Prächtige Kerle. Die Hobbyfischer sind mächtig stolz. Wir staunen, denn praktisch jedes Boot, das in den Hafen zurückkehrt,  bringt einen oder zwei solcher Prachtskerle angeschleppt.Ich gratuliere den Fischern, die mir erklären, dass heute ein sehr guter Morgen zum fischen war.Bald kehrt auch das Ehepaar zurück, das ihr Boot vor unsererm Chruzli festgemacht hat. Wir haben uns gestern Abend köstlich amüsiert über die Beiden. Der männliche Teil am Steuer musste mehrere Male den Steg ansteuern bis er anlegen konnte. Die Frau bemühte sich anschliessend alleine das Boot festzuhalten und gleichzeitig festzubinden, derweilen der Herr seelenruhig zuschaute. Heute  gelang das Anlegemanöver doch besser. Pam, die Frau steuerte sofort auf uns zu und wollte wissen woher und wohin unsere Reise führt. Eine fröhliche, bodenständige Dame, diese Pam, die mit uns ein längeres Stelldichein hat. Sie ist begeistert von uns, und will unbedingt dass wir um 16 Uhr zum "Happyhour" kommen. Sie verabschiedet sich schliesslich. Mittlerweilen herrscht Hochbetrieb im Hafen. Die Männer und Frauen stehen in Scharen um den Schlachttisch, und diskutieren über die Fänge des heutigen Morgens. Hansruedi ist mit seiner Kamera unterwegs und will die stattlichen Tiere ablichten, bevor sie im Rauchhaus oder im Tiefkühler landen.




Nach dem Mittag wird es dann plötzlich wieder still um uns herum. Siesta ist angesagt, die Fischer verschwinden in ihren Zelten oder Wohnwagen um zu schlafen. Bei Pam habe ich mich zuvor informiert, wenn die Fischer eigentlich ausfahren am Morgen.Sie erzählt mir, dass die meisten so zwischen 4 und 5 Uhr in der Früh loslegen und wie wir sehen konnten, so gegen 9/10 Uhr wieder zurück kommen. Abends gegen fünf Uhr wird dann nochmals ausgefahren.
Als es ruhig wird, mache ich mich an den Laptop um wiedereinmal mein Tagebuch nachzuführen.
Hansruedi ist unterwegs in der Umgebung um auszukundschaften wo es denn diese "Fish Boil" gibt , die in unserem Reiseführer gepriesen wird. Als er zurückkehrt, berichtet er mir, dass Steve, unser Nachbar gegenüber, gerade dabei sei eine "Fish Boil" zuzubereiten.
Steve hat uns eingeladen zu dieser Fish Boil, wir sollen um 17 Uhr herüber kommen.Wau, das ist ein Ding! Grossartig.
So ist unser späterer Nachmittag also verplant.

Bald schon ist es Zeit um uns für die verschiedenen Einladungen klarzumachen. Langsam erwacht der Hafen wieder zu Leben, die Siesta ist vorbei und die Männer und Frauen schlüpfen aus ihren Zelten usw. Der Hafenmeister hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass jeweils am Samstagabend ganz schön was los sei hier. So auch heute, da finden sich verschiedene Gruppen von Fischern zusammen, die einen sitzten auf dem Schiffsteg und trinken ihr Bier oder Wisky, andere treffen sich um ihre Fische zu grillieren und eben bei Steve, wird eine Fish Boil serviert. Ein fröhliches, spontanes Stelldichein.
Wir machen uns nun auf, jedes mit einem Drink bewaffnet, um nach Pam`s Behausung zu suchen. Typisch amerikanisch, und praktisch, bringt jeder seinen Drink zum Happyhour selber mit. Wir finden Pam mit ihrem Hund beim spazieren.Sie ist hoch erfreut, dass wir den Weg gefunden haben.Nicht bei Pam, sondern bei Larry und Berta, Nachbarn von Pam, die uns herzlich willkommen heissen, trifft man sich schliesslich zur fröhlichen Nachmittagsrunde. Jane, unsere Fischspenderin trifft ebenfalls ein. Zwei weitere Frauen, leider kann ich mir die Namen nicht alle merken, gesellen sich zu uns. Es wird sofort über den heutigen Fischtag diskutiert und man klopft lustige Sprüche. Pam führt das Zepter und ist um keine Antwort verlegen. So bittet sie alle Anwesenden, sich uns vorzustellen und was man so arbeitet oder gearbeitet hat, denn die meisten sind "retired" (pensioniert).Es stellt sich heraus,dass Jane ebenfalls auf der Post gearbeitet hat. So entsteht plötzlich eine ernste Diskusion, über die Dienstleistungen der Post die abnehmen und der Kunde, der abwandert zu privaten Anbietern. Ich muss schmunzeln, genau die gleichen Probleme wie bei der schweizerischen Post!
So sitzten wir in der fröhlichen Runde, bis fünf Uhr und wir versuchen mit unseren wenigen Englisch Kenntnissen, mitzureden. Dann gilt es sich zu verabschieden, denn Steve erwartet uns.Herzlich werden wir mit guten Wünschen für die Weiterreise verabschiedet. Jane kommt mit uns, denn auch sie wird bei Steve erwartet. Quer über den Campingplatz steuern wir direkt zu Steves Wohnmobile, wo im grossen Topf bereits die Fish Boil blodert und fantastisch duftet.Auch hier hat sich eine fröhliche Runde zusammen gefunden. Steve ist gerade dabei den Fisch und das Gemüse aus dem Sud zu fischen und anzurichten.

Ich offeriere eine Flasche kühlen Chardonnay. Die Männer wollen aber keinen Wein, so geniessen Hansruedi und wir Frauen den guten Tropfen alleine.
Der Fisch mit den Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten schmeckt hervorragend. Ein Prosit auf den Koch Steve!
Die Multikulti- Gesellschaft lässt es sich schmecken. Steve der Koch hat deutsche Vorfahren, Jane ist in 2. Generation aus Polen, dann haben wir Li, eine Koreanerin, schliesslich wir Beide aus der Schweiz. Die restlichen Männer sind 100% Amis.
Es ist einfach wunderbar, man kennt sich kaum, doch man hat sich gefunden zum gemeinsamen Essen und geniesst zusammen einen fröhlichen, unkomplizierten Abend.
Nach dem herrlichen Fisch, gibt es noch Dessert, einen Schokoladenkuchen den Marie gebacken hat.
Anschliessend wird noch kurz über Gott und die Welt berichtet und gelacht. Und wiederum typisch amerikanisch! Plötzlich wird abgeräumt und die Resten des Essens aufgeteilt - und - mit einem herzlichen Goodbye verabschiedet - und weg sind die Leute!
Wir bedanken uns bei Steve und verlassen so gegen halb acht Uhr sein Revier.
Ein anschliessender Verdauungsspaziergang auf den Pier, beschert uns eine wunderbare Sonnenuntergangsstimmung.



Freitag,2.August 2013


Seagull Marina             


Ein ruhiger Nachtplatz hier am Wasser und die freundlichen Menschen rundum, bewegen uns noch zwei weitere Nächte und Tage hier zu bleiben.  Unter den Bäumen am blätschernen Wasser geniessen wir ein ausgedehntes Frühstück. Anschliessend machen wir uns auf ins Städtchen. Hier habe ich gestern Abend, beim nach Hause gehen, einen tollen Coiffeur-Kosmetik- und Spashop gefunden. Ich habe beschlossen, mir hier eine Vollpflege zu gönnen. Im Salon Heidi informiere ich mich über die Preise und für einen Termin. Wenn ich möchte, so die nette Dame am Empfang, könne ich mich gleich hinsetzen. Das gefällt mir, und ich schicke meinen Hansli für zwei Stunden in die Freiheit! Zuerst werden meine Augenbrauen gestylt, anschliessend die Haare geschnitten. Schliesslich werde ich auf einen Massagessel beordet, wo mein Rücken mit einer angenehmen Druckmassage gepflegt wird, derweilen meine Füsse in einem Fussbad aufgeweicht werden.Eine junge Dame pflegt anschliessend meine Füsse und feilt meine Zähennägel um sie in Form zu bringen und diese mit neuem Nagellack zu versehen. Nach gut 1 1/2 Stunden fühle ich mich wie neu geboren. Die ganze Pflege mit Haarschnitt kostet gerademal 65 $. Nicht schlecht.
Mein Hansli wartet bereits ungeduldig vor dem Geschäft. Er hat zwischenzeitlich die Geschäfter durchstöbert. Heute ist eine Art Gewerbeausstellung in der Stadt. Die Geschäfter presentieren vor ihren Läden auf dem Trottoir ihr Waren oder Dienstleistungen.Die Stadtparkwiese ist auch von Ausstellungsständen belagert. Später am Nachmittag soll noch die neue Zugbrücke offiziell eröffnet werden. Der sogenannte Care-City-Day wird rege besucht und ein emsiges Treiben belebt das kleine Städtchen. Man trifft sich zum fröhlichen Stelldichein. Wir Beide nehmen eine Augenschein  und spazieren anschliessend an den" schönsten Strand des Michigansees", so die Reklameschilder. Ùeber die neue Brücke und durch ein Einfamilienhausquartier, erreichen wir schliesslich den Sandstrand. Wirklich eigenartig, aber wahr, ein wunderschöner, breiter Sandstrand liegt vor uns. Herrlich, man könnte meinen wir wären am Meer. Der Beach wird hier frisch fröhlich als Bade-und Tummelplatz genutzt.Leider haben wir Beide die Badehose nicht mit dabei.

 So vergnügen wir uns mit einem ausgedehnten Spaziergang auf dem langen Sandstrand.Wir kommen doch ziemlich ins Schwitzen und der Drang nach einem kühlen Drink, bringt uns zurück in die Stadt. Im Park hat sich in der Zwischenzeit eine vierköpfige Band aufgestellt, die nun zum Nachmittagskonzert aufspielt. Wir Beide beschliessen,uns ein kühles Bier vor dem Chruzli am Wasser zu genehmigen.Bis wir zurück im Hafen sind, macht sich zum Durst auch der Hunger bemerkbar. Ich koche uns eine Teller Spaghetti mit Pesto und einen gemischten Salat. Dazu ein Stück geräucherten Lachs, den wir gestern geschenkt bekamen. Ein Glas Rotwein vervollständigt das Menue. Das alles am Gestade des Rivers  - fast das Paradies!! Der Verdauungsspaziergang führt uns ein weiteres Mal in die Town, wo noch immer die Musik spielt und sich die Leute fröhlich amüsieren. Wir lauschen eine ganze Weile der Musik und beobachten die Menschen. Beim Rückzug in den Hafen kaufen wir uns im MCDonald noch ein eisgekühltes Frappe, das wir beim Eindunkeln am Wasser geniessen. Wiedereinmal stellen wir fest, dass die Provinzstädtchen in Amerika, angenehme, interesste und freundliche Ortes  sind die etwas Anziehendes an sich haben, wo man sich wohlfühlt. So auf jedenfall auf uns Beide.

Samstag, 3. August 2013


Donnerstag,1.August 2013


Yogi Bear`s Jellystone Park

 Ein riesiges Camp.Resort , das wir letzte Nacht ausgesucht haben. Neben dem Campingplatz hat es Ferienhäuschen und Cabins. Ein Erlebniss Pool und viel Animation zur Unterhaltung, bieten den Familien einen spassigen Urlaub. Unser Stellplatz unter hohen Bäumen liegt in einer ruhigen Ecke, sodass ich herrlich schlafen konnte. Wir lassen den Morgen ruhig angehen.Nachdem Hansruedi gestern feststellte, dass die Gaszündung für unseren Kühlschrank nicht mehr funktioniert, will er jetzt dieser Angelegenheit nachgehen. Ich genehmige mir zwischenzeitlich eine ausgedehnte Dusche. Die Infobroschüre zeigt uns, dass ganz in der Nähe ein riesiger Camperausrüster mit Laden und Werkstatt liegt. Da HR. den Schaden nicht beheben kann, beschliessen wir, das benannte Geschäft aufzusuchen.
Dort findet sich schliesslich ein Relaix, das passen könnte.HR. macht sich auf dem Parking ans Werk um das neue Stück einzubauen. Nachdem er das alte Relaix ausgebaut hat, kontrolliert er die elektrischen Anschlüsse nochmals, und oh Wunder, plötzlich hat er wieder Strom, wo vorher keiner war. Er montiert wieder das alte Stück, um zu kontrollieren, ob es eventuell wieder arbeitet. Das Relaix funktioniert. HR. meint; es ärgert und freut mich, ohne herauszufinden wo der Fehler lag, ist es mir nicht wohl! Doch Hauptsache der Kühlschrank läuft auch wieder mit Gas. Ich bringe das neu erstandene Relaix wieder zurück.
So nun ist es mittlerweilen bereits Nachmittag und wir beschliessen nun auf der 94er und 43er bis Two Rivers am Michigansee zu fahren.Ein weiterer Staat erwartet uns, Wisconsin.
In Port Washington, einem kleinen Hafenstädtchen, machen wir Zwischenhalt. Auf einer Terrasse mit Blick auf den See essen wir ein Fischsandwich, das wunderbar schmeckt.
 Im Städtchen finden wir einen Farmersmarkt, wo wir uns noch mit firschem Gemüse eindecken.





Nun kann es weitergehen nach Two Rivers.Hier stellen wir uns in der Marina auf den kleinen Campingplatz direkt am Wasser.

Wir werden herzlich begrüsst. Jane, eine ältere Dame will wissen woher wir kommen und wieso wir hier im Hafen sind. Schliesslich beschenkt sie uns mit frischem Lachs und Regenbogenforelle und geräuchertem Lachs, genug für die kommende Woche.Zum Glück habe ich ein Tiefkühlfach im Kühlschrank.
Abends spazieren wir durchs Städtchen, das nur unweit entfernt liegt. Im Stadtpark spielt die örtliche Musikgesellschaft zum all donnerstäglichen Sommerkonzert auf. Mit der amerikanischen Hymne starten sie das Programm. So kommen wir hier zu unserer 1.Augustfeier, wenn auch auf amerikanisch.Beim Eindunkeln kehren wir ans Wasser zurück.


Montag,29.Juli 2013


Campingtag

 

Auschlafen ist angesagt. Nachdem uns unsere Füsse gestern mehr als sechs Stunden durch die City getragen haben, brauchen sie heute einen Ruhetag. Der ruhige Campingplatz, der heute Montag kaum noch belagert ist, bietet dazu die besten Voraussetzungen. Wir verbringen den Tag mit Lesen und schreiben und schlafen. Ein herrliches Gemüsemenue als Hauptmahlzeit und dazu ein Glas Wein, runden den Wohlfühltag ab!




Mittwoch 31.Juli 2013                 



Swiss Made Bakery                 


 




Kaum machen wir uns auf den Weg, werden wir vor Harvard auf
ein riesiges Schild aufmerksam; "Swiss Made Bakery". Hansruedi will sich diese Adresse genauer anschauen, und die Aussicht auf gutes, schweizerisches Brot ist auch für mich verlockend. Im Zentrum von Harvard werden wir fündig. Ein grosszügiger Laden mit einem einladenden Brotregal finden wir vor. Links an der Verkaufstheke steht ein Bäcker und ist beschäftigt mit studieren einer Bestellliste. Für mich macht es den Anschein, dass er der Chef sein könnte. Ich spreche ihn an und frage ob er schweizer Abstammung hätte und er vielleicht deutsch spreche. Oh, nein, sorry, no am not german spiking! Aber seine Wurzeln seien schweizerisch. Er betreibe die Bäckerei in 4. Generation. Sein Name Paul Stricker. Nachdem ich ihm erklärt habe, dass Hansruedi Servicemonteur für Bäckereien war, lädt er uns ein, seine Backstube zu besichtigen. Sein ganzer Stolz ist ein Umlaufbackofen, den er momentan mit Muffins und Guggelhöpfen belegt hat.

Die Muffins nimmt er aus dem Ofen und offeriert uns eines. um Hansruedis Herz wird es warm und er handiert sofort an einer Ausrollmaschine herum. Er erklärt Herr Stricker, dass die Maschinen die gleichen seien wie in Europa. Eine alte Knetmaschine bewundert er und der Bäckermeister ist begeistert, denn er liebt diese Maschine ebenfalls. Eine Maschine von seinem Grossvater.




Paul Stricker erklärt mir, dass er kein europäisches Brot herstelle. Schade, doch wir kaufen ein SechsKornBrot, ganz ansprechend und einen süssen Hefekuchen. Paul Stricker verabschiedet uns herzlich und wünscht uns eine gute Weiterreise. Hansruedi sehnt sich in solchen Momenten durz nach seiner Arbeit.
Wir verlassen Harvard auf der 173 er um auf der 94er bis Caledonia, unserem heutigen Ziel zu fahren.

Dienstag 30.Juli 2013


Chicago again!                  


In Union brechen wir unser Zelt ab und fahren zum Bahnhofparking in Woodstock. Noch einmal soll es heute mit dem Zug nach Chicago gehen. Um halb zwölf treffen wir in der City ein. Auf der Jacksonstreet spazieren wir in Richtung Millenium Park.  Heute Dienstag ist die Jackson rege belebt. Geschäftsherren und Damen die elegant gekleidet, mit Mappen und Büchern bewaffnet , emsig  durch die Strassen huschen. Hausfrauen mit vielen Kindern sind unterwegs. Natürlich viele Touristen, wie wir Beide. Der Himmel über Chicago ist auch heute mit dunklen Wolken überzogen, und ab und zu fällt Regen.Kaum im Finanzdistrict angkommen,rauscht die Feuerwehr herbei. Mehrere Löschfahrzeuge mit laufenden Sirenen fahren bei einer Bank vor und sperren den Verkehr weg. Ein "Fressen" für meinen ehemaligen Vizekommandanten der Hinterkappeler Feuerwehr. Andere Dimensionen!
Wohl Fehlalarm, denn sie ziehen rasch wieder ab.







Die Unionstation , der Bahnhof von Amtrak und Metra erweckt auch unsere Aufmerksamkeit. Ein Prachtsgebäude, wie ein römischer Palast. Eine wunderschöne Innenarichtektur.










Wir erreichen das Congress Plaza Hotel wo das Wahrzeichen der Stadt, der Chicago Bull plaziert sein soll, doch wir können ihn nicht ausmachen.
So überqueren wir die Michiganstreet und stehen im Park. Der Buckingham Fountain schmückt hier die Parkanlage.

Der Park zwischen Michiganstreet und der Lakeshore ist Chicagos Vorzeigepark. Mancherorts sind Kunstwerke aufgebaut.Leider ist ein grossteil des Parks abgesperrt, wegen Aufbaus einer riesigen Tribüne und eines Festareals. So müssen wir wohl oder übel drumherum spazieren, bis zur Washington. Hier an der Ecke Michigan steht das Kunstmuseum, das laut meinen Nachforschungen , eine der Weltbesten Kunstsammlungen enthält.Ich möchte einen Blick hineinwerfen, da fragt mich doch mein Hansli tatsächlich: gibt es da etwas Wichtiges zum anschauen? Mir bleibt die Spuke weg, unmöglich dieser Mann! So vergeht mir natürlich der Spass.
Wir überqueren die Strasse um uns wenigsten den Lyrikgarden anzuschauen. Ein wunderschöner Blumengarten in Mitten der Grossstadt.
Hinter dem Garten befindet sich der Pritzker Pavillon ein Kunstbau auf einer grossen Wiese mit einer Musikbühne.Für einen kurzen Moment kommen wir noch in den Genuss der Chicagoersymphoniker, die hier zum Gratiskonzert im Park aufspielen. Diese Symphoniker gehören ja auch zur Weltklasse, so dass wir ein weiteres Mal wunderbar belohnt werden.




Leider hat die Herrlichkeit bald ein Ende und die Musiker haben Feierabend.
Ein weiteres Kunstwerk im Park, dass tausende von Touristen anzieht, steht gleich nebenan.



Die Skyline der Stadt spiegelt sich in dieser eingedrückten Kugel.








Langsam macht sich unser Magen bemerkbar. Im Parkrestaurant legen wir eine Lunchpause ein. Wie könnte es anders sein, bei Burger mit Chips und Kohlsalat. Durchs Theaterdistrict bummeln wir nochmals in die Michiganeinkaufsmeile und durchstöbern einige Geschäfter. Auf dem Rückzug zum Bahnhof wählen wir die Chicagostreet, wo wir doch noch einige alte Quartiere finden, die Al Capones Unterwelt erahnen lassen.





Bereits wieder einige Stunden unterwegs in den architektonischen Wunderwerken Chicagos, die uns immer wieder zum Staunen bringen, gönnen wir uns schliesslich ein herrliches Expresso. Meine Energie ist erlahmt, sodass wir schon bald wieder in den Zug steigen um zurück nach Woodstock zu fahren. Hier bezahlen wie Strafporto, weil wir das Billette hier im Zug lösen und nicht am Bahnhof gekauft haben. Naja!!
Nun wäre eigentlich noch eine Woche anzuhängen um sich in Chicago ein Theater, oder ein Musical anzuschauen. Das Kunstmuseum und nicht zu vergessen die Opera wären zu besichtigen. Aber das muss ich jetzt wohl vergessen!
Zurück beim Chruzli, fahren wir zu einem Walmartsupercenter, wo wir noch das Nötigste besorgen. Da es hier besonders still ist, bleiben wir gleich für die Nacht hier stehen.