Montag, 24. Dezember 2012


New Roads am False River


Freitag 21.Dez.2012


Wir entschlossen uns noch für eine weitere Nacht auf dem Casinogelände zu bleiben.Der heutige Freitagvormittag ist wieder windstill und leicht bedeckt als wir auf die Nationalstrasse 1 von Louisiana auffahren, um uns gegen den Süden zu verschieben.Nach Marksville wird sehr viel Landwirtschaft betrieben und vor einigen Häusern erblicken wir sogar Gemüsegärten, was wir bis anhin vermisst haben.Schon öfters fragten wir Beide uns, warum die Amis mit so viel Fläche, nicht gärtnern.Hier wird vorallem Zuckerrohr, Baumwolle und Reis angebaut.Daneben findet man riesige Pecannussplantagen, es sollen flächenmässig die Grössten sein in den USA.Eine fruchtbare Gegend, mit sehr viel Wasser.




Im Landkreis Point Coupee kommen wir an zwei ehemalige Flussbecken des Mississippi, die heute kleine Seeen,der Old River und der False River, sind.Ich habe gelesen dass 1692 der Mississippi seinen Flusslauf änderte und diese zwei Seen sind von damals übrig geblieben.Rund um den Old River ist sehr viel Sumpflandschaft wo sehr viel gejagt wird, vorallem Tauben werden geschossen.Am False River ein völlig anderes Bild.Rund um den See ist alles verbauen mit Häusern und sehr schönen Villen.



Die Einfahrt ins Städtchen New Roads velockt uns einen Halt einzuschalten.Wir parken bei der Kirche und überqueren die Strasse wo der Uferweg mit lauschigen Plätzchen uns begrüsst.
Ein Spaziergang durch den Ort vermittelt uns den Eindruck, dass hier wohlhabendere Leute zu Hause sind und ein Hauch von französischem Flair vorherrscht.Wir fühlen uns richtig wohl hier.Bei der ehemaligen Schule steht ein wunderbar aufgebauter Holzturm,den wir uns genauer anschauen.
Ein Mann der auf der Wiese mit etwelchen Vorbereitungen beschäftigt ist, kommt sofort zu uns und begrüsst uns sehr nett und stellt sich als Randy vor.Der Holzturm werde am Abend im Rahmen einer kleinen Feier entzündet, so erklärt er uns.Das sei  ein Bonfire, eine uralte Louisiana Tradition, die am Weihnachtsabend überall entlang des Mississippi und anderen Flüssen entzündet werden um dem Santa Claus vom Nordpol den Weg zu erleuchten.Hier in New Road sei es heute Abend das erstemal, dass so ein Bonfire stattfindet, so erzählt uns Randy.Sein Verein,so was ähnliches wie Heimatschutz, organisiere den Anlass.Er bitte uns, am Abend auch teilzunehmen, wir seien herzlich eingeladen. Wo wir denn logieren, will er wissen.Wir hätten eigentlich weiterfahren wollen, doch wir überlegen es uns und fragen ihn ob es denn einen Campground gäbe in diesem Ort.Via Handy erkundigt er sich sofort bei einem Freund nach dem Namen des RV Parks am See.Sehr hilfsbereit dieser Randy.Er weisst uns darauf hin, dass im Schulgebäude eine sehr interessante Photoaustellung sei, wir sollten uns das nicht entgehen lassen.Na allso, wir werden uns diese anschauen und vielleicht überlegen ob wir den Abend hier verbringen.Herzlich werden wir von Randy verabschiedet.Die Photoaustellung, alles Landschaftsbilder aus der Region, ist wunderschön.Ein Bildband liegt auf, wo alle diese Fotos abegbildet sind und darin stellen wir fest, dass Randy der Autor ist und ein gewisser Sitmond der Photograf.
Den Nachmittag verbringen wir noch mit Einkaufen und Nachtlager erkunden.Beim Sonnenuntergang genehmigen wir uns am Wasser einen Apero.

 
Ein weitere Rundgang durchs Städtchen führt uns an der Eislaufbahn ( ohne Eis)vorbei, wo sich die Kinder und Erwachsenen köstlich amüsieren.
 
 
Um sechs Uhr schliesslich finden sich beim augebauten Festzelt hinter dem Holzturm die Leute ein und ein riesiges Buffet wird aufgetischt.Cumbo, eine Suppen-Spezialität in Louisiana, daneben Sandwiches und allerlei Häppchen.Ein Dessertbüffet darf auch nicht fehlen.Getränke werden eingeschenkt und man begrüsst sich mit "Merry Christmas".Randy ist hocherfreut über unser Kommen und stellt uns diversen Leuten vor. Sofort gehören wir dazu und werden natürlich ausgefragt, was uns in diese Gegend bringe.
Bald fährt der Santa Claus in einem Tunderbyrd vor.
 
 
 
 Der Santa Claus hat hier ohne Feuer den Weg gefunden!
Randy begrüsst den Klaus und die Gäste und eröffnet das Buffet.Um punkt 19.00 Uhr wird das Feuer entfacht.Vilma, ein Frau die sich zu uns gesellt hat und uns einiges über die Weihnachtsfestivitäten in Louisiana erzählt, meint dass an gewissen Orten noch grössere, kunstvollere Feuer aufgebaut würden.Gewisse Leute investieren Wochen zum Bau eines Bonfire.
 
Wir geniessen das Licht des Feuers und sind froh uns erwärmen zu können, denn es ist bitterkalt geworden.Gegen 21.00 Uhr verabschieden wir uns dankend von den herzlichen Leuten.
 
 
 
 
 
 
 
 


Sonntag, 23. Dezember 2012

Marksville Louisiana

Paragon Casino

Mit.19.Dez. Do.20.Dez. 2012

Während unsere Lieben zu Hause die Weihnachtsfestivitäten organisieren, beschäftigen wir Beide uns bei strahlendem Sonnenschein mit dem Baumwollanbau in Louisiana.Von der Frogmoreplantage aus sind wir gestern auf der 28 durch die riesigen Anbauflächen via Alexandria nach Marksville gefahren.Laut unserer Strassenkarte des AAA sollte sich hier ein Campground befinden, doch wie schon so oft, wurden wir nicht fündig.Am Cityrand fahren wir auf den Parkplatz des Paragon Casino um uns im Resort an der Reseption nach dem Camp zu erkundigen.Am Eingang erkundigte sich eine nette junge Frau was wir suchen.Oh, the RV-Resort is behind the Casino!
Wir bedanken uns steuern unser "Chruzli" hinter das Casinogebäude.

Ein riesiger, fast leerer Stellplatz mit grosszügigen, gleichmässig angelegten Parzellen erwartet uns.Das Clubhaus mit Reseption bietet einen gemütlichen Aufenthaltsraum mit TV und einen Spielraum.Eine saubere,ebenfalls mit TV ausgerüstete Waschküche.Ein OutdoorPool mit grosszügiger Liegewiese, doch dafür ist es uns doch zuwenig warm.Die beiden jungen Frauen an der Anmeldung informieren uns, dass wir sämtliche Einrichtungen, sprich Spa, Fitnesszentrum mit Sauna, und Swimmigpool des Casinos benützen können.Ein Shuttlebus fahre 24 Std.vom Stellplatz zum Casinoeingang.
Erst wollen wir uns mal für eine Nacht einrichten und bezahlen den Damen Cash, $10.60, wir hören wohl nicht richtig ? Doch das ist so, bestätigen uns die Beiden.Wiedereinmal eine gelungene Ùbuerraschung,so billig haben wir noch nie eine Nacht auf einem Camping verbracht.Mit gemischten Gefühlen suchen wir den uns zugewiesenen Platz, unweit der Sanitäranlagen.Ein sauberer betonierter Stellplatz mit Partytisch und Bank.Die Duschen und Toiletten vom Feinsten mit heissem Wasser. Eine Wucht für diesen Preis.


Während der Nacht hats dann tüchtig geregnet und ein heftiger Wind rüttelte an unserem Häuschen, was mich mehrere Male aus dem Schlaf nahm.Doch am Morgen lachte bereits wieder die Sonne.Heute wollen wir uns natürlich das Innenleben eines solchen Casinos anschauen, doch zuvor benötigen wir erst einmal etwas Bewegung.Ùber einen wunderbar angelegten Holzsteg,führt ein Wanderweg ein kurzes Stück durch einen Wald.Dann ist aber schon wieder fertig mit der Herrlichkeit, weiter müssen wir der Strasse entlang ins Städtchen stampfen, wo wir Ausschau halten nach der Historic Site von Marksville.Nach einer Einkaufsmeile biegen wir in ein Wohnquartier ein, hier wohnt wohl die ärmere Bevölkerung dieser Stadt, alles alte, verlotterte Holzhäuser mit mehr oder weniger "Grümpel" und Wildgarten ums Haus.Da und dort sitzten Leute, die,so denke ich wohl arbeitslos sind, gemütlich in ihren Holzschaukelstühlen auf der Veranda. Wir Beide laufen eine ganze Weile dahin und fragen uns wo sich dieser historische Sradtteil befindet.Ein Kollege (Briefträger) kommt uns entgegen und bei diesem erkundigen wir uns nach dem Weg dorthin.Das ist ganz am Ende dieser Strasse, aber ihr wollt doch nicht zu Fuss dorthin,das ist sehr weit? Doch,doch - meinen wir, er hingegen runzelt die Stirn und denkt wohl seinen Teil.Ich bedanke mich und er schüttelt den Kopf.Mein Hansli ist aber voller Tatendrang und meint der Briefträger übertreibe wie alle Amis, das kann doch nicht mehr so weit sein.So laufen wir und laufen wir, aber ein historischer Stadtteil finden wir nicht, was uns zum Umkehren veranlasst.Ich bin glücklich wenn wir den langen Weg zurück sind,denn der Wind bläst uns kräftig und sehr frisch ins Gesicht.Nun steuern wir direkt zum Casionoeingang und wollen mal erkunden was dieser mächtige Bau alles zu bieten hat.
Und wir, als nicht Spielernaturen haben natürlich keine Ahnung,Staunen, Kopfschütteln und Fragen ist angesagt!!!!!
Gaming
  Täglich 24 Stunden geöffnet
  Mehr als 650.000 Quadratmeter große Anlage mit 74.120 Quadratmeter Spielfläche.
  Muss 21 Jahre alt sein, um Casino-Etage zu gelangen.
 . 2.100 Spielautomaten in allen Konfessionen, progressive Spiele, 100.000 $ Jackpots, Bonus Box Slots und Kirchen aus zent auf 100 $.
 . 46 Spieltischen - enthält Craps, Blackjack, Roulette, Flop Poker, 3 Card Poker Progressive, Let It Ride Bonus, Fortune Pai Gow Poker und Mississippi Stud Poker.
 Poker Room - High Stakes Spiele. . Nichtraucherbereich.
Entertainment Entertainment
 . Mari Showroom - Konzerte und Live-Unterhaltung. 2500 Plätze
. Pelican Stage - Nightclub, Wochenenden, keinen Eintritt.
Atrium - Kino, Alligator Show, und Ntoon Seele
Restaurants & Bars Restaurants & Bars
Market Place Buffet Market Place Buffet
Breakfast daily 7AM - 10:30AM Das Frühstück wird täglich von 7.00 bis 10.30 Uhr
Lunch daily 11AM - 3PM Mittagessen täglich von 11.00 bis 03.00 Uhr
Dinner: 4PM-9:30PM Mon-Thurs & Sun, 4PM-11PM Fri-Sat Abendessen: 16.00-9: 30PM Mo-Do & So, 04.00 bis 11.00 Fr-Sa
Legends Steakhouse - upscale, signature dishes and an extensive wine list. Legends Steakhouse - gehobene, exklusive Gerichte und eine umfangreiche Weinkarte. Reservations 800-946-1946, ext. Reservierungen 800-946-1946, ext. 6380. 6380.
Roxy's Diner - full service diner, 7 days a week and 50's style. Roxy Diner - Full-Service-Diner, 7 Tage die Woche und 50-Stil.
Big Daddy E's - traditional Louisiana oyster bar Big Daddy E ist - traditionelle Louisiana Austernbar
Café Paragon - sandwiches, hot dogs and hamburgers Café Paragon - Sandwiches, Hot Dogs und Hamburger
Gator Coffee Co. - coffee, pastries and snacks Gator Coffee Co. - Kaffee, Gebäck und Snacks
Atrium Bar Atrium Bar
Hotel Hotel
 500 Zimmer und luxuriöse Suiten
Spa La Vie Spa La Vie
Reservierungen 800-946-1946
Conference Center Conference Center
 . Das Conference Center verfügt über 12 private Zimmer aus dem 15.000 Quadratmeter Mari Center Zimmer für 20 einsteigen.
RV Resort RV Resort
 185 Pads komplett mit allen Anschlüssen, einem separaten Pool und Sonnendeck, Lodge mit großen TV-Bildschirm, Video-Spiele, Duschen und Wäscherei. Kostenloser Shuttle zum Casino, Hotel und Golfplatz und der Innenstadt Marksville.
 
Mehr als zwei Stunden schlendern wir durch dieses Gebäude ohne zu spielen.Die Spielenden an diesem Nachmittag sind zumeist Senioren und Leute zwischen 40-60 Jahren.Ich habe mich köstlich amüsiert wie diese zum Teil mit Eifer und voller Konzentration vor diesen "Kisten" sitzten und agieren.Das hätten tolle Fotomotive abgegeben, doch das ist hier verboten, schade !!
Wir schlendern bei Regenwetter über den Parkplatz und schon hält der erwähnte Shuttlebus neben uns und bittet uns einzusteigen.Er kurvt zwischen den Stellplätzen hindurch zu Nummer 108, wo wir wohnen.Direkt vor der Haustüre dürfen wir aussteigen.Natürlich für uns Beide ein Grund uns über die Amis wiedereinmal lustig zu machen, ca.700 Meter sind es vom Casinoparking bis zu unserem Stellplatz, das ist ja kaum zu Fuss zu bewältigen, oder ?  Tatsächlich verkehren zwei Busse im Wechsel auf dieser Kurzstrecke während 24 Std.dauernd und es sind im Moment nicht mehr als 20 Motorhomes auf dem Platz Wir meinen das müsste verboten sein, doch wir sind nicht gefragt.Ein lustiger Nachmittag, vielleicht sollten wir`s auch noch versuchen mit spielen,der Goldgewinn könnten wir per Shuttlebus transportieren lassen. So und mit vielem mehr," spötteln" wir Beide in den Abend.
 

Freitag, 21. Dezember 2012

Frogmore Baumwollplantage



Mittwoch 19.Dez.2012              

Da wir nun die prächtigen Maisons der ehemaligen Plantagebesitzern gesehen haben, sind wir nun auch interessiert zu erfahren, wie damals die Baumwolle angebaut und verarbeitet wurde.Von Vidalia aus fahren wir auf der U.S.84 weiter westwärts nach Frogmore ,wo laut einer Touristinformations-Zeitschrift ein Plantagenbetrieb aus dem 19.Jahrhundert  erhalten ist und  zur Besichtigung offen steht.Wir erreichen gegen Mittag diese Anlage und müssen feststellen, dass geschlossen ist.Auch hier steht neben der Plantage ein schönes Antebellum Maisons mit einer prächtigen Einfahrt.Ich lenke unser Chruzli frech auf die Einfahrt um uns dort nach einer Führung durch das Museum zu erkundigen.Bei einem jüngere Arbeiter  der im Garten beschäftigt ist, hole ich die erste Auskunft, doch dieser weiss nichts genaues und läutet die Hausherrin aus dem Maisons.Es dauert eine ganze Weile bis sich diese bemüht an die Türe zu kommen.Doch als sie uns erblickt und sich unser Anliegen anhört ist sie sehr freundlich und meint ihre Familie ( Tanner) stamme aus Baden Würthenberg DE, aber sie spreche kein deutsch.Eigentlich sei heute geschlossen, doch wenn wir Lust hätten, könne sie im Büro anrufen, damit jemand uns die verschiedenen Gebäude öffnen komme.So hätten wir die Möglichkeit uns im Alleingang das Ganze anzusehen.Wir nehmen das Angebot natürlich dankend an und verabschieden uns von Frau Tanner.
Einige Minuten später kommt eine junge Frau mit dem  Auto angerauscht und begrüsst uns sehr höflich. Sie führt uns in eine kleine Holzhütte, ein ehemaliges Verwaltungsgebäude der Plantage, wo sie uns ein Video, in deutscher Sprache über den Plantagenbetrieb im 19.Jahrhundert und ein zweites über die Baumwollherstellung in der heutigen Zeit vorführt.
Eine Knochenarbeit das Gewinnen von Baumwolle im den frühen 1800 Jahren.Zuerst mit Ochsen und primitiven Pflügen das Land bearbeiten und die Aussaat von Hand.Zwischen den Monaten August bis November wurde die Baumwolle gepflückt, damals selbstverständlich alle von Hand aus der Pflanze getrennt und entkörnt (gereinigt). Anschliessend zu Ballen gepresst, eine Balle wog ca.200 Kilogramm.Mit Pferdetransporte wurden die Ballen abtransportiert.
All diese Arbeiten verrichteten damals die Sklaven.Ein Sklave schaffte in einem Tag ein Pfund Baumwolle zu entkörnen.Nach einem harten Arbeitstag mussten die Sklaven abends noch die aussortierten Körner reinigen, die zum Teil wieder als Samen für die kommende Aussaat verwendet wurden.Die Sklaven sangen meistens während der Arbeit und zwar entwickelten sie den Geheimdienst-Gesang den sogenannten "Slave-Zoll,damit konnten sie sich untereinander austauschen, ohne dass der Aufseher oder der Plantagenbesitzer sie verstehen konnte.
Die Erfindung einer Entkörnungsmaschine brachte schliesslich der Plantage baldeinmal einen höheren Gewinn und Arbeitserleichterung.Dieses Einrichtung," Steam Gin" genannt und eine Ballenpresse die mit Dampf betrieben wurden stehen noch recht gut erhalten im orginal Schuppen.





Hinter diesem Dampfschuppen befindet sich eine Stallung und die Behausungen des Aufsehers und der Sklaven.Ein Räucherhaus, wo Schinken und Würste geräuchert  und das Fett ausgekocht wurde.Die Sklaven wohnten in einfachen Holzhütten die als Wohnstube und Schlafzimmer dienten.
 Für alle Arbeiter stand eine gemeinsame Küche bereit.Eine Feuerstelle im Haus, ein Cheminé und offene Feuerstellen draussen.Eine weitere Hütte diente als Wasch-und Arbeitsraum zum spinnen und weben.


Sklavenhütten
 
 
 
Das Aufseherhaus unterscheidet sich deutlich von den Hütten der Sklaven.Es besteht aus zwei Räumen,ein Schlafzimmer und ein Ess-Wohnzimmer.Rund um die Räume eine gedeckte Veranda.
 
 
Eine schlichte, karge eingerichtet Kirche steht am Rande des Arbeiterquartiers.
 
 
Das ehemalige Verkaufshaus , das auch heute noch als solches funktioniert besuchen wir zuletzt.Hier bekommt man heute Bücher von Marc Twain, und weiteren einheimischen Schriftstellern.Bücher von ehemalige Sklaven die nach der Befreiung ihr Leben  dokumentierten.Musik CD`s und
 einige Handarbeiten aus der Region werden dem Touristen angeboten.
Die Frogmore Farm produziert in unmittelbarer Nähe heute mit modernen Einrichtungen weiterhin Baumwolle.
Die Besichtigung gab uns einen kleinen Einblick von der Baumwollherstellung einst und heute.Klar hätten wir gerne eine Führung mitgemacht, die, wie ich in Erfahrung brachte, mit Darstellern in Kostümen der damaligen Zeit und dem Slave-Zoll-Gesang presentiert wird. 
 

Putz,-Wasch-und Autopflegetag !


Dienstag 18.Dez.2012

River View RV-Park Vidalia Louisiana

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Natchez am Mississippi



Samstag 15.Dez.-Montag 17.Dez.

Natchez gilt als die älteste Siedlung am Mississippi. Erste französische Siedler ließen sich im Umland der späteren Stadt 1716 nieder. Am 28. November 1729 wurde die Kolonie beim Natchez-Aufstand vollständig zerstört. Dabei kamen mehr als 200 Franzosen, die gesamte erwachsene männliche Bevölkerung, ums Leben. Als 1763 Großbritannien den Osten der Kolonie Louisiana übernahmen, wurde auch das Gebiet um Natchez britisch.
Das 1776 gegründete Natchez ist die älteste Stadt Mississippis und war in der Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg ebenso die größte, reichste und nach Ansicht der meisten Zeitgenossen auch schönste Stadt des Staates. Die Stadt erhielt ihren Ruhm und Reichtum vor allem durch eine Gruppe von Plantagenbesitzern, die die größten und wertvollsten Baumwollplantagen der Südstaaten ihr eigen nannten. Diese Pflanzer dienten Plantagenbesitzern und Farmern durch die gesamten westlichen Südstaaten hindurch als Modell im Cotton Kingdom.

Wir erreichen Natchez am späteren Nachmittag und parken auf einem öffentlichen Platz der hoch über dem Mississippi Fluss liegt.Nun stehen wir zum erstenmal am  "Old Man River"!








Noch verspühren wir keine sonderliche Stimmung, schlicht ein breites, still dahin fliessendes Wasser.Doch eine Tafel beim Visitor Center zeigt uns die Daten dieses Flusses, was in mir doch Erstaunen weckt.
2300 Meilen lang durchfliesst er 10 Länder der USA.
Wir schlendern nur noch durch einen Souvenirshop am Rande des Parkings und beschliessen dann den Supermarktparkplatz als Ùbernachtungsplatz aufzusuchen.

Schon in der Nacht prasseln die Regentropfen aufs Dach und lassen nichts Gutes erahnen.Doch in den Morgenstunden erwachen wir ohne dass es regnet.Schnell noch einige Einkäufe machen und dann wollen wir das Städtchen besichtigen.Kaum parkiert vor dem Visitor Center lässt Petrus alles Wasser aus den Wolken raus und es schüttet aus Kübeln.Intensiv informieren wir uns über den Ort und schauen uns einen kurzen Film an.
In Natchez waren die reichen Baumwollplantagenbesitzer zu Hause und auf dem Mississippi wurden die immensen Baumwollerträge auf die bekannten Mississippidampfer verladen.Auch einige bekannte Schriftsteller Amerikas lebten hier, so z.Bsp.Marc Twain, natürlich auch Musiker mit bekannten Namen verbrachten ihre Jugend hier in der Gegend.Der ehemalige Reichtum der Stadt ist noch an den wunderschönen Häusern der  Plantagenbesitzer zu erkennen.Die Häuser wurden renoviert und einige sind zugänglich zur Besichtigung.

Leider lässt der Regen nicht nach, aber wir Beide beschliessen trotzdem eine Stadtbummel zu machen. Das Antebellum Maisons,Rosalia das wir besichtigen wollen liegt  nahe des Visitor Centers.Wir werden von einer Dame durchs Haus begleitet und sie erzählt uns die Geschichte dieses ehrwürdigen Hauses.

Danach schlendern wir im Regen durch die Gassen von Natchez wo praktisch niemand anzutreffen ist.Fast alles ist geschlossen ausser zwei Restaurants.Bald sind wir kräftig durchnässt und beschliessen den Rückzug.
Nasse Kleider in unserm Wohnmobile sind nicht gerade ein Leckerbissen.Unser kleines Bad dient als Trockenraum,dafür müssen wir die Heizung laufen lassen, obschon es nicht kalt ist. Sofort beschlagen sich die Scheiben und wir Beiden dampfen vor Wärme.Fenster auf um die Umluft zu garantieren.Ungemütlich !!
Den Rest des Abends verbringen wir mit essen und jassen.Schliesslich stehen wir mutterseeelen alleine auf diesem Parking,was uns in Anbetracht der Lage schlussendlich nicht ganz geheuer ist.Wir entschliessen uns nochmals für den Walmartparking als Logierplatz , desshalb dieslozieren wir unser Haus
Der anbrechende Montag verspricht mit grauen Wolken wohl keine Besserung und unsere Stimmung ist deshalb getrübt.Doch oh Wunder, nach dem Frühstück erblicken wir schon blaue Streifen am Himmel und einiges später lacht bereits die Sonne.
Jetzt nichts wie los nochmals durch diese Stadt, schliesslich will ich noch einige Fotos schiessen. Wir steuern zuerst Natchez Under the Hill an.Dort wo die Dampfschiffe anlegen stehen einige Häuser und ein urchiger Saloon, der laut einer Südstaatenzeitschrift allabendlich Livemusik bietet.Der Chef des Hauses sitzt an der Theke als wir eintreffen und legt gleich einen Smaltalk los in einem Dialekt, was mich schlicht wieder überfordert.Ich bekunde meine Schwierigkeiten und er bemüht sich langsamer zu sprechen.Mit Livemusik könne er heute Abend nicht dienen, mangels Touristenandrang. Er vertröstet uns auf das Wochenende.


 Ein ausgedientes Dampfschiff  das zu einem Casino umgebaut wurde liegt hier fest verankert im Wasser. Das Innenleben des ehemaligen Luxusdampfers ist noch gut erhalten, nur stehen lauter Spielautomaten in den Räumen.Ein Rundgang durch das Casino gibt uns trotz der vielen Spielautomaten einen guten Einblick wie die Inneneinrichtungen der Schiffe  damals aussahen.
 
Wir klettern wieder den Hang hinauf und durchstreifen nun das sonnige Städtchen.Die Kathedrale verdient auch einen Besuch, wie man uns sagt.Wahrhaftig ein prunkvoller Bau mit wunderschönen Glasfenstern.
 



Nur eine Strassenkreuzung weiter steht bereits eine weiter Kirche,die Aussenansicht eine völlig Andere als die der Kathedrale. Mein "Gwunder" ist geweckt, somit treten wir auch hier durch eine Holztüre ins Innere.Da sitzt eine Dame im Eingang und begrüsst uns überschwenglich und füllt unserer Köpfe mit vielen Informationen was die Kirche alles zu bieten hätte.Leider muss ich die Frau auch bitten gewisse Anmerkungen nochmals zu wiederholen, da ich wegen der Sprache nicht ganz folgen konnte.Oh my Lord! I`m so sorry, entschuldigt sie sich.
 



 
Eine schlichte Einrichtung aus Holz, völlig anders als zuvor in der Kathedrale, aber auch hier sehr gepflegt und ehrwürdig.
Ùber der eigentlichen Kirche im ersten Stock , die Fotoaustellung die uns die Dame zuvor wärmsten empfohlen hat. Eine wunderbare Bilddokumentation über die Geschichte von Natchez.Alles schwarz/weiss Fotographien aus dem 19.Jahrhundert.Da schlägt natürlich mein Herz höher, als ehemalige Photolaborantin.Herrliche Porträts von der Bevölkerung, Landschaftsaufnahmen zur Zeit der Baumwollhochkonjuktur.All die Antebellum Häuser.Das Leben an den verschiedenen Arbeitsplätzen, Baumwollfelder, Flöserei, Dampfschifffahrt usw.Hunderte von wunderbaren Fotos zieren die Wände von mehreren Räumen in diesem Obergeschoss.Die Dame hat uns nicht zuviel Versprochen, ein kostbares Zeitdokument, das die Kirche hier beherbergt.Beim Verlassen bittet uns die Dame uns noch im Besucherverzeichniss einzutragen und bekundet nochmals ihre Freude über unseren Besuch.
Spontan erreichen wir auf unserem Spaziergang ein Quartier mit einer Anhäufung von Villen, Eine schöner renoviert als die Andere.Ich knipse ein Foto, da ruft mir eine ältere Dame die Frage entgegen; what are you doing her ? Ich erschrecke im ersten Moment, doch als sie näher kommt lacht sie und fragt: sprechen sie deutsch? Sieht man nun bereits am Aussehen die Herrkunft einer Person, frage ich mich? Freundlich erklärt sie mir dass sie in Stuttgart gelebt hätte, deshalb sich immer freut Deutsche oder Deutschsprechende zu treffen.Ein herrlicher kurzer Smaltalk, dann verabschiede ich mich wieder.

 
Natürlich muss meine Kamera nun etliche Arbeit verrichten, denn ich finde riesiges Gefallen an den verschiedenen Häusern, zumal jetzt auch noch die Weihnachtsdekos die Gebäude zusätzlich aufmöbeln.


 
Zurück in der eigentlichen Downtown sieht es nicht überall so elegant aus.Wie in vielen dieser Südstaaten Städte, stehen auch hier viele Gebäude ungenutzt und verlottert da.



 Langsam knurren unsere Magen und wollen gefüttert werden. Hansruedi lädt mich in einem Barbecue-Grill zum Essen ein.Ein, mit frisch gebratenem Roastbeef gefülltes Sandwichweggli dazu Kartoffelsalat und eine Gemüsebeilage von schwarzen Bohnen und Maiskörnern.Es schmeckt herrlich, nur schade, serviert  in Plastikgeschirr, sogar das Besteck.Vollgestopft, denn die Portionen sind amerikanisch, gigantisch, beschliessen wir einen RV-Park am gegenüberliegenden Ufer in Louisiana aufzusuchen.Wir überqueren den Fluss über das Wahrzeichen von Natchez, eine imposante Eisenbrücke die nur genietet ist, gleich wie der Eifelturm.


 
 In Vidalia Louisiana direkt gegenüber von Natchez liegt der Camping direkt am Ufer des Mississippis und ein sonniges Plätzchen erwärmt unser "Chruli"und uns.Wir öffnen alle Fenster und Türen um die Feuchtigkeit des Vortages zu vertreiben. Eine wahre Erholung, ein solcher Sonnentag nach dem Regen!
Der angebrochene Vorabend nutzten wir für eine Spaziergang auf dem wunderschön angelegten Uferweg.Die untergehende Sonne lässt eine märchenhafte Stimmung aufkommen.Wir werden noch zusätzlich belohnt, denn der antike, orginale Natchez Raddampfer kommt flussaufwärts geduckert und macht in Natchez Under the Hill fest!
Später erfahren wir dass dieses Ereigniss nur 14 mal pro Jahr stattfindet.
Ein Prachtskahn.

 
Ein traumhafter Sonnenuntergang am Mississippi beendet diesen interessanten Tag.
 


 
 
 
 
 

Dienstag, 18. Dezember 2012

Auf und Ab -Woche !


Mittwoch 12.Dez.-Samstag 15.Dez.2012


Die George Island verlassen wir bei strömendem Regen und entscheiden uns heute mal ein ganzes Stück westwärts zu fahren. Seit wir in den Staaten sind ist dies wohl der erste langanhaltende Regentag,was ja auch einmal sein muss.Am Mexico Beach, immer noch im Penhandel von Florida, überqueren wir die Zeitgrenze und wechseln von der Eastern-zur Centraltime, somit sind wir sieben Stunden im Rückstand zur Schweiz.Das Autofahren bei Regenwetter ist auch ziemlich anstrend, sodass wir am frühen Nachmittag Ausschau halten nach einem geeigneten Platz.Unser dickes Handbuch von Passport America kommt uns da zu Hilfe.In DeFuniak Springs werden wir an einem kleinen See fündig.Der Platz Bass Haven, mit nur 20 Plätzen erwartet uns.Die Platzwartin empfängt uns herzlich in ihrem sehr privat eingerichteten Office und zugleich Clubraum.Ein Weihnachtsbaum erleuchtet den Raum.Sie lädt uns ein diesen Raum zu nutzten nach Lust und Laune, vielleicht möchten wir fernsehen oder an der Wärme lesen.Ja, wirklich, der Raum ist geheizt, da es nicht wärmer als 10°C ist draussen.Nach einem ausgiebigen Essen nützen wir tatsächlich den Clubraum um ins Internet zu kommen, denn im Chruzli,das seit langer Zeit auch wieder einmal geheizt wird, funktioniert das Netz nicht.Als wir Beide beschäftigt sind treffen zwei junge Leute ein, durchnässt und durchfroren, denn sie sind mit dem Fahrrad unterwegs.Die Chefin offeriert den Beiden ein kleines Zimmer hinter dem Clubraum, damit sie nicht das Zelt aufzustellen hätten.Die Beiden strahlen übers ganze Gesicht und sind erleichtert.Ich erkundige mich woher sie denn kämen.Sie seien seit vier Monaten unterwegs, gestartet in Seattle und wollen noch bis Miami.Anscheinend sind die Beiden sehr müde, denn sie verschwinden schnurr-straks im Zimmer, von wo bald keine Geräusche mehr hörbar waren.Auch wir verlassen bald einmal den Raum und schlüpfen zusätzlich in einen Schlafsack unter der Decke, denn die Nacht wird wohl kalt werden.

Der Donnerstagmorgen ist umhüllt von Nebel und wie erahnt, die Innentemperatur im "Chruzli"beträgt gerademal 11°C, purrrrrrrr! Schnell die Heizung an und nichts wie los wieder unter die Decke und abwarten.Eigentlich plante ich eine ausgiebige Dusche mit Haarwäsche, denn das gemütlich,heimelige, saubere Bad wäre einladend,aber trotz Heizung entscheide ich mich dagegen.Kurz vor Mittag nehmen wir die Fahrt westwärts wieder auf und überqueren im Laufe des Nachmittages die Grenze nach Alabama.Etliche Kilometer geradeaus und durch Wälder machen die Fahrt nicht gerade spannend.Heute knacken wir die 7000km Marke die wir seit 21/2Monaten Amerika zurückgelegt haben.Auf der Umfahrung der Stadt Mobile entdecken wir einen Campground und lassen uns dort für eine Nacht nieder.Laut Beschreibung ist der Platz toll ausgerüstet, doch beim näher Hinschauen, ziemlich viele leere Versprechungen! Für eine Dusche muss ich mich leicht überwinden, kein Vergleich zu Bass Haven, doch was sein muss - muss sein! Zum Glück müssen wir hier nicht länger bleiben.

Schon wieder ist es Freitag, die Zeit rennt auch uns Beiden davon, obwohl wir mehr als genug davon haben! Die Weiterfahrt nehmen wir auf der 98 auf, die uns bald an die Grenze zum Staate Mississippi bringt.Zuvor machen wir aber einen Mittagshalt im kleinen Provinzstädtchen Lucedale, wofür wir die 98,die durch endlos scheinende Waldfläche führt, verlassen.

Ein verschlafenes Òrtchen, für uns erscheint es schon leicht im wildwest Stil.Beim spazieren auf der Mainstreet entdecken wir die Trostlosigkeit, bald jedes zweite Geschäft steht leer. Was auch auffällig ist, die offenen Häuser sind meisten Aniquitäten- oder besser gesagt Brockenhäuser.Ein Kaffeehaus und ein Schnellimbisshaus fehlen auch nicht.Ein antiker Barbershop weckt unsere Aufmerksamkeit und sogleich kommt uns der Dällenbach Kari in den Sinn.Ob er noch Verwendung findet, konnten wir nicht in Erfahrunge bringen.


Doch viel Betriebsamkeit ist nicht auszumachen.Jetzt zur Weihnachtszeit ist natürlich auch hier alles geschmückt.Der Samichlaus hat hier sogar seinen eigenen Briefkasten.



 
Hier finden sich wohl nicht viele Touristen ein und die Einwohner fahren sicherlich Meilenweit zur Arbeit, denn wir denken Arbeitsplätze sind wohl rar hier.
 
 Nach dem erholsamen und eindrücklichen Spaziergang gehts zurück zur 98, die uns bis Columbia in Mississippi bringt.Auch dies ein kleines Provinzstädtchen.Umrundet von einem Fluss, beinahe wie Bern. Ausserhalb an diesem Wasser finden wir einen gepflegten Platz für die kommende Nachtruhe.  Wir werden  herzlich von einer .Dame begrüsst, die uns erklärt, dass sie nicht die Chefin sei, sich aber auf die Suche mache um diese zu finden.Wohlverstanden, mit dem Auto und nicht zu Fuss ca.300 meter bis zum Wohnhaus! Zu Dritt kommen sie zurück und wir können uns einschreiben.Einfach wunderbar diese Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.Bei der Einfahrt zum Platz wartet schon der Santa Claus im Wohnmobile um uns zu begrüssen.
 
Zwar regnet es seit gestern nicht mehr, doch aufziehende Wolken und ein anständig kühler Wind lassen nicht gerade Hochstimmung aufkommen.Nach dem Einrichten teste ich wieder einmal mein WiFi, - und es läuft hier auch nicht .Dann machen wir eben einen Spaziergang und erkunden die nähere Umgebung.Zurück auf dem Camp kommt uns Ismaris , die nette Dame die uns zuerst empfing entgegen und lädt uns zu einem Glas Wein ein.Wir Beide genehmigen uns  ein Nachtessen bevor wir der Einladung folgen.Ismaris und Peter Reusch wohnen in einem riesigen Wohnmobile zuhinters auf dem Platz.Ein wärmendes Lagerfeuer brennt und vier Stühle um dieses empfangen uns vor dem WoMo.Ismaris reicht jedem einen Sangria und beginnt amüsant ihre Familiengeschichte zu erzählen.Eigentlich hätten sie beide ein Haus in Coral Springs in Florida, doch seit einem Jahr seien sie hier, weil Peter bei einer Gaskompanie für die Erstellung einer neuen Gasleitung in der Gegend verantwortlich sei.Ich erkundige mich nach der Herrkunft des Familiennamens Reusch.Peter sei gebürtiger Deutscher in Brasilien geboren und die Jugend dort verbracht bevor er nach USA kam.Sein Deutsch ist entsprechend karg.Ismaris gebürtige Cubanerin dort aufgewachsen bis 10jährig dann mit den Eltern nach Amerika gekommen.Ein multikulti Paar, das zusammen schon an verschiedenen Stellen auf der Welt gelebt hat, in Lissabon, Südafrika,
Deutschland und in Südamerika.
Ein interessantes Leben der Beiden machen sie so herzlich und gastfreundlich.Von ihnen werden wir mit vielen Tips und Reisezielvorschlägen eingedeckt.Das Wetter lässt einen langen Lagerfeuerabend zu und wir Beide sind um eine interessante Begegnung reicher als wir in die Federn steigen.
 
Bevor wir losfahren testen wir unser Internet hier im Clubhaus, wo es vorzüglich funktioniert und wir über Skyp mit unserern lieben Freunden Lisbeth und René, und Sylvia reden können und das Neuste aus der Schweiz erfahren.Glücklicherweise erreichen wir auch Karin und plaudern eine schönes Weilchen mit ihr, was unserer Seele natürlich sehr wohl tut.
Nach dem Mittag verabschieden wir uns von unseren neuen Bekannten und treten ins Gaspedal um unser Auto nach Natchez zu steuern.