Freitag, 7. Juni 2013
Mittwoch,5.Juni 2013
Walport verlassen wir um uns das nahe Städtchen Newport OR anzusehen. Eine Fischerhochburg. Der historische Bayway, mit dem Fischerhafen ist bestückt mit vielen verschiedenen Piers.Natürlich auf die Touristen ausgerichtet. Viele Gallerien, Souvenirshops und Restaurants locken hier die Massen an. Mehrere Fischverarbeitungsfirmen liegen hier direkt zwischen diesen Piers.
Wir beobachten an einem Schiffsteg, wie Sportfischer zurückkehren und ihren Fang ausladen. Die Piers sind so eingerichtet, dass der Fischfang direkt vor Ort gewaschen und filetiert werden kann. Zwei Personen sind hier eigens angestellt um den Fang zu verarbeiten. Ganz tolle Tiere werden vor unseren Augen auf dem Tisch filetiert.
Doch wir Beide sind leicht irritiert, wie die Fische verarbeitet werden.Ausgenommen werden diese nicht.Man schneidet sie auf und nimmt von jeder Körperseite ein Stück Filet heraus, der Rest wird entsorgt, und dies ist ca.3/4 vom Tier. Nicht gerade poitiv, für unserem Geschmack.
Die Seelöwen fehlen auch hier nicht und belagern zwischen den Piers die Schiffsanleger. Newport ist auch ein Ort wo Meeresforschung betrieben wird. Ein Aquarium gibt Einblick in das Leben im Meer.
In Newport erkundigen wir uns nach einer Whale-Watching-Tour. Die Nächste findet erst wieder am Samstag statt.So machen wir uns auf nach Depoe Bay, dem schmalsten Hafen der Welt. In dieser Bucht soll es besonders viele Grauwale geben. Im Visitor Center wird uns das Museum gleich gegenüber empfohlen, welche auch Whalewatching anbieten. So fragen wir im Museum nach. Die Dame empfiehlt uns morgen früh um acht Uhr anzureisen, denn sie werden erst dann definitiv entscheiden, ob die Tour stattfindet.Wir lassen uns einen Platz reservieren, denn das Boot bietet nur für sechs Personen Platz.
Bei der kurzen Besichtigung des Ortes, können wir für einen kurzen Moment bereits einen Walrücken auf dem Wasser sehen.
Etwas nördlich von Depoe Bay finden wir an einem Flussufer ein lauschiges Plätzchen zum Ùbernachten, mit Discount Passport America.
Dienstag,4.Juni 2013
Oregons Traumküste
Den heutigen Tag lassen wir gemütlich angehen. Ein weiteres Stück Traumküste wollen wir gemütlich erkunden und uns nordwärts verschieben. So verlassen wir Bandon definitiv und fahren raus zum Cape Arago. Eine Felsklippe hoch über dem Meer wo man einen tollen Ausblick über den Pazifik hat. Draussen auf den Felsen die umspühlt werden vom Wasser, tummeln sich hunderte von Tieren, vom Seeelefanten über Seelöwen zu kleinen Harbor Sears, eine Art Robben.Ein Paradies für diese Meeresbewohner, denn hier können sie ungestört sonnen und im Wasser jagen. Der Zugang zum Meer ist für Menschen hier nicht möglich, zu steil und zu hoch sind die Klipppen.
Mit dem Feldstecher halten wir Ausschau nach Grauwalen, die sich hier auch das ganze Jahr aufhalten sollen. Doch wir werden nicht fündig.
Ein weiterer Küstenabschnitt macht uns "stutzig", Nachdem wir ein ganze Weile durch Wald und dann wieder auf Felsklippen gerollt sind, liegen ganz plötzlich hohe Sanddünen vor uns. Eigenartig auch, dass aus den Dünen dichte Nadelbaumwälder wachsen.
Eine Lunchpause mit Blick auf diese Sandhügel geniessen wir bei herrlichem Sonnenschein.
Schliesslich erreichen wir die Seelöwenhöhle, die wiederum in einem Gebiet mit hohen Felsklippen liegt.Dichter Nebel gibt hier kaum den Blick frei aufs Meer. Man könnt sich hier mit einem Lift 63 Meter in die Tiefe der Felsen fahren lassen, wo eine Höhle mit Ausgang ins Meer liegt. In dieser sind die Seelöwen im Winter zu Tausenden zu Hause. Da wir ja schon viele Populationen gesehen haben, verzichten wir auf einen Besuch.
Der KOA Camping in Waldport erreichen wir am frühen Nachmittag. Um unser Fitnessprogramm nicht zu vernachlässigen, starten wir einen Spaziergang. Am Ufer eines Flusses entlang , erreichen wir ein Ansammlung von Ferienhäuser die in die Dünen gebaut sind.
Die untergehende Sonne und der knurrende Magen beenden diesen Spaziergang.
Mittwoch, 5. Juni 2013
Montag,3.Juni 2013
Neue Freundschaft
Nach einem tiefen,ruhigen Schlaf dürfen wir heute morgen mitten in den Rhododendren und hohen Tannen erwachen. Der Blick auf das bereits von der Sonne beschienene Häuschen und der Vogeltränke am Eingang, ist bezaubernd. Kolibris laben sich an der Honigflüssigkeit und geniessen die Sonne.Kathy, eine Freundin von Linnelle ist mit ihrem Grosskind auch mit dabei.
Wir Beide bedanken uns bei ihm und bitten ihn uns am Abend auf dem Camping zu besuchen.
Gegen sechs Uhr erscheinen die Beiden an unserem Lagerfeuer, wo wir bei einem Barbecue einen anüsanten, lustigen Abend verbringen. Wir Vier betonen immer wieder, wie die Welt doch Nettes zu bieten hat. Da trifft man sich in einem Restaurant und einen Tag später ist man um gleichgesinnte Freunde reicher. Einfach wunderbar!
Sonntag, 2.Juni 2013
Crazy Norwegains
Dicker Nebel liegt über dem RV Park und es ist unangenehm kalt. Heizung an ( 2.Juni ?) und ein warmes Kaffee helfen uns auf die Beine. Zum Glück hat HR.gestern Abend unsere Utensilien schon fahrtüchtig verpackt, sodass der Abreise nichts mehr im Wege steht. Zurück auf der 101er bläst uns heute ein sturmmässiger Wind entgegen. Hansruedi muss tüchtig seine Oberarme einsetzen um die Lenkung des Chruzlis im Griff zu haben. Zu alle dem haben wir direkten Gegenwind. Da auch dieser Küstenabschnitt mit Berg-,und Talfahrten bestückt ist, wird unser Vehikel ganz schön gefordert. Der Wind schafft es denn auch bald den restlichen Nebel zu verblasen, und wir haben wieder freie Sicht auf den Pazifik.
Beim Cape Sebastiane State Scenic Corridor zwingt uns der Anblick des Strandes zu einem ersten Stopp. Obwohl vom Winde verweht, steigen wir hinunter zum Strand, wo feiner, fast staubähnlicher Sand liegt.Vom Wind und Wasser hart gepresst. Schon bald sind wir sandgestrahlt ! Hansruedi schafft es einmal mehr einen tollen Fund zu ergattern. Einen "Sanddollar" Das ist eine flache Muschel mit einer Zeichnung eines Seesternes auf der Oberseite und auf der Rückseite mit filligranen Adern versehen.Wunderschön.
Das Schwemmholz liegt hier wie einbetoniert.
Im wahrsten Sinne,- ein Gold Beach !
Nach zwei weitern Stopps, macht uns der noch stärker aufkommende Wind arg zu schaffen, leichtes Sausen im Kopf und Müdigkeit. Kurz vor Port Orford sticht uns das Wirtshaus vom "Crazy Norwegains" ins Auge, vielmehr die Tafel mit der Menuekarte.
Ich könnte mir gut eine Portion Fish und Chips vorstellen, meint mein Allerliebster, und Du ?
Natürlich kann auch ich mir dies jederzeit vorstellen!
So parken wir und treten ein in die gemütliche Holzstube, wo Bilder und Utensillien von Norwegen aufhangen.Ich fühle mich sofort wie zu Hause. Beim Namen Anderson wird mir selbstverständlich auch warm ums Herz. Die junge Frau die uns bedient, spreche ich vor lauter Heimatgefühle gleich auf Norwegisch an. Die macht grosse Augen und versteht kein Wort.Sprechen sie denn kein Norwegisch? Oh nein, niemand hier, gibt sie mir zur Antwort. Naja!
Wir bekommen ein Krabbensuppe als Vorspeise und nachfolgend eben Fish und Chips.
Während wir aufs Essen warten, sprechen uns die Tischnachbarn an. Sind sie hier um Ferien zu machen, die Frage. Wir berichten den Beiden, ein Ehepaar aus der Gegend, was wir hier treiben. Oh, willkommen im Club, wir lieben das Campen und unterwegs zu sein ebenfalls.Woher wir kommen und wohin wir wollen usw. alles wollen die Beide wissen. Schliesslich lassen sie uns unser Essen geniessen und verabschieden sich. Wir sind begeistert von dem schmackhaften Fisch und schwelgen im siebten Himmel. Gut genährt, erholt und aufgewärmt, begleichen wir unsere Schuld und verlassen den "Crazy Norwegains".
Schnell noch die Blasen entleeren und dann, ab die Post!
Doch weit gefehlt, neben dem Chruzli unterhalten sich unsere Tischnachbarn von zuvor mit einem Herrn, der sein Auto neben unserem parkiert hat. Die Frau berichtet dem Herrn wer wir sind und woher wir kommen. Dürfen wir vielleicht einen Blick in ihr entzückendes Wohnmobile werfen, die anschliessende Frage von Linnelle, die sich nun bei mir mit Namen vorstellt. Warum nicht, und schon steht sie in unserer Stube, voll des Lobes und völlig begeistert. Hanny come on, you have to see that! Ruft sie ihren Göttergaten .Dino, wie er sich vorstellt, kommt gleich in Begleitung von Clint,der Dritte im Bunde. Nun geht die Fragerei endgültig los, denn Dino ist, wie es sich anhört auch ein Bastler und liebt die Gesellschaft von Gleichgesinnten. Die Männer interessieren sich , wie könnte es anders sein, für den Motor und das Drumherum.Linnelle sieht sich das Innenleben genauer an.So geht das gut eine halbe Stunde und wir Beide fragen uns ob wir einen Preis ausmachen sollen, im Falle Dino und Linnelle unser Chruzli gleich kaufen wollen.
Aber nein, dieses ist mitlerweilen unbezahlbar geworden und Gold wert!
Bei der zweiten Verabschiedung bekommen wir eine Einladung für die Ùbernachtung. Sie hätten einen wunderbaren Camping bei sich zu Hause, wir sind herzlich eingeladen, sofern wir in der Gegend bleiben wollen. Die Telefonnummer und die Adresse bekommen wird auch geliefert. Ihr müsst euch nicht jetzt entscheiden, wir sind zu Hause am Abend , ihr seit jederzeit willkommen.So gehen die Beiden schliesslich von Dannen und wir sind einmal mehr von der Spontanität und Lockerheit der Leute hier überrascht.
Wir fahren in die Old Town von Bandon, wo wir einen Rundgang durch die Gallerien und Shops machen, denn auf der Strasse wird man immer noch verblasen! Ein kleines Nickerchen und dann beschliessen wir die Beiden aufzusuchen. Eine Gratisnacht ist ja auch nicht schlecht. Wir programmieren unseren GPS der uns zu den Beiden führen soll. Unweit nach der Ausfahrt aus dem Städtchen, auf der 101er sollen wir links abbiegen in die Fahy Rd. meint unser GPS. Eine schmale, asphaltierte Strasse durch dichten Tannenwald lässt uns rätseln, ob hier wirklich noch jemand wohnt. Doch, oha da steht plötzlich ein Briefkasten am Strassenrand und dahinter eine Einfahrt. Wirklich, ein
kleines,verwitteretes Haus umgeben mit einem lauschig angelegten Park.Dino und Linnelle sind überglücklich dass wir den Weg zu ihnen gefunden haben und sie heissen uns herzlich willkommen.In der kleinen gemütlichen Stube hat Dino bereits das Cheminée eingefeuert. Linnelle will noch ein Essen zubereiten, doch wir lehnen ab, denn wir sind noch gesättigt vom Mittag. So berichten wir gegenseitig aus unserem Leben, bis uns schliesslich regelmässiges Gähnen in die Federn treibt.
Eine sagenhafte Stille, hier draussen im Wald, und der Gewinn neuer Freunde, wiegt uns in einen wunderbaren Schlaf.
Samstag 1.Juni 2013
Wale
Den Beachfront RV Park, mit unserer schönen Sicht direkt auf den Pazifik, nutzen wir für einen "Nuschitag"! Ausschlafen und Entrümpeln, jedes für sich. Bei angenehmen , fast windstillen Wetter , lässt sich das gut machen. Das Chruzli erhält einen neuen Luftfilter und sein Cockpit wird auf Hochglanz poliert. Unser fahrendes Häuschen hat besondere Aufmerksamkeit verdient. Schliesslich ist es mit uns seit September letzten Jahres, mehr als 18`000 Kilometer, durch nunmehr sechzehn amerikanische Staaten gerollt.Eine tolle Leistung für ein siebzehnjähriges Wohnmobile. Weiter so, Du bist ein tapferes "Chruzli", Herzlichen Dank !!!Nach getaner Arbeit, wenn man dies so nennen kann, genehmigen wir uns einen Apéro.
Bewegung ist alles ! Deshalb machen wir uns auf zum Strandspaziergang. Dieser hat nebst den wuchtigen Wellen noch vieles mehr zu bieten. So liegt hier sehr viel Schwemmholz. Eigenartige Felsbrocken von unterschiedlichen Steinmassen im Wasser wie zu Land, mit verschiedenen Farbnuancen.
Muscheln sind hier nur an den vom Wasser ständig umspühlten Felsen zu sehen. An diesen finden wir auch grosse, orangefarbene Seesterne.Der dunkle Sand ist mit viel Kies und groben Steinen gespickt. Es gibt viel zu entdecken, das Schwemmholz hat es uns aber besonders angetan. Zu Hauf liegt es hier, vom Wind und Wasser geschliffen, am Strand. Alle möglichen Kreaturen erkenne wir.Hansruedi ist völlig vertieft mit Suchen von besonders schön geformten Holzstücken. Immer wieder ruft er mich, damit ich seine Funde bestaunen kann. Am liebsten würde er alle mitnehmen, aber wohin damit, wir sind ja momentan Heimatlos! Ich versuche einige Holzstücke zu fotografieren um eine bleibende Erinnerung zu haben.
Ùbrigens bin ich gestern auf dem Spaziergang durch den Fischerhafen auf eine Tafel aufmerksam geworden, die Fotos zeigte von Harbor und dem Hafen. Hier hat im 2011 ein Tsunami grosse Verwüstung angerichtet. Daher das viele Schwemmholz am Strand. Die momentan friedliche Bucht, lässt kaum erahnen wie es bei einem Unwetter oder eben bei einem Tsunami hier zu und her geht. Die Stunden am Strand verfliegen rasch und allmählich kommt ein heftiger, kühler Wind auf, der uns nach Hause treibt. Die Stranderkundung machte uns durstig und müde. Im Windschatten vom Chruzli legen wir uns zur Siesta hin.Gegen den Abend reklamieren unser Magen wieder, die uns an unsere Pflicht erinnern. Also ab in die Küche!
Zur besseren Verdauung beschliessen wir erneut dem Wasser entlang zu promenieren.Was sehe ich denn da, nicht unweit vom Ufer ? Da spritz eine Wasserfontaine hoch, und gleich darauf sehe ich den Rücken eines Wales.Woau , was für eine Wucht.Hansruedi holt sich den Feldstecher. Während seiner Abwesenheit bläst das Tier noch zweimal eine Fontaine aus. Wir Beide können es kaum glauben. Vom Ufer her Wale sehen zu können ist ja eine Wucht. Immer wieder taucht einer halb aus dem Wasser auf und Fontainen spritzen hoch. Natürlich wäre schön wenn die Wale höher aus dem Wasser kämen und wir näher ran könnten, doch fürs Erste sind wir begeistert.Mehr als eine Stunde sind wir von den Walen in den Bann genommen. Ùberglücklich und zufrieden gönnen wir uns noch ein Vanilleeis bevor wir uns schlafen legen.
Sonntag, 2. Juni 2013
Freitag, 31.Mai 2013
Ade Californien, hello Oregon
Die Ruhe und wohl auch die recht frische Temperatur hier in Kamp Klamath, lassen uns ganz schön lange schlafen. Es ist nämlich neun Uhr als ich erwache. Das schlechte Gewissen treibt mich sofort aus den Federn, ich habe immer noch das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich so lange im Bett liege! Beim Anziehen friere ich , sodass ich beschliesse die Heizung anzustellen.Womit auch mein Göttergatte sich langsam regt. Zum Frühstück ist schliesslich unsere Stube wohlig warm. Die Planung der nächsten Wochen ist unser Frühstücks-Gesprächsthema. Wir wollen uns im Yellostonepark einen Campingplatz sichern, damit wir dort garantiert ein paar Tage verbringen können. Deshalb starten wir das Internet und buchen eine Reservation auf dem Madisoncampground für den 22.-26. Juni.Wir freuen uns, dass diese Buchung auf Anhieb geklappt hat.
Heute wollen wir uns den Rest der Nordcalifornischen Küste vornehmen und schliesslich in einen weiteren amerikanischen Staat einfahren. Unser heutiges Ziel ist bereits beim Start klar, nämlich der Beachfront RV Park in Harbor Oregon.
Bereits nach kurzer Fahrt, zwingt uns der wildromantische Beach wieder einen Fotohalt einzuschalten.Das Wetter heute übrigens "sauschön", fast kein Wind, sonnig und stahlblauer Himmel. Die kräftige Gischt des Meeres benebelt die Luft bis meterweit ins Land hinein. Hier werden unsere Atemwege, gratis und franko, angenehm mit salzhaltiger Luft gereinigt.In Cresent City ist Lunchtime angesagt.Dafür suchen wir uns einen Aussichtsparkplatz beim Lighthouse, welches wir kurz besichtigen.
Natürlich machen sich auch die Möwen an das Futter ran. So vergeht wieder eine Stunde ohne dass wir es bemerken. Das Städtchen Cresent City umrunden wir der traumhaften Küste entlang, wo ich doch einwenig neidisch werde, ob der Wohnlage, welche hier einige Bewohner geniessen.
Bald schon erreichen wir die Grenze zu Oregon und auch bald unseren Nachtplatz. Nicht schlecht dieser RV Park, direkt am Strand. Nachdem wir eingerichtet sind, sehen wir uns im Fischerhafen um und kaufen uns frischen Fisch fürs Abendessen. Bevor wir aber kochen, legen wir uns in unsere Liegestühle an die Sonne, was wir doch seit einiger Zeit nicht mehr konnten, wegen des Windes.
Fisch an Weissweinsauce mit Broccoli und Reis, dazu ein gemischter Salat. Schmeckt ausgezeichnet mit freiem Blick auf Pazifik !
Nach dem Abwasch gehts an den Strand runter, wo Hansruedi mit Schwemmholz ein tolles Feuer entfacht.
Wir geniessen schweigend den Sunnset und stellen einmal mehr fest, was wir doch für Glückspilze sind!
Donnerstag 30.Mai 2013
Gemütlich gehen wir den neuen Tag an um weiter nordwärts zu ziehen . Wohin und wie weit es heute gehen soll, das lassen wir beim Start noch offen. Sicher ist, dass wir zurück an die Küste wollen. Bis Eureka rollen wir wieder auf der 101er. Dann überqueren wir einen Damm über die Lagune und finden uns in den Dünen von Samoa wieder. Wir spazieren zum breiten Strand, wo weit und breit keine Menschenseele zu sehen ist.Viel Schwemmholz liegt hier im Sand und die Wellen rollen mit heftigem Getose an Land. Ein kalter Wind treibt uns zurück in die Dünen. Bei einer Aussichtsplattform lesen wir, dass hier viele Schiffe gekenntert sind, da sich die Sandbänke hier sehr schnell verschieben. So sank hier das letzte Schiff 1996 . Uns fröstelt und so suchen wir den Schutz im warmen Chruzli, das uns nach McKinleyville zum Einkaufen bringt. Hier entscheiden wir, in Trinidad uns nach einem Nachtlager umzusehen.Trinidad ein Intellektueller Ort mit vielen Kunstgallerien und, den Villen zu entnehmen, wohl ein Ort der wohlhabenderen Schicht.Aber eine wunderschöne, malerische Bucht.
Der Waldcamping ist uns zu abegelegen und zu teuer, womit wir beschliessen weiter zu ziehen.Im Passport America Handbuch sucht Hansruedi einen Platz in Klamath, am Rande des Redwood National und State Parkes, aus. Die wunderschöne Küste zwingt uns immer wieder anzuhalten. Vor Orik bemerkt HR. mehrer Elche die in einem Flussbett mit Kiesstrand weiden. Wenig später nur, bei Elk Laguna, stehen zu Hauf Elche am Strassenrand. Langsam rolle ich vorbei. Um zwei Kurven weiter, wird auf eine Abbiegung aufmerksam gemacht, wo Elche beobachtet werden können. So lenke ich in die besagte Strasse ein. Tatsächlich nach einigen Metern, sehen wir auf der Wiese etliche Tiere die hier friedlich weiden.
Durch wunderbare Wälder, wieder bestückt mit diesen Redwoods und Laubbäumen, wie Ahorns usw. führt uns die 101er nach Klamath. Unser GPS lenkt uns einem Fluss entlang auf einer ruppigen, immer enger werdenden Strasse, zum Kamp Klamath, das laut Handbuch mit vielen Annehmlichkeiten ausgestattet sein soll. Doch schon die Einfahrt auf den Platz überrascht uns.Erst recht das Office.Wir werden sehr freundlich begrüsst. Doch von wegen Comfortplatz, weit und breit keine Cleen-Restrooms, Shower, Laundry, Restaurant, Shop usw.wie im Buch beschrieben ist. Die Nachfrage, ob es denn Wi-Fi gebe, wird sofort mit Ja,ja beantwortet. Wo wir denn stehen wollen, denn auf den Grasplätzen sei kein Internet zu haben. Nachdem die Dame für das Wochenende den Rabatt von Passport America nicht geben will, beschliessen wir nur eine Nacht zu bleiben.Ein Motorhomestellplatz auf Kiesgrund und unter einem Kirschbaum wird uns zugewiesen, nicht übel und auch sehr ruhig. Siehe da, hier läuft sogar das Internet hervorragend, aber sonst müssen wir einmal mehr feststellen,dass das Handbuch nicht hält was es verspricht! Der Gärtner Loane kommt vorbei und fragt auf deutsch, was wir für eine Herrkunft hätten.Er ist eine grosse Ausnahme, denn bis jetzt hat uns kaum ein Ami deutsch angesprochen. Ich lobe ihn, und erkundige mich ob er in Deutschland Dienst leistete. Nein,nein ,sein weniges Deutsch habe er in Arizona, wo er herkommt, an der Uni gelernt.Ich erkundige mich bei ihm, wo es denn auf diesem Platz Toiletten gebe. Oh Toiletten, die seien einen schönen Spaziergang entfernt, womit er mir aber nicht sagen wollte, wo die sind.Naja, lassen wirs, wir sind ja in der glücklichen Lage, mit WC ausgerüstet zu sein.Der Gärtner geht seines Weges und wir Beide essen unsere Hauptmahlzeit.
Schliesslich entscheiden wir uns noch einen Abendspaziergang zu unternehmen. Hansruedi meint es könne nicht alzu weit sein bis ans Meer. So spazieren wir auf der Strasse durch den dichten Wald, wo zum Teil meterhohe Farne und riesige Blätter den Boden bedecken.
Nach gut einer halben Stunde zügigem Marsch, erreichen wir doch noch den Strand. Ein breiter, wildromantischer dunkler Strand liegt vor uns. Auch hier sehr viel Schwemmholz.
Kein Wunder, denn der Pazifik prallt hier mit gewaltigen Kräften auf das Land. Eine wunderbare Abendstimmung mit dem Licht der tiefstehenden Sonne. In den hohen Wellen bemerken wir plötzlich, dass unzählige Seelöwen auf der Jagd nach Nahrung sind. Sie springen über die Wellen und tauchen gleich wieder unter. Auf der Jagd sind ebenfalls verschiedene Vögel, wie Möwen, Seeadlers, eine Art Kormorane usw. Sie stürzen sich wie fallende Steine ins Wasser und heben gleich mit einer Beute in den Fängen wieder ab. Ein herrliches Naturschauspiel, wo man sich kaum satt sehen kann. Bei untergehender Sonne machen wir uns auf den Rückweg durch den Wald.
Ein eindrücklicher Abendausflug, stellen wir Beide fest.
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